Verbraucherschutznews

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Pyri
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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Pyri » Mi 5. Feb 2014, 17:42

ActionJackson hat geschrieben:Das neue Dungeon Keeper (für iOS und Android), mit seinen überzogenen Mikrotransaktionen, geht seit gestern durch alle Gaming Seiten.
Auf EA rollt deswegen auch schon ein Shitstorm zu.
http://www.gamestar.de/spiele/dungeon-k ... 32351.html


Auch mir gefällt das nicht, nur ist das glaub ich eher ein sehr gutes Beispiel für den Unterschied zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung. Denn wenn ich mir die Wertungen bei Google oder im App Store so ansehe, dann kann es nicht so unbeliebt sein - auch die Verschwörungstheorie, dass diese manipuliert werden, kann da kaum greifen, denn dafür müssten schon sehr viele Schreiberlinge angestellt worden sein...
Nein, der Zeitgeschmack und das Publikum haben sich einfach geändert. Nur die Videospielpresse und deren Fans scheinen das noch nicht mitbekommen zu haben, oder wahrhaben zu wollen...
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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon marcymarc » Mi 5. Feb 2014, 19:44


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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Pyri » Mi 5. Feb 2014, 22:13

Die Gema will jetzt schon für Zitate Geld verlangen: http://www.golem.de/news/urheberrecht-a ... 04358.html
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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon marcymarc » Do 6. Feb 2014, 08:25

Würde mich nicht wundern, bei einer Gesellschaft, die von Künstlern für das Spielen ihrer eigenen Songs Tributzahlungen verlangt, obwohl sie nicht mal in der GEMA organisiert sind und nicht sein wollen. Der Vertretungsvermutungsgrundsatz gehört sowas von abgeschafft.

Demnächst kommen die auf die Idee, bei Zitaten, Bildnachweisen und Literaturangaben wissenschaftlicher Arbeiten und Links auf Nachrichtenseiten Geld zu verlangen. Wartet drauf, es kommt. Die GEMA ist so ein riesen Bürokratiemoloch der sich eigentlich nur selbst finanziert. Die Künstler bekommen nicht viel, wenn überhaupt etwas (die, die nicht Mitglied sind sowieso nicht, zahlen sollen sie trotzdem *facepalm*).

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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon marcymarc » Fr 7. Feb 2014, 16:21

http://winfuture.mobi/news/80193 EA umschifft negative Bewertungen von Nutzern um seinen Ruf zu polieren, womit jedoch der Ruf nicht besser wird

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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Rey Alp » Di 6. Mai 2014, 13:52

Hier nochmal das BGH-Urteil, wonach der Verkauf gebrauchter Computerprogramme nicht wirksam untersagt werden kann (Die offene Frage ist, ob Computerspiele Computerprogramme im Sinne des Gesetzes sind):
- BGH, Urt. v. 17.07.2013 - I ZR 129/08, openJur 2013, 2417.

Ebenfalls alt das Urteil, wonach die Werbung in "Runes of Magic" unzulässig war:
- BGH, Urt. v. 17.07.2013 - I ZR 34/12, openJur 2013, 46011.

Für mich neu - die Begründung der Entschediung, ob der Erschöpfunsggrundsatz auch bei Nutzeraccounts gilt - er soll es nicht:
- LG Berlin, Urt. v. 21.01.2014 - 15 O 56/13, telemedicus.

Die Rechtsfolge der Erschöpfung soll demnach nur Behinderungen des Warenverkehrs infolge der Ausübung des Verbreitungsrechts begrenzen. Einschränkungen der rechtlichen oder tatsächlichen Verkehrsfähigkeit eines Werkstücks, die sich nicht aus dem Verbreitungsrecht des Urhebers als solchem ergeben, sondern auf anderen Umständen beruhen wie beispielsweise auf der spezifischen Gestaltung des betreffenden Werkes oder Werkstücks, berühren den Grundsatz der Erschöpfung des urheberrechtlichen Verbreitungsrechts nicht. Es ist urheberrechtlich unbedenklich, wenn der Urheber sein Werk oder Werkstücke, die sein Werk verkörpern, so gestaltet, dass diese nur auf bestimmte Art und Weise genutzt werden können, und die Weiterveräußerung des Originals des Werks oder von ihm in Verkehr gebrachter Werkstücke durch den Ersterwerber infolge ihrer konkreten Ausgestaltung eingeschränkt ist oder faktisch ganz ausscheidet, weil wegen der beschränkten Nutzungsmöglichkeiten ein nennenswertes Interesse nachfolgender Erwerber nicht besteht.

