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Links zur Presse

Falschdarstellungen und Vorurteile

Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon Pyri » Do 14. Jun 2012, 18:17

Warren Spector will offenbar, wie ich, auch mehr Gewalt in Videospielen haben http://www.gamesindustry.biz/articles/2 ... as-to-stop Aber richtig:

Warren Spector hat geschrieben:You know, Deus Ex had its moments of violence, but they were designed - whether they succeeded or not I can't say - but they were designed to make you uncomfortable, and I don't see that happening now. (...) I mean, there are spreading blood pools under innocent dogs when you kill them in Deus Ex, and I wanted you to feel disturbed if you actually pulled the trigger.


Nur die deutschsprachige Presse scheint das irgendwie nicht verstanden zu haben: http://derstandard.at/1339637839492/Kri ... ppt-werden
Aber "ultra" ist ja auch ein Fremdwort...
http://card.mygamercard.net/DE/gbar/Pyri80.gif http://mypsn.eu.playstation.com/psn/profile/Pyri.png Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
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Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon Scorpion » Fr 15. Jun 2012, 09:49

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat den Spielehersteller Blizzard wegen fehlender Informationen zu den Systemvoraussetzungen auf der Verpackung des Computerspiels Diablo III abgemahnt. Blizzard habe es versäumt, einen ausreichenden Hinweis über eine dauerhafte Internetverbindung zur Nutzung des Spiels aufzunehmen, heißt es in einer Mitteilung.

http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 18362.html
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Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon Rey Alp » Fr 15. Jun 2012, 14:20

http://www.tlz.de/web/zgt/leben/detail/ ... -632379354

Welche Rolle kommt den Killerspielen in diesem Zusammenhang zu? Über die Gefahr, die von diesen Spielen ausgeht, wird ja heftig gestritten...

Wir haben mit dem Amoklauf in Erfurt begonnen, das Phänomen zu parzellieren. Bei dem einen Amoklauf sind es insbesondere die Waffen, bei einem anderen ist es insbesondere die Schule und in wieder einem anderen Fall sind es insbesondere die Computerspiele. Wenn ich die Auslegeordnung meines Buches ernst nehme, geht es nicht darum zu sagen: Alle, die Computerspiele spielen, werden Amokläufer. Aber: Alle diese Amokläufer haben über lange Zeit diese Spiele konsumiert. Und sie haben ohne Frage eine bestimmte Logistik, Ästhetik und Fitness aus diesen Spielen bezogen. Diese Spiele sind sehr rhythmisch: Du trainierst. Du klickst das Blut weg. Und du trainierst dich auch in eine Empathielosigkeit. Klar ist auch: Die meisten dieser Spiele haben einen starken Suchtcharakter. In World of Warcraft also in der Welt des Kriegshandwerks kreiert sich der Spieler einen eigenen Charakter und dann kommt er aus dieser Welt, die er sich selbst aufgebaut hat, nicht mehr heraus.

Diese Spielen zielen darauf, dass man der Beste, der Tollste ist. Und der Beste ist der Meisterschütze, derjenige, der am effektivsten töten kann... Folgt daraus ein Reiz, diese Leistung ins Reale umzusetzen?

Zunächst steht fest: Amoktaten sind noch immer extreme Einzelfälle. Für mich stellt sich aber die Frage: Wenn jemand diese Spiele über lange Zeit spielt, also regelrecht trainiert, welche Auswirkung hat das auf Körper und Sinne? Klar ist: Diese Spiele die es erst seit eineinhalb Jahrzehnten gibt haben unsere Kinder stark verändert.

Inwiefern?

Diese Spiele haben sie pragmatischer, phlegmatischer, kälter, brutaler gemacht. Die Gewalt ist immer jünger geworden. Und es war möglich, mit dem Initial Columbine so etwas wie eine Schule des Tötens zu etablieren. Da spielen die Computerspiele eine wichtige Rolle. Ich gehöre nicht zu denen, die sagen: Das muss alles weg. Diese Spiele gehören zu unserer Realität. Aber: Wir haben nicht genügend Medienpädagogen und Lehrer, die ihren Schülern einen bewussten Umgang mit dieser Technik lernen können. Derzeit ist es noch so: Die Technik ist da, sie bestimmt unseren Alltag und auch die Schule sehr viel stärker, als wir bisher wahrhaben wollen. Das ist wie eine Lok ohne Führer.
Rey Alp
 

Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon Dante » Fr 15. Jun 2012, 14:29

Pyri hat geschrieben:Warren Spector will offenbar, wie ich, auch mehr Gewalt in Videospielen haben http://www.gamesindustry.biz/articles/2 ... as-to-stop Aber richtig:

Warren Spector hat geschrieben:You know, Deus Ex had its moments of violence, but they were designed - whether they succeeded or not I can't say - but they were designed to make you uncomfortable, and I don't see that happening now. (...) I mean, there are spreading blood pools under innocent dogs when you kill them in Deus Ex, and I wanted you to feel disturbed if you actually pulled the trigger.


Nur die deutschsprachige Presse scheint das irgendwie nicht verstanden zu haben: http://derstandard.at/1339637839492/Kri ... ppt-werden
Aber "ultra" ist ja auch ein Fremdwort...


Ich glaub Du bist der einzige, der seine Aussagen so interpretiert.

“I think we’re just appealing to an adolescent mindset and calling it mature."


