Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Falschdarstellungen und Vorurteile
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Patrik
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Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Patrik »

Wegen der starken Nachfrage: Eine erste Vorabversion unserer Stellungnahme (geplant als Pressemitteilung für morgen) zu den neuesten Veröffentlichungen des AAW. Achtung: Die Aussagen sind nicht final, es können noch Fehler vorhanden sein und die Zitate sind noch nicht bestätigt.

Kommentare und Verbesserungsvorschläge sind nichtsdestotrotz natürlich und besonders erwünscht.
AAW weist Gesprächsangebot ab

Das Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden hat auf den offenen Brief von VDVC und Pirate Gaming reagiert. An einem sachlichen Dialog scheint es nicht interessiert. Zuvor hatten die Gamerorganisationen zur Abkehr von verletzenden Kampfbegriffen aufgerufen und eine vorurteilsfreie Diskussion angemahnt. Sie hatten betont, dass First-Person-Shooter entgegen vielfacher Behauptung nicht dem Trainingsprogramm einer Armee entspringen und dass oftmals angeprangerte Spiele keine Simulationen darstellen.

In einer ersten Stellungnahme wirft Hardy Schober, der Vorsitzende des Winnendener Bündnisses, den Gamern Undifferenziertheit vor, man „habe sich nie für ein generelles Verbot von Computerspielen starkgemacht, lediglich gegen die realitätsnahe Simulation der Tötung von Menschen. Das virtuelle Abschlachten von Menschen oder Trainingsmethoden, die auch von US-Militär zur Herabsetzung der Hemmschwelle eingesetzt würden, hätten nichts mit dem Begriff Spiel zu tun.“ Zur Unterstreichung der eigenen Position lässt das Bündnis Werner Hopf vom Verein Mediengewalt zu Wort kommen, dieser sagt: „Ein Hobby das virtuelles Töten und andere Verbrechen zum Zeitvertreib macht, ist kein Hobby oder Spiel“. Er behauptet, es sei nicht möglich, Realität von Virtualität zu unterscheiden, und wirft den Gamern vor, Ergebnisse der Wirkungsforschung zu ignorieren.

Dass es eine Vielzahl an Studien gibt, welche Zweifel an einem Zusammenhang zwischen gewaltdarstellenden Medien und realer Gewalt aufkommen lassen, lässt er dabei außer Acht. So regen laut eine Studie von Neurowissenschaftlern der der Universität Bremen Bilder von virtueller Gewalt einen Teil des Großhirns an - reale Gewaltszenen dagegen werden im limbischen System verarbeitet. Letzteres gilt als Sitz emotionaler Verarbeitungsprozesse. Der amerikanische Psychologe Ferguson stellte unlängst sogar fest, dass „gewalthaltige Spiele helfen können, Stress zu reduzieren und Menschen weniger deprimiert oder weniger feindselig zu machen.“ Das Bündnis, das sich für ein generelles Verbot von First-Person-Shootern einsetzt, ignoriert somit die Argumente der Gamer demonstrativ.

„Die Darstellung von Inhalten bedeutet noch lange keine Simulation. Wer Counter-Strike als Tötungssimulation bezeichnet, muss Carrerabahnen für Fahrsimulatoren halten“, unterstreicht VDVC-Aufsichtsratsmitglied Norman Schlorke.

Rudolf H. Weiß, der ebenfalls auf der Webseite des AAW zu Wort kommt, geht noch einen Schritt weiter und wirft den Computerspielern Realitätsverlust vor. Er behauptet, Erwachsene seien von den geforderten Verboten, die sich vor allem gegen nur für Erwachsene freigegebene Titel richten, nicht betroffen. Schon Schober hatte in seiner ersten Reaktion gesagt, man solle „sich erst einmal mit den Forderungen des Aktionsbündnisses differenziert auseinander (…) setzen.“ Dass durch die stattgefundene Hexenjagd bereits Veranstaltungen für Erwachsene abgesagt wurden und im Fall der internationalen Fassung von Modern Warefare 2 mittlerweile sogar verhindert wird, dass bereits gekaufte Spiele installiert werden, wird dabei außer Acht gelassen. Hopf unterstellt sogar, mündige Bürger müssten sich für Verbote stark machen. Argumente, die besagen, dass Prohibition eben keinen Schutz – insbesondere nicht von Jugendlichen – bedeutet, bleiben unberücksichtigt. Selbst wenn Kinder das eigentliche Ziel von Verboten sind, so treffen diese fast ausschließlich Erwachsene.

