Links zur Presse Vol. 4

Falschdarstellungen und Vorurteile
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Patrik
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Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon Patrik » Mi 30. Apr 2014, 07:45

Fortsetzung von Links zur Presse #3
„What we became convinced of, is that Linux really is the future of gaming“ – Gabe Newell (Valve)

Rey Alp
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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon Rey Alp » Sa 3. Mai 2014, 12:00

In den News hing als Spam leider ein Link von Shane Fenton zur Taz fest, ich habe ihn erst jetzt entdeckt und freigeschaltet. Der Inhalt des Artikels ist teilweise haarsträubend:

Zu GTA z.B.: "Inzwischen gibt es auch Vergewaltigungen.". Auch würde DoD die Geschichte verkehren?

Der Link: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... fb79d2ff50

edit:

Es sind ganz wenige Wissenschaftler, die eine Gegenposition beziehen. Wir haben uns versammelt im Verein gegen Mediengewalt, er heißt mediengewalt.eu, es werden Analysen gemacht, Studien, Empfehlungen gegeben, und wir versuchen, das an die Öffentlichkeit zu bringen, besonders an interessierte Eltern und Lehrer. Wir verfassen natürlich regelmäßig Presseerklärungen informieren über neue Studien und so weiter, aber von den Medien wird unsere Arbeit weitgehend totgeschwiegen, was uns natürlich erheblich verbittert, denn wir bearbeiten diese Thematik als verantwortungsbewusste und unabhängige Medienwissenschaftler - ebenso, wie ich das auch an meinem Institut für Medienverantwortung tue. Wir sind quasi eine saubere Quelle, aus der auch Journalisten bei ihren Recherchen zum Thema schöpfen könnten.

Aber es geht inzwischen ja andersherum, Computerspiele haben den Status von einem Kulturgut erlangt, bekommen Preise, sind anerkannt und positiv in der Medienberichterstattung. Beispielsweise in der Zeitung des Deutschen Kulturrats, Politik & Kultur, da wird propagiert, dass man diese Medien doch endlich als Kulturgut anzuerkennen hat. Wer will sich gegen Kultur schon querlegen?! Und es gibt von politischen Stellen eine ganz hohe Anerkennung, ich will das mal an der Firma Crytek beispielhaft zeigen, ein deutscher Spielehersteller, die brachten den Ego-Shooter "Crysis" auf den Markt, das Spiel wurde prämiert mit dem Deutschen Computerpreis. Die Firma Crytek ist aber zufällig die, die mit der Bundeswehr kooperiert. Es finden sich auch immer Pädagogen, die sagen, dass solche Spiele gut für die Bildung sind, die Intelligenz und die Konzentration fördern und von den Eltern ohne Bedenken auf den Gabentisch gelegt werden können.

Es gibt eine Flut von Spielezeitschriften, sie vermitteln neben viel Werbung und Spieletechnik auch eine wichtige Botschaft für die Jugendlichen: Ihr seid die Digital Natives, ihr seid versiert, seid da hineingeboren, eure Eltern sind Digital Immigrants, haben keine Ahnung, sie verstehen euch nicht, können euch gar nicht verstehen! Also, lasst sie einfach reden und hört weg! Das bedeutet, es wird eine Spaltung betrieben zwischen Eltern, Pädagogen und Jugendlichen. Das kann man gut in den einschlägigen Foren sehen, in denen sich die Jugendlichen über diese Debatten austauschen und oft schreiben, dass sie sich stigmatisiert fühlen.

Ich will sie nicht stigmatisieren als potenzielle Gewalttäter. Diese Reduktion immer auf Amokläufe ist falsch. Aber unberührt bleibt der Konsument natürlich nicht von brutalen Spielgewohnheiten. Darüber habe ich auch neulich diskutiert mit Kollegen, dass nach Prügelattacken in U-Bahnen die Aufzeichnungen der Videokameras gezeigt haben, wie die Schläger viel öfter von oben herab getreten haben, also nicht von unten, wie man das ,normalerweise' machte, sondern von oben drauf, immer wieder. Und das entspricht genau den Bewegungsabläufen, die man aus diesen martialischen Spielen kennt und die womöglich vom Programmierer aus Digitalisierungsgründen so gestaltet wurden. Wir haben jedenfalls darüber diskutiert, ob sie die Vorstellung davon beeinflussen, wie man eine Schlägerei ausführt. Das ist etwas, das muss untersucht werden."

