Links zur Presse (Stigma) #7

Falschdarstellungen und Vorurteile
amegas
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon amegas » Mo 20. Aug 2018, 16:04

http://m.spiegel.de/panorama/justiz/bad ... 24042.html

„Zugunglück in Bad Aibling

Fahrdienstleiter vorzeitig aus Haft entlassen“

„Der Mann hatte gestanden, bis kurz vor dem Zusammenstoß das Fantasy-Rollenspiel "Dungeon Hunter 5" auf seinem Handy gespielt zu haben - obwohl die Deutsche Bahn Fahrdienstleitern die private Nutzung von Smartphones im Dienst verbietet.“

Der Mann war durch das Handy abgelenkt, durch welche App ist doch egal.

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marcymarc
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Re: RE: Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon marcymarc » Mo 20. Aug 2018, 16:12

Jupp, aber Spielebashing verkauft sich besser.


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Re: RE: Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon Pyri » Di 21. Aug 2018, 17:58

Die DGB-Position hat es sogar bis hierher nach Österreich geschafft: https://futurezone.at/games/gewerkschaf ... /400094150 (österreichisches Golem): '(…) die Computerbranche davor gewarnt, in ihren Spielen den NS-Terror zu verharmlosen. (…) Buntenbach schreibt dazu weiter: „Die klammheimlich herbeigeführte Änderung (…) ohne Befassung der Parlamente und gesellschaftlichen Gruppen, darf nicht hingenommen werden. (...) Eine so weitreichende Änderung (…) kann und darf nicht ohne Befassung des Bundestags erfolgen.“' Diese absurde Behauptung mit dem Parlament wird da leider auch einfach stehen gelassen - seufz.

marcymarc hat geschrieben:Sie hat in ihrer Funktion als Vorstandsmitglied des DGB 'gewarnt'. Was der Gewerkschaftsbund da für Aktien hat, ist mir auch nicht ganz klar - (...)


Im Unterschied zu den Kirchen sind die Gewerkschaften in Deutschland zumindest bei den Freiwilligen Selbstkontrollen nicht (oder nur schlecht) eingebunden. Siehe etwa hier http://www.usk.de/die-usk/grundsaetze/d ... t-der-usk/ Mit https://rundfunk.evangelisch.de/persone ... en-kucharz
Deshalb, aber auch aufgrund ihrer grundsätzlich oppositionellen Haltung zu (vermeintlichen) Wirtschaftsinteressen, dürften im Diskurs die Gewerkschaften (oder gewerkschaftsnahe Verbände) seit jeher besonders laut gewesen sein - etwa die Polizeigewerkschaft bei den "Killerspielen" früher. Das ist hier in Österreich nicht anders gewesen: so war die Arbeiterkammer Mitte der Neunziger eine der ersten, die in einer Broschüre vor Computerspielen warnte (in Ermangelung einer Behörde wie der BPjM).


Es sollte vermittelt werden, dass die Sozialadäquanz in erster Linie sowieso nur eher weniger kommerziell orientierte Serious Games betreffen wird. Genauso wie die Problematik um ausländische Spiele, wie Titel aus anderen EU-Ländern, welche ich hier wieder mal angesprochen habe viewtopic.php?f=81&t=2142&p=18639#p18639
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon Rigolax » Do 23. Aug 2018, 12:31

"Die Familienministerin kritisiert die Altersfreigabe [von Through the Darkest of Times]."

Giffey: "Mit Hakenkreuzen spielt man nicht. Gerade in Deutschland müssen wir uns auch heute unserer besonderen historischen Verantwortung immer bewusst sein.“

"[Elisabeth Winkelmeier-Becker] halte Computerspiele für ungeeignet, sich 'angemessen mit dem historischen Unrecht des Nationalsozialismus' auseinanderzusetzen."

https://www.waz.de/politik/giffey-kriti ... 52539.html

Jetzt wird's schon langsam spannend.

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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon Pyri » Do 23. Aug 2018, 16:47

Auch von Marlene Mortler gibt es, anläßlich der Gamescom, News: https://www.drogenbeauftragte.de/presse ... gehen.html
Sowie zur Unterhaltung: https://www.youtube.com/watch?v=dwHegUc-aHA Wer es schon kennen sollte (ist von 2015) bitte ich zu entschuldigen, aber es ist auch gar nicht so off-topic: gleich zum Einstieg assoziiert sie Online-Spielsucht etwa mit Crystal Meth (habs mehrmals angesehen, glaub ich kein Zusammenschnitt).
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon marcymarc » Do 23. Aug 2018, 17:48


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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon Rigolax » Sa 25. Aug 2018, 00:12

Zur Ergänzung auch hier, aus Fairnessgründen:

Die Bundesfamilienministerin sagt, sie sei verkürzt zitiert worden.

https://twitter.com/paintbucket_de/stat ... 3635249152 (siehe auch das Mega-Symbolbild mit USK, BPjM, BMFSFJ, game und dem Entwickler)

Hier noch auf Facebook ein Statement von ihr:
https://m.facebook.com/franziska.giffey ... 2818999922

Sie lehnt NS-Symbole in Spielen grundsätzlich ab. Ausnahmen wären okay wie bei Schindlers Liste.

