VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Rey Alp
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VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Rey Alp » So 6. Sep 2015, 14:38

Soweit ich das verstanden habe, dürfte die Analyse der Ergebnisse der Umfragen 2013 und 2014 noch etwas Zeit in Anspruch nehmen, weshalb man imho - sobald fertiggestellt - die grafische Auswertung der Ergebnisse veröffentlichen sollte. Hierbei hatten ich ja angeregt, dass man zu einzelnen Themen verschiedene Experten zu deren Sicht auf die Ergebnisse befragt.

U. a.:

Punkte, wo man Meinungen externer einholen könnte:

1. "Medienpädagogen":
  • Einstiegsalter und Entwicklung - im Durchschnitt 8 Jahre. Wie sinnvoll/gefährlich das ist.
  • Wochenspielzeit: Durchschnitt 20 - Teils mit extremen Ausreißern.
2. "Industrievertreter":
  • Interview mit Publishern - ggf. auch mit anderen als EA - ob/warum der Support bzw. die Möglichkeit der Nutzung von Spielen recht schnell/bei Erscheinen des Nachfolgers eingestellt wird. Ggf. auch etwas kritischer, wo ja bei vielen Serien Fans teilweise manch älteren Teil als besser halten. Ggf. mit Ansätzen wie Spiele dann nicht sterben, sondern "frei" zu lassen und so ggf. auch eine Archivierung zu ermöglichen.
  • Ggf. ebenfalls Publisher zu den Monatisierungswegen, den (absurd) niedrigen Anteil von Raubkopien und "Freeware"-Entwickler, dazu warum der Anteil an den absolute Nutzungen so gering ist.
  • Ggf. auch Publisher zur Möglichkeit, auf Listenteil A indizierte Spiele hier legal anzubieten.
3. "Feministen":
  • Sexismus natürlich: Hier vielleicht auch Entwickler zu den Meinungen befragen.

Habt ihr Tipps, an wen man sich hier wenden könnte?

- Wegen der Spielzeit/Einstiegsalter - und ggf. auch dem Geschlchtsunterschied - fände ich es interessant, wenn man sich an Mößle vom KFN wenden würde. Wobei natürlich klar ist, dass wir keine allgemein repräsentativen Zahlen haben. Vielleicht findet er ja einige Zahlen interessant und könnte etwas erläutern. Bevor man sich an ihn wendet sollte man aber ein paar Themen/Aspekte vorschlagen, zu denen man eine Einschätzung hilfreich fände.

- Deutsche Feministen mit Kompetenzen beim Gaming sind mir leider nicht bekannt. Habt ihr da Ahnung?

- Wegen der "Industrie" fände ich es ünglücklich, wenn wir uns "schon wieder" an EA wenden würden. Andererseits ist mir bei keinem anderen Publisher eine so rigerose Abschaltspolitik bei Videospielen bekannt, wobei die jetzt auch zunehmen Titel bei gog anbieten sollen. Ein Gespräch mit Verantwortlichen von GOG wäre natürlich auch ineteressant, wobei die aber wohl genau unsere Meinung haben dürften - könnte etwas einseitig werden - was meint ihr?

Dann wäre dann auch noch die Frage, wie man das veröffentlicht: Es bestünda ja die Möglichkeit, dass man erst die Ergebnisse veröffentlicht und dann in den darauf folgenden Tagen und Wochen die "Experteninterviews". Ich glaube aber, dass die Besucherstruktur von VDVC dafür nicht geeignet ist und man auf Multiplikatoren setzen muss - und da dürfte es wohl günstiger sein, das Komplettpaket auf einen Schlag zu veröffentlichen.

