Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

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Patrik
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Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Patrik »

Das Modell von Nintendo ist, Accounts nicht an eine Person sondern an ein Gerät zu binden. Im Falle eines Defekts bedeutet das den Verlust bezahlter Inhalte, so auch die Gamestar. Aber es gibt auch Vorteile: Spiele lassen sich samt Gerät. Außerdem ist die Identifikation eines Geräts in Puncto Datenschutz weniger kritisch als die Identifikation des Nutzers.

Was meint ihr? Kleineres Übel oder ganz großer Müll?
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gordon-creAtive.com
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by gordon-creAtive.com »

Patrik wrote:Spiele lassen sich samt Gerät.
Verkaufen?
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Aginor
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Aginor »

Patrik wrote:Spiele lassen sich samt Gerät.
I accidentally my dog! :D

EDIT:
Und um noch was sinvolles zu schreiben:
Wenn es die Möglichkeit gibt dass etwas schon bezahltes verloren geht, dann ist das ganze auf jeden Fall Mist. Ich fände es in Ordnung wenn man irgendwo eine Webseite hätte auf der man sich einloggen kann, um im Falle eines defekten Geräts eine andere Hardware-ID mit dem Account zu verknüpfen.
Dass keine persönlichen Daten dabei gesammelt werden finde ich zwar gut (wenns denn so ist), aber ein hardwareunabhängiges "Konto" fände ich besser. Hauptsache anonym ist erlaubt, maximum ist eine Emailadresse.

Gruß
Aginor
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TheRealBlack
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by TheRealBlack »

"ganz großer Müll"

Ring of Death und die anderen Konsolendefekte bei anderen Herstellern solle einen zu denken geben bei so einen Vorschlag...
Happy Coding.
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Patrik
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Patrik »

Gordon hat es erraten: Verkaufen. Ich denke, man kann es als Vorteil sehen, wenn etwas an ein Gerät statt an eine Person gebunden wird. So kann z.B. die ganze Familie ein Spiel zocken, statt immer nur einer Person - wie es z.B. bei Steam gedacht ist. Zudem fällt die Gefahr der Remote-Sperrung weg, da es zumindest meines Wissens auf eine Onlineanbindung verzichtet wird.

Von da her finde ich es schlecht, aber noch nicht ganz so schlimm wie die Auswüchse, die man als PC-Spieler so mitbekommt. Ne Accountbindung, wie sie ja mittlerweile sogar von Spielern als Alternative vorgeschlagen wird(!), wäre für mich ein Schritt in die falsche Richtung.
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AssMan
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by AssMan »

Patrik wrote:Im Falle eines Defekts bedeutet das den Verlust bezahlter Inhalte, so auch die Gamestar.
Dort steht (evtl. mittlerweile):

Nintendo rudert zurück - im Fall eines Defekts kann der Kundenservice die ID doch auf ein Austauschgerät transferieren.
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Pyri
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Pyri »

Patrik wrote:Das Modell von Nintendo ist, Accounts nicht an eine Person sondern an ein Gerät zu binden. ...
Das ist so schon nicht mehr ganz richtig. Seit der Wii U gibt es die Möglichkeit Spiele von seiner Wii zu transferieren. Ich habe erst heute dafür auf meiner alten Wii einen eigenen Kanal heruntergeladen.