Die zuständigen Journalisten wehren sich übrigens gegen Anschuldigungen:

https://twitter.com/jamoe/status/1032639415758344192
https://twitter.com/DZinkler/status/1032717648465936387

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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon TheRealBlack » Sa 25. Aug 2018, 21:59

https://www.youtube.com/watch?v=fRCqx1JJ_2Y

Hat dies bereits Wellen zu uns geschlagen? (#GamerGate)
Ein Autor "Filip Miucin" hat sehr viele Plagiate gemacht in einigen Videos anscheinend ganze Reviews übernommen.
Außerdem wird sich anscheinend in bestimmten Kreisen beschwert, dass "GamerGate" sich darüber nicht genug aufregt.

Original Autor:
https://www.youtube.com/watch?time_cont ... KF6xnvaCsE
Ein Artikel dazu:
https://variety.com/2018/gaming/news/ig ... 202906110/

Mit dem was aktuell alles so im englischen sprachraum vorgeht wundert es mich nicht, dass sowas vorkommt.
Wie sieht man hier im Forum die Themen SJW und "get woke got broke", mit Battelfield V Vorbestellungen sind eingebochen da einer der Produzenten die Fans aufgefordert hat "wenn euch es nicht passt, dass wir nicht historisch korrekt in einen ernsten WW2 Spiel sind dann kauft es nicht!". Anscheinend haben die Leute es gehört und sie kauften es nicht. Andere Beispiele siehe Star Wars und ST:D im Filmbereich.

https://www.pcgamesn.com/battlefield-5/ ... rder-sales

Es sieht aus als würden im Moment überall Idioten in Firmen an die Steuerknüppel kommen welche sich zu einer kleinen, aber überlauten, Minderheit (SJW) hingezogen fühlen, was aber die Mehrheit der Leute (Fans\Gamers) abstößt. Wie oft muss ein Titel schief gehen bevor ein schaden zu groß ist? Wie viel Vertrauen zerstören Autoren (und Produzenten) welche offen die Fans und Gamer angreifen und ihnen die Schuld geben, dass ihr Spiel\Film sich nicht verkauft.
Happy Coding.

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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon Pyri » So 26. Aug 2018, 03:04

Rigolax hat geschrieben:Die zuständigen Journalisten wehren sich übrigens gegen Anschuldigungen:

https://twitter.com/jamoe/status/1032639415758344192
https://twitter.com/DZinkler/status/1032717648465936387


Na ja, wenigstens ein Journalist wehrt sich. Oder?
Einer derer welchen die Ministerin indirekt ausgerichtet hat, sie bloß "verkürzt" wiedergegeben zu haben. Und wer das geglaubt hat, dem ist meiner Meinung nach sowieso nicht mehr zu helfen...
Aber ich hätte nicht einmal einem Journalisten das zugetraut und bin deshalb höchst positiv überrascht: sehr erfreulich - bessert meine Meinung über die Zunft wieder um eine Nuance.

Auf mich wirkt dieser Friedrich (einer der Devs) jedenfalls absolut nicht integer, um nicht zu sagen verantwortungslos: alles was mit diesem Titel diesbezüglich zusammenhängt immer mehr wie ein abgekartetes Spiel - erst wird diese Veranstaltung mit dem Kulturrat durchgezogen, entsprechend moderiert, dann funkt die Ministerin dazwischen, und schließlich wird dieses Bild veröffentlicht, wo die Ministerin neugierig auf den Bildschirm blickt - mit allen "Verantwortlichen" in der versammelten Runde daneben. Während die Ministerin ihre Ressentiments behalten darf bleiben ansonsten nur Beteuerungen und Gelöbnisse übrig, doch immer nur in ihrem Sinn gehandelt zu haben - was auch sonst...
Und das alles (fast) in der Messewoche, während vorher mit den OLJB noch die "rechtliche" Sache geregelt wurde. Österreichisch formuliert: na no na ned.

Denn im Grunde ist es doch so, da sollte sich nun wirklich niemand etwas vormachen: dieses Spiel hätte auch ein Ministerium selbst herausgeben können (genau wie damals "Dunkle Schatten"!). Ähnlich wie beim "Bundesfighter" ansonsten auch die öffentlich-rechtliche "Kritik" an der AfD betroffen gewesen wäre, regelrecht absurd anzunehmen war, dass dieses öffentlich-rechtliche Werbespiel auch nur in irgendeiner Form dauerhaft angegriffen worden wäre - allein schon wegen der Pressefreiheit. Von Wolfgang Menge und Co. weiß ich, dass auch Fiktion dort traditionell als Journalismus gelten kann - und nicht etwa als Kunst.
Ich ärgere mich zwar noch immer, dass so ein Spieleprojekt keine Hilfe einer deutschsprachigen Uni zusammenbringt (zumal es mittlerweile auch eine VR-App mit Spielgrafik vom Anne-Frank-Haus gibt, die nur nicht als "Spiel" vermarktet wird), aber dafür machen es dann halt so hippe Startups - mit entsprechender Unterstützung. Und das ist dann halt auch wieder schon so eine fragwürdige Form des Neoliberalismus, dieses Outsourcing von Erinnerungsarbeit (die Privatisierung staatlichen Gedächtnisses).
Eigentlich kann ich das nur perfide und höchst unanständig finden.

