[abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Falschdarstellungen und Vorurteile
Rey Alp
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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Rey Alp » Mi 24. Jul 2013, 19:12

@AndiPopp
Danke für die ausführliche Antwort, habe gerade auch die Dialoge bei Twitter gefunden.

Also vorausgeschickt: Ich glaube, dass in diesem Forum nicht erläutert zu werden braucht, dass die Piraten sich positiv für Videospiele einsetzen, dass sie dabei engagierte Leute haben und das die Passagen im Grundsatzprogramm ein großer Schritt nach vorn sind. Allein das von dir angesprochene "Killerschach" auch mit der Demo in Berlin war eine super Aktion und mit Pirate Gaming sollte kein Zweifel daran bestehen, dass Gamer bei den Piraten einen Platz haben.

Es ging allein darum, euch darauf hinzuweisen, dass man als Gamer, der sich zumindest für eine Zielgruppe der Piraten hält und mit dem Grundsatzprogramm nicht so vertraut sein sollte, bei einem Blick ins Wahlprogramm sich wundern könnte, dass Computerspiele nicht auftauchen.

Was wirklich darein gehört und ob das Fehlen schlecht ist, steht auf einem anderen Papier. So ist - wie von dir gesagt - Kultur Ländersache (Wobei ja der Deutsche Computerspielpreis vom Bundestag initiiert werdne konnte) und es natürlich etwas positives, wenn zusätzliche Maßnehmen beim Jugendschutz bzw. die Vermittlung von Medienkompetenz fordert, weil man da eben keine Defizite sieht.

Auch wenn das alles richtig begründet wären könnte - den Dialog führt ihr nicht mit jeden, der das Wahlprogramm liest und nicht jeder wird zwingend diese Gedanken haben. Von daher meine ich schlicht, dass dieser Umstand - wenn man denn Wert auf Gamer als Wähler legt - in Punkto Öffentlichkeit verbesserungswürdig sein könnte. Nicht, wiel ihr falsch liegen würdet, sondern weil ihr ggf. nicht bzw. falsch vesratnden werden könntet, wenn ihr das nicht erklärt. Normalerweise rege ich mich immer darüber auf, wenn Politiker bei Unmut in der Bevölkerung sagen, dass die Bürger die Sache bloß nicht verstanden hätten und man sie ihnen besser erklären müsste, doch hier hätte ich - da man nicht davon ausgehen kann, dass jeder eurer potentiellen zockenden Wähler auch das Grundsatzprogramm sucht - eine Erklärung hilfreich empfunden. Wobei es seltsam wäre im Wahlprogramm zu erklären, warum man da etwas nicht erwähnt^^.

maSu
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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von maSu » Mo 5. Aug 2013, 09:49

Irgendwer wählt eine Partei wegen ihrer Haltung zu Videospielen?!
(so mein Eindruck nach der Lektüre dieses Themas hier)

Also das kann ich nur bedingt verstehen. Ich nehme das Thema Videospiele maximal als eine Art Lügendetektor: Ich kenne mich in dem Bereich extrem gut aus und erkenne, wann mir jemand platt ins Gesicht lügt. D.h. eine Partei, die mir demonstriert, dass sie im Bereich Videospiele keine Ahnung hat und zeitgleich laut herumtönt, wie gefährlich das alles wäre und dass alles verboten werden müsste, die sehe ich auch in anderen Sektoren kritischer.

Die Haltung zu Videospielen ist für mich also nur sekundär relevant.