Grundsätzlich finde ich diese Situation jedoch schon seit Jahren einfach nur fürchterlich, das heißt Services materiell zu binden. Das ist für mich so als würde Geld an eine Schuhschachtel gekoppelt werden, anstatt es überhaupt auf eine Bank tragen zu können: meine Wii ging mir bereits kurze Zeit nachdem ich sie gekauft habe kaputt. Leider erwischte ich 2007 ein Gerät mit einem defekten Grafikchip der durchbrannte, also musste ich sie nach Salzburg zur Reparatur schicken - Nintendo hat keine eigene Österreich-Niederlassung, sodass hier die Club-Karten wertlos sind etc. Alles nicht so schön bei dem Konzern, egal: jedenfalls bekam ich das Gerät praktisch "leer" zurück, vielleicht eben auch ein komplett Neues - keine Ahnung, nachdem ich bereits über 100 Euro in eine VC-Sammlung investiert hatte. Meine Spiele wurden zwar registriert, also sie waren mit der Konsole die ich wieder bekam noch irgendwie gekoppelt gewesen, aber ich musste sie mühsam alle nochmal herunterladen - direkt vom Shop aus, ohne eine eigene Aufstellung darüber zu haben was ich alles gekauft hatte, also so wie bei der Konkurrenz von Apple, Sony und Microsoft. Nicht auszudenken hätte die Wii bereits Festplatten unterstützt...
Als altes Problem bei Nintendo erachte ich dabei auch deren lächerliche "Quittungen". Die sind praktisch so veranlagt dass man sie sich von seinen Konsolen nur "ausdrucken" kann, für nichts und wieder nichts... Internet-Ausdrucken par excellence
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Dante »

Eine Account- und Konsolenbindung wie auf der Xbox 360 wär mir ehrlich gesagt lieber als die Variante von Nintendo. Ein Handheld kann ja auch mal verloren gehen oder geklaut werden. Daher wäre es schön wenn alle Wii/3DS/WiiU Käufe mit dem Club Nintendo Account verknüpft wären.
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Patrik
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Patrik »

Eine klassische CD/DVD auch Bindung an Hardware, die kaputt gehen kann. Die Situation ist also in etwa so, dass alle Spiele untrennbar auf einem Datenträger beheimatet werden. Dass darum noch andere Hardware vorhanden ist, ändert die Zahl an Teilen, die nicht kaputt gehen dürfen, somit also die zu erwartende Lebensdauer.

Die Frage ist also, was im Zweifelsfall länger verfügbar ist: Die Hardware oder der Onlinedienst, den man für die Kontenbindung braucht. Nach meiner Erfahrung halten Konsolen i.d.R. deutlich länger als eine zu erwartende Laufzeit eines spezifischen Onlinediensts. Daher auch meine Präferenz. Faktisch ist beides blöd – ich mag Spiele am liebsten als ROM (z.B. DVD), wobei Module mit eingebauten Speicher (z.B. Module wie beim SNES) auch OK sind, soweit man alte Spielstände löschen kann und der Speicher nicht (wie z.B. billiger Flashspeicher) nach ein paar Schreibvorgängen den Geist aufgibt.
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Pyri
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Re: Nintendo: Spiele an Konsole gebunden

Post by Pyri »

Patrik wrote:Nach meiner Erfahrung halten Konsolen i.d.R. deutlich länger als eine zu erwartende Laufzeit eines spezifischen Onlinediensts.
Welcher große Onlinedienst wäre denn in den letzten Jahren überhaupt flöten gegangen?
Sorry, aber ich kann keinen einzigen nennen: Steam gibt es mindestens seit 2004 in vollem Umfang, bei Gamesload müsste es so 2007 sein, Gog.com gibt es auch schon einige Jahre glaub ich. Wovon soll da überhaupt gesprochen werden? Und bei den Konsolen ist es mit der Kontenbindung auch nicht nur eine Frage von einzelnen Geräten, sondern auch Gerätetypen. Und da kommt es in den nächsten Jahren halt darauf an wie sehr einE KundInnenschaft mit Cloud-Abos gemelkt werden möchte: siehe etwa bei Sony's neuer PC-Architektur. Ein SEN-Konto ist heute prima über drei verschiedene Konsolen nutzbar, mit Plus-Abo bekommt man für zwei davon sogar jedes Monat neue Spiele freigeschaltet. Aber leider scheint diese herrliche Zeit bald vorbei zu sein http://www.polygon.com/2013/2/21/401313 ... ikai-cloud
Der Geldgier sei Dank
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