Links zur Presse #2

Falschdarstellungen und Vorurteile
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Aginor
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Re: Links zur Presse #2

Post by Aginor »

Wow, das ist ja echt mal so absurd dass es schon wieder lustig ist.

Jetzt dachte ich die ganze Zeit Skyrim macht nur schwul, und jetzt macht es auch noch gewalttätig? :D

Aber klar, ein Spiel bei dem man zwischen Schwert und Axt wechseln kann, da sehe ich schon Parallelen zur echten Tat.

Merken die nicht was sie schreiben? Das ist wie:
"Gerade beim „Little Big Planet“ könne man bei der Bewegungsart von Gehen auf Rennen wechseln, was seine Parallele zum Geschehen in Notzing herstelle."

Gruß
Aginor
Der größte Feind des Menschen ist der Mensch selbst.
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You don't use science to show that you are right, you use science to become right.
-XKCD mouseover text, strip 701
Dante
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Re: Links zur Presse #2

Post by Dante »

Das ist auch "gut":
Ego-Shooter sind eine Kategorie der Computerspiele, bei welcher der Spieler aus der Ich-Perspektive heraus in einer frei begehbaren, dreidimensionalen Spielwelt agiert und mit Schusswaffen andere Spieler, computergesteuerte Gegner oder Monster bekämpft. Richterin Geppert konnte den Sinn dieser Spiele offensichtlich nicht nachvollziehen: Warum man diese Monster denn jetzt töten müsse, wollte sie bei einem Spiel von dem ermittelnden Beamten der Kriminalpolizei Erding wissen, der die Festplatte von Christoph Ws Computer ausgewertet hatte und die Prozessbeteiligten gestern in Sachen Ego-Shooter aufklärte. "Man tötet, um Erfahrungspunkte zu bekommen", so der Beamte. Wie die Auswertung ergeben habe, habe Christoph W. Computerspiele bevorzugt, die "relativ brutal" seien. Häufig finde in ihnen ein "echter Nahkampf" zwischen dem Spieler und seinen Feinden statt.

Für Verteidiger Winfried Folda geht es in erster Linie um die Frage, welche Rolle ein "Drachentöter"-Computerspiel für den Doppelmord spielt. Christoph W., der die Tat zu Prozessbeginn eingeräumt hatte, hat sich eigenen Angaben zufolge in der Nacht vor der Bluttat stundenlang mit dem Spiel "Skyrim" beschäftigt, bei dem es um das Töten von Drachen geht und das ab 16 Jahre freigegeben ist. Das könne, so Folda, der letzte Auslöser für die Tat seines Mandanten gewesen sein und damit bei der Beurteilung der Schuldfähigkeit eine Rolle spielen. Wie am Rande des Prozesses bereits zu vernehmen war, bescheinigt der Sachverständige Prof. Norbert Nedopil dem 22-Jährigen bislang zwar eine Persönlichkeitsstörung. Eine Einschränkung der Schuldfähigkeit ist für ihn aber nicht gegeben.

Mancher Prozessbeteiligter konnte bei einigen Szenen von "Skyrim" gewisse Parallelen zu dem Tötungsablauf im Haus der Eltern von Christoph Ws ehemaliger Freundin in Notzing ausmachen. Ob die Kammer einen Zusammenhang zwischen dem Computerspiel und den Morden feststellt, wird sich voraussichtlich am 13. März zeigen: An diesem Tag soll das Urteil verkündet werden.
http://www.idowa.de/home/artikel/2013/0 ... oeter.html

Die Sueddeutsche Zeitung beschreibt die Meinung der Verteidigers vollkommen anders:
Folda führte an, dass sein Mandant an einer schweren Persönlichkeitsstörung leide. Seiner Ansicht nach habe W. nicht nur aus Wut, Hass und Rache gehandelt, weil er das 60 und 54 Jahre alte Ehepaar für das Scheitern seiner Beziehung verantwortlich machte, wie es in der Anklage steht. Der Angeklagte W. habe vielmehr, bedingt durch seine Persönlichkeitsstörung, auch aus massiver Verzweiflung und Verlustangst gehandelt. Er sei während der Ausführung der Taten in so heftigen Gemütszuständen gewesen, dass er die Verwerflichkeit seines Antriebs und Tuns nicht erkannt habe.