Viel wichtiger finde ich die Haltung in anderen Bereichen - sofern ich davon ausgehen kann, nicht belogen zu werden. Und da versagt die Piratenpartei. Denn schon bei Netzthemen wie dem Urheberrecht erlebe ich hier keine Expertenpartei, sondern Laienarbeit auf niederem Niveau. Da werden Maximalforderungen ausgespruchen (zB Schutzfristen, die auf EU-Ebene festgelegt wurden), die niemals von der Piratenpartei geändert werden könnten, es sei denn die Piratenpartei würde die Mehrheit der Regierung stellen und sogar dann wäre es fraglich ob in den EU-Gremien Mehrheiten gefunden werden könnten. Während dann aber Maximalforderungen gestellt werden, die eher danach klingen, als wolle man die Schwerkraft verbieten, versäumt man es auf der unteren Ebene (Länder, Kommunen, ...) aber Dinge zu fordern oder umzusetzen (oder es zumindest zu versuchen), die die Situation in dem Bereich verbessern könnten. Man fordert lieber gleich mal die Weltherrschaft um dann den Weltfrieden zu sichern, als mal einen Nachbarschaftsstreit zu schlichten. Und das ist absolut inakzeptabel.

Auch sehe ich bei den Piraten durchaus die Gefahr, dass sich dort extrem inkompetente Personen nach "oben" "arbeiten". Das geht dort offensichtlich sehr, sehr schnell. Ich muss da nur mal in den NRW Landtag gucken und ich bekomme das kalte grausen, denn die Leute die da sitzen, die sind mit Sicherheit bezogen auf ihre Kompetenz noch zu unterbieten aber dennoch muss ich sagen: Bevor ich wieder die NRW-Piraten im Landtag sehen will, wähle ich CDU!

Und genau das ist das Problem: Was die Bundepiraten beschließen ist manchen örtlichen "Splittergruppen" dieser Partei völlig egal, dort ist nicht mehr die Rede von eben jener Vernunft, die man im Grundsatzprogramm erkennen kann. Dort sind dann penetrante Schreihälse, die auf unterem Stammtischniveau vor sich hin faseln, aber wohl vergessen, dass der Blutalkoholgehalt der meisten Zuhörer nicht ausreichen wird, den Mist zu glauben oder gar toll zu finden.

Ich könnte nun viele Beispiele bringen, aber ich denke, jeder sollte sich die Reden einer Simone Brand, eines Kai Schmalenbach oder Dietmar Schulz zum Thema "Nichtraucherschutz" anhören. Was da teils vorgetragen wird, das klingt nach Pressemeldungen von Phillip Morris höchstpersönlich und ist teils an Absurdität kaum zu überbieten. Wenn diese 3 Personen in dem Kontext von Freiheit und Toleranz reden, dann stelle ich mir die Frage, ob diese Personen diese Begriffe überhaupt verstanden haben (analog: "Prohibition" - auch so ein tolles Wort, was dauernd von jenen Personen falsch verwendet wird). Dass das Grundsatzprogramm der Piraten jedoch einen Schutz von "Nichtkonsumenten" im Bereich Drogen/Gesundheit explizit erwähnt, dass ist diesen Personen scheinbar völlig egal.

und so kann das bei jedem Thema geschehen. Grandios könnte es auch werden, wenn die "richtigen" Leute zum Thema Atomkraft in die Landtage einziehen. Wenn es nicht so brandgefährlich wäre, da irgendwelche schlecht informierten Stammtischredner in die Landtage zu schicken, dann wäre es doch glatt lustig und ich würde Popcorn holen. Das Problem ist da leider jedoch, dass man solchen Leuten die Zukunft dieses Landes anvertraut.

Fazit:
Bei den Piraten weiß man nie, was für eine Gesinnung dort wirklich vorherrscht, wer, bzw. wessen geistes Kind dann im Landtag sitzt. Bei den anderen Parteien ist das leichter abschätzbar und die qualitativen Schwankungen sind geringer. Bei mancher Partei schwankt die Qualität dann eben in einem niederen Bereich ein wenig, aber man kann sich dann auf die Inkompetenz und die Richtung in die selbige führen wird wenigstens verlassen.

