Artikel des Monats

Falschdarstellungen und Vorurteile
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Patrik
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Artikel des Monats

Beitragvon Patrik » Sa 13. Okt 2012, 11:13

Ich habe jetzt schon häufiger Kritik erhalten, wonach Stigma Videospiele zu einseitig auf Fehlerhafte Berichterstattung hinweise. Natürlich liegt das in der Natur eines Watchblogs, doch ist die Kritik durchaus zutreffend, dass gute Arbeit zu wenig Beachtung findet. Es könnte zum Beispiel auf Texte hingewiesen werden, welche versuchen möglichst objektiv zu bleiben und die typischen Vorurteile umschiffen. Oder aber auf Beiträge, die genau das Thema Vorurteile zum Inhalt haben. Was haltet ihr von der Idee, jeden Monat eine(n) besonders guten Artikel/Videobeitrag/Moderation auszuzeichnen?

Rey Alp
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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Rey Alp » Sa 13. Okt 2012, 11:39

Von mir aus gerne.

Nur gibt es dafür überhaupt genug geeignete Kandidaten und sind die dann wirklich wirklich "gut"?

Beispielsweise die neusten Artikel, die ich bei der Presse verlinkt habe. Dort hat man sich nach meinem Eindruck Mühe gegeben nicht bloß die Studie - wie es viele anderen getan haben - unkritisch wiederzugeben, sondern sich näher mit dieser zu beschäftigen. Doch Pyri zeigt ja, dass man sich doch dran reiben kann:
- http://www.sueddeutsche.de/digital/aggr ... .1493661-2

Auch das ist nett:
- http://www.tagesspiegel.de/medien/alter ... 42898.html
Doch wie realitätsnah ist der Inhalt: Hat einer von euch schon mal Videospiele in der Schmuddelecke einer Videothek gesehen (Meine hat allgemein keine PC-Spiele im Angebot und von Konsolenspielen im "Erwachsenen Erwachsenenbereich" habe ich noch nichts gehört. Da dürften nur Filem drin sein.)? Und dann der zugegeben kleine Schnitzer mit dem Titel von Fallout.

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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Scorpion » Mo 22. Okt 2012, 22:43

Wir sollten generell mehr die breite Masse ansprechen. Sind atm zu speziell. :geek:

Rey Alp
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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Rey Alp » Di 23. Okt 2012, 08:10

Wir bräuchten bei den News erst einmal ein "wir" statt ein "ich".


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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Pyri » Mi 24. Okt 2012, 18:06

Ich wollte hier jetzt doch mal zum Ausdruck bringen, dass ich nicht glaube dass hier zu einseitig berichtet wird.
Das meint man aus den etablierten Medienwissenschaften/Journalismen oder der Games-Branche selbst vielleicht, wo man halt gern Dinge beschönigt und in ein "rechtes Licht" einer Mitte der Gesellschaft rücken möchte.
Zumal ich seit Jahren jetzt schon den Eindruck habe, dass die mitunter allerschlimmsten Sachen welche gegen Games so politisch geäußert werden hier überhaupt keine Berücksichtigung finden.

Und zurecht wie ich meine, denn ich blende auch einen historischen Glogauer wegen seines Antimodernismus etwa schon aus.
Verorte das unter (sonstigen) politischen Extremismus. Wo halt die Simpsons ebenfalls schon zum Untergang des Abendlandes gezählt werden, aber vielleicht ist das auch mein Fehler, denn wie buzzti mit seinen Links zur ZEIT unlängst bewies können dort mitunter auch schon Zwölfjährige für Hetze gegen "Harry Potter" instrumentalisiert werden