100% Zustimmung.
Dante
 

Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon Vicarocha » Sa 16. Jun 2012, 00:54

Dante hat geschrieben:Ich glaub Du bist der einzige, der seine Aussagen so interpretiert.

... ich glaube nicht; Jörg Luibl sah sich gestern offensichtlich auch von diesem Kommentar inspiriert: http://www.4players.de/4players.php/kommentar/Spielkultur/987/index.html.

EDIT: Ich rate übrigens dringend davon ab, die Diskussion dazu zu lesen... das schmerzt einfach nur.
"In the beginning there was violence. Cain slew his own brother Abel according to Genesis and he didn't even have a video tape recorder."
~ Gunnel ARRBÄCK
Vicarocha
 
Wohnort: 52477 Alsdorf

Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon Dante » Sa 16. Jun 2012, 15:59

Naja, mit den Reaktionen hab ich eigentlich rechnen können. Der Deutsche hat halt doch ein anderes Verhältnis zu "seiner" Gewalt in Spielen, immerhin musste er sie sich hart gegen BPJM und Co. erkämpfen.
Dante
 



Re: Links zur Presse (17)

Beitragvon amegas » So 17. Jun 2012, 15:23

Noch was zur Crysis 2 Geschichte hier:
http://politik-digital.de/sind-killersp ... iswuerdig/

"Contra-Standpunkt Wolfgang Börnsen"

"...Den Preis “Bestes Deutsches Spiel” hat in diesem Jahr der Ego-Shooter “Crysis 2″ erhalten. Dieses Spiel ist graphisch und technisch durchaus innovativ, aber weder kulturell noch pädagogisch wertvoll. Es ist gewaltverherrlichend und erst ab 18 Jahren zugelassen. Für uns als Gesetzgeber gilt als Maßstab Artikel 1 unseres Grundgesetzes “Die Würde des Menschen ist unantastbar”. Deshalb halte ich die Juryentscheidung für falsch.

Gewaltspiele, auch wenn  sie technisch noch so brillant sind, dürfen nicht mit Steuergeldern honoriert werden. Es geht nicht darum, Ego-Shooter grundsätzlich zu verdammen, sondern  darum, sie nicht noch durch eine Siegerehrung aufzuwerten oder “öffentlich zu verkaufen”. Gerade die große Bandbreite an Computer-, Konsolen- und Onlinespielen und deren unterschiedliche Nutzungsarten verlangen eine Orientierung für Eltern, Erziehungspersonen, Jugendliche und Kinder.

Als Mitinitiator dieses Preises, als verantwortungsvoller Abgeordneter und als Vater von vier Kindern fordere ich deshalb bei der Preisvergabe eine Rückbesinnung auf den kulturell-pädagogischen Wert des Computerspiels."


Update / Weiteres Sachen:
Noch ein Theaterstück
http://www.kirchliche-dienste.de/upload ... Dassel.pdf
"Feindberührung 2.0"


http://www.kirchliche-dienste.de/upload ... attorf.pdf
Ebenfalls das Theaterstück
"Das Theaterstück ist eine Offensive gegen Gewalt. Im Mittelpunkt steht Ben, ein
abwesender, aggressiver Schüler, dessen Welt zusammenbricht, sobald sein Computer
ausgeknipst wird. Ben ist genervt, aggressiv und voller Vorurteile gegen Ausländer. Sein
Gegenspieler, der bosnische Hausmeister der Schule, Herr Baris, hat nichts über für
Gewaltcomputerspiele."

http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Cl ... sicht.html

"Ben, gespielt von Tim Schaller, ist ein Schüler, der in einer Messerstecherei sein linkes Auge verloren hat. In ihm sind seitdem Hass- und Rachegefühle gewachsen, die er versucht mit gewaltsamen Computerspielen abzubauen. Er trifft auf den Hausmeister Herrn Baris, ein Mann bosnischer Herkunft gespielt von Willi Schlüter, den er als „Ausländer“ abweist. Im Laufe des Theaterstücks lernen sich die beiden kennen. Sie sprechen über Gewalt im virtuellen und realen Leben. Baris erzählt von seinen Erlebnissen im Bosnienkrieg, Ben vom Verlust seines Auges. Am Ende entscheidet sich Ben gegen Rache und „geht einen anderen Weg“, wie er sagt. "

Aha, es ist counter strike... ;) :lol:
http://www.kirchliche-dienste.de/upload ... Kurier.pdf
"Verden. Jesse Behrmann und Steven Bothe wissen: "Computerspiele können süchtig machen." Die beiden Jugendlichen sitzen gerne am PC. In dem Theaterstück "Feind-Berührung 2.0", das gestern für Achtklässler der Haupt- und der Realschule aufgeführt worden ist, haben sie einen neuen Blickwinkel gewonnen, was die Vorliebe für Ballerspiele angeht. "Ich habe mich in dem Stück wiedererkannt", räumt Jesse ein. Er spiele seit zwei Jahren "Counter Strike" - wie Ben, der diesem Spiel in "Feind-Berührung 2.0" verfallen ist. Inszeniert vom Theater in der List (Hannover), erzählen Willi Schlüter und Tim von Kietzell von der Begegnung zwischen einem "Counter Strike"-süchtigen Jungen und einem bosnischen Hausmeister."



Weitere links hier:
http://www.kirchliche-dienste.de/themen ... /0/0/0.htm
amegas
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