Obwohl Generalverdacht und Stigmatisierung in allen vom AAW veröffentlichten Reaktionen zumindest dem Wortlaut nach abgelehnt wurden, verwendet Weiß 277 Worte seines 369 Worte langen Textes, um die Verfasser des offenen Briefes und andere Gamer in eine Ecke mit Süchtigen zu stellen. Er spricht weiter von „unbeschreiblichen verbalen Aggressionen (…) bis hin zu versteckten Morddrohungen“. Hopf schlägt in die selbe Kerbe und unterstellt neben Morddrohungen auch eine allgemeine Blutrünstigkeit. Der VDVC jedoch hat sich immer gegen Gewalt bekannt und diese klar von Gewaltdarstellung unterschieden. Dieser Position betont auch der VDVC-Vorsitzende Patrik Schönfeldt:

„Wir distanzieren uns entschieden von Beleidigungen, Drohungen und jeglicher Form von realer Gewalt. Es ist bedauerlich, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich provozieren lassen. Gerade bei respektlosen Anschuldigungen sollten man seine eigene Würde durch besonnenes Handeln herausstellen.“

Lediglich der Vorwurf, dass das Thema Sucht im Schreiben des VDVC nicht aufgegriffen wurde, ist zutreffend. Allerdings spielt dieses Thema in den formulierten Forderungen das AAW bisher keine Rolle, hatte also keinen Bezug zur Diskussion – diese befasste sich ausschließlich mit dem Umgang mit Gewaltdarstellung. Selbstverständlich aber hat sich der VDVC aber bereits mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt: Da wissenschaftliche Kreise nur sehr zurückhaltend von Sucht sprechen und feststellen, dass sich von der reinen Nutzungsdauer nicht auf eine Abhängigkeit schließen lässt, rät auch der Gamerverband problematisches Nutzungsverhalten zunächst bei diesem Namen zu nennen. Auch die American Medical Association stellt fest, dass es noch weiterer Forschung benötige, ob eine Computerspielsucht überhaupt existiere. Weiß aber stellt sogar einen Zusammenhang zwischen Computernutzung und sozialer Isolation her, den er auch in Bezug auf eSportler sieht. Er übersieht dabei, dass gerade eSportler ein aktives Vereinsleben besitzen und Computerspiele nutzen, um Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen. Nichtsdestotrotz dürften sie sich laut Weiß nicht wundern, „wenn man über sie den Kopf schüttelt oder gar verachtet“.

„Unter diesen Umständen sehen wir zur Zeit leider keinen Sinn mehr, mit dem Aktionsbündnis zu reden“, bedauert Schönfeldt diese jüngsten Entwicklungen. „Die Weiterentwicklung des Jugendschutzes liegt dem VDVC aber weiterhin sehr am Herzen.“
Update 19:39 Studie der Uni Bremen eingefügt, einige Vertipper berichtigt
Update 07:26 Einige Vorschläge von Rey Alp übernommen
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gordon-creAtive.com
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by gordon-creAtive.com »

Hexenjagt -> Hexenjagd
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Egozid
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Egozid »

das ist aber zeitlich ganz schön knapp OO generell hab ich nichts an dem text auszusetzen. was mich nur beunruhigt ist die vergewissheit, dass man wieder auf gebalte unsachlichkeit in textform stoßen wird, besonders wenn die antwort wieder von den herren hopf und weiß stammen sollten. das ist ja keine meinung, was die da haben, das ist ihr job, ihre einnahmequelle, ihr leben. das sind "wissenschaftler", wir nicht. vielleicht sollte eine antwort eher an die mitglieder des AAW gerichtet sein, die sich dafür entscheiden können, welcher sorte von "experten" sie glauben schenken wollen. hopf und weiß kommen mir vor wie bissige hunde, die das AAW für den notfall in käfigen gehalten und jetzt rausgelassen hat. sind die herren überhaupt mitglieder?

am liebsten wäre mir persönlich eine art ultimatum, aber kann ich schon verstehen, wenn ihr damit nichts anfangen könnt. nett wäre auch eine entschuldigung von herrn schober, für die herablassenden kommentare , die er als vorsitzender des AAW über gamer abgelassen hat. ich betone "vorsitzender" und stelle das den beleidigen briefen gegenüber, die das AAW erhalten hat, da er sich öffentlich gegenüber der presse äußern kann und seine aussagen mehr tragweite besitzen, als die briefe von 13 jährigen, hirnlosen zockern und er somit mehr verantwortung trägt.
Rey Alp
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Rey Alp »

Ich habs mal etwas umformuliert - vielleicht findet ihr an manchen Stellen gefallen:

