Sonstige Videospielkultur-Links

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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon TheRealBlack » Mo 26. Okt 2015, 19:25

Happy Coding.

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marcymarc
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon marcymarc » Mi 28. Okt 2015, 18:02

Spiegel netzwelt Artikel über das Ableben in Spielen http://spon.de/aeByZ

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Patrik
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon Patrik » Fr 30. Okt 2015, 15:04

Der Artikel fühlt sich für mich nach einer Reaktion auf den aktuellen Erfolg der EFF an, klingt aber inhaltlich auf jeden Fall fundiert: Archivierung digitaler Spiele (…) bei EA
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon Rey Alp » Mo 2. Nov 2015, 14:45

Patrik hat geschrieben:Der Artikel fühlt sich für mich nach einer Reaktion auf den aktuellen Erfolg der EFF an, klingt aber inhaltlich auf jeden Fall fundiert: Archivierung digitaler Spiele (…) bei EA


Es gibt eine Fortsetzung:
- http://spielkultur.ea.de/themen/gesells ... en-bei-ea/

Finde ich eine echt interssante Entwicklung, wobei ich insbesondere auch an der weiteren Nutzbarkeit und Erwerbarkeit - wenn möglich ohne Kopierschutz - interssiert bin. Leider meine ich da noch keine stringente Strategie erkennen zu können: Heißt - ist alles etwas unübersichtlich und diffus.

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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon Pyri » So 8. Nov 2015, 20:11

Rey Alp hat geschrieben:Finde ich eine echt interssante Entwicklung, wobei ich insbesondere auch an der weiteren Nutzbarkeit und Erwerbarkeit - wenn möglich ohne Kopierschutz - interssiert bin. Leider meine ich da noch keine stringente Strategie erkennen zu können: Heißt - ist alles etwas unübersichtlich und diffus.


Electronic Arts ist doch, anders als Firmen wie etwa Id, nicht einmal dafür bekannt dass sie den Source Code älterer Spiele zur Verfügung stellen. Und auf einmal sollen ihre Archive für den Erhalt des 'Kulturgut "digitales Spiel"' relevant sein?
Das erscheint mir, gerade (auch) als Historiker mit Erfahrung in Archiven, wenig glaubwürdig.
Sicher könnte, abgesehen von Kooperationen mit Museen im Einzelfall, das für die Aufbereitung kommerzieller Re-Releases wie auf GOG.com genutzt werden, aber in erster Linie ginge es um mobile Titel - die sowieso erst nach einem Jailbreak auf Handys (oder per Emulator mit neuerlich fraglicher Rechtslage) wieder lauffähig wären.
Und wenn sich ein Videospiel in der Library of Congress theoretisch spielbar befindet, hat die Öffentlichkeit nicht unbedingt etwas davon: da sind mir Aktionen wie jene des Internet Archive - die ältere Spiele im Browser nachvollziehbar werden lassen - wesentlich sympathischer, anstatt Games zu musealisieren sie lieber lebendig bleiben zu lassen. Ansonsten sehe ich darin ein klassisches Unternehmensarchiv, also eine interne Angelegenheit - auch wenn die Arbeit sicherlich aufwändiger und potentiell breitenwirksamer ist als anderswo.
Dass große Unternehmen ihre Dokumente/Produkte katalogisieren und/oder archivieren, ist im Übrigen nicht unüblich. In den letzten Jahren ging es da oft um eine Digitalisierung analoger Bestände: manche wollen diese Archive/Abteilungen zwar erfahrungsgemäß lieber los werden, weil sie als unnütz/überflüssig angesehen werden und ja auch Geld kosten, andere verwenden sie aber (wie hier ^^) ebenfalls zur Repräsentation (also nach außen), aber ich kann mir vorstellen dass das Vorhandensein einer solchen Abteilung teilweise sogar vorgeschrieben ist. Das als große Leistung oder gar Errungenschaft hinzustellen fände ich deshalb ziemlich daneben...
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon Rey Alp » So 8. Nov 2015, 23:05