Falls das Gericht ihn dennoch wegen Mordes verurteilen sollte, müsse die Persönlichkeitsstörung seines Mandanten schuldmildernd berücksichtigt werden, forderte Folda. Eine bei Mord sonst zwingend vorgeschriebene lebenslange Haftstrafe müsse dann auf eine zeitlich befristete Gefängnisstrafe reduziert werden. Sein therapiebedürftiger Mandant gehöre zudem in eine psychiatrische Klinik.
Emotionale Labilität und ein ausgeprägtes Selbstunwertgefühl

Zur Persönlichkeitsstörung seines Mandanten stellte Folda, abweichend vom Gutachten des Münchner Psychiatrie-Professors Norbert Nedopil, eine eigene Diagnose. Nedopil hatte W. emotionale Labilität und ein ausgeprägtes Selbstunwertgefühl attestiert. Folda kam anhand eines anderen Klassifikationssystems psychischer Erkrankungen zu dem Schluss, sein Mandant habe eine Borderline-Störung. Und Borderliner, so Folda, könnten in Zustände geraten, in denen sie nicht mehr wissen, was sie tun.

Der Angeklagte hatte bei der Polizei angegeben, er habe "einen Blackout", was die Tötung der Mutter angehe. Der Verteidiger sagte, das sei glaubhaft, weil sein Mandant zu allen anderen Ereignissen gleich nach seiner Festnahme ein volles und detailliertes Geständnis abgelegt und zu allen Einzelheiten richtige Angaben gemacht habe.
http://www.sueddeutsche.de/bayern/doppe ... -1.1619669
amegas
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Re: Links zur Presse #2

Post by amegas »

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedw ... 19,1891242

Vom 09.03.2013
"Am Tag des Amoklaufs gab es in der Winnender Albertville-Realschule seltsame Zufälle"

"Die Deutschlehrerin der 9c scheint sich einen speziellen Gag zur Motivation ihrer Klasse ausgedacht zu haben, denkt der Realschüler Steffen. Als gerade darüber diskutiert wird, ob Killerspiele einen normalen Jugendlichen in einen aggressiven Typen verwandeln, stürmt ein bewaffneter Junge herein, den Steffen wegen seiner Vorliebe für eben solche Killerspiele kennt. Was erst wie ein schlechter Scherz anmutet, wird zu tödlicher Realität. Steffen alarmiert an jenem Mittwoch, 11. März 2009, um 9.33 Uhr die Polizei: "Albertville-Realschule, da gibt es eine Schießerei.""
Dante
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Re: Links zur Presse #2

Post by Dante »

amegas wrote:http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedw ... 19,1891242

Vom 09.03.2013
"Am Tag des Amoklaufs gab es in der Winnender Albertville-Realschule seltsame Zufälle"

"Die Deutschlehrerin der 9c scheint sich einen speziellen Gag zur Motivation ihrer Klasse ausgedacht zu haben, denkt der Realschüler Steffen. Als gerade darüber diskutiert wird, ob Killerspiele einen normalen Jugendlichen in einen aggressiven Typen verwandeln, stürmt ein bewaffneter Junge herein, den Steffen wegen seiner Vorliebe für eben solche Killerspiele kennt. Was erst wie ein schlechter Scherz anmutet, wird zu tödlicher Realität. Steffen alarmiert an jenem Mittwoch, 11. März 2009, um 9.33 Uhr die Polizei: "Albertville-Realschule, da gibt es eine Schießerei.""
Wie asozial ist es denn bitte schön dem Mädchen wegen dem Amoklauf keinen Ausbildungsplatz anzubieten? :shock:
amegas
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Re: Links zur Presse #2

Post by amegas »

amegas
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Re: Links zur Presse #2

Post by amegas »

http://www.gdp.de/gdp/gdpsl.nsf/id/DE_V ... Demokratie
"28. Januar 2013 bis 01. Februar 2013, Bildungszentrum Kirkel "
"Verändern Killerspiele und Facebook unsere Demokratie?"
"Teil 1: E-Sport und Computerspiele

