Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

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AssMan
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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von AssMan » Do 28. Jan 2010, 16:07

Nach den "Frequent Asked Questions about Ubisoft's Online Services Platform for PC" (http://support.uk.ubi.com/online-services-platform/) sehe ich folgende Vor-und Nachteile für mich als Spieler:

Vorteile:

- Spielstände werden online synchronisiert, ich kann also auch von einem anderen Rechner aus auf meine Spielstände zugreifen und weiterspielen, wenn das Spiel dort installiert ist und eine Internetverbindung besteht (inwiefern man das braucht, sei mal dahingestellt)

- Wenn meine Festplatte kaputt geht, sind meine Spielstände nicht verloren (ist mir noch nicht passiert)

- Ich muss die Spiel-DVD nicht einlegen zum spielen (wobei das kein echter Vorteil ist, denn die Hersteller haben uns die Abfrage nach einer original Disc aufs Auge gedrückt)

Nachteile:

- zum "Offline-Spielen" wird eine Internetverbindung benötigt

- Weiterverkauf des Spiels (wenn zB durchgespielt) wahrscheinlich nicht möglich, da an Account gebunden

- Persönliche Daten müssen für einen Account an Ubisoft weitergegeben werden

Die Nachteile überwiegen meiner Meinung nach die "kleinen" Vorteile...

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von GZA » Do 28. Jan 2010, 16:14

Wenn man das noch von der Herstellerseite betrachtet:

Vorteile:

- (Vermutlich) Weniger Raupkopien -> somit mehr Gewinn
- Analyse von Spiel(er)verhalten -> gut fürs Marketing etc.

Nachteile:

- Infrastruktureller Aufbau teuer
- Servicemitarbeiter müssen eingestellt werden (Kosten)
- Imageschaden -> Gewinneinbußen?!?

----------------------------------
Ich hab jetzt wirklich versucht das ganze neutral von Hertellerseite aus zu betrachten, doch mir fällt wirklich kein weiterer Vorteil ein :shock:

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Scorpion » Do 28. Jan 2010, 17:58

Es ist zwar nur eine Vermutung, allerdings glaube ich, adss auch Ubisoft Vernetzung anstrebt. Soll heißen, ich denke das wir die Community und die Spielerschaft von Ubisoft mehr zusammenschweißen. Siehe Steam... ich denke mal Ubisoft wird ebenfalls Fan-Gemeinden von Spielen oder ähnliches einführen, um die Anmeldung für die Spieler nicht allzu sinnlos zu erscheinen.

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Apfel » Di 2. Feb 2010, 12:55

Ähnlich verhielt es sich doch bei dem System von EA: drei Installationen möglich, danach 0900 Service Hotline anrufen... Fortschritt war dann doch schon, dass man bei Deinstallation eine Installation zurück bekommt (obwohl das bei mir mit Far Cry 2 nicht möglich war, trotz bestehender Internetverbindung - Frechheit!). Im Grunde bedeutet das immer, man kauft sich das Spiel und hat keine Möglichkeit mehr es weiterzuverkaufen. Oder man kauft sich für teures Geld ein Spiel und muss bei jeder Installation 10 € oder mehr aufwenden, um über den Support eine zusätzliche Installation zu erhalten...

Steam hatte über den Jahreswechsel geniale Angebote im Store. Wenn man auf die Verpackung im Regal verzichten kann, dann ist das doch genau das richtige! Ich habe meiner Frau das Adventure Machinarium über Steam geschenkt für 6,79 €, Ladenpreis über 35 €... Für mich kommt das als Alternative aber nicht in Betracht. Ich mag es meine Spiele "physisch" in Händen halten zu können bzw. als Regalinhalt. :) Sehr problematisch bei Steam ist nur, wenn der Account gephisht oder gehackt wird... (auch wenn manche sagen, das sei meist die eigene Schuld). Dann sind die Spiele erstmal weg, bis der Support reagiert. Wurde man von Valve-Anti-Cheat gebannt in der Zeit, hat man Pech, da eine Ban-Entfernung nicht möglich ist.

