Links zur Presse (Stigma) #7

Falschdarstellungen und Vorurteile
amegas
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon amegas » Mi 17. Mai 2017, 13:53

http://www.lvz.de/Specials/Themenspecia ... in-Leipzig

"Die gesamte Aufführung hindurch spielen die Beteiligten mit Stimmungen und Stilen, wechseln sich Chor- und Orchesterwerke von Bach und Mozart mit Elektro-Jazz-Collagen ab, wird mit moderner Licht-, Sound und Videotechnik eine beeindruckende Kulisse auf dem Marktplatz erzeugt. Für den Regisseur stand in den Überlegungen eines im Vordergrund: „Luthers kompromissloses Glaubensbekenntnis, sein Mut gegen das Bestehende aufzubegehren war der Ursprung der Reformation, ein entscheidender Schritt in die Neuzeit, hat aber auch zu vielen Kriegen und Grausamkeiten geführt.“ In der Inszenierung wird dieser Aspekt unter anderem mittels einer eigens vom Soundkünstler Mike Dietrich geschaffenen Kriegskomposition sowie durch Projektionen von Krieg, Inferno und Egoshooter-Szenen aufgegriffen. „Das macht es so wichtig, gerade in unserer heutigen, zerrissenen und gewaltvollen Welt über alles Trennende von Religionen und Ideologien hinweg immer wieder für Toleranz und das Miteinander der Menschen zu werben“, sagt Elstermann."

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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon amegas » Do 18. Mai 2017, 07:56

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-46272771.html

Spiegel Artikel von 1965 Der sich kurz mit frühen Spielen am Computer auseinandersetzt.

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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon amegas » Mo 22. Mai 2017, 10:23

https://www.golem.de/news/computerspiel ... 27936.html

"COMPUTERSPIELE UND PSYCHE:
Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
Müssen Computerspiele bald Warnhinweise tragen wie Tabak? Psychologen und die WHO arbeiten an der Pathologisierung von Games und deren Online-Nutzung. Eine gefährliche Debatte.
Eine Analyse von Thorsten Quandt"

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Pyri
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon Pyri » Mi 24. Mai 2017, 22:08

amegas hat geschrieben:https://www.golem.de/news/computerspiele-und-psyche-wie-computerspieler-zu-suechtigen-erklaert-werden-sollen-1705-127936.html

"COMPUTERSPIELE UND PSYCHE:
Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
Müssen Computerspiele bald Warnhinweise tragen wie Tabak? Psychologen und die WHO arbeiten an der Pathologisierung von Games und deren Online-Nutzung. Eine gefährliche Debatte.
Eine Analyse von Thorsten Quandt"


"Psyche" hat einmal Seele gemeint!
Irgendwann vor diesem zynischen Zeitalter...

Überaus schade und eigentlich sehr sehr traurig ist es, dass auch ein Autor wie Quandt in solchen Artikeln mit keinem Wort auf die gesellschaftlichen Grundlagen dieses Zustandes eingeht. Dafür scheint nämlich in keiner Form von "Kritik" - in welche Richtung auch immer - ein Platz vorhanden zu sein: die Forderung nach Effizienz und Praxisnähe, nicht zuletzt auf den mittlerweile unzähligen FHs (auch) im deutschen Sprachraum. Die alles und potentiell jedeN überstülpenden Empirismen und Naturalismen.
Wo ideelle Werte systematisch immer weiter zurückgedrängt werden, zugunsten des allgemeinen "Funktionierens" einer wie auch immer erdachten Gemeinschaft: Repräsentation, Normalität im Verhalten, politisch einzig erwünschter Identitätskonzepten usw. Eines Kommunitarismus der Individualität erst verhindert.
Denn letztlich ist es nicht mal mehr "nur" eine Pathologisierung, sondern vielmehr schon eine ausgewachsene Medizinalisierung des Menschen, welche dieses Leistungsdenken da geboren hat. Ein Denken das sich nicht einmal darauf beschränkt die Entstehung von Krankheitsbildern zu verhindern, sondern einen schlichten Tausch von Menschen gegen Zahlen vorsieht, von dereinst Weltbilder erst konstituierender Ideologien gegen "nachhaltige" Pragmatik wo Moral längst (auch) eine Frage des Konsums und Marketings geworden ist, eine Geschäftsidee.

Beobachtbar (sic!) nicht zuletzt in den Politikwissenschaften. Von Entwicklungen gerade in Deutschland, welche Jugendschutz etwa als industrielle Chance begreifen, ganz zu schweigen.
Wenigstens scheint angesichts von Entwicklungen wie hier in der WHO er jedoch noch doch zu begreifen, dass die allgemeine Vorstellung wonach die davon betroffenen Gesellschaften (trotzdem) immer "liberaler" werden würden, regelrecht absurd ist. Hoffentlich begreift er das jedenfalls.
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon amegas » Fr 26. Mai 2017, 09:30

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wol ... -1.3499760

"Geretsrieder Stadtbücherei richtet "Gaming Zone" für Computerspieler ein"

"Zu sogenannten Killerspielen gab es allerdings im Jusskus Nachfragen, von Wolfgang Werner (SPD) und Vera Kraus (Freie Wähler). Deren Sorgen versuchten Rodenwaldt und der Bürgermeister auszuräumen. Einerseits sagte der Büchereileiter, es gebe durchaus gute, anspruchsvolle Kampfspiele, in denen sich Figuren entwickeln oder mit moralischen Fragen auseinandersetzen müssten. Andererseits betonten er und Müller, was nicht auf dem Index stehe und für Erwachsene freigegeben sei, könne eine öffentliche Bibliothek niemandem verwehren: "Wir sind eine Bücherei, wir zensieren nicht." Dies treffe auch auf Bücher zu."

"Die Befürchtung, Kinder und Jugendliche könnten ganz in virtuellen Welten versinken, versuchte Rodenwaldt auszuräumen, indem er ein Ergebnis der Fachtagung wiedergab: "Das Bedürfnis der Spielenden nach realer Begegnung ist ungebrochen.""


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