Links zur Presse #2

Falschdarstellungen und Vorurteile
Rey Alp
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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von Rey Alp » Mi 17. Okt 2012, 14:05

Sicher, wie auch dazu, dass Microsoft eine Nutzung von Spielmaterialien (Screenshots etc.) in kommerziellen Angeboten verboten hat. Das wäre aber wohl nichts für Stigma sondern als Verbraucherschutz was für spiel-gekauft.de. Solange da keine Newsrubrik ist eher noch was für die VDVC Seite allgemein.

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Pyri
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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von Pyri » Mi 17. Okt 2012, 23:39

Bei Microsoft gibt es auch so etwas wie eine Betriebssystem-Rationierung auf der Xbox 360. Einmal war ich in einem Betaprogramm drin, ansonsten werden die Geräte scheinbar einzeln überwacht und Updates des OS über das hauseigene Netzwerk Xbox LIVE auch nur so zugeteilt. Die Öffnung für das WWW wird daran auch nichts ändern, da die ja eine kostenpflichtige Mitgliedschaft beim Netzwerk erfordert. So ist eine zumindest einmalige Anmeldung bei jeder Nutzung erforderlich und das System kann weiterhin geschlossen gehalten bleiben. Der Vorteil ist wohl, dass einzelne Geräte dadurch leichter ausgesperrt werden können - wie etwa aktuell beim Leak von "Halo 4" http://derstandard.at/1350258317489/Mic ... ox-Piraten
In der Presse liest sich das dann etwa so: "Zunächst werden drei Millionen Konsolen aktualisiert, in den folgenden Wochen werden dann alle weiteren Systeme auf den neuesten Stand gebracht." http://derstandard.at/1350258431425/Xbo ... prachsuche
Ich finde das mittlerweile schon etwas gruselig. Und vielleicht sollte ein eigener Presse-Thread für solche Themen aufgemacht werden -
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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von Rey Alp » Do 18. Okt 2012, 00:36

Doom Neuauflage wegen Deutschland weltweit zensiert?
- http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=4339

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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von Dante » Di 23. Okt 2012, 19:00


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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von Pyri » Di 23. Okt 2012, 20:02

Dante hat geschrieben:Fragwürdiger AOK Werbespot:
http://www.youtube.com/watch?v=SsMroXXH ... ture=share
Die in dem Video auch gestellte Frage danach wieso soviel an "Auswirkungen" gedacht wird, hängt glaube ich mit einer bestimmten fragwürdigen Situation an den Universitäten zusammen.
Ich glaube es gibt an den Universitäten eine Explosion bei der Forderung nach Studienarbeiten, wohl mit verursacht durch die bildungspolitische Forcierung von Kurzstudien in den letzten zehn Jahren.
Da kommen die Leute welche in den Sozialwissenschaften unterwegs sind meiner Erfahrung nach auf alles Mögliche in Hinblick auf "Auswirkungen" zu untersuchen. Und weil das ideologisch alles für "spannend" oder zumindest "interessant" gehalten wird, kommt es dann auch wirklich zu allen möglichen Arbeiten in diesem Bereich - werden diese goutiert, approbiert, durchgeführt und ausgezeichnet. Zumal es entsprechende Paradigmen gibt wie etwas diesbezüglich zu untersuchen wäre, also solche welche ein methodisches Arbeiten dahingehend auch relativ einfach gestalten.
Unlängst bekam ich von meiner Uni etwa eine Mail in der es um Auswirkungen von Spinnen in Natur und Haushalten auf die Befindlichkeiten von Menschen ginge, woanders geht es um "Freundschaften" und Blutdruck etc. Die Rückkehr naturalistischer Weltbilder spielt dabei aus meiner Sicht zweifellos auch eine große Rolle: da geht es vielfach um den Menschen als funktionierende Maschine im Sinne eines La Mettries, dass das Werk Mensch in Zusammenspiel mit Anderen halt wie geschmiert läuft - wobei alles andere zu einem Problem erklärt wird. Mit Amok, Krankheit und Terrorismus als größten Problemen im Rahmen von "Sicherheit".
Also letztlich um alles das einen funktionierenden Menschen in normierten Gruppen verhindern könnte. Dass Leute auch mit sich selbst (allein) etwas anzufangen wissen, über sich nachdenken können (oder wollen), ist da schon völlig uninteressant geworden. Ein gewisser Widerspruch, weil wenn ich zum Beispiel in die Jugendforschung blicke steht dort ein Drang nach indivdueller Freiheit immer noch ganz oben auf den persönlichen Wunsch-Hitlisten
Nur sozialwissenschaftlich reflektiert wird das in meinen Augen kaum. Und da gebe es eben auch wissenschaftstheoretisch noch viel zu tun -
Denn ich glaube ja nicht, dass die Leute damit glücklicher werden...
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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von ShaneFenton » Do 25. Okt 2012, 13:39

Mediengewalt e.u. strikes again. It's been a while : http://www.mediengewalt.eu/downloads/Wi ... stract.doc