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Merkator » Mi 3. Feb 2010, 13:16

Mir geht selbst Steam gewaltig auf den Zeiger. Den totalen Haß habe ich damals bei Half Life 2 aufgebaut. An einem Freitag habe ich das Spiel gekauft. Auf einmal mußte dieser Steam Mist installiert werden. Der Hammer war aber, daß HF2 erst am Montag zum Spielen freigegeben wurde, obwohl das Game schon seit Tagen im Laden stand. Dazu kommt noch, daß ich tatsächlich nur mit ISDN ins Internet kann. Leider gibt's hier kein DSL. Damit ergeben sich für mich fast unlöbare Probleme bei dem bescheuerten Updatezwang. Das Spiel läßt sich weder online noch offline starten solange das Update nicht vollständig runtergeladen wurde.
Doch die Sauerei von Ubisoft geht wirklich eindeutig zu weit. Ich bin jederzeit bereit Spiele nicht zu kaufen, die über hirntoten Müll wie Steam oder Ähnliches aktiviert werden müssen. Leider wird die Auswahl immer kleiner. Das Problem ist, daß die Leute so geil auf die Spiele sind, daß sie diese Schikane in Kauf nehmen und trotzdem ungebrochen weiter kaufen, statt zu boykottieren. Und deswegen wird es auch in Zukunft immer neuere und mehr solcher Aktivierungsprogramme geben.

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von GZA » Mi 3. Feb 2010, 20:53

Merkator hat geschrieben:Mir geht selbst Steam gewaltig auf den Zeiger. Den totalen Haß habe ich damals bei Half Life 2 aufgebaut. An einem Freitag habe ich das Spiel gekauft. Auf einmal mußte dieser Steam Mist installiert werden. Der Hammer war aber, daß HF2 erst am Montag zum Spielen freigegeben wurde, obwohl das Game schon seit Tagen im Laden stand.
Das Problem dabei war, das die Geschäfte es sozusagen "illegal" früher verkauft haben. Ansich kann man in diesem Sinne Steam daran keine schuld geben. Andererseits: ohne Online Aktivierung gäb es das Problem natürlich nicht.

Beim Rest kann ich dir aber zustimmen. Die Publisher werden es mit dem Kopierschutz immer weiter treiben, bis sie tatsächlich irgendwann einen Punkt ereicht haben wo die Einnahmen drastisch einbrechen.
Wobei man sagen muss dass sich die Spieler ja auch wehren (können). Beispielsweise bei Amazon durch negative Rezensionen.

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Merkator » Mi 3. Feb 2010, 23:51

GZA hat geschrieben:Wobei man sagen muss dass sich die Spieler ja auch wehren (können). Beispielsweise bei Amazon durch negative Rezensionen.
Das taugt aber nicht viel. Zum einen kaufen nicht alle Leute bei Amazon, zum anderen sind Worte schnell vergessen. Das Einzige das hier wirklich was bringt wäre knallharter Kaufverzicht. Und da hapert es an der Disziplin.
Ich hätte furchtbar gerne Bioshock gespielt. Als ich von den Kopierschutzmaßnahmen erfahren habe, lies ich das Ding im Regal liegen. Leider sonst kein anderer. Das Spiel fuhr Rekordumsätze ein. Und das bestätigt nur die Hersteller.

Ein weiterer Kritikpunkt läßt sich bei den bekannten Spieletesterzeitschriften finden. Da werden Spiele über alle Maßen in den Himmel gelobt, aber über schikanöse Kopierschutzmaßnahmen liest man in den seltensten Fällen.

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Apfel » Do 4. Feb 2010, 07:13


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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Merkator » Do 4. Feb 2010, 12:37

Ich habe den Artikel schon vorher gelesen. Die Kritik die hier geäußert wird ist auch löblich. Ich beziehe mich auf die Tests selbst in denen es keinerlei Wertungsabzug für überzogenen Kopierschutz gibt.

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Re: Onlinezwang beim Spielen (Steam, Ubisoft)

Beitrag von Apfel » Do 4. Feb 2010, 14:15

Hatte ich heute morgen auch mehr "for the record" gepostet. ;)

Zumindest wird mittlerweile vor den groben Bugs gewarnt oder vor Inkompatibilität (Saboteur nicht lauffähig auf ATi Karten o.ä.).

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