Wir bitten Frau Schiffer, uns etwas mehr über Computerspiele und Ego-Shooter-Spiele zu erzählen.

"Ja, also es gibt natürlich ein paar unterschiedliche Formen: Es gibt zum Beispiel die Endlosgames online, oft sind das solche Strategiespiele, die man zum Teil auch ohne Gewalt spielen kann. Entweder man zahlt eine monatliche Lizenzgebühr, oder sie sind sogar kostenlos und das ist besonders geschäftstüchtig: Bei den Free-to-play-Games sind die Spiele oft so programmiert, dass ihnen Frustrationsschleifen eingebaut sind, das heißt, der Spieler kommt nach einer Weile nicht weiter. Der volle Spielerfolg kann nur mithilfe von käuflich zu erwerbenden Items erreicht werden, das kann ein Schwert sein, ein Edelstein, eine Rüstung, ein Umhang, die dem Spieler bestimmte Fähigkeiten verleihen. Es nennt sich virtual goods, virtuelle Güter, die aber reales Geld kosten. Die kann man übers Handy buchen. Das fängt scheinbar harmlos an mit vielleicht 9,99 Euro, kann am Ende aber dann ganz schön teuer werden.

Ein Spiel wie "World of Warcraft" beispielsweise, mit mehr als einer Milliarde Dollar Jahresumsatz, das ist so ein Lizenzspiel, wo man online mit anderen beziehungsweise gegen andere Spieler in der ganzen Welt spielt - das ist übrigens auch ein Grund dafür, dass die Medienwucht so enorm zugenommen hat, durch dieses weltweite Vernetzen. Bis Level 20 jedenfalls kann man kostenlos spielen, danach muss man monatliche Nutzungsgebühren bezahlen. Hier ist das Problem: Wenn ich da nicht ständig präsent bin, dann verliere ich.

Und es gibt solche "GTA"-Spiele - das Kürzel für "Grand Theft Auto" - Spiele, die dann nur noch Gewalt um jeden Preis und als Selbstzweck zum Inhalt haben. Es gibt auch kein Ziel mehr, in dem Sinne, also wo man noch einen Schatz finden kann, wie in anderen Spielen, es gibt eigentlich auch nicht mehr Gut und Böse, kein Recht, kein Gesetz, sondern nur noch so eine Art permanenten Amoklauf beziehungsweise -fahrt, so als wäre man unter Drogen. Die erste Version hat Ende der 90er Jahre mal mit Autodiebstahl angefangen und Verfolgungsjagden, inzwischen ist man bei "GTA V" angekommen, und nun geht es einfach nur noch um Demütigung anderer, um Vernichtung, ums Überfahren, Erschießen, Erschlagen.

Inzwischen gibt es auch Vergewaltigungen. Es gibt Frauenfeindlichkeit, offenen Rassismus gegen Schwarze, Asiaten, Juden werden beispielsweise überfahren, in "GTA IV" war das so. In "GTA V" muss der Spieler auch foltern, um weiterzukommen, die Wahl der Folterwerkzeuge steht ihm frei. Das Spiel ist in Deutschland ungeschnitten und ab 18 Jahren freigegeben. Es bewegt sich in der Szenerie moderner nordamerikanischer Citys, downtown oder abseits, alles supercool und inzwischen in zahlreichen Kinderzimmern vorhanden." ("GTA V" erzielte im September 2013 bereits in den ersten drei Tagen nach Erscheinen einen Umsatz von mehr als 1 Milliarde US-Dollar, bei Entwicklungskosten von 250 Millionen Dollar. Anm. d. A.)

"Es gibt sogenannte WK-II-Spiele, von denen es eine wahre Schwemme gibt. Etliche Spiele betreiben totale Geschichtsklitterung, wie etwa der Online-Ego-Shooter "Day of Defeat", wo plötzlich die historischen Tatsachen ganz anders dargestellt werden, Deutschland wurde angegriffen und musste sich verteidigen, ein Kollege von mir sagt, das sei neofaschistisch, was sich da teilweise abspielt. Die Notwendigkeit der Verteidigung ist übrigens ein Grundmuster - passt voll in unsere heutige politische Realität, wir verteidigen "die Sicherheit Deutschlands am Hindukusch". Und darin sehe ich eine große Gefahr.