Ein wesentlicher Bestandteil der Internetkultur ist die Szene der Computer- und Videospieler. Die dahinter stehende Industrie war und ist einer der Motoren der technischen Entwicklung auf dem PC-Markt. Lange Zeit eher unbemerkt hat diese Gruppe im letzten Jahrzehnt stark an Größe gewonnen, hat ihre Stigmatisierung durch Ereignisse wie den Amoklauf in Erfurt aber nur teilweise überwunden. Ziel dieses Teils des Seminars ist die Darstellung der Entwicklung der Szene bis heute und vor allem ihrer Impulse auf andere, für das Seminar zentrale Teilbereiche der Netzkultur.
"
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Re: Links zur Presse #2

Post by Rey Alp »

http://www.mediengewalt.eu/index.html

Neue Meldung bei Aktuelles.
amegas
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Re: Links zur Presse #2

Post by amegas »

Rey Alp wrote:http://www.mediengewalt.eu/index.html

Neue Meldung bei Aktuelles.
Versthe ich das richtig, dass also 83% Der Jungs aus 2 Klassen das Spiel spielen... also den Laut Studie:"brutaler Kriegs-Egoshooter" ?
Was soll diese Studie sagen, dass sich keiner der Jungs die blöse geben will Call OfDuty nicht gespielt zu haben?
"„stellte die Klasse auch den Zusammenhang zwischen Amoklauf und diesem/diesen Spielen her: man spürte schon, etwas Geheimes Preis zu geben.“"
"alle 11 Schüler, die es besitzen, haben es seit Weihnachten 2012." Da dies kaum Zufall sein kann, bekommen wahrscheinlich die Jungs die Ego-Shooter von ihren Eltern oder anderen Familienangehörigen, wie Großeltern, zum Fest geschenkt"

"Auf dem deutschen Markt wurden alle drei Mainstream-Shooter im November des jeweiligen Erscheinungsjahres rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft positioniert."


"Am 9.1.13 erhielt ich von einem besorgten Vater aus Wien folgenden Hilferuf:"

Ist diese Studie bzw. Befragung eine Satire? Und diesen Text hat er wohl selber geschrieben:
"Bei Verbot reagiert er auch sehr aggressiv und fuehlt sich diskriminiert da seine Schulfreunde es spielen. Ich fuehle mich von der Politik schwer im Stich gelassen und sehe es unfair die Verantwortlichkeit der Einschraenkung und Kontrolle auf die Eltern abzuschieben - wie soll das funktionieren wenn Eltern einem Beruf nachgehen und die Kinder mit 14 zumindest teilweise in die Selbstaendigkeit entlassen werden muessen."

"Warum gibt es nicht ein medienpolitisch verankertes Spieleverbot und Strafen bei Zuwiderhandlungen?"
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Re: Links zur Presse #2

Post by TheRealBlack »

Dante wrote:“Tropes vs. Women” analysiert Sexismus in Videospielen

http://blog.zeit.de/netzfilmblog/2013/0 ... arkeesian/
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... JeX6F-Q63I#!

Feminism versus FACTS (RE Damsel in distress)
Happy Coding.
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Re: Links zur Presse #2

Post by buzzti »

TheRealBlack wrote:
Dante wrote:“Tropes vs. Women” analysiert Sexismus in Videospielen

http://blog.zeit.de/netzfilmblog/2013/0 ... arkeesian/
http://www.youtube.com/watch?feature=pl ... JeX6F-Q63I#!

Feminism versus FACTS (RE Damsel in distress)
Hab' ich gestern auch gesehen, finde Thunderf00ts Argumente aber größtenteils schwach. Die Argumentation, dass Spiele nicht aufgrund des Patriarchat, sondern aus Profitgründen sexistisch seien, macht die Sache auch nicht besser. Wie Feministen mit Sexualdimorphismus umgehen, weiß ich nicht, aber hier werden die Debatten auch zu schnell biologistisch/deterministisch.
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