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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Pyri » Mo 7. Sep 2015, 21:09

Rey Alp hat geschrieben:- Wegen der "Industrie" fände ich es ünglücklich, wenn wir uns "schon wieder" an EA wenden würden. Andererseits ist mir bei keinem anderen Publisher eine so rigerose Abschaltspolitik bei Videospielen bekannt, wobei die jetzt auch zunehmen Titel bei gog anbieten sollen. Ein Gespräch mit Verantwortlichen von GOG wäre natürlich auch ineteressant, wobei die aber wohl genau unsere Meinung haben dürften - könnte etwas einseitig werden - was meint ihr?


Also das mit GOG kann ich nicht bestätigen - stimmt sicher nicht. Die Titel aus deren Back-Katalog welche es dort gibt sind allesamt schon sehr alt - gehören fast zu deren Gründungsangebot würde ich sagen. Ubisoft pushte dafür zuletzt stark die DRM-Losigkeit: so wurden, für den deutschsprachigen Raum besonderes interessant, "Anno"- oder "Siedler"-Spiele neu veröffentlicht.
Auch das mit den Servern würde ich eher als Klischee und Vorurteil bezeichnen - als jemand der etwa die alljährlichen Sportspiel-Updates tatsächlich spielt. Und falls (erneut) alte PC-Titel gemeint waren: das betrifft wenn dann wohl die gesamte Industrie und nicht nur einzelne Konzerne, zumal es da um den Verlust externer Partner wie GameSpy ging. Da wollte oder musste alles wenn dann wechseln, auch bei Microsoft und "Games for Windows LIVE" (GWL) konnte das beobachtet werden - selbst obwohl GWL nicht komplett abgeschaltet wurde.
EA ist da in den letzten Jahren ziemlich liberal geworden. Rigoros bleibt dafür ein 2K, nicht nur was Server anbelangt: bei "NBA" werden seit einiger Zeit sogar virtuelle Juwelen verhökert, ohne dass solche Abzocke die Presse oder irgendwen zu kümmern scheint. Das hat etwa erstens mit dem Gameplay nichts zu tun, und zweitens wird da nicht einmal etwas als Spende ausgewiesen - das könnte endlich skandalisiert werden: zum Beispiel dass überprüft wird, ob es diese Praxis noch immer gibt und ob da Änderungen feststellbar sind (wenn auch vielleicht nur in negativer Hinsicht).

P.S.: vll. täuschen die Politiken bei GOG auch, denn die nahmen in der Vergangenheit Firmen häufiger aus dem Angebot - nur um sie irgendwann mit viel Werbung wieder an Bord "willkommen" zu heißen, unter Umständen mit nur ein paar Spielen mehr. Zuletzt etwa Bethesda.
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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Rey Alp » Di 8. Sep 2015, 19:21

Vielen dank für die Infos - bei den bei mir aktuell genutzten Spielen komme ich mit solchen Praktiken wenig in berührung. Hättest du denn einen Tipp, an wen man sich wenden könnte?

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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Pyri » Di 8. Sep 2015, 20:39

Rey Alp hat geschrieben:Vielen dank für die Infos - bei den bei mir aktuell genutzten Spielen komme ich mit solchen Praktiken wenig in berührung. Hättest du denn einen Tipp, an wen man sich wenden könnte?


Die Konsolenmarktplätze sind bis auf jene von Nintendo mittlerweile alle im WWW zugänglich. Nur zu einzelnen Produkten dort zu verlinken würde ich nicht raten, wegen Re-Directs.
Microsoft: http://marketplace.xbox.com (in der URL kann auf einzelne Länder direkt zugegriffen werden) Sony: http://store.playstation.com (hierfür sind bei Bedarf mehrerer Länder entweder verschiedene IPs, oder andere Konten gefragt)
Am PC ist GOG bekannt. Der Steam-Store ist auch öffentlich einsehbar http://store.steampowered.com