[...]

An diesen Ausführungen, aus denen sich die Wirksamkeit der mit dem Antrag zu I.A.1. beanstandeten Klausel Über das Verbot der Übertragbarkeit des Benutzerkontos ergibt, hat sich - entgegen der Ansicht des Klägers - durch die Entscheidung des EuGH vom 3. Juli 2012 (Rs. C- 128/11 - UsedSoft, zit. nach Juris) zur Auslegung von Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 2009/24/EG (Computerrichtlinie) - umgesetzt durch § 69c Nr. 3 Satz 2 UrtiG - nichts geändert. Denn der vorliegende Sachverhalt unterscheidet sich von dem der Entscheidung im Fall UsedSoft zugrunde liegenden Sachverhalt - wie die Beklagte zutreffend vorträgt-in entscheidungserheblicher Weise, so dass der Erschöpfungsgrundsatz nicht zur Unwirksamkeit der beanstandeten Nutzungsbedingungen führt.

Der zitierten Entscheidung des EuGH lag ein Fall zugrunde, in dem Kunden im Wege des kostenlosen Downloads oder über Datenträger eine - lokal lauffähige - Kopie einer Datenbanksoftware erhielten. Diese Software durften die Kunden jedoch nur nutzen, wenn sie mit dem Unternehmen, von dem sie das Programm durch Download oder mittels Datenträger übermittelt erhalten hatten, eine kostenpflichtige Lizenzvereinbarung abschlossen, mit der nicht übertragbare Lizenzen paketweise erworben werden mussten. Soweit der EuGH in der Entscheidung angenommen hat, dass sich das Recht des Unternehmens, eine weitere Verbreitung der - online herunter geladenen oder in Form eines Datenträgers übermittelten - Programmkopie gemäß Art 4. Abs. 2 der Computerrichtlinie erschöpfe und sich diese Wirkung auch auf die Lizenzvereinbarung erstrecke, weil Li­zenzvereinbarung und Erwerb der Programmkopie als unteilbares Ganzes anzusehen seien, mit der Folge, dass die Weiterverbreitung nicht mehr untersagt werden könne, führt dies nicht zur Un­wirksamkeit der streitgegenständlichen Nutzungsbedingungen.

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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Rey Alp » Sa 6. Dez 2014, 12:12

Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, unter welchen Voraussetzungen technische Maßnahmen zum Schutz urheberrechtlich geschützter Videospiele ihrerseits Schutz genießen.

Bundesgerichtshof zu Schutzmaßnahmen für Videospiele

Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, unter welchen Voraussetzungen technische Maßnahmen zum Schutz urheberrechtlich geschützter Videospiele ihrerseits Schutz genießen.

Die Klägerin produziert und vertreibt Videospiele und Videospiel-Konsolen, darunter die Konsole "Nintendo DS" und zahlreiche dafür passende Spiele. Sie ist Inhaberin der urheberrechtlichen Schutzrechte an den Computerprogrammen, Sprach-, Musik-, Lichtbild- und Filmwerken, die Bestandteil der Videospiele sind. Die Videospiele werden ausschließlich auf besonderen, nur für die Nintendo-DS-Konsole passenden Speicherkarten angeboten, die in den Kartenschacht der Konsole eingesteckt werden.