Rein praktisch sehe ich die Piraten auf einem Niveau mit der NPD bezogen auf das Worst-Case-Szenario. im schlimmsten Fall sind die Piraten, die ich in den Landtag oder gar Bundestag wähle keinen deut besser. Dass es dort wirklich sehr intelligente Menschen gibt, die meine Stimme eigentlich verdienen, dass ist dann leider schade, denn: So lange ich nicht sicher bin, dass der Worst Case nicht eintreten wird, so lange kann ich die Piraten nicht wählen - ungeachtet ihrer noch so tollen Haltung zu irgendwelchen Nischenthemen.

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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Modgamers » Mo 5. Aug 2013, 12:04

Herzlichen Glückwunsch, masu. Sie haben einen Godwin gebracht und somit die Diskussion verloren.

maSu
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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von maSu » Mo 5. Aug 2013, 13:00

Naja, wenn du nicht mehr kannst, als angebliche "Godwins" zu zählen, dann kannst du dir ausrechnen, wer wirklich "verloren" hat. Wer hat eigentlich gesagt, dass es um etwas so kindisch naives wie "gewinnen" gehen würde?

Ach und wenn du schon bis "eins" zählen kannst, dann kannst du mir auch sagen, was an dem politischen worst-case-Szenarion "NPD" nun ein Godwin sein soll. Die NPD ist nunmal politische Realität in diesem Land und is daher als Maßstab für den schlimmsten anzunehmen politischen Unfall ein geeignetes Beispiel.

Definition von einem Godwin:
dass jemand einen Nazi-Vergleich einbringt, sich dem Wert Eins annähert.

Inwiefern also der simple Bezug zu einem Worst case Szenario also sinnlos/wertlos sein mag, dass musst du mir einmal erklären.


Ich bin im Übrigen immer hellauf begeistert, wie kindisch naiv sich viele Piraten-Fanboys verhalten, wenn man ihnen mal aufzeigt, was für Gestalten dort mitunter in den Gremien/Landtagen einziehen.

Und statt dann zu versuchen meine Kritik an den jeweiligen politischen Akteuren zu entkräften ist die einzig argumentative Luftnummer, die du vollbringst, die Behauptung es handele sich um einen Godwin. Damit argumentierst du bereits auf einem Niveau, welches von kaum einem Berufspolitiker unterboten werden kann, da du dich jeglicher inhaltlischen Auseinandersetzung verschließt.

Analog hättest du auch Rechtschreibfehler zählen können oder andere Arten des Herumtrollens verwenden können.


Bedenke im übrigen auch: Deine Äußerung trägt keineswegs dazu bei, dass sich meine Haltung ändern könnte und du trägst auch nicht dazu bei, dass meine Kritikpunkte auch nur im Ansatz ungerechtfertig wirken könnten.
Im Gegenteil: Durch die totale Verweigerung, dich inhaltlich mit Kritik auseinanderzusetzen, bestärkst du eben nur den Eindruck, dass die Piratenpartei eben genau der "Sumpf" ist, den ich beschrieb und dass du dich in dem Biotop hervorragend eingelebt hast.



Immer wieder schade, aber es nunmal deine Sache, wie kindisch/naiv du antworten willst.


PS: Ein Vergleich mit einer anderen, überregional bekannten Partei verbietet sich im Übrigen aus meiner Sicht, da die Parteien entweder zu jung sind um schon über die zukünftigen Handlungen zu spekulieren oder andererseits sogar Parteien wie Die Linke durchaus konstruktive Politik machen können, also vom Niveau her weit über dem Worst-Case-Szenario der Piraten liegen. Wenn du allerdings dann kognitiv in der Lage wärst, dein innneres Kind in Zaum zu halten und inhaltlich auf die Kritik einzugehen, dann denke dir statt "NPD" einfach dort den Namen der Partei, die für dich der politische GAU schlechthin ist.

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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Modgamers » Mo 5. Aug 2013, 13:20

Nun, ich finde deine Äußerungen auch ziemlich kindisch und naiv. Das Beispiel Nichtraucherschutz etwa hast du nun etwa schon dreimal gebracht, unabhängig von deiner Aussage, dass du noch viele Beispiele bringen könntest. Dann hattest du dich mal über das Familienprogramm beschwert, dass dort nichts von den Piraten kommen würde, wo ich mich dann Frage, ob du die entsprechend Passagen im Programm überhaupt kennst.

Aber eigentlich reicht mir schon dein Eingangsstatement zum Urheberrecht, dass mir zeigt, dass was du für eine Ahnung von Politik hast. Dir scheint etwa nicht bekannt, dass es durchaus Usus ist als Partei Maximalforderungen in Form von Zielvorstellungen zu formulieren. Das man diese nicht von Heute auf Morgen umsetzen kann - und im Falle des Urheberrechts auch etwa im Europaparlament aktiv werden muss - ist uns als internationale Bewegung durchaus bewusst. Dennoch ist dies kein Grund dass man solche Forderungen nicht formulieren darf, oder sollte - das uns nämlich das Urheberrecht auf die Füße fällt, wie es das zur Zeit und auch in Zukunft weiter tun wird wusste man schon seit der ersten Enquete-Kommission zum Thema Internet in den 90ern.

Mir ist durchaus bewusst, dass Computer- und Videospiele weder zur Zeit noch in naher Zukunft extrem wahlentscheidend sein werden. Dennoch ist es - in Anbetracht dessen, dass etwa 50% der Deutschen spielen - kein vollkommen unbedeutendes Thema (Jugendschutz, Kunst- und Wirtschaftsförderung, Verbraucherschutz) und für den einen oder anderen sicherlich ein Zünglein an der Waage. Wenn du aber der Meinung bist, dass die gesamten ~ 30.000 Mitglieder der Piratenpartei aufgrund von 20 Leuten in NRW total blöd sind, dann wähl sie halt nicht. Ignoriere meinetwegen auch gerne, dass die Piratenfraktionen in anderen Bundesländern - oder auch auf kommunaler Ebene - im Großen und Ganzen gute Arbeit leisten. Auch darfst du gerne ignorieren, dass Programmatik ,abseits von NRW, in vielen Punkten weiter ist, als in den Medien nur zu gerne kolportiert. Solange du überhaupt wählen gehst ist mir das eigentlich egal (wundere dich aber bitte nicht, dass ich dich - wie jeden anderen auch - darauf aufmerksam machen werde, wenn diese groben Unfug, wie etwa Nazi-Vergleiche, von sich geben werden).

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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Modgamers » Mo 5. Aug 2013, 13:37

BTW: Allein schon für die Aussage
Rein praktisch sehe ich die Piraten auf einem Niveau mit der NPD bezogen auf das Worst-Case-Szenario. im schlimmsten Fall sind die Piraten, die ich in den Landtag oder gar Bundestag wähle keinen deut besser.
Möchte ich dir erst nochmal ein Geschichtsbuch kaufen.

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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Pyri » Mo 5. Aug 2013, 14:36

In der Gesellschaftspolitik gibt es denke ich nur zwei grundlegende Kategorien: Freiheit und Sicherheit. Wer an einer biologistischen Aufzucht interessiert ist und dahingehend etwa an ein zumindest "anthropologisches Defizit" glaubt wird deshalb auch eher gleichgeschlechtliche Entfaltung verhindern. Wer schreit wenn der Google-Wagen kommt, ist meiner Erfahrung nach auch eher bereit Medienverbote zu akzeptieren - weshalb ich es auch immer umso problematischer finde, wenn dieser Tage Datenschutz als "Freiheit" vorgestellt wird. Ist er nicht.
Ich habe in meinem Leben ja noch nie auch nur irgendetwas geraucht und dies auch nicht vor. Von diesen Äußerungen deutscher Piraten wusste ich dabei gar nichts. Dennoch finde ich diese sehr löblich, sogar überraschend, also meine Informationen beziehen sich jetzt etwa auf diese Rede http://www.youtube.com/watch?v=pRH-eQaDPjc
Welch Geistes Kind die Piraten dabei sind, kann ich glaub ich schon sagen: echt das der positiven Freiheit!
Bravo! Und nur weil die Piratin sagt sie will Entfaltung, soll sie deshalb gleich von Tabakkonzernen gekauft worden sein? Woran erinnert mich das bloß... Ach ja, den "Kölner Aufruf gegen Computergewalt"! Eine Komplizin und Profiteurin also. Oder gibt es gegen dessen Erwähnung auch ein Gesetz?
Mich wundert eher wieso sich jemand gegen Medienverbote ausspricht, aber gleichzeitig als militanter Nichtraucher auftritt. Die Argumente sind ja immer gesundheitsbezogen, ob der Gegenstand samt Inhaltsstoffe nun nachweislich krebserregend ist oder sonstige (vermeintliche) Risiken damit verbunden werden: mein Motto als Nichtraucher ist, dass dort wo geraucht wird ich ganz einfach nicht hingehe. Nein: ich will hier keine Zustände wie in Amerika, wo man sich manchmal schon fürchten muss wenn die Leute auf offener Straße eine rauchen. Neben dem dortigen Sexualstrafrecht ist mir das das größte Unding - kein mangelhafter "Datenschutz".