Ich bin der Meinung, es geht gar nicht so sehr um die Debatte, ob die Kinder zu Amokläufern werden, es geht um die Debatte, ob wir durch die Konditionierung durch die Spiele nicht unseren gesellschaftlichen Konsens aushebeln. Es werden Situationen kreiert, die suggerieren, wir, als "höherwertige Kultur", werden angegriffen, "unsere Heimat" ist in Gefahr, da gibt es nur noch Angriff als Verteidigung, der oder ich, Tod oder Leben. Diplomatie, Gespräche, friedliche Übereinkünfte sind passé.

Platte Gewaltverherrlichung

Es gibt auch Spiele, die wirken harmlos und gewaltfrei auf den ersten Blick, wie die Sims, da kann man einfach nur ein Häuschen aufbauen und es einrichten, eine Familie gründen, Freunde finden, ein Leben führen, aber dann … dann kommt der Moment, wo es auch hier eine militärische Komponente gibt, man stellt fest, die Dinge, die man sich alle leisten möchte, die kosten Geld. Man kann sie sich nur leisten, wenn Vater zum Militär geht. Das gehört zu den am besten bezahlten Berufen. Und so wird unentwegt etwas eingeübt, das wir als Gesellschaft gar nicht wollen. Also ist es wichtig, nach Alternativen zu suchen, es ist wichtig, dass Eltern und Pädagogen reagieren und sagen: Wir können das nicht gutheißen, diese platte Gewaltverherrlichung!

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon Pyri » Sa 3. Mai 2014, 18:06



Du könntest schon dazuschreiben, dass das ein Artikel über Sabine Schiffer ist. Und mit dem Kollegen kann sie gut und gerne auch Rudolf Weiß (!) allein meinen.
Denn dann hätte ich mir das Lesen gleich ersparen können - doch mir scheint hier immer wieder von Null angefangen werden zu brauchen. Aber Frau Schiffer ist keine Neugikeit und das festzustellen kein Vorurteil. Im Gegenteil -
Zu kritisieren wäre dabei etwa nicht was im "Institut für Medienverantwortung" gedacht wird, denn deren einseitiges Denken - wo es höchstens "gute" Ausnahmen wie "Papers Please" gibt - ist ohnehin längst bekannt, und wobei mich höchstens interessiert was jeweilig daraus gemacht wird, sondern dass die Taz ihr eine Plattform bietet (!).
Nur müsste dafür über einen Hinweis auf "Falschdarstellungen" auch hinaus gegangen werden und endlich mal Stellung bezogen. Und das ist etwa auch in Zusammenhang mit ganz anderen Dingen, wie ihrem negativen Bezug zum Staat Israel http://www.artneuland.com/article.asp?aid=63 , ihre Nähe zum Regime im Iran, worüber sie Andersdenkende dann schonmal mit Verfolgung bedroht http://jennifernathalie.blogspot.co.at/ ... lling.html usw. relevant. Oder im Rahmen dieser Unterstellung der Systematik einer Angst, welche bei ihr Gang und Gäbe zu sein scheint. Nur ihre eigene, etwa diese "Medienkritik", bleibt dabei gänzlich außen vor: http://web.apb-tutzing.de/apb/cms/uploa ... logien.pdf
Was wohl auch damit zusammenhängt, dass ihre diversen Kreuzzüge etablierte Figuren wie Wolfgang Benz völlig unkritisch unterstützen - wahrscheinlich weil sie selbst mit diskriminierenden Vorbehalten belastet sind. Kurzum: wieso soll Objektivität vorgegeben werden, wenn es ganz eindeutig längst keine mehr gibt?
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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon marcymarc » So 4. Mai 2014, 11:31

Not only in Deutscheland http://www.mirror.co.uk/news/uk-news/an ... ed-3476542

http://www.dailymail.co.uk/news/article ... games.html

Von allen Sachen die bei den Mitmenschen des Schülers Alarmglocken hätten klingeln lassen sollen, schafft es wieder nur eine in die Schlagzeile. Und das ist nicht das auffälligste Symptom für soziopathie.