Was ich sagen wollte ist, dass ich von aktuellen Figuren wie diesem ehemaligen Gymnasiallehrer da auf unter anderem YouTube, der seit einiger Zeit dort sein Unwesen schon treibt, ich hier noch nie etwas gehört hab: teilweise sind die jedoch schon sprachlich wohl auszusondern, wenn er etwa aus dem zweiten Buch Mose zitiert: http://www.youtube.com/watch?v=TjeeO4xDW60
Dennoch ist es eine Tatsache, dass sich die (auch) auf Figuren wie Christian Pfeiffer berufen - und vielleicht sollte das so schon einmal angesprochen werden, nämlich welche Fans der Herr in Hannover so eigentlich alles hat, das heißt welche Gesinnungen er mit seinen Thesen anspricht. In anderen Fällen werden PolitikerInnen ja doch auch in Deutschland darauf angesprochen wo sie mit Äußerungen womöglich überall Stimmen fischen wollten, doch in diesen Fällen bleibt das medial und politisch völlig außen vor. Gelten "Jugendschutz" und "Moral" praktisch immer als "redlich". Der Lehrer hetzt ansonsten nämlich (auch) gegen "Homosechsualität" und ähnliches, während er an anderer Stelle Beethoven-Messen applaudiert...
Für mich ergibt sich da ja ein sehr schönes, aber halt wieder auch nicht allzu positives Bild von öffentlichem Leben in Deutschland :-)
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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Rey Alp » Do 25. Okt 2012, 22:30

@Dante
Ich weiß nicht, ob das ganz passt. Also schon auf englische Artikel zurückgreifen zu müssen wäre ein arges Armutszeugnis für den deutschen Journalismus. Der deutsche setzt sich zwar mit Games auseinander, aber ich weiß nicht, ob er spiegelbildlich das Positivbeispiel von dem ist, was wir hier sonst kritisieren. Ansonsten finde ich ihn inhaltlich trautig. Dass der PC den Kampf gegen die Konsole dadurch gewinnt, dass er selbst zur Konsole wird, ist bitter wie wahr. Die Indi-Szene und einzelne Entwickler für "Hardcore"-Gamer geben zwar Grund zu Hoffnung, aber das ist eben nur noch eine Nische.

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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Patrik » Sa 27. Okt 2012, 09:42

Kein Artikel, aber eine ehrenwerte Entscheidung: Mit der vergangenen Episode haben sich die Pixelmacher entschlossen, alle Interviews neben der geschnittenen Version in der eigentlichen Sendung auch noch mal in voller Länge zu veröffentlichen.

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Re: Artikel des Monats

Beitragvon gordon-creAtive.com » Sa 27. Okt 2012, 14:16

Sehr gute Entscheidung. Haben sie aber vorher in Einzelfällen auch schon gemacht.

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Re: Artikel des Monats

Beitragvon Pyri » Di 13. Nov 2012, 18:53

Patricia Hernandez' Rezension von "Call of Duty: Black Ops II" auf Kotaku: http://kotaku.com/5959849/call-of-duty- ... aku-review

Begründung: der Text würdigt den "Ego-Shooter" als Ausdrucksform, geht dabei aber auch auf dramaturgische Probleme ein welche "Call of Duty" seit jeher begleitet haben.
Anders als in deutschen Feuilleton-Texten, wo so ein Spiel - wenn schon mit keiner Militärverschwörung assoziiert -, auf "Ballerei" reduziert wird, oder vielleicht nur noch als E-Sport goutiert werden kann: Hernandez präsentiert das Spiel ohne ideologische Dünkel gegen Militär oder andere kapitalistische Konspirationen vorstellig zu machen und transportiert es inhaltlich als prinzipiell unerfreuliche Erfahrung, welche enthüllt was ansonsten wohl verborgen bleiben würde. Ob einem Menschen das nun gefällt oder nicht. Ganz anders als danach was man sonst so aus Deutschland liest - siehe auch das was jüngst beim Spiegel über GTA anscheinend stand -, welche Gewalt keine Freude bereiten dürfte, geht es dabei nicht darum Bestätigung für die eigenen Wertvorstellungen über Videospiele zu bekommen und sich dementsprechend selbstgerecht in der eigenen Arroganz und Überheblichkeit zurücklehnen zu können: sondern aufgerüttelt zu werden, wach zu machen oder wach zu bleiben. Also darum was Kunst die Menschen immer befähigt hat -
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