Seite 3 von 4

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Do 30. Apr 2020, 17:00
von Vicarocha
Jop, basierend auf meiner finalen Fassung, die ich der bpb vorgelegt hatte, sogar mit dem Wunsch, noch 2500 Zeichen mehr reinzupacken (dafür aber die Fußnoten extrem zu kürzen). Dem bin ich nachgekommen.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Do 30. Apr 2020, 17:18
von marcymarc
Leider sind die Ausgaben nicht einzeln, sonder nur im Abo erhältlich. Unsere Uni hat den JMS auch abbestellt. Schade hätte den Artikel in seiner Gänze gelesen.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Sa 2. Mai 2020, 16:17
von Vicarocha
Einige Artikel sind ja kostenlos zugänglich... schauen wir mal.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Di 5. Mai 2020, 12:33
von Rigolax
Zumindest im privaten Rahmen bzw. vielleicht sogar auf dezidierte Nachfrage wirste den Artikel vermutlich auch an Einzelpersonen zur privaten Fortbildung weiterleiten dürfen. Kannst den Verlag ja sonst fragen, die werden damit vermutlich kein Problem haben.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Sa 23. Mai 2020, 21:20
von Rey Alp
Auch von mir Glückwunsch!

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: So 24. Mai 2020, 21:51
von Vicarocha
Merci! Sind ja aber nur 5 Seiten (eine davon fast ausschl. Literaturangaben und ein paar Anmerkungen) und inhaltlich wird das für euch nicht viel Neues bieten (außer im Detail evtl.).

Mal schauen, der Autausch mit dem Chefredakteur ist äußerst fruchtbar - so habe ich mir das auch vorgestellt.
Vielleicht ist da auch in Zukunft was drin, wozu ich was schreiben kann (wenn ich denn Zeit habe)... ein paar Ideen hätte ich schon (z.B. zur Vehältnismäßigkeit von Indizierungen, der vmtl. Windwechsel bei Indizierungen/Beschlagnahmen etc.).

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Mo 25. Mai 2020, 14:44
von Rigolax
Kam eigentlich was von Seiten der BPJMAKTUELL?

Bezüglich Ideen: Also mich "nervt" mittlerweile ja weniger der Komplex Indizierung oder Beschlagnahme nach § 131 StGB, sondern die tendenziell symbolische, doch wohl kaum entwicklungswissenschaftlich begründbare, noch inhaltlich arbiträrere Unterscheidung zwischen der 16er und 18er Altershöchstfreigabe. In diversen anderen EU-Ländern wie in Österreich oder den Niederlanden gibt's im (rechtlich verbindlichen) Kinobereich ja auch nur (noch) die 16er-Höchstfreigabe. Guns Akimbo mit Daniel Radcliffe wird in DE voraussichtlich auch mal wieder nur auf 16er geschnitten im Kino laufen, ähnlich war's ja bei The Last Stand mit Schwarzenegger. Mit dem faktischen Rückgang an Indizierungen sind die 18er-Ratings in ihrer Ächtungswirkung auch relativ gestiegen, relevanter geworden. Anders als bei der Abschaffung von Indizierungnen und § 131 StGB ist eine Einigung auf maximal ab 16 imho vielleicht sogar eher konsensfähig, also politisch machbar. Interessanter Weise, wusste ich bis vor Kurzem nicht, war die FSK-Höchsteinstufung in den ersten ca. 10 Jahren auch schon "ab 16"; ggf. waren damit aber auch mehr Einstufungsverweigerungen verbunden, was natürlich nicht Sinn der Sache sein soll.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 13:28
von Vicarocha
@ Rigolax:

Schau dir mal Kapitel 12 (f.) meiner Diss. zu dem Thema an. ;-)

Ja, die BPJMAKTUELL hatte sich noch vor der JMS-Report gemeldet, mit der Aussage, dass sich jede Ausgabe einem übergeordneten Schwerpunktthema aus dem Bereich des Jugendmedienschutz widme und die kommenden Ausgaben thematisch bereits verplant seien, ohne dass die Themenkreise Wirkungsforschung/Computer- und Videospiele nach derzeitigem Planungsstand behandelt würden. Man wollte mich aber als möglichen Autor im Hinterkopf behalten.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 14:26
von Rigolax
ja, den Abschnitt deiner Doktorarbeit kenn ich durchaus, ich hab deine Diss ehrlich gesagt schon sattsam quergelesen. ;) Ich bin jetzt nicht Fan davon, dieselben Texte immer wieder zu lesen, sonst wäre ich vielleicht auch bibeltreuer Christ oder überzeugter Marxist, was weiß ich...

IIRC gehst du aber nicht wirklich im Detail auf eine etwaige 16er-Maximalfreigabe ein. Ich frag mich ja z. B., ob man das medienwirkungswissenschaftlich überzeugend genug argumentieren kann; da es in anderen Ländern Realität ist, kann es imho wohl zumindest nicht sehr abwegig sein.

Im Fazit, ganz am Ende, meinst du ja iirc auch, dass man für einen effektiven Kinderschutz über eine 14er-Maximaleinstufung nachdenken könnte.

Re: bpb-Artikel zur Computerspielgewaltwirkungsforschung

Verfasst: Di 2. Jun 2020, 18:37
von Vicarocha
Im Fazit, ganz am Ende, meinst du ja iirc auch, dass man für einen effektiven Kinderschutz über eine 14er-Maximaleinstufung nachdenken könnte.
Öhm... tu ich das?! ^^
IIRC merke ich lediglich an, dass im Schnitt 12-jährige die gleichen kognitiven Rezeptionsfähigkeiten haben, wie Erwachsene (auch wenn ich da mittlerweile als Lehrer stark dran zweifle, aber um mein diesbzgl. Bild von Erwachsenen ist es da ja auch nicht gut bestellt...) - Unterschiede erklären sich da lediglich durch unterschiedliche Erfahrungshorizonte, die natürlich hochrelevant sind (alleine schon um Referenzialitäten horizontaler und vertikaler Natur - s. J. Fiske - identifizieren und produktiv rezipieren zu können), wenngleich nicht so (also weder qualitativ noch kategoriell), wie es im Gefährdungsdiskurs hierzulande dargestellt wird.

Der Unterschied zweischen 16- und 18-jährigen bei der Medienrezeption ist aber nur ein artifizieller, Entwicklungspsychologisch lässt sich eine Ungleichbehandlung bei der Medienrezeption da nicht begründen, "medienwirkungswissenschaftlich" sollte ohnehin niemand versuchen etwas zu begründen. ;-)