Dabei überlege ich ja auch hier in Österreich, wo in wenigen Monaten ebenfalls Wahlen anstehen, erstmals die Piraten zu wählen. Nachdem sich die neu konstituierten Liberalen von NEOS als eindeutig "bürgerlich" positioniert haben und für mich dadurch sofort nicht mehr in Frage kamen. Und da ich den hiesigen Kommunismus auch nicht wieder recht wählen mag: nur kompetente Leute sehe ich hier gleich gar keine. Da würde ich mich noch sehr über diese genannten "Piraten" aus Deutschland freuen.
Auf der anderen Seite bin ich gerade hier im Forum immer wieder über das autoritäre Verhalten irritiert, wenn es um diese sogenannten "Internetgesetze" geht. Was für ein Richter soll das denn bitte überhaupt (gewesen) sein? Sätze wie diese verstehe ich nicht einmal: "dass jemand einen Nazi-Vergleich einbringt, sich dem Wert Eins annähert."
Was soll denn das heißen? Muss ich dafür Mathematik oder gar ein technisches Studium absolviert haben? Was soll an dem Wert Eins denn überhaupt schlechtes sein? Kommt daher etwa auch die Rede von den vielen Einsen?
Ich hatte leider schon öfters den Eindruck dass geglaubt wird Politik sei so etwas wie Maschinenbau - ist es nicht: ein dermaßen mechanistisches Menschenbild weit eher Sache der MedienverbieterInnen :-)
Modgamers hat geschrieben:Möchte ich dir erst nochmal ein Geschichtsbuch kaufen.
Echt zauberhaft. Soll das etwa offizielle Politik sein?
Ich weiß schon dass die meisten Parteien "ihre Geschichte" lieber selber schreiben, aber die Partei ist wohl noch zu jung um ihre eigene aufzuarbeiten: http://www.tagesschau.de/inland/piratennpd100.html http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 91037.html http://www.faz.net/frankfurter-allgemei ... 22656.html http://www.fr-online.de/politik/rechtse ... 92834.html http://www.sueddeutsche.de/politik/schl ... -1.1547345
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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Modgamers » Mo 5. Aug 2013, 15:52

Der Verweis auf den Kauf eines Geschichtsbuches soll verdeutlichen, dass der Vergleich einer Partei, die zwar gerne als "Chaotentruppe" beschrieben wird, nicht mal im Ansatz mit einer Partei, die Menschengruppen, die nicht in ihr Weltbild passen, "im besten Falle" abschieben und im schlimmsten Falle umbringen möchte, angemessen ist. Das hat weniger mit Geschichtsschreibung als mit Geschichtsvergessenheit zu tun.

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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von maSu » Di 6. Aug 2013, 13:06

Modgamers hat geschrieben:Der Verweis auf den Kauf eines Geschichtsbuches soll verdeutlichen, dass der Vergleich einer Partei, die zwar gerne als "Chaotentruppe" beschrieben wird, nicht mal im Ansatz mit einer Partei, die Menschengruppen, die nicht in ihr Weltbild passen, "im besten Falle" abschieben und im schlimmsten Falle umbringen möchte, angemessen ist. Das hat weniger mit Geschichtsschreibung als mit Geschichtsvergessenheit zu tun.
1) Die NPD hat derartiges (Menschen umbringen lassen) nicht vor, sonst wäre sie verboten.
2) Die "Chaotentruppe" ermöglicht es Menschen JEDWEDER Gesinnung in Landtage oder gar den Bundestag einzuziehen.
3) Wenn durchaus jeder Depp in Landtage usw einziehen kann, dann kann das auch jemand sein, der politisch identische Ziele verfolgt wie die NPD.


Damit ist vollkommen egal, welches Geschichtsbuch du mir andrehen willst, es ist schlicht nicht relevant für den Vergleich.

Deine billige(!) Empörung (zu viel mehr scheinst du nicht im Stande zu sein) ist ebenfalls bezeichnend. Statt den Kern des Vergleiches zu erkennen - ich schrieb es ja hoffentlich deutlich genug - kommst du mit DEM Totschlagsargument der modernen Skript-Kiddies: "waaa Godwin!!!!".

Dass dein Godwin-Post im endeffekt genau das machen soll, was der Herr Godwin so fatal findet: nämlich dumme platte Vorwürfe und Totschlagsargumente in den Raum werfen, die jede(!) Diskussion erschwert/verhindert, das erkennst du nicht einmal.

Traurig.



Zur Piratenpartei allgemein:

Nichtraucherschutz + Landtag NRW entlarvt die Truppe leider sehr gut. Alternativ kannst du auch warten, bis die interessanten leute aus den Atomkraft-AGs in die Landtage einziehen. Diese Beispiele bringe ich einfach deswegen so oft, weil sie besser nicht sein könnten.

Zum Familienprogramm: Das besteht bei den Piraten zu 99% aus Gender-Gelaber. "Alles gleich" und fast nichts weiter. Das ist prinzipiell nicht schlimm, aber sind nunmal nicht alle Menschen gleich und alle Probleme sind mit der Definition: "Alle gleich!" auch nicht behoben. Darüber hinaus ist hier auch nur eine Frage der Zeit bis wieder so eine fanatische Feministin (oder ein Mann, der sich diesen "FanatikerInnen" anbiedern will um ein wenig "Fähnchen im Wind" zu spielen) im Namen der Piratenpartei ... äh...sry... des Kegelclubs wieder unsagbaren Schrott kundtut, der sich null komma gar nicht mit den Zielen der Piraten vereinbaren lässt.



Die Piratenpartei zu wählen ist russisches Roulette: 5 von 6 Kammern sind mit Idioten oder gar schlimmerem belegt.

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Re: [abgetrennte Diskussion] Piraten und Gaming

Beitrag von Modgamers » Di 6. Aug 2013, 13:18

Jap... du hast unser Familienprogramm nicht gelesen. Genderanträge o.ä. existieren nicht. Die "Atomkraft-AGs" sind genau eine, die über kaum Mitglieder verfügt und zudem auch nicht die Parteimeinung wiedergibt.

Den "Kern" deines Vergleiches habe ich durchaus verstanden, nur ist dieser so unsagbar dämlich, dass ich nicht genau weiß wie ich dir sonst begegnen soll, außer dir zu sagen, wie unsagbar dämlich ein solcher Vergleich ist. Du hättest den selben Vergleich auch etwa mit den Freien Wählern, der ÖDP oder auch mit Die Patei machen können. Das du aber zur NPD gegriffen hast, spricht eigentlich Bände. Allein schon, dass du mir sagen willst, dass die NPD keine Menschen umbringen würde, sollte sie irgendwann mal in nennenswerter Anzahl in Parlamente einziehen ist so unfassbar dumm, dass ich mich jetzt erstmal übergeben gehen muss.

Guten Tag.

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