Ein "pädagogisch wertvolles" Spiel

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gordon-creAtive.com
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Ein "pädagogisch wertvolles" Spiel

Beitrag von gordon-creAtive.com » So 5. Feb 2012, 08:58

Das Computerspiel "Noahs Welt" könnte im Schulunterricht zum Einsatz kommen. Ziel von dem Computerspiel ist es, eine nachhaltige Stadt zu bauen.
[..]
Eberhard Sinner, medienpolitischer Sprecher der CSU im Landtag, kann sich das Spiel auch im Schulunterricht vorstellen: "Komplizierte Zusammenhänge können durch so ein Spiel besser veranschaulicht werden."
Gesamter Text und hier ein Screenshot.

Interessant ist, dass nicht geschrieben wird, wer dieses Computerspiel wo und warum macht.

Update: Hier gehts lang

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TheRealBlack
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Re: Ein "pädagogisch wertvolles" Spiel

Beitrag von TheRealBlack » So 5. Feb 2012, 09:53

*hust* ich würde wetten, dass eine Richtung der Politischen Entscheidungen eher zum Erfolg führt als andere... (Alleine schon wie Umwelt und Nachhaltigkeit im Trailer dargestellt wird.)
leider kann ich es nicht spielen dazu müsste man sich das Unity runterladen.
(Ich könnte traue aber Unity nicht wirklich. Hörte von Sicherheitslücken usw..)

Wenn es einer mal Analysiert kann er bitte mal versuchen verschiedene "politische" Richtungen einzuschlagen?
Happy Coding.

maSu
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Re: Ein "pädagogisch wertvolles" Spiel

Beitrag von maSu » Mo 27. Feb 2012, 12:41

Naja... was ist schon pädagogisch wertvoll?! Ein großteil des Schulunterrichts sicherlich nicht, denn dieser ist nichts weiter als Zeitverschwendung und Förderung von masochistischen Persönlichkeitsmerkmalen ("Soll ich mir Fach XY wirklich antun, oder bin ich heute mal wieder krank?").

In dem Spiel werden alleine durch die Jury gewisse Klischees transportiert, denn ich wette, der Geschäftsmann wird sich nicht für die Umwelt interessieren, während der Hippie sich für die Umwelt (waren Hippies nicht eigentlich eher für Frieden und so?) stark macht, schon alleine durch diese transportierten Bilder wird das ganze pädagogischer Sondermüll.

Ich sehe schon die Heuschreckenkapitalisten das Land einnehmen, der Geschäftsmann wird jubeln und wieder haben Kinder und Jugendliche was gelernt... oder auch nicht. mMn fehlt ind er Jury noch der schwerkriminelle Ausländer und der faule Hartz4-Empfänger, damit die Klischees etwas vervollständigt werden :/

Was manche pädagogisch wertvoll nennen, nenne ich da einfach nur "Indoktrination".

Und wie da Zusammenhänge vereinfach werden... verfälscht wäre wohl das korrekte Wort. Siehe "Energiesparlampen" im Zusammenhang mit dem seltsamen Stoff "Quecksilber", der ja eigentlich nicht mehr verwendet werden darf/soll, aber statt LED-Forschung und Entwicklung zu fördern wird eine Umweltkatastrophe als Zwischenlösung angepeilt. Ich gehe mal davon aus, dass das Spiel ähnlich "vereinfachen" wird... dies entspricht ja dem gängigen Zeitgeist.

Da bauen die Schüler Windkraftanlagen und schaffen eine saubere Umwelt, mit Strom am Dienstag um 12-13Uhr und 17-20Uhr, sonst war einfach kein Wind. Die Solaranlagen liefern dafür dann Strom, wenn man ihn am wenigsten braucht: Tagsüber, wenn die Sonne stark scheint, also primär im sommer, wenn die Leute tendentiell eher draußen sind. Stromnetze müssen wohl auch nicht erwähnt werden, weil die Stadt "alles vor Ort hat". Was lernen die Kinder: Bau ein Windrad und alles wird gut :?
Okay, der Heuschreckenkapitalist wird vermutlich wegen der Kosten und der Ineffizienz meckern, dafür freut sich der Bauarbeiter, weil er was bauen kann, der Hippie sowieso und die Professorin fällt wunderbar in die elitäre Klischee-Wählerschicht der Grünen :)

Man hätte das Spiel auch "meine kleine heile Welt" nennen können...

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