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon Rey Alp » Mi 7. Mai 2014, 14:15

Neues Wolfenstein mit Regio-Lock:
- http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=7272

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon buzzti » Fr 9. Mai 2014, 23:45

Rey Alp hat geschrieben:Neues Wolfenstein mit Regio-Lock:
- http://www.schnittberichte.com/news.php?ID=7272


Dazu interessanter Ausschnitt aus einem Reddit AMA:

"Dragor" asked: "What do you think about the alternate Version of your game for germany? Since its not the thrid reich attacking the world, does it take away anything from the story? And how do you think about games being one of the few forms of media, where its not allowed to show any swastikas and other third reich related stuff?"

Jens from MachineGames (creative director): "We will celebrate at MachineGames the day the passionate German gamers convince their government of the obvious fact that games are indeed an art form."

http://de.reddit.com/r/IAmA/comments/25 ... ector_for/

"AetherMCloud" asked: "Why do you censor the game in Austria when the swastika is only forbidden in Germany?"

Jens from MachineGames (creative director): "I honestly don't know the details of that. I could come up with a few hypotheses, but I'd prefer not to speculate. Sorry, wish I could answer that for you :("

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon amegas » So 11. Mai 2014, 11:17

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/20032766
"Die Nachfrage nach Videogame-Kursen für Eltern steigt. Dort lernen sie Zombies zu töten und Banken zu überfallen. Diese Welt ihrer Kinder kennenzulernen, ist laut Experten wichtig."

http://www.20min.ch/schweiz/news/story/28864526
"Immer mehr Eltern wollen lernen, wie man Killergames spielt. Laut Studien ist dies für die Erziehung der Kinder wichtig. Game-Experte Marc Bodmer erkärt, wieso."


http://www.srf.ch/player/tv/schweiz-akt ... c33de103f4
"Eltern spielen Killergames"
... Ist in Schweizerdeutsch

http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/ ... y/17170754
"Sie hätten die Auflösung der Vereinigung bereits letzten Sommer bekannt gegeben, sagen sowohl Mitbegründer Roland Näf als auch Präsidentin und Grossrätin Ursula E. Brunner (SP) unisono. Bloss gemerkt habe es keiner. Und dies ist vielleicht bezeichnend für das Anliegen der verblichenen Organisation. «Die Gewalt in Computergames wird von der Gesellschaft offenbar akzeptiert», sagt Näf auf Anfrage. Leider sei es nicht gelungen, Leute zur Mitarbeit im Vorstand zu motivieren. "

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon amegas » So 11. Mai 2014, 11:38

http://programm.tagesschau24.de/tv/Du-s ... 65716?day=
"Du sollst nicht töten - Das 5. Gebot und die PC-Killerspiele"
"16 Thema: Gaming-Industrie
Sonntag, 11.05.2014 ǀ 21:30 - 22:00 Uhr (30 Min.)
"
"In seiner Freizeit bekämpft der gelernte Straßenbauer arabische Freischärler und chinesische Invasionstruppen. Andreas und Benjamin spielen Battlefield 2 - ein so genanntes Killerspiel. Das biblische Gebot 'Du sollst nicht töten' gilt auf dem virtuellen Schlachtfeld nicht. Nur wer schnell schießt und genau zielt, kann gewinnen.
Deutschlandweit 'zocken' Millionen von Spielern - mehrheitlich junge Männer - täglich viele Stunden und trainieren ihre virtuelle Fähigkeit zu töten."

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon Rey Alp » So 11. Mai 2014, 13:19

Ist ja ein ganzer Themenabend:

20:15 - Spielen, spielen, spielen ... Wenn der Computer süchtig macht
21:02 - Ulrich Timm im Gespräch mit Achim Quinke, Gaming-Experte und Geschäftsführer Quinke-Networks
22:00 - Du sollst nicht töten - Das 5. Gebot und die PC-Killerspiele

Zumindest die beiden Beiträge sind sehr alte Widerholungen aus 2008.

Den Sicht-Beitrag gibt es auch in der Mediathek, einer der Verantwortlichen ist - Name kam mir auch bekannt vor - die Propagandaansagerin:
- http://www.ardmediathek.de/das-erste/re ... d=15227556

Zum 2. Beitrag wuden offenbar leider alle Videos aus Diensten und Mediathek gelöscht: Feedback gibt es bei GameStar-Kommentaren und hier - offenbar sind die Videopsielszenen schlampig gestellt. Ich meine mich auch zu erineern das Teil gesehen zu habe: Ich kann mit "Angelsport" nichts anfangen und sehe das auch als Tierquälerei an, wenn man die Viecher zurückschmeisst.

Auch wenn die 2. Sendung für Anglerfreunde ein nicht so schlechtes Bild von Gamern zeichnen soll, finde ich die Formulierungen in der Programmvorschau schon grenzwertig. ist es allen ernstes eine ernsthafte Frage, ob Nutzer von Videospielen "friedlich" und "sozial" handeln können?

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Re: Links zur Presse Vol. 4

Beitragvon Pyri » So 11. Mai 2014, 17:58

amegas hat geschrieben:http://www.derbund.ch/bern/nachrichten/Der-Kampf-gegen-Killergames-ist-zu-Ende/story/17170754
"Sie hätten die Auflösung der Vereinigung bereits letzten Sommer bekannt gegeben, sagen sowohl Mitbegründer Roland Näf als auch Präsidentin und Grossrätin Ursula E. Brunner (SP) unisono. Bloss gemerkt habe es keiner. Und dies ist vielleicht bezeichnend für das Anliegen der verblichenen Organisation. «Die Gewalt in Computergames wird von der Gesellschaft offenbar akzeptiert», sagt Näf auf Anfrage. Leider sei es nicht gelungen, Leute zur Mitarbeit im Vorstand zu motivieren. "

Ich glaub da haben ganz andere Faktoren eine Rolle gespielt. Die haben sich weit eher selbst demontiert.
Von einer "Grossrätin Ursula E. Brunner" habe ich dort (Nachtrag: als Präsidentin) etwa noch nie etwas gehört. Da waren ganz andere Namen dabei. Zum Beispiel gab es auch eine personelle Allianz mit der Blocherpartei SVP, da wurde dann gemeinsam Stimmung gegen "Gewalt in Computergames" gemacht, aber dieselben Personen "motierten" gleichzeitig auch gegen eine Verschärfung des Waffenrechts. Nachzulesen etwa in verschiedenen Artikeln bei http://www.currentconcerns.ch Etwa mit Sätzen wie: "Solange die Nachbarländer aufrüsten und Kriege führen,
darf sich die Schweiz nicht entwaffnen lassen" http://www.zeit-fragen.ch/index.php?id=102
Und das geht ja im Gedenkjahr heuer auch noch weiter. Stichwort rüstiger Entsetzter. Die sind sich nicht einmal zu schade selbst das zu missbrauchen. Heinrich Frei: "Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und die Herzen, vor dem Ersten Weltkrieg und heute?" http://ifor-mir.ch/wie-kommt-der-krieg- ... und-heute/ Und die "Friedensbewegung" macht da eben noch immer mit, sowie hetzt das Boulevard wie 20min - siehe oben - munter weiter, mit teils absurden Konstruktionen welche von der eigentlich anderen Seite noch kontraproduktiv verstärkt werden.
Das "Killerspielverbot" war in der Schweiz dereinst einmal längst beschlossene Sache. Aber ein paar Jahre später löst sich derselbe Verein dennoch auf, welcher das am meisten forciert hat. Das "Verbot" wurde nie umgesetzt. Und das verstehe wer will - also das haben sich die etablierte Schweizer Politik und deren undurchsichtige Entscheidungsprozesse, mehr noch wiederum ihre Umsetzungen und (letztlich nicht erfolgten) Ausarbeitungen selbst zuzuschreiben. Denn das Gewaltdarstellungsverbot im Film gibt es ja weiterhin - und wie das gehandhabt wird ist für Außenstehende wie mich unklarer denn je, so habe ich seit den Agitationen um ein Aufführungsverbot für den letzten Pasolinis vor nunmehr auch fast zehn Jahren selbst davon nichts mehr gehört -
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