ActionJackson hat geschrieben:Es fällt mir auch immer mehr auf dass Spieler zwischen „normalen“ Shootern und „brutalen Gewaltpornos“ unterscheiden. Wurde hier glaube ich schon vor zwei, drei Jahren mal angesprochen, das man die bösen Spiele doch bitte verbieten möge aber die eigenen „guten“ Spiele doch bitte nicht damit über einen Kamm scheren solle. Wenn ich mir heute Kommentare auf Spieleseiten durchlese kommt es mir so vor als würde dieser Trend immer stärker. Ist jetzt nur meine subjektive Wahrnehmung und ich hab keine Zahlen die das belegen können.
Ich beobachte das praktisch schon seit der Umstellung auf verbindliche Kennzeichen, also seit um 2003. Seit fast zehn Jahren jetzt schon -
Sobald von der Presse, Industrie, aufgeschlosseneren Medienwissenschaft etwa von "gewalthaltig" als Unterscheidungsmerkmal zu "gewaltverherrlichend" gesprochen wird ist dies einfach festzustellen: es ist dabei nicht nur ein Unterscheidungsmerkmal, sondern auch einE AbgrenzungSversuch. Das durchzieht auch praktisch sämtliche (öffentliche) Defintionen von Spielen der USK, damit wird (immer noch und) wohl auch verstärkt gearbeitet.
Gerade zuletzt bei der Auszeichnung von "Crysis 2" würde ich das eben sogar zentral nennen: "Crysis 2" wurde gerade in dieser Hinsicht prämiert, nicht nur weil es aus Deutschland kommt, sondern auch weil es ein USK-Kennzeichen hat und somit legitimiert wurde. Rechtlich aber vermeintlich auch gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich etc.: "Crysis 2" möchte als sozusagen "gewalthaltiges Erwachsenenspiel" und dementsprechendes "Produkt" vielfach so durchgesetzt werden, auch wenn es in der Sache vielleicht gar nicht verteidigt wird. Meinem Eindruck nach meint man es teilweise so schon überhaupt nicht (mehr) verteidigen zu brauchen. Für mich ja alles Akte reiner Willkür -