Weshalb sollte sich da wer wegen was an wen noch wenden (wollen): Praktiken können öffentlich entweder gelobt, ignoriert oder kritisiert werden. Wenn im Sinne des Verbraucherschutzes von Verbandsseite Stellungnahmen eingeholt werden möchten, werden die jeweiligen Presse/Marketing-Leute von Industrieverbänden oder einzelner (konkret betroffener) Firmen/Konzerne vermutlich die ersten Anlaufstellen sein.
Eine positive Erwartungshaltung diesbezüglich könnte ich allerdings nicht nachvollziehen: viel mehr als Standardantworten werden von dort nicht zu bekommen sein, falls überhaupt diese getätigt werden. Schon die Community Manager, etwa von Sony, äußern sich bei Beschwerden höchstens ausweichend - wie ich jede Woche etwa im PlayStation Blog vernehme http://blog.eu.playstation.com Da gibt es sprachlich und territorial verschiedene, die Regionen jeweils zusammenfassen.

Bevor die Methode einer Frage gewählt wird, werden jedoch spezifische Kenntnisse über den Markt eingeholt werden und ein diesbezüglich fundiertes Wissen bestehen - das konkrete Fragen (und Problemstellungen), Freude über, oder Schwierigkeiten mit Entwicklungen erst evoziert. Hier habe ich dafür den Eindruck, dass zwar irgendwelche Erkenntnisse erhoben werden wollen - aber keine Ahnung vorhanden wäre was eigentlich los ist, sich vom Markt sonst entfernt und abgeschottet höchstens nebulös vom Hörensagen sich irgendwas darüber zusammengereimt, falls sich überhaupt mal näher mit Gegenständen - von öffentlichen Veranstaltungen abgesehen - beschäftigt worden war. Da fehlt mir nicht nur jegliches Verständnis für Sinn, sondern auch für die Interessen welche die Frage gar evoziert hätten - wie in einer schlechten Farce.
Auch was meine Diamantengeschichte anbelangt: erstmal kann empirisch etwa verifiziert werden - wie ich schon schrieb - was verkauft wird, und wem einem das dann nicht gefällt kann die Praxis angeprangert werden. Was soll eine Fragerei dabei bringen?

EA hat was die Server-Politik anbelangt wohl noch immer ihre relativ transparente 1%-Regel, welche besagt, dass wenn der User-Anteil (wahrscheinlich ist immer nur eine Plattform gemeint - wo bei Konsolen unter Umständen dann auch nur ein Gerätetyp betroffen wäre) von einem Gesamtanteil unter 1% fällt, wird abgeschaltet. Und erfahrungsgemäß machen die das auch nicht einzeln, sondern reihenweise alle paar Jahre mal. Das alles kann leicht recherchiert werden.
Ich erinnere mich jedoch an einen Protest bei 2K, als letztes Jahr nach nur einem Jahr die Server von "NBA 2K14" abgeschaltet werden sollten - wie es bei denen immer üblich war, wenn das nächstjährige Spiel rauskam. Diese Beschwerden waren zumindest kurzfristig erfolgreich wie ich hörte, ob die Server allerdings noch immer online sind müsste überprüft werden: nur diese Verifizierungen sind ohne Zugänge zur gegenwärtigen Spielepraxis halt schwierig, das geht auch über das WWW kaum, zumal in der Presse nur selten über solche Sachen berichtet wird. Wenn Informationen benötigt werden sind für Selbsthilfe nur Foren erfahrungsgemäß hilfreich Etwa http://www.neogaf.com/forum/ Auch die OGDB oder andere Datenbanken wie jene zu Steam kommen da weniger in Frage, weil diese entweder kryptisch und lückenhaft sind, oder weite Teile des Marktes gar nicht abdecken (wie etwa nur wenig digital und vor allem den Retail). Foren bleiben da die erste Wahl: ganz einfach weil Betroffene oft sehr selten sind. Nur wird man vorher halt wissen müssen, welche Informationen überhaupt benötigt werden - und dafür ein entsprechendes Interesse erstmal bestehen...
Alles andere kann ich nur höchst unseriös nennen. Das erinnert eher an die Unmengen polemischer Rezensionen, welche heutzutage zu jedem Release Händler wie Amazon überschwemmen - von der Meinungsmache auf YouTube und Co. ganz zu schweigen.
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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Rey Alp » Fr 6. Nov 2015, 12:37

- Zum "Sexismus"-Part fände ich Nina Kiel ganz interessant - Michi ist auch schon an sie geraten.