Ich hatte direkt im Blog dazu noch etwas in den Kommentaren geschrieben:

- http://spielkultur.ea.de/themen/gesells ... en-bei-ea/

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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon marcymarc » Do 19. Nov 2015, 13:57

Pfeiffer hat sich ganz schön Zeit gelassen, aber hier ist er: "es ist denkbar, dass Computerspiele junge Männer zu Attentätern machen"
http://www.golem.de/news/christian-pfei ... 17527.html

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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon marcymarc » Fr 20. Nov 2015, 07:56

Nicht nur, dass Pfeiffer Videospiele als Radikalisierungstool sieht und ohne jeden Beleg davon ausgeht, dass sich Attentäter mit Videospielen einem Tötungsreflex antrainieren, versteht er online Gaming als Grund für eine VDS https://de.nachrichten.yahoo.com/redakt ... 00439.html

Dabei kristallisiert sich in der Berichterstattung immer mehr hinaus, dass die Attentäter, obwohl sie unter Beobachtung standen und den Behörden bekannt waren, gar nicht verschlüsselt oder überhaupt online kommuniziert haben. Die stammen alle aus ähnlichen geografischen Gegenden und haben sich allem Anschein nach im RL radikalisiert und auch abgesprochen. Außerdem waren sie jahrelang in Syrien und Vorderasien - höchstwahrscheinlich auch in Trainingslagern. Die Behörden erklären ihr Versagen also nicht über eine dünne Personaldecke bei der offline Überwachung, sondern fordern mehr Fernspähbefugnisse- und Kapazitäten, was aber gerade in Frankreich (wo es eine scharfe VDS schon länger gibt) das Attentat nicht verhindern konnte. Auch zu Aufklärung und Festsetzung der übrigen Attentäter wurden ausschließlich herkömmliche Ermittlungsmaßnahmen genutzt und eine gehörige Portion Glück (Attentäter kommunizierten per unverschlüsselten SMS und ließen das Handy ohne Sperre am Tatort zurück).

Edit: hierzu ein Artikel auf netzpolitik.org https://netzpolitik.org/2015/tatort-ver ... ach-paris/

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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon Pyri » Fr 20. Nov 2015, 16:36

Glaube nicht, dass damit eine neue "Killerspiel"-Debatte vom Zaun gebrochen wird. Eher Fragen nach Gelegenheit und Möglichkeiten: ob es tatsächlich stimmt, kann ich als Nicht-Techniker zwar keineswegs beurteilen, aber ich denke wenn dann sind da wirklich eher Sony und Activision-Blizzard gefragt: wenn jemand etwa keine Spiele auf dem PSN-Konto hat, aber trotzdem in Chats hängt, oder im MMO scheinbar nichts tut außer sich zu Gesprächen zu verabreden, würde ich das schon als verdächtiges Verhalten einstufen - vor allem weil es ja auch so umständlich ist. Hier wird aber wieder der Überwachungsstaat projiziert, den Herr P. für Kinder und Jugendliche auch mit seiner Normierung von Freizeit über Ganztagsschulen immer vorsah. Die Frage bleibt wie Prävention über Kriminologie und Psychologie ein Mehr an Sicherheit und Zufriedenheit schaffen kann, ohne einzelne Menschen und Gesellschaft als solche deswegen zu kriminalisieren und pathologisieren.
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Re: Sonstige Videospielkultur-Links

Beitragvon Rey Alp » So 22. Nov 2015, 00:46

@marcymarc

Vielen Dank für die interessanten Hinweise. Ich denke, dass sich dazu ein Artikel auf der Seite ganz gut machen würde. Habe dafür im Moment nicht direkt die Ruhe und es dürfte ein Thema sein, was uns nicht unbedingt davonläuft.


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