AAW weist Gesprächsangebot ab

Bereits Ende letzten Jahres kam es zwischen dem „Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden“ (AAW) und dem “Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler” (VDVC) zu Gesprächen, bei denen man sich auf Voraussetzungen für ein gemeinsames Engagement für einen effektiveren Jugendmedienschutz verständigen konnte. Konsens bestand auch darüber, dass weitere Einschränkungen für volljährige Spieler verhindert werden müssten. Gisela Mayer, die ehemalige Sprecherin des AAW, sagte damals:

„Da bin ich einverstanden. Bei Erwachsenen ist es keine Frage des Verbotes, das sind selbstbestimmte Menschen.“

Entgegen der Erwartungen des vdvc wurden jedoch weiterhin Verbote gefordert. Unter anderem wurde im Juni eine Petition mit 85 000 Unterschriften dem Bundestag überreicht, mit der ein weitergehendes Verbot verlangt wurde. In einem offenen Brief appellierten Junge Piraten, Pirate Gaming und vdvc an das AAW anstatt weiterhin die Konfrontation zu suchen an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten. Ein funktionierender Jugendschutz, sowie eine Gesellschaft ohne Gewalt, seien auch ein ernsthaftes Anliegen der Gamer. Des Weiteren bot man gemeinsame Gespräche an und äußerte die vorsichtige Hoffnung, dass sich das AAW zukünftig in der Debatte sachlicher äußern würde.

Wir bedauern es, dass dieses Angebot offenbar zurückgewiesen wurde.

Der Vorstand Hardy Schober betonte gegenüber der Stuttgarter Zeitung, man müsse das „virtuelle Abschlachten von Menschen oder Trainingsmethoden, die auch von US-Militär zur Herabsetzung der Hemmschwelle eingesetzt würden“, verbieten. Auf der Webseite des Bündnisses ist die Forderung dahingehend konkretisiert, dass man es auf „Egoshooter, Computerspiele mit gewaltrelevantem Inhalt“, abgesehen habe. Gerade gegen ein pauschales Verbot von Ego-Shootern, die von Millionen von Menschen auch für sportliche Wettkämpfe genutzt werden, bei denen der persönliche und freundschaftliche Kontakt zu Mit- und Gegenspielern gepflegt wird, setzen wir uns ein. Im Übrigen wurde den Gamern nahe gelegt, sich zunächst differenziert mit den Verbotsforderungen auseinanderzusetzen. Gerade eine solche Auseinandersetzung wäre seitens des AAW wünschenswert. So wurde Schober bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die von ihn angeführten Videospiele, die das US-Militär zur Desensibilisierung von Soldaten nutze, nicht existieren. Dass er dennoch auf dieser Aussage beharrt zeigt leider, dass an einer sachlichen Diskussion kein Interesse besteht.

Neben Schober lässt das AAW online auch Rudolf Weiß zu Wort kommen, der uns Verfasser des offenen Briefes pauschal als „abhängige Gamer“ bezeichnet, welche als „bedauernswerte Menschen“ in Gefahr liefen sich zu „gescheiterte(n) Existenzen“ zu entwickeln. Hieraus würden sich auch Aggressionen erklären, die Wissenschaftlern wie ihm oft entgegenschlagen würden. Den Verdacht, dass er Gamer stigmatisieren oder diffamieren wolle wies er nichtsdestotrotz von sich und attestierte volljährigen Gamern „Realitätsverlust“, die meinten durch ein auch für Erwachsene geltendes Verbot von Ego-Shootern betroffen zu sein. Hierzu stellen wir zunächst fest, dass der von Weiß gepflegte Umgangston uns nicht angemessen erscheint. Des Weiteren ist von einem Verbot, selbst wenn es nur zum Schutz von Kindern und Jugendlichen erfolgt, auch ein Erwachsener betroffen, wenn der Verkauf der betreffenden Spiele verboten sowie deren Nutzung auf legalem Wege zum Teil faktisch nicht mehr möglich ist. Zu den angesprochenen Aggressionen stellen wir klar, dass der vdvc sich schon immer gegen Gewalt, sowohl köperliche als auch verbale, ausgesprochen hat. Diese Position betont auch der VDVC-Vorsitzende Patrik Schönfeldt:

„Wir distanzieren uns entschieden von Beleidigungen, Drohungen und jeglicher Form von realer Gewalt. Es ist bedauerlich, dass es immer wieder Menschen gibt, die sich provozieren lassen. Gerade bei respektlosen Anschuldigungen sollten man seine eigene Würde durch besonnenes Handeln herausstellen.“