- Problematische Bildschirmnutzung (Sucht/Gewalt/Zensur) wäre ich noch bei Thomas Mößle. @Patrik, könntest du da vielleicht aus Daten noch ergänzende Übersichten dazu generieren, wie stark sich bei uns Minderjährige nicht an die Altersfreigaben halten und ob sie mehr oder weniger "Spiele ab 18" als Volljährige nutzen?

- Verbraucher- und Datenschutz könnte man imho wirklich Fragen, ob GAME dazu was sagen möchte.

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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Patrik » Sa 7. Nov 2015, 04:08

Rey Alp hat geschrieben:Problematische Bildschirmnutzung (Sucht/Gewalt/Zensur) wäre ich noch bei Thomas Mößle. @Patrik, könntest du da vielleicht aus Daten noch ergänzende Übersichten dazu generieren, wie stark sich bei uns Minderjährige nicht an die Altersfreigaben halten und ob sie mehr oder weniger "Spiele ab 18" als Volljährige nutzen?


Du meinst, ich soll die Freigaben-Auszählung zu den jüngeren Teilnehmern noch mal kleinschrittig machen?

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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Rey Alp » Sa 7. Nov 2015, 11:12

Nein - ich hatte über sehen, dass es die schon gibt. Ergänzend dazu hätte ich nur noch gerne eine vergleichsgruppe. Ich dachte erst den gesamten Rest zu nehmen, doch die nächstanliegende Altersgruppe wäre wohl wegen noch vergleichbarer Altersgruppen sinnvoller (20-25).

Daneben fände ich es noch gut, wenn auch bloß indizierte (Liste A) und wohl verbotene Titel (Index B + Beschlagnahmt) auftauchen würden. In der ogdb müsste das doch auch erfasst sein?

Weiter fände ich mal den gegenteiligen Ansatz interessant. Ein wohl verbotenes Spiel wie killing floor zu nehmen (left 4 dead eignet sich ja nicht so gut, da es auch zensierte Versionen gibt) und auf zu schlüsseln, auf welche Altersgruppen sich die Nutzer verteilen. Dann relativ zur Gesamtheit.

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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Rey Alp » So 8. Nov 2015, 14:57

Entwurf für die News:

    VDVC-Umfrage 2014: Visualisierung der ersten Ergebnisse

    Im Dezember 2014 fragten wir nach eurer Spielenutzung, eurer Motivation und eurer Einstellung zu verschiedenen Themen, um zu ermitteln, wie die Gamer in Deutschland ticken. Mit 5.152 Teilnehmern beteiligten sich – was maßgeblich auf die Hinweise durch die GameStar und die GamePro zurückzuführen ist – mehr als doppelt so viel Personen wie 2013. Folge der großen Resonanz (und Herausforderungen Einzelner im Real-Life) war jedoch auch, dass die Auswertung weitaus mehr Zeit als geplant beanspruchte: Allein für den Titel „Assassin’s Creed IV: Black Flag“ gab es beispielsweise 37 unterschiedliche Schreibweisen, wie wir einzeln als solche identifizieren und dem Titel zuordnen mussten. Insgesamt sind wir froh, euch die – teils überraschenden und teils erwartbaren – Ergebnisse noch dieses Jahr präsentieren zu können.

    Vorweg der Hinweis: Eine Verallgemeinerung der Ergebnisse verbietet sich. Die Umfrage hat nicht den Anspruch, für eine andere Personengruppe als derjenigen, die an ihr teilgenommen hat, repräsentativ zu sein. Wie diese aussieht, zeigt der allgemeine Teil der Umfrage:

    Befragte zu 96 % Männer

    Demnach finden sich unter den Antworten lediglich 192 von Teilnehmerinnen, die demnach auf einen Anteil von 4 % kommen. Dies stellt gegenüber dem Vorjahr sogar noch eine Verringerung dar, bei der es noch 5 % waren. Das Verhältnis überrascht, weil bei Umfragen der Branchenverbände regelmäßig betont wird, dass die Anteile nahezu ausgeglichen seien. So gab die bitkom im Juli 2015 an, dass „zum ersten Mal […] der Anteil an männlichen (43 Prozent) und weiblichen (42 Prozent) Gamern etwa gleich hoch“ sei. Der BIU erklärt auf seiner Webseite, dass der Frauenanteil maßgeblich auf neue „Bewegungs-, Musik- und Tanzspiele“ sowie auf „Spiele, die direkt in sozialen Netzwerken gespielt werden“, zurückzuführen sei. Diese Nutzer wurden durch die Umfrage offenbar nicht erreicht, doch nichtsdestotrotz hatten wir auch unter den „klassischen“ Videospielen einen höheren Frauenanteil erwartet.

    Das Durchschnittsalter der Teilnehmer liegt bei 26,24 Jahren – dass der Teilnehmerinnen bei 27,37 Jahren – wobei die Altersgruppe der 25- bis 30-Jährigen mit ca. 25 % die am stärksten vertretene ist. Das durchschnittliche Einstiegsalter liegt seit 1984 bei ca. 7 Jahren, wobei eine leicht sinkende Tendenz zu verzeichnen ist. Dies ist möglicherweise aber auch darauf zurückzuführen, dass beispielsweise die 2004 Geborenen erst in 20 Jahren die Gelegenheit haben werden, als 30-jährige Einsteiger den Schnitt ihrer Altersgruppe anzuheben.

    Durchschnittliche Ausgaben von 707,97 € im Jahr

    Pro Woche verbringen Männer im Schnitt 20,87 Stunden mit Zocken, während es bei den Frauen 20,05 Stunden sind. Dabei wird von zwei Dritteln der Befragten die „20 Stunden“-Marke nicht überschritten – allein 5 % der Teilnehmer kommen auf ein wöchentliches Pensum von mehr als 40 Stunden. Bei der verschiedenen Altersgruppen schwankt dieses extrem: Während die 10- bis 15- Jährigen mit einem Durschnitt von 35 Stunden weit über dem Schnitt liegen, kommen die 55- bis 60-Jährigen auf nur 16,4 Stunden – weniger als die Hälfte.

    Die krasseste Veränderung zum Vorjahr ist bei den Ausgaben festzustellen. Gab 2013 im Durchschnitt jeder Teilnehmer pro Jahr einen Betrag von 370,59 € für sein Hobby aus, waren es 2014 beeindruckende 707,97 €. Wir wissen nicht, ob plötzlich der Wohlstand ausgebrochen ist oder sich Videospiele angesichts der aktuellen Zinssätze als Geldanlage etabliert haben – angesichts der ansonsten nur marginalen Veränderungen stehen wir vor einem Rätsel. Weiter gaben 2014 bloß 1,73 % an, im laufenden Jahr keine Videospiele gekauft zu haben, während es 2013 noch mehr als 30 % waren.

    Bestätigt hat sich dagegen auch dieses Jahr wieder, dass die Präferenz für den Mehrspielermodus mit zunehmendem Alter rapide sinkt: Während dieser von den 10- bis 15-Jährigen zu 75 % genutzt wird, sind es bei den 55- bis 60-Jährigen nur noch ca. 35 %.

