Verbraucherschutz- Gaming Impossible: Onlinefreischaltung nach weniger als 24 Monaten nicht mehr möglich.Vor der Umstellung auf Origin war zur Nutzung mancher von Electronic Arts verlegten Videospiele die Inanspruchnahme des Authentifizierungsdienstes des EA-Stores erforderlich. Einige, vor September 2009, erworbene Inhalte, konnten nach der Einführung des neuen Dienstes im Juni 2011 nicht mehr authentifiziert werden. Kunden, die sich daraufhin an EA wandten, erhielten eine ernüchterne Bestätigung:
"Ich möchte Sie darüber informieren, dass Sie einen Code zu einem Spiel einlösen möchten, das vor September 2009 erschienen ist. In diesem Fall ist es nicht möglich, den Titel [...] einzurichten."
Ein in der Folge gefunderner Workaround funktionierte nicht in allen Fällen, so dass erworbene Nutzungsberechtigungen bereits 21 Monate nach der Einräumung nicht mehr wahrgenommen werden konnten. Betroffen war unter anderem der 9,99 € kostende Inhalt „Armoured Fury“. Es erfolgte weder eine Entschädigung noch eine Erstattung der geleisteten Zahlungen.
Mehr dazu bei:
- Nguyen, The-Khoa, Origin: Aktivierung von "alten" Electronic Arts-Spielen nicht möglich?, pc-games v. 12.10.2011.
- Virtuelle Enteignung: Gekaufte Gegenstände werden gestrichenVon Electronic Arts wurde ab April 2011 mit „Battlefield Play4Free“ ein sogenanntes „Free to Play“-Spiel angeboten. Bei diesen muss nicht für die Bereitstellung des Clients oder dessen Nutzung, sondern für die Erlangung von Zusatzinhalten Geld gezahlt werden. Im Fall von „Battlefield Play4Free“ konnten zahlende Spieler unter anderem virtuelle Waffen, sogenannte "Veteran-" bzw. "Elitewaffen", erstehen (Stückpreis ca. 4 €), die sich im Nachhinein jedoch als zu übermächtig herausstellten. Um die Chancengleichheit wiederherzustellen wurden diese Waffen entfernt, wobei die Käufer als Entschädigung "Legacyattachments" erhielten: Komponenten, mit denen Waffen aufgerüstet werden konnten. Auch dieses System war nicht ausbalanciert, so dass die mit bis zu 40 € pro Waffe erworbenen Teile im Dezember 2011 entfernt und den Inhabern im Ausgleich leicht verbesserte reguläre Waffen angeboten wurden. Eine Erstattung der Zahlungen wurde im offiziellen Forum abgelehnt:
„Es gibt keine Rückerstattung für im Spiel gekaufte Artikel“
Somit waren hier die Nutzungsberechtigungen bereits nach 8 Monaten praktisch wertlos.
Mehr dazu bei:
- Gercke, Maximilian, Kontrollbesuch eines Problemkindes, GameStar v. 11.05.2012.
- Battlefield Play4Free Team, The removal of "Legacy" attachments, the introduction of fairer play!, battlefield.play4free v. 19.12.2011.
- Spiel kastriert: Multiplayer eingestelltBei manchen Videospielen kann der Multiplayermodus nur genutzt werden, wenn der Publisher hierfür Kapazitäten bereit hält. Sobald diese aus Kostengründen gestrichen werden, sieht es schlecht aus. Bei Electronic Arts wird es beispielsweise so gehandhabt, dass wenn die Nutzung eines Spiels zurückgeht - "weniger als 1% aller EA-Spieler in Spitzenzeiten" - die Betreuuung des Produkts eingestellt wird, um "den anderen 99% der Spieler, die die beliebteren Spielen spielen, ein fantastisches Spielerlebnis zu bieten". Hierauf wird auf den Rückseiten der DVD-Hüllen - wie zum Beispiel bei "Fifa 12" - auch im Kleingedruckten hingewiesen:
So ist es gängige Praxis, dass im November 2004 veröffentlichte Spiele wie "Need for Speed: Underground 2" auf manchen Plattformen schon im August 2006 nicht mehr online gespielt werden konnten. Die Liste der Spiele, die EA nicht mehr unterstützt, kann hier eingesehen werden:
- Online-Dienst-Updates, ea.com.
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