Links zur Presse #2

Falschdarstellungen und Vorurteile
User avatar
buzzti
VDVC-Mitglied
Posts: 403
Joined: Thu 16. Jul 2009, 23:59
Prename: Bastian
Location: Stuttgart

Re: Links zur Presse #2

Post by buzzti »

http://www.prosieben.de/tv/absolute-meh ... 1.3532843/ (10:10-10:40) toll fand ich ja Sido's Gesichtsausdruck.
Rey Alp
Posts: 2526
Joined: Mon 1. Jun 2009, 15:58

Re: Links zur Presse #2

Post by Rey Alp »

User avatar
Pyri
Posts: 1010
Joined: Mon 3. Aug 2009, 18:06
Prename: Jürgen
Surname: Mayer
Location: Steiermark, Österreich
Contact:

Re: Links zur Presse #2

Post by Pyri »

SPIEGEL ONLINE-Interview mit Ken Levine (System Shock 2): http://www.spiegel.de/netzwelt/games/bi ... 91447.html
"SPIEGEL ONLINE: Wird Ihre Branche es irgendwann schaffen, Geschichten ohne Schießereien zu erzählen?
Levine: Das ist nicht leicht. ..."
Ich finde es überaus schade, dass selbst er scheinbar nicht mit einer Gegenfrage antworten kann :-( Weshalb sollten Spiele das überhaupt tun? Welche moralische Gewalt impliziert diese Frage, etc.
Gamertag: Pyri80 PSN: Pyri Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
amegas
VDVC-Mitglied
Posts: 425
Joined: Sun 3. Jan 2010, 09:06

Re: Links zur Presse #2

Post by amegas »

C. Hirte immer noch Aktiv:
Der Übliche Heroin aus der Steckdose Artikel in den Nuernberger Nachrichten vom 18.02.2013
http://www.rollenspielsucht.de/resource ... 2_2013.pdf
Dante
Posts: 188
Joined: Mon 9. Aug 2010, 00:17

Re: Links zur Presse #2

Post by Dante »

Pyri wrote:SPIEGEL ONLINE-Interview mit Ken Levine (System Shock 2): http://www.spiegel.de/netzwelt/games/bi ... 91447.html
"SPIEGEL ONLINE: Wird Ihre Branche es irgendwann schaffen, Geschichten ohne Schießereien zu erzählen?
Levine: Das ist nicht leicht. ..."
Ich finde es überaus schade, dass selbst er scheinbar nicht mit einer Gegenfrage antworten kann :-( Weshalb sollten Spiele das überhaupt tun? Welche moralische Gewalt impliziert diese Frage, etc.
Ich hab Bioshock Infinite gestern durchgespielt und es hat mir sehr gut gefallen. Aber die Kämpfe waren nur OK. Ganz darauf zu verzichten wäre sicherlich Unsinn, aber ein größerer spielerischen Abwechslunsgreichtum wäre schön. Ist schon irgendwie schade wie viele Menschen dieses tolle Spiel verpassen, weil sie mit Ego-Shootern nix anfangen können. Andererseits wäre ein Spiel, das keine Herausforderung darstellt,und nur seine Story erzählen möchte (wie Heavy Rain und The Walking Dead) noch ein Spiel und nicht bloß eine interaktive Geschichte? Die faszinierendsten Spiele dieser Generation waren Fallout 3, GTA IV und Red Dead Redemption, die neben einer starken Story auch noch viel spielerische Freiheit boten. Bei zu schlauchigen Spielen wie Tomb Raider fehlt mir diese Faszination. Sie machen auch Spaß, aber ich bewege mich nur auf vorgebebenen Pfaden, die auch alle anderen Spieler bewandern.
Netzwelt: Sexismus in Computerspielen
http://www.ndr.de/ratgeber/netzwelt/audio154297.html
User avatar
Pyri
Posts: 1010
Joined: Mon 3. Aug 2009, 18:06
Prename: Jürgen
Surname: Mayer
Location: Steiermark, Österreich
Contact:

Re: Links zur Presse #2

Post by Pyri »

Schon der Attract Mode spricht nicht nur von den "People", sondern auch vom "Beast of America". Und das ist halt kein Genre wie "Dishonored", wo häufig vor Entscheidungen gestellt wird, sondern wo diese bereits gefallen sind, wo im Gegenteil vor Tatsachen und bereits gefällten Urteilen gestellt wird.
Keinen Deut wird über Ambivalenz oder verschiedene Interpretationsmöglichkeiten der "Gewalt" gesprochen, viele Möglichkeiten zusätzlich noch zu etwa "Faszination für Gewalt", sondern es geht wenn dann immer nur um eine Schönheit oder Friedfertigkeit welche diese zunichte machen würde: prinzipiell denke ich gibt es vom Film her zwei Möglichkeiten der Gewaltdarstellung - eine die Abscheu erregen soll (wie bei Pasolini oder Haneke), und eine die energetisch ist (Tarantino oder Scorsese). "The Walking Dead" ist dabei sicher eher zu ersterer Kategorie zu zählen, aber wie würde eine Stadt wie auch die "Stadt der verlorenen Kinder" ohne ihre (ureigenste) Gewalt aussehen? Ohne dass darin damit umgehen gelernt wird?
Deren ganze Dialektik würde doch (auch) auseinander brechen. Sie wäre eben nicht mehr das was sie vor so einer ideologischen Einflussnahme (gewesen) wäre. Das torpediert doch die ganze Fiktion, deren Welt, Charaktere etc. Ganz abgesehen von (un)ethischen Vorgängen darin. Und für wen? Für welche andere Öffentlichkeit zu den etwa 100 Millionen Menschen die weltweit "solche" Spiele zumindest zeitweise gerne haben?

Und welcher Natur ist dieses Torpedo? Etwa keiner Gewalt? Ich sage - nein, es geht nicht um Herausforderung. Dann könnten statt Schießereien wirklich auch Dance Battles veranstaltet werden.
Das ist eine billige Rückzugsposition. Mich erinnert Ken Levine immer an einen Bert Brecht der US-amerikanischen Comic-Welt, und ich würde mir wirklich wünschen ihm würde da mehr als Antwort einfallen. Die Gewalt macht eine Welt wie die von "BioShock" erst aus, zu dem was sie ist, so wie auch mit "Bill" aus "Kill Bill" bei Cafe und Kuchen keine Konflikte einvernehmlich gelöst werden. Teilweise hat das zwar (auch) mit Genre-Konventionen zu tun, aber mehr als alles andere mit der eigenen Realität einer jeden erfundenen Geschichte. Und sogar nicht nur einer erfundenen: in den Five Points von Manhattan wurde im 19. Jahrhundert ebenfalls kein Football gespielt um Probleme aus der Welt zu schaffen, da gab es keine Giants und Jets, kein Rapid Wien und keine Austria wie beim hiesigen Fußball, fand keine zivile Kanalisierung statt, so wie im Sport unserer Tage - wo "Gewalt" eher nur abseits des Spielfelds mehr wahrgenommen wird.

Wobei der Stöcker sich ja auch schon an den Supermutanten in "Fallout 3" und dessen Ego-Shooter-Ästhetik gestört hat http://www.spiegel.de/netzwelt/spielzeu ... 88725.html Doch die Erinnerung ist eine trügerische Gefährtin: auch in "Fallout 2" waren wohl unzählige Situationen möglich, in denen es außer Flucht und/oder Rückzug keine Alternativen zu Gewalthandlungen gab. Auch damit konfrontiert wurde: nur die isometrische Perspektive und die Zeitökonomie der Kämpfe war eine andere, wobei es da anscheinend schon wieder um das Bild in der ersten Person mit der Waffe in der Hand geht - genau das womit schon auf einer sehr abstrakten Ebene scheinbar nichts zu tun gehabt werden möchte... Als auch der ebenso "unnötig" empfundenen Hetze in pausierbarer Echtzeit statt Runden zu spielen.
Und "BioShock Infinite" handelt, jedenfalls zum Teil, von Flucht.
Auch die Rezension jetzt: http://www.spiegel.de/netzwelt/games/bi ... 92114.html Da ist man doch wieder bei Null angekommen, und an die zehn Jahre beobachte ich das jetzt schon dort - es geht immer noch und vielleicht sogar mehr denn je um Legitimation und Distinktion. Scheinbar jede einzelne Explosion muss erst gerechtfertigt werden, bevor sie genehmigt erscheint -
Gamertag: Pyri80 PSN: Pyri Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
amegas
VDVC-Mitglied
Posts: 425
Joined: Sun 3. Jan 2010, 09:06

Re: Links zur Presse #2

Post by amegas »

http://www.mediengewalt.eu/blog/

""Diskurs zu Mainstream-Shootern und Amokläufen"
"Der Diskurs von Rudolf H. Weiß zum Bezug von Mainstream-Shootern der vergangenen vier Jahre und Amokläufen schließt unmittelbar an die Nutzungsstudie desselben Autors zum neuesten Mainstream-Shooter “Call of Duty-Black Ops2″ an, die im vorherigen Blogeintrag bereits besprochen wurde."

"Für Adam Lanza, dem Täter des Grundschulmassakers in Connecticut (USA) vom 14.12.12 war dieser brutale Kriegs-Shooter Vorbild für seine schreckliche Tat mit 26 Opfern."

"Ähnliche medieninduzierte Prozesse konnten auch für die Täter Tim K. beim Schulmassaker in Winnenden (2009) und beim Massenmörder Anders Breivik auf UtØya (Norwegen, 2011) festgestellt werden.
"

Man beachte auch das verlinkte pdf auf dem Blog...

"Bisher am besten belegt ist der Fall des Attentäters Breivik, UtØya (Norwegen), der selbst "Call of Duty-Modern Warfare 2" als seine wichtigste Trainingshilfe bei der Vorbereitung seines Amoklaufes beschreibt, beim Winnender Attentäter Tim K. ist es sehr wahrscheinlich, dass zumindest der Überfall auf den PKW, dessen Fahrer er nach dem Schulmassaker zur Fluchtfahrt nach Wendlingen kidnappte, eine eins zu eins Kopie aus „Grand Theft Auto IV“ war, und beim letzten Attentäter Adam L. in Newtown (USA), der wie in „Call of Duty-Black Ops 2“ die Magazine für sein halbautomatisches Schnellfeuergewehr jeweils nur halb leerschoss.1"

"Denkbar ist dass die Täter durch ständiges Spielen von "Call of Duty" die virtuellen Handlungsabläufe so internalisiert haben, dass sie diese beim realen School Shooting unbewusst auf die Bedienung von halbautomatischen Sturmgewehren projizierten"
maSu
Posts: 108
Joined: Mon 27. Feb 2012, 09:41

Re: Links zur Presse #2

Post by maSu »

Ach der gute alte Rudi phantasiert noch ein wenig herum. Da gibts leider nichts von Ratiopharm gegen, aber sein Blog, seine "veröffentlichungen" interessieren zum Glück eh keinen ernstzunehmenden Menschen mehr...

...das sich das AAW für ihn interessiert bestätigt dies eher noch.
Rey Alp
Posts: 2526
Joined: Mon 1. Jun 2009, 15:58

Re: Links zur Presse #2

Post by Rey Alp »

http://www.playnation.de/spiele-news/ku ... 45167.html

Wenn echt wäre eine News nicht schlecht.
User avatar
gordon-creAtive.com
VDVC-Team
Posts: 969
Joined: Tue 30. Mar 2010, 21:47
Contact:

Re: Links zur Presse #2

Post by gordon-creAtive.com »

Passend zur Bundestagswahl.
Locked