Neue Längsschnittstudie bestätigt die Effekthypothese

"Computergewaltspiele verursachen Aggression und Gewalttätigkeit
In einer vierjährigen kanadischen Längsschnittstudie von Teena Willoughby, Paul J. C. Adachi und Marie Good wurden Schüler aus acht Highschools in der Provinz Ontario untersucht. Im Unterschied zu anderen Längsschnittstudien wird das langfristige Spielen über den gesamten Untersuchungszeitraum durch vier Messzeitpunkte erhoben. Dadurch erhalten die Ergebnisse dieser Studie ein zusätzliches Gewicht. Besonderer Wert wird auch auf die Einbeziehung von elf Drittvariablen gelegt, um die Beeinflussung der Aggressionen durch andere Sozialisationsfaktoren zu messen. Dieser Ansatz ist vergleichbar mit der zweijährigen Längsschnittstudie von Hopf, Huber, Weiß (2008), in der acht Drittvariablen aus dem sozialen Kontext der Schüler einbezogen wurden. Im Gegensatz dazu fehlt in der 30-monatigen Längschnittstudie von Möller u. Krahe (2009) jeder Bezug zu Drittvariablen. Dass die von Ferguson (2010) untersuchte Steigerung der Aggressionen bei Jugendlichen hispanischer Abstammung auf Depressivität und nicht auf Wirkungen von Computergewaltspielen zurückzuführen sei (s. a. Replik W. Hopf), wurde in der kanadischen Längsschnittstudie völlig widerlegt. Sie arbeitet mit großer methodischer Genauigkeit heraus, dass die Sozialisationshypothese (= Effekthypothese: Computergewaltspiele verursachen Aggression und Gewalttätigkeit) erneut bestätigt wurde, denn die Schüler, die über vier Jahre von der 9. bis zur 12. Klasse Gewaltspiele durchgehend (vier Jahre Highschool) spielten, hatten eine stärkere Erhöhung ihres aggressiven Verhaltens als die Spieler, die einen geringeren Konsum von Gewaltspielen hatten. Der Jubel in der einschlägigen Presse aufgrund der Studie Fergusons (2010) "Keine Aggressionen durch gewaltverherrlichende Videospiele" am 14. Dezember 2010 (www.springer.com) waren schon damals wohl eher der Lobbyarbeit und geschickter PR-Maßnahmen als dem schon damals verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisstand geschuldet. Die neue kanadische Studie entlarvt diese Desinformation grundlegend."

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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von ShaneFenton » Do 25. Okt 2012, 14:34

Anyone remembers the "Sichwechsel e.V. für gewaltfreie Medien" ? They organized a series of conferences on media violence and anything concerning electronic media (this one, for example). They'll do it again this year, with Helmut Lukesch :
http://www.sichtwechsel.de/media/doc/20 ... dung_a.pdf

Verantwortung der Medien : Das Prinzip Menschlichkeit in Bezug auf audiovisuelle Medien

"Programm
"Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren" ist der Titel des Buches von Joachim Bauer, in dem er sich die neuesten Erkenntnisse der Neurobiologie zunutze macht um Lösungen aufzuzeigen, weg von Gewalt und Brutalität hin zu ethischen Vorstellungen, die auf einem friedvollen System basieren. In Herrn Bauers Buch heißt es "Nicht der Kampf ums Dasein, sondern Kooperation, Zugewandtheit, Spiegelung und Resonanz sind das Gravitationsgesetz biologischer Systeme." Diese These möchten wir gerne näher erörtern vor allem im Hinblick auf die immer brutaler werdenden Gewaltdarstellungen in Film, Fernsehen und Computerspielen. Denn die Frage wie lange dies gut gehen kann, steht ganz offensichtlich im Raum. Wir laden Sie ganz herzlich zu dieser Veranstaltung ein, um mit uns über mögliche Wege aus der Mediengewalt zu diskutieren und nachzudenken.

Vorträge mit anschließender Diskussion
Über die vorgebliche Nichtwirkung menschenverachtenden Kommunikate. Ein kritischer Blick auf die Beeinflussungsversuche der Medienanbieter.
Prof. Dr. Helmut Lukesch, Universität Regensburg, Lehrstuhl für Psychologie VI

Fernsehen, PC, Handy & Co… Medien in der Familie: Segen oder Fluc h?
Prof. Dr. Jörg Maywald, Deutsche Liga für das Kind, Geschäftsführer

Kommentar aus der Praxis:„Problematische Rezeption audiovisueller Medien durch Kinder und Jugendliche am Beispiel von Klienten in Psychotherapie und Erziehungsberatung.“
Dipl.-Psych. Thomas Haudel, Erziehungs- und Familienberatungsstelle

Kreuzberg-Friedrichshain in Berlin.
Tagungsleitung: Oliver Schierz, Daniela Matrinowa
Moderation: Leonija Wuss, Sichtwechsel e.V. für gewaltfreie Medien"

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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von buzzti » Do 25. Okt 2012, 14:42

This is a study from the same people who claimed that competitiveness not violence is the key factor for short-term aggresive behaviour.

http://www.apa.org/pubs/journals/releas ... -4-259.pdf

In the new abstract it says: "Our findings, and the fact that many adolescents play video games for several hours every day, underscore the need for a greater understanding of the long-term relation between violent video games and aggression, as well as the specific game characteristics (e.g., violent content, competition, pace of action) that may be responsible for this association."

"Nonviolent video game play also did not predict higher levels of aggressive behavior over time."

So for short-term aggressiveness the key factor is competition and for long term it's violence? Or do they contradict themselves? What games did they use in the recent study? Was aggressiveness again tested with the hot sauce paradigm?

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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von amegas » Sa 27. Okt 2012, 17:39

@Pyri
Danke für den Link zur "meinungsstarken"Halo 3 Rezension :mrgreen:

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Re: Links zur Presse #2

Beitrag von Modgamers » Do 1. Nov 2012, 11:01

So funktioniert Jugendschutz bei Videospielen

Für die Videospielindustrie beginnt jetzt die wichtigste Zeit des Jahres: Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür. Doch um Spiele in Deutschland in die Läden zu bringen, müssen die Hersteller einigen Aufwand treiben. Ein verpflichtendes Prüfverfahren setzt beispielsweise übermäßiger Gewalt Grenzen. Jedes Spiel muss in Deutschland freigegeben werden - unter Umständen nur für eine bestimmte Altersgruppe.

http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/netzwelten181.html

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