Flyer zur Demo Köln (privat, nicht offiziell)

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BBirke
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Registriert: Sa 25. Jul 2009, 02:38

Flyer zur Demo Köln (privat, nicht offiziell)

Beitragvon BBirke » Sa 25. Jul 2009, 03:24

Ich hab einen eigenen Flyer verfasst und will ihn noch vorher layouten und vervielfältigen.

Wer möchte, kann den Text auch woanders verwenden
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Freiheit verteidigen - Spielverbote verhindern!

Unsere Freiheit ist auch Ihre Freiheit!



Video- und Computerspiele sind in den letzten Jahren zunehmend Ziel von Attacken aus Politik und Medien geworden, die sich nicht nur auf eine Beschimpfung und Verteufelung beschränken. Nein, obwohl, oder gerade weil, Deutschland schon den strengsten Jugendschutz außerhalb autoritärer Staaten hat, sollen Computerspiele, die nicht nach dem Geschmack dieser Leute sind, sogar mündigen, erwachsenen Bürgern verboten werden! Millionen von Menschen, ein Großteil von ihnen Erwachsene, soll die Freiheit und Lebensqualität beschnitten werden, damit einige, denen diese Freizeitbeschäftigung nichts bedeutet, ihre eigenen Geschmacksurteile allen anderen aufzwingen können!


Eine freie Fantasiewelt, in der niemand zu Schaden kommt!

Dabei findet ein Computerspiel immer nur in einer künstlichen Fantasiewelt statt, was dort geschieht hat, egal, wie eklig oder grausam es in Einzelfällen sein mag, keinen Schaden für echte Menschen zur Folge! "Gewaltverherrlichende" Spiele, von denen oft geschrieben wird, müssten im Spiel explizit REALE Gewalt verherrlichen, um wirklich gewaltverherrlichend zu sein, denn auch ein verdrehtes Wertesystem (z.B. Verbrechermilieu, Krieg, Psychopathen) im Spiel bezieht sich nur auf die jeweilige Spielwelt, die von der Wirklichkeit klar abgegrenzt ist. Solche Spiele, die echte Gewalt verherrlichen, gibt es auf dem offiziellen Markt nicht! Deswegen muss die reine Fantasiewelt, spätestens ab dem 18. Lebensjahr, von allen gesellschaftlichen Normgrenzen befreit sein, Computerspiele, wie auch Filme, Literatur, Musiktexte und andere Unterhaltungsmedien!

Es geht hier nicht nur darum, welchen Geschmack Mainstream-Medien haben dürfen, sondern um den zentralen Wert einer freien, individuellen Fantasiewelt, wo man ohne Grenzen alles tun und lassen kann, was man will, wo Staat und Gesellschaft mit ihren Normen absolut nichts verloren haben!


Die Bedrohung: Zensur und Repression

Spektakuläre Straftaten, insbesondere die Schulamokläufe von Littleton, Erfurt, Emsdetten und zuletzt Winnenden, werden immer wieder für Angríffe auf die individuelle Freiheit in Fantasiemedien missbraucht, indem man Computerspiele, Filme oder düstere Musik als Sündenböcke hinstellt. Dabei ist bei fast allen diesen Taten deutlich, dass die Täter in allen Fällen durch die Anforderungen (Schulleistungen) oder auch böswillige Handlungen (Mobbing) ihrer realen Umwelt in die Ecke gedrängt wurden und sich nicht anders zu helfen wussten, als Rache zu nehmen. An Computerspielen haben sie nur das gespielt, was hunderttausende andere Jugendliche auch spielten.

Repression aus den Medien:

Weiterhin versuchen Medien, mit reißerischen Schlagzeilen und platten Hetzparolen Zuschauer zu gewinnen. Dies gilt keineswegs nur für Boulevardmedien wie die Bild-Zeitung oder RTL Explosiv! Nein, gerade die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, und dort einige Politikmagazine, haben Hetze auf einem Niveau gebracht, das Boulevardmedien teilweise noch unterbietet. Am nachhaltigsten das Magazin "Frontal 21" und einige andere Sendungen im ZDF, dessen Zuschauer mittlerweile einen Altersdurchschnitt von über 60 Jahren haben.

Den unseriösesten Bericht lieferte im Februar 2007 das ARD-Magazin "Panorama", in dem u.a. ein gefälschtes "Vergewaltigungsspiel" gezeigt und über Witze lachende Computerspieler nach fremden Spielgewalt-Szenen eingeschnitten wurden. Einen Teil des Beitragsmaterials (Filme, Statistiken) hatte offenbar eine Firma für Internet-Zensursoftware beigesteuert, deren Vorstand im Beitrag als "Experte" interviewt wurde und die als Besonderheit auch Filter gegen "Killerspiele" anbot. Bei dem Anlass stellte sich heraus, dass der verantwortliche "Panorama"-Redakteur mindestens vier Beiträge mit Material der Firma und "Experteninterviews" mit dem Chef produziert hatte, die alle das Internet als Hort von Gewalt, Terrorismus und Bombenbauanleitungen verteufelten und Zensur- und Repressionsmaßnahmen des Staates, bis zu Internetfilterung wie in China, forderten.

Gerade die öffentlich-rechtlichen Medien stehen wegen ihrer Finanzierung durch Zwangsgebühren (umgangssprachlich "GEZ-Gebühren") immer mehr in der Kritik. Immer mehr Menschen halten dies für überflüssig, zumal sich die öffentlich-rechtlichen inhaltlich weitgehend den Privaten annähern. Somit sind neuere Medien, wie Computerspiele und vor allem Internet, für die öffentlich-rechtlichen Konkurrenz, die sie mit Repression und Zensur zu gängeln versuchen.

Repression aus der Politik:

Gerade Innenpolitiker versuchen immer wieder, Durchgreifen gegen Kriminalität vorzugaukeln, indem sie überall nach Verboten schreien. Dabei geht es weniger um echte Kriminalitätsbekämpfung als darum, möglichst viel zu gängeln und zu schikanieren, zu zensieren und zu verbieten! Ziel sind nicht Verbrecher, sondern unbescholtene Bürger, die ihren Lebensstil einer spießbürgerlichen Zucht und Ordnung unterwerfen sollen! Wenn die Politik nach spektakulären Amokläufen nicht mehr weiter weiß, weil die Ursachen überall in der Gesellschaft liegen, dann schreit sie nach Verboten, weil das Dumme bisweilen mit Handlungsfähigkeit verwechseln.

Nach dem Amoklauf in Winnenden im März haben sich Verwandte einiger Opfer zu einem "Aktionsbündnis" zusammen geschlossen, das effektiv für Deutschland einen Polizeistaat fordert, neben Waffenverboten auch ein totales Verbot von "Killerspielen", Internetzensur und Kontrolle über die Medien bei Berichten über solche Taten, um die Informationsaufgabe gesellschaftlichen Zielsetzungen unterzuordnen. Die Teilnehmer machten mehrfach deutlich, dass diese Forderungen nicht nur aus Schmerz kommen, sondern einer nachhaltigen Gesinnung entspringen. Hier zeigt sich deutlich, wie autoritäre Kräfte solche tragischen Ereignisse missbrauchen, was in der Politik dann überdeutlich wird.


Erziehungshilfe statt repressiver "Jugenschutz"!

Und um die Auswahl geeigneter Medien für Kinder und Jugendliche zu ermöglichen, gibt es die von der "Unabhängigen Selbstkontrolle (USK)" aufgebrachten Alterskennzeichnungen, die auf jedem käufliche Computerspiel zu finden sind. Ein Verkauf an jüngere Personen ist illegal. Dagegen zielt die Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM), also die Aufnahme in eine Zensurliste, dazu, dass Spiele gar nicht mehr beworben und nur noch viel schwerer auf legalem Wege erhältlich sind. Jugendschutz muss aber spätestens mit dem vollendeten 18. Lebensjahr aufhören und darf nicht Erwachsene treffen! Außerdem ist der Begriff "jugendgefährdende Medien" unangemessen, weil kein Kind oder Jugendlicher dadurch ernsthaft gefährdet wird, sondern es sich nur um ungeeignete Inhalte handelt. Und sittliche "Gefährdung" ist, anders als Alkohol, Drogen oder echte Gewalt, keine echte Gefahr! Für einen angemessenen Jugendschutz ist daher eine Beschränkung auf die schon heute bestehenden USK-/FSK-Altersfreigaben zu verlangen. Die Einstufung "ab18/keine Jugendfreigabe" darf, für die Fantasiedarstellungen, keinerlei inhaltlichen Grenzen mehr unterliegen und muss ggf. vom Hersteller selbst ohne Prüfung zu vergeben sein!

Die Zensur geht schon jetzt zu weit!


Schon jetzt bedeutet die Indizierung durch die Bundesprüfstelle, dass ein Spiel vom Markt verdrängt wird, und genau diese wirtschaftliche Zensur wird von vielen Spielegegnern gewünscht. Auch, wenn Indizierung kein völliges Verbot ist, schadet sie doch auch der Freiheit von Erwachsenen! Darüber hinaus gibt es auch heute schon viel zu viele Totalverbote, die auch für Erwachsene gelten, obwohl die Gewalt in reinen Fantasiewelten spielt. Diese Seuche begann 1985 mit einer Erweiterung des Gewaltdarstellungs-§131 zu einem Zensurgesetz gegen die damals populären Horrorvideos, diesem Paragrafen sind zunehmend auch Computerspiele zum Opfer gefallen (z.B. Manhunt). Auch ein Totalverbot von "Killerspielen" würde über eine Erweiterung dieses Gesetzes laufen. Ziel sollte vielmehr sein, den §131 von allen Zensurfunktionen gegen fiktionale Medien zu befreien, damit alle Computerspiele, wie auch international anerkannte Filmklassiker, wie z.B. "Tanz der Teufel", endlich wieder sicher frei sind!


Die Legende: Computerspiele vom Militär

Spielefeinde behaupten es immer wieder, dass Computerspiele angeblich militärische Trainingssoftware seien, um Soldaten das Töten beizubringen. Die Legende stammt von dem US-Militärausbilder Dave Grossman, der von einem Schulamoklauf 1998 im US-amerikanischen Jonesboro indirekt betroffen war. Er setzt Spiele mit militärischen Kampfsimulationen gleich, in denen zum Lernen des realen Kampfes auf menschliche Figuren geschossen wird. Tatsächlich gab es allenfalls ähnliche Entwicklungen; nur in Einzelfällen nahmen sich Militär und zivile Spielentwicker etwas voneinander an: Viele der Spiele können von Spielern verändert und mit Zusätzen versehen werden; so erstellen tausende Spieler neue Umgebungen und Monster dafür. In der gleichen Weise programmierten 1995 US-Marines aus den Egoshooter-Klassiker "Doom2" eine Trainingssoftware. In anderen Fällen nutzte das Militär Darstellungsprogramme aus Spielen für eingene Trainingssoftware. Die einzige echte und nachhaltige Verbindung zwischen Militär und Spiele-Massenmarkt ist das Propaganda- und Rekrutierungsspiel "America's Army", das, weil es auch Jugendliche ansprechen soll, sehr blutarm gehalten ist. Auf dem Spielemarkt spielt es aber kaum eine Rolle. Das Gros der "Killerspiele" auf dem Markt sind dagegen zivile Produkte ohne militärische Bedeutung. Selbst, wenn aktuelle oder historische Kriegsszenarien vorkommen, so sind diese inhaltlich weit mehr an Spielspaß als an Realismus orientiert.


Pseudo- und Propagandawissenschaft

Einige Leute aus dem akademischen Milieu haben gemerkt, dass sie leicht an Popularität gewinnen, wenn sie versuchen, gängige Vorurteile zu bestätigen. Stammtischparolen von Verbrechen, die angeblich direkt nachgeahmte Computerspiele darstellen sollen, bringen auch Personen mit absolut unwissenschaftlichen Aussagen in die Medien. Vor Jahren begann etwa der "Medienpädagoge" Werner Glogauer damit, Straftäter nach ihrem Medienkonsum vor der Tat zu befragen und daraus "Ursächlichkeiten" zu erfinden, so, als gäbe es keine anderen Gründe. Heute ist jedoch Propagandawissenschaft wesentlich ausgefeilter, sie bedient sich statistischer Methoden, deren Fehler und Unzulänglichkeiten auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. So will z.B. eine 2008 an der Uni Tübingen von den Professoren Rudolf Weiss und Werner Hopf veröffentlichte Studie eine schädliche Wirkung durch eine Langzeitstudie belegen - die Probanden waren aber zwischen 12 und 14 Jahren alt, durften also eigentlich gar nicht an brutalere Spiele heran, so dass Erwachsenenzensur hier niemals Konsequenz sein dürfte. Trotzdem wurden im Vorfeld der Veröffentlichung Pressemeldungen nach außen geschickt, in denen eine reale Gewaltwirkung behauptet und ein Verbot dieser Spiele gefordert wurde. In Niedersachsen fielen Bemerkungen des spielefeindlichen Innenministers Uwe Schünemann auf, wonach man beschlossen habe, mit dem "Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KfN)" von Professor Dr. Christian Pfeiffer angeblich mangelhafte Alterseinstufungen von Spielen durch die USK zu finden. An anderer Stelle forderte er, die angeblich von der USK unzureichend erfüllte Aufgabe der Alterseinstufung von Spielen solle u.a. von "Kriminologen" übernommen werden. Ist es da ein Wunder, wenn der zuletzt immer mehr als Spielegegner auftretende Christian Pfeiffer sich in seine Rolle immer mehr hinein steigert und damit auch noch Publicity gewinnt? Viele der vermeintlich sachlichen Forscher äußern an anderer Stelle eine tiefe Abscheu gegen gewalthaltige Computerspiele. Allzu oft stellt sich der Verdacht, dass mit einschlägigien Studien einmal eigene Geschmacksurteile bestätigt, zum anderen Fördergelder und Publicity gewonnen werden sollen. Alle diese Dinge sind Verdachtsmomente von Pseudowissenschaft oder "junk science", die vor allem der Bestätigung vorgefasster Ergebnisse, als der tatsächlichen Erforschung dient.


Üble Hetze aus Köln: Ein schwachsinniger Zensuraufruf gegen Spiele

Ende 2008 wurde von Psychologen und Mitarbeiterinnen der FH Köln der so genannte "Kölner Aufruf gegen Computergewalt" veröffentlicht; Hauptunterzeichnerin ist die emeritierte Kölner FH-Professorin Maria Mies. Das Pamphlet bezieht sich stark auf einen Konkurrenzkampf an der FH Köln, in dem einige MitarbeiterInnen eine starke Abneigung gegen elektronische Medien und gegen deren Integration durch medienfreundliche Professoren, zeigen. Und so richtet sich besagter Aufruf nicht nur gegen "Gewaltspiele", nein, es wird gefordert, Computerspiele generell nicht als Kulturgut anzuerkennen und ihnen jegliche Förderung zu verweigern. In Äußerungen nahe stehender Personen (Sabine Schiffer, "Neue Rheinische Zeitung", http://www.nrhz.de) wird eine völlige Ablehnung von Computern erkennbar, u.a. daran, dass etwa das "Schlaumäuse"-Programm von Microsoft als Verführung der Kinder verurteilt wird. Ganz explizit wird in dem Aufruf auch mehrfach eine Zensur für Erwachsene verlangt, was eine Ablehnung grundsätzlicher Bürgerrechte, etwa auf eine Gestaltung von Freizeit und Fantasie nach eigenem Geschmack, als Grundhaltung bei diesen Leuten zeigt. Wüste Beschimpfungen gegen spielefreundliche Wissenschaftler und absurde Verschwörungstheorien zu Spielen und Militär prägen den Text. Trotzdem finden sich unter den Erstaufrufern zahlreiche Personen, die häufig als "wissenschaftliche" Anwälte gegen Computerspiele gezeigt werden, u.a. Christian Pfeiffer, Rudolf Weiß, Werner Hopf, Manfred Spitzer und andere.

Deshalb: Schützt Eure, schützen Sie Ihre Freiheit!

Beteiligen Sie sich an Demonstrationen gegen Zensur von Computerspielen und anderen Medien!
Unterschreiben Sie die Petition an den Bundestag gegen Spielezensur!
Klären Sie über Computerspiele auf, setzen Sie sich für eine freie Fiktions- und Fantasiewelt ein!

Keine Spießernormen auf unseren Bildschirmen - ab 18 keine Normgrenzen mehr!

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