Die frühere Beklagte zu 1, deren Geschäftsführer die Beklagten zu 2 und 3 waren und über deren Vermögen im Laufe des Revisionsverfahrens das Insolvenzverfahren eröffnet und der jetzige Beklagte zu 1 zum Insolvenzverwalter bestellt worden ist, bot im Internet Adapter für die Nintendo-DS-Konsole an. Diese Adapter sind den originalen Speicherkarten in Form und Größe genau nachgebildet, damit sie in den Kartenschacht der Konsole passen. Sie verfügen über einen Einschub für eine Micro-SD-Karte oder über einen eingebauten Speicherbaustein ("Flash-Speicher"). Nutzer der Konsole können mit Hilfe dieser Adapter im Internet angebotene Raubkopien der Spiele auf der Konsole verwenden. Dazu laden sie solche Kopien der Spiele aus dem Internet herunter und übertragen diese sodann entweder auf eine Micro-SD-Karte, die anschließend in den Adapter eingesteckt wird, oder unmittelbar auf den eingebauten Speicherbaustein des Adapters.

Die Klägerin sieht in dem Vertrieb der Adapter einen Verstoß gegen § 95a Abs. 3 UrhG. Diese Bestimmung regelt den Schutz wirksamer technischer Maßnahmen, die ihrerseits dem Schutz urheberrechtlich geschützter Werke dienen. Die Klägerin hat die Beklagten auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen.

Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Die Berufung der Beklagten ist erfolglos geblieben. Auf die Revision der Beklagten hat der Bundesgerichtshof das Berufungsurteil weitgehend aufgehoben und die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen.

Nach § 95a Abs. 3 Nr. 3 UrhG ist (unter anderem) der Verkauf von Vorrichtungen verboten, die hauptsächlich hergestellt werden, um die Umgehung wirksamer technischer Maßnahmen zu ermöglichen. Diese Vorschrift schützt - so der BGH - auch technische Maßnahmen zum Schutz für Videospiele. Bei der konkreten Ausgestaltung der von der Klägerin hergestellten Karten und Konsolen handelt es sich um eine solche Schutzmaßnahme. Dadurch, dass Karten und Konsolen in ihren Abmessungen so aufeinander abgestimmt sind, dass ausschließlich Nintendo-DS-Karten in die Nintendo-DS-Konsolen passen, wird verhindert, dass Raubkopien von Videospielen der Klägerin auf den Konsolen abgespielt und damit unbefugt vervielfältigt werden können. Die von der Beklagten zu 1 vertriebenen Adapterkarten sind auch hauptsächlich zur Umgehung dieser Schutzvorrichtung hergestellt worden. Die Möglichkeit des Abspielens von Raubkopien bildet den maßgeblichen wirtschaftlichen Anreiz zum Kauf der Adapter; die legalen Einsatzmöglichkeiten der Adapter treten demgegenüber eindeutig in den Hintergrund. Das Berufungsgericht hat allerdings nicht geprüft, ob der Einsatz der technischen Schutzmaßnahme den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit wahrt und legale Nutzungsmöglichkeiten nicht in übermäßiger Weise beschränkt werden.

Die vom Berufungsgericht bislang getroffenen Feststellungen rechtfertigen nach Ansicht des Bundesgerichtshofs auch nicht die Annahme, dass der jetzige Beklagte zu 1 als Insolvenzverwalter und die Beklagten zu 2 und 3 als Geschäftsführer wegen des rechtswidrigen Vertriebs der Adapterkarten durch die frühere Beklagte zu 1 auf Unterlassung haften. Auch der von der Klägerin erhobene Schadensersatzanspruch konnte auf der Grundlage der Feststellungen des Berufungsgerichts nicht bejaht werden. Der Bundesgerichtshof hat die Sache daher insoweit an das Berufungsgericht zurückverwiesen, das die erforderlichen Feststellungen nachzuholen hat.

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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Patrik » Mo 22. Dez 2014, 12:04

Steam - Valve sperrt russische Steam-Keys im Westen: http://www.gamestar.de/software/valve-s ... 81420.html
„What we became convinced of, is that Linux really is the future of gaming“ – Gabe Newell (Valve)

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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Rey Alp » Sa 14. Mär 2015, 20:41

Nicht nur russische - und alle Gifts gelten nur noch innerhalb derselben Länderbegrenzungen:
- http://www.gamestar.de/software/valve-s ... 83762.html

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Re: Verbraucherschutznews

Beitragvon Rey Alp » So 5. Apr 2015, 19:39

Sony kauft OnLive und macht es dicht:
- http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 95895.html


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