    4.270 Befragte spielen 1.728 verschiedene Titel

    Bei den benutzten Plattformen liegt der PC mit Windows als Betriebssystem (69 %) an erster Stelle. Sonys Playstation kommt mit 14 % auf den zweiten Platz und Microsoft mit der xBox mit 8 % auf den Dritten. Die 2014 genutzten Spiele sind im Durchschnitt mehr als drei Jahre alt gewesen – also 2011 veröffentlicht worden. 4.270 Teilnehmer haben bis zu fünf Spiele angegeben, die sie innerhalb der letzten 21 Tage genutzt haben – angegeben wurden insgesamt 16.737 Spielenutzungen. An dieser Stelle vielen Dank an die OGDB für die Unterstützung bei der Auswertung. Es wurden 1.728 verschiedene Titel genannt, von denen mit 494 Nennungen bei den Männern „Dragon Age: Inquisition“ am beliebtesten war – beinahe jeder 8. Befragte (12,23 %) hatte es demnach gespielt. Bei den Frauen lag das 2011 veröffentlichte „The Elder Scrolls V: Skyrim“ vorn, dass von jeder 8. Befragten (12,94 %) genutzt worden war.

    2014 haben wir erstmals nach den Reaktionen im sozialen Umfeld und wie sich die Befragten mit diesen arrangieren gefragt. Demnach ist 56 % der Befragten schon vorgehalten worden, dass Videospiele die Aggressivität beeinflussen würde, ebenfalls 56 % wurde schon unterstellt, Spaß an der Tötung von Menschen zu haben, 75 %, dass Videospiele keine für Erwachsene angemessen Beschäftigung seien und 79 %, dass sie keinen kulturellen oder sonstigen Wert hätten. Wegen derartiger Erfahrungen hat fast jeder 5. Gamer sein Verhalten in der Öffentlichkeit bzw. am Arbeitsplatz angepasst. So „outen“ sich 13 % der männlichen Gamer nur auf Nachfrage als Gamer, 3 % verleugnen sogar ihre Videospielnutzung.

    Neue Frauen braucht das Land

    Wegen der Diskussionen um Anita Sarkeesians Tropes vs. Women in Video Games und „Gamergate“ haben wir euch ebenfalls erstmals nach eurer Meinung zur Darstellung von weiblichen und männlichen Charakteren in Videospielen befragt. Hierbei wünschten sich 51 % der Teilnehmerinnen weniger körperbetonte Darstellungen weiblicher Charaktere – ein Wunsch, der von nur 28 % der Teilnehmer geteilt wird. Mehr selbstbewusste weibliche Charaktere werden dagegen sowohl von den männlichen (54 %) als auch von den weiblichen Befragten (61 %) mehrheitlich gewünscht.

    Abgerufen werden kann hier:


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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Patrik » Mo 9. Nov 2015, 14:26

Ich habe das mal ins Wiki kopiert und auch schon an einigen Stellen angepasst.

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Re: VDVC-Umfrage 2014 - Publikation der Ergebnisse

Beitragvon Rey Alp » Di 10. Nov 2015, 12:13

Ich würde noch vorschlagen, dass wir die "PM" an GameStar und GamePro mit Datei im Anhang am Nachmittag vor der Veröffentlichung der News heraushauen, bei der du die dann an sonstige versendest: Einfach des Anstands halber wegen der Hilfe.

Planst du jetzt eigentlich die Veröffentlichung direkt am 01.12.2015 zum Start der neuen Umfrage, oder soll die Veröffentlichung der Ergebnisse vorher erfolgen und es dann zum Start der neuen Umfrage noch eine extra PM geben? Du hast es jetzt ja beides etwas verknüpft, wobei mir der Part mit der neuen Umfrage - wenn es denn wirklich eine zeitgleiche Veröffentlichung sein soll - etwas zu kurz kommt.

Ich würde - wenn wir die Ergebnisse von 2014 am 01.12.2015 veröffentlichen und auch am 01.12.2015 die Umfrage für 2015 starten - eher 2 Newsmeldungen bei uns empfehlen. Das fände ich einfach übersichtlicher und man kann dann auch "besser" und weniger ausufernd für die die Beteiligung an der neuen Umfrage werben.


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