Da (auch nur ansatzweise) so zu tun als hätte da jemand etwa ein mutiges Spiel in einer "schwierigen" Situation gemacht ist einfach nur peinlich - um nicht Max Liebermann zu zitieren.


TheRealBlack hat geschrieben:https://www.youtube.com/watch?v=fRCqx1JJ_2Y

Hat dies bereits Wellen zu uns geschlagen? (#GamerGate)
Ein Autor "Filip Miucin" hat sehr viele Plagiate gemacht (…) dass "GamerGate" sich darüber nicht genug aufregt. (…) mit Battelfield V Vorbestellungen sind eingebochen da einer der Produzenten die Fans aufgefordert hat "wenn euch es nicht passt, dass wir nicht historisch korrekt in einen ernsten WW2 Spiel sind dann kauft es nicht!". Anscheinend haben die Leute es gehört und sie kauften es nicht. Andere Beispiele siehe Star Wars und ST:D im Filmbereich.

https://www.pcgamesn.com/battlefield-5/ ... rder-sales

Es sieht aus als würden im Moment überall Idioten in Firmen an die Steuerknüppel kommen welche sich zu einer kleinen, aber überlauten, Minderheit (SJW) hingezogen fühlen, was aber die Mehrheit der Leute (Fans\Gamers) abstößt. Wie oft muss ein Titel schief gehen bevor ein schaden zu groß ist? Wie viel Vertrauen zerstören Autoren (und Produzenten) welche offen die Fans und Gamer angreifen und ihnen die Schuld geben, dass ihr Spiel\Film sich nicht verkauft.



Erstens ist das hier glaub ich politisch nicht erwünscht, und zweitens, wenn schon Jason Schreier höchstpersönlich gegen den Typen vorgeht, ist das eher eine IGN-interne Angelegenheit: IGN gilt sowieso nicht als seriöse Games-Postille und agiert für "SJW" viel zu "unkritisch".
Drittens wäre dieses Zitat eines EA-Produzenten etwas ganz was Neues - da musst Du fast etwas falsch verstanden haben: ich weiß nur, dass Patrick Söderlund alle die etwas gegen die Darstellung hätten gleich als "ungebildet" beschimpft hatte, bevor er seinerseits dem Konzern den Rücken kehrte.
Ansonsten sei wohl alles korrekt, selbst die Frauen auf der nur leicht verfremdeten Wehrmacht-Seite, und Wissen ist bekanntlich Macht.
Dennoch hat am Montag in Köln der Onkel der AMD-Chefin, der zufällig Boss ihres nach Intel zweitgrößten Konkurrenten Nvidia ist, verlautbart, EA sei im Geschäft der "Zeitreise": das hat selbst einen Ungebildeten und Unbelehrbaren wie mich zum Nachdenken gebracht. Offenbar hat man sich das so vorzustellen, dass Electronic Arts die Identitäten der Gegenwart in ihrem Battlefield-Multiplayer einfach auf "Zeitreise" schicken will. So gerecht repräsentieren.
Und ich fürchte auf genau solche Geschichten wird man sich auch in Hinkunft noch vorbereiten dürfen (von der Steinzeit bis zum Mittelalter), erst einstellen müssen - da war die bisherige politische Entwicklung mit ihrem Verzicht auf Pin-ups und sexualisierter Werbung noch gar nichts: den Tag an dem da jemand irgendwen Unbelehrbaren die Schuld gibt, wenn etwas wider Erwarten doch kein kommerzieller Erfolg wurde, werde ich aber vermutlich nicht mehr erleben dürfen - denn das käme ja einem Schuldeingeständnis der Produzenten gleich und würde dem "Mythus" der Verbreiterung, der gebetsmühlenartig wiederholt wird, widersprechen.
Wo hast Du das wieder her? Die "Gamer" von einst existieren in dieser Öffentlichkeit und politischen Situation doch sowieso längst nicht mehr.
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Re: Links zur Presse (Stigma) #7

Beitragvon amegas » So 26. Aug 2018, 22:23

http://m.spiegel.de/panorama/florida-ma ... 25035.html

„In einem Einkaufs- und Vergnügungszentrum in Florida sind nach Angaben der Polizei mehrere Menschen durch Schüsse getötet worden. Die Schüsse sollen bei der Videospiel-Veranstaltung "Madden 19 Online Game" gefallen sein - einem Turnier für E-Sportspiele.“


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