Nach und nach ändern sich Kleinigkeiten bei Origin. So behauptet der Lizenzvertrag seit gut einer Woche nicht mehr, englischem Recht zu unterliegen. Nun gibt es aber eine echte Überraschung: Bald schon könnte es ein Origin ohne DRM und Spywareverdacht geben.
Auf der Webseite Sourceforge, die freien Software-Projekten ein Zuhause bietet, ist schon Anfang des Monats Open Origin aufgetaucht. Der eigenen Beschreibung zufolge ist Open Origin ein „Tool, um Origin-basierte Spiele zu verwalten“. Was zunächst nach einem Fake aussieht, könnte in der Tat echt sein: Recherchen von Gamona zufolge, handelt es sich beim Autoren „dmax“ um einen Mitarbeiter in EAs Security Risk Management Team. Dafür spricht auch, dass eine Ankündigung mit einem EA-Forenaccount gemacht wurde.
Open-Source – also die Veröffentlichung des Programmcodes – bedeutet zunächst einmal, dass man genau nachlesen kann, was genau das Programm macht. Das ist zwar in der Spielebranche immer noch eine Seltenheit – viele Entwickler wollen nicht verraten, wie sie etwas programmiert haben – doch gibt es Positivbeispiele. So fährt auch der Steam- und Origin-Konkurrent „Desura“ eine Open-Source-Strategie, während unter den größeren Entwicklern vor allem id-Sofware einen guten Ruf genießt, da der Quellcode von älteren Spielen (wie Doom 3) freigegeben wird. Und etwas Erfahrung hat auch EA mit Open Source: Der Publisher benutzt freie Software zur Entwicklung der eigenen Produkte.
Wahrscheinlich handelt es sich bei Open Origin um ein Projekt, das auf einen einzelnen EA-Mitarbeiter zurück geht. Hoffen wir, dass er von seinem Arbeitgeber Unterstützung und keine Kündigung bekommt.