Schließlich bezieht sich das AAW auch auf Werner Hopf, der Gamern vorwirft die eindeutigen Ergebnisse der Wirkungsforschung zu leugnen, die „Suchtproblematik“ zu ignorieren, darin, dass man sich trotz der Nutzung gewaltdarstellender Medien zur Friedfertigkeit bekennt, eine „Lebenslüge“ sieht, bekundet, dass ein mündiger Bürger seiner Auffassung nach richtige Verbote nicht eingeschränkt werde und ein Verbot fordert, weil angesichts der Möglichkeiten des Internets die Vertriebswege von Spielen nicht kontrollierbar seien. An dieser Stelle sei Hopf nahegelegt seine eigene Ratschläge beherzigen. Entgegen seiner Darstellung zeigt sich mitnichten eine eindeutige Forschungslage: Es gibt es eine Vielzahl an Studien gibt, welche Zweifel an einem Zusammenhang zwischen gewaltdarstellenden Medien und realer Gewalt aufkommen lassen. So regen laut einer Studie von Neurowissenschaftlern der der Universität Bremen Bilder von virtueller Gewalt einen Teil des Großhirns an - reale Gewaltszenen dagegen werden im limbischen System verarbeitet, so dass eine Abstumpfung durch Videospiele hier fernliegend erscheint. Auch der amerikanische Psychologe Ferguson stellte unlängst fest, dass „gewalthaltige Spiele helfen können, Stress zu reduzieren und Menschen weniger deprimiert oder weniger feindselig zu machen.“ Es ist somit Hopf, der die Ergebnisse der Wirkungsforschung ausblendet, wenn auch nur selektiv. Auch bezüglich der eigenen Friedfertigkeit und der Bedeutung des mündigen Bürgers in einer freiheitlichen Demokratie ist unser Verständnis ein anderes als das von Herrn Hopf, was sicherlich nicht überrascht. Auch sind wir nicht der Überzeugung, dass Verbote eine Verbreitung von bestimmten Videospielen über das Internet verhindern können. Lediglich der Vorwurf, dass das Thema „Sucht“ im offenen Brief nicht angesprochen wurde, ist zutreffend. Wir geben jedoch zu bedenken, dass vom AAW aus diesem Grunde bisher noch kein Verbot gefordert wurde. Es anzusprechen hätte also keinen Bezug zur Diskussion – diese befasste sich bisher ausschließlich mit dem Umgang fiktiver Gewaltdarstellungen. Selbstverständlich aber hat sich der VDVC aber bereits mit dieser Fragestellung auseinandergesetzt: Da wissenschaftliche Kreise nur sehr zurückhaltend von „Sucht“ im Zusammenhang mit exzessiven Medienkonsum sprechen und feststellen, dass sich von der reinen Nutzungsdauer nicht auf eine Abhängigkeit schließen lässt, rät auch der Gamerverband problematisches Nutzungsverhalten zunächst bei diesem Namen zu nennen und auf reißerische Labels zu verzichten. Auch die „American Medical Association“ stellt fest, dass es noch weiterer Forschung bedürfe um zu entscheiden, ob exzessives Spielen als psychische Störung betrachtet werden könne. Weiß sieht dies offenbar als gegeben an und stellt darüber hinaus einen Zusammenhang zwischen Computernutzung und sozialer Isolation her, den er auch bei eSportlern unterstellt. Er übersieht dabei, dass gerade eSportler ein aktives Vereinsleben besitzen und Computerspiele nutzen, um Kontakte zu knüpfen und Freundschaften zu pflegen. Nichtsdestotrotz dürften sie sich laut Weiß nicht wundern, „wenn man über sie den Kopf schüttelt oder gar verachtet“.

„Unter diesen Umständen sehen wir zur Zeit leider keinen Sinn mehr, mit dem Aktionsbündnis zu reden“, bedauert Schönfeldt diese jüngsten Entwicklungen. „Die Weiterentwicklung des Jugendschutzes liegt dem VDVC aber weiterhin sehr am Herzen.“
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by gordon-creAtive.com »

Ich habe noch einen: "... muss eine Carrerabahnen ..."
Dante
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Dante »

Diesen Schund mit einer Antwort zu würdigen, ist wohl mit das dümmste was man machen kann.
Die Leute dort fühlen sich doch nur bestätigt, wenn wir das Ganze auch noch Ernst nehmen.
Ignoranz ist immer die größte Strafe für Trolle, nichts hassen sie mehr als wenn ihre Provokationen im Sand verlaufen und keine heftige Gegenreaktion hervorrufen.

Es ist natürlich euer gutes Recht mit einer Anzeige ein Strafverfahren wegen Beleidigung einzuleiten.
Der diffamierende Teil zielt ja genau auf die Verfasser des offenen Briefes ab, die über die jeweilige Gruppierung durch eine Kollