Resümee der Veranstalter zum Independent Friday Night Game

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Scorpion
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Resümee der Veranstalter zum Independent Friday Night Game

Beitragvon Scorpion » Do 18. Jun 2009, 20:42

Karlsruhe, 10. Juni 2009
Mit ein paar Tagen Pause für unser Team kommt nun die abschließende Pressemitteilung zum IFNG in Karlsruhe. Für uns als Veranstalter ist die Aktion ein wirklicher Erfolg geworden. Die Stimmung, der Ablauf, die Reden und überhaupt die große Teilnehmeranzahl hat bei vielen von uns direkt beim Eintreffen der ersten Demonstranten Erleichterung breit gemacht.

Mit rund 500 Teilnehmern setzte das Independent Friday Night Game ein bisher einmaliges Zeichen in der Geschichte des deutschen eSports. Mit Hilfe von einigen Firmen, Vereinen, Parteien und Privatengagierten ist uns der erste Schritt in Richtung allgemeine Akzeptanz des eSports in Deutschland gelungen. Bei der Demonstration in Karlsruhe sind keinerlei negativen Vorkommnisse zu verzeichnen. Wir hatten keine Notfälle, keine Verletzten oder gar Ausschreitungen zu beklagen, ganz im Gegenteil: wir wurden von Seiten der Polizei sogar für die Vorgehensweise unserer Helfer und den friedlichen Auftritt der Demonstration gelobt. Mit dieser Aktion wurde in der eSport-Szene und in den Medien eine Welle der Unterstützung losgetreten was genau unserem vorgegebenen Ziel entspricht.

Um das Erlebte nicht ins Vergessen geraten zu lassen haben wir eine Sammlung an Berichten und Videos in unserem Onlineangebot zur Verfügung gestellt. Viele Seiten und Fotografen haben ebenso Bilder, Videos und Texte online gestellt. Sollte Interesse an der Nutzung von Material bestehen, kontaktieren sie uns einfach.

In den vergangenen Tagen haben wir die unterschiedlichsten Impressionen, Meinungen, News, Berichte und Blogposts (und möglichst jeden Kommentar dazu) über unsere Demonstration gelesen. Das Medienecho war fast durchgehend äußerst positiv und vielversprechend. Leider müssen wir in dieser Pressemitteilung direkt über einige weniger erfreuliche Äußerungen sprechen. Die derzeitige Verwicklung des Bundestagsabgeordneten für Karlsruhe, Jörg Tauss, in strafrechtliche Ermittlungen wurde teilweise in Zusammenhang mit unserer Demonstration gebracht. Abseits dieser Ermittlungen setzt sich Herr Tauss aber seit geraumer Zeit für neue Medien und deren Anerkennung als Bestandteil der deutschen (Jugend-)Kultur ein. Er war damit also ein passender Kandidat für die Unterstützung unserer Demonstration. Im Rahmen der Demonstration selbst ist Herr Tauss ohne eine besondere Einladung als Demonstrant erschienen — und das obwohl er Aufgrund unserer allgemeinen Ablehnung von Rednern aus der Politik auf der Demonstration eigentlich keine Rede halten durfte.
Dieses Verhalten, nämlich Teilnahme an den Sorgen und Nöten in ihrem Wahlkreis, sollte für jeden Politiker selbstverständlich sein, wenn es die Jugend und die Jungwähler auf die Straße treibt! Hinzukommt: eigentlich hatte er eine ähnliche Veranstaltung zum gleichen Zeitpunkt geplant. Aus all diesen Gründen erscheint der Versuch die gesamte Bewegung aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch derartige Äußerungen zu diskreditieren eher unbeholfen und peinlich.

Beim Independent Friday Night Game sind hunderte Jungwähler auf die Straße gegangen um über unsachliche Politik und Berichterstattung zu demonstrieren; durch solch plumpe Angriffe werden alle Teilnehmer herab gewürdigt, aber in ihrer Meinung bestärkt, dass weiterhin die Aufklärung gegen diese unsachlichen Äußerungen zwingend notwendig ist.

Am Tag der Demonstration hat die Innenministerkonferenz der Länder sich mit großer Mehrheit für das „Verbot von Spielen mit gewalthaltigem Inhalt“ ausgesprochen. Nur zwei Innenminister haben sich der populistischen Verbotsdebatte entzogen und gegen diese Gesetzesinitiative entschieden. Damit ist klar: die unsachliche Debatte über unser friedliches Hobby ist noch immer nicht beendet.

Wir möchten diesen Wink mit dem Zaunpfahl als Anlass nehmen bekannt zu geben, dass die Aktion Jugendkultur mit der Demonstration „Independent Friday Night Game“ nicht die letzte Demonstration im Namen des eSports organisiert hat. Aktuell führen wir Gespräche über weitere Aktionen. Wie diese aussehen werden, wo Sie stattfinden werden und was passieren wird können wir derzeit nicht sagen.

Bei dem vielen Feedback das wir derzeit erhalten gibt es viele Meinungen die uns dazu anregen weiter zu gehen, und nicht nur in Karlsruhe zu bleiben. Wir sind derzeit offen für jede Bewerbung zur Zusammenarbeit die bei uns eingeht. Sollte Interesse bestehen schreibt einfach eine E-Mail mit entsprechendem Betreff und aussagekräftiger Bewerbung an norman.schlorke@gmx.de.

Wir möchten an dieser Stelle noch den Unterstützern für diese erste Demonstration in Karlsruhe danken. Unser Dank geht an:
- die Stadt Karlsruhe, insbesondere das Büro für Bürgerservice und Sicherheit, die durch absolut faire und ehrliche Vorgespräche unsere so kurzfristige Planung erst möglich machte,
- die Karlsruher Messe und Kongress GmbH die uns freundlicherweise die Veranstaltung auf ihrem Privatgelände genehmigt hat,
- den Stadtjugendausschuss Karlsruhe e.V. der unsere Stromkosten übernahm,
- die Megaforce Veranstaltungstechnik GmbH die uns eine Bühne zur Verfügung stellen konnte,
- Gamers against Rejection die auch kurzfristig Infomaterial und Unterstützung gewähren konnten,
- die NetFactory GmbH, ohne deren Hilfe wir kein Beamer-Notebook gehabt hätten
- und, last but not least, an alle anderen Helfer und Spender die diese Demonstration durch ihr Engagement erst möglich gemacht haben!

Direkt auf der Demo haben uns unter vielen anderen die Grüne Jugend, die Jungen Liberalen, die Junge Union, die Jungen Sozialisten, und die Piratenpartei tatkräftig unterstützt.
Es war für uns und unsere Zielgruppe wichtig zu wissen dass der Einsatz und die Unterstützung für Computerspiele nicht nur aus einer bestimmten Partei kommt sondern sich durch alle Politischen Bereiche zieht, und vor allem von all denen kommt die sich mit der Materie auskennen und auseinandersetzen.

Mit freundlichem Gruß,
das Team der Aktion Jugendkultur
www.aktion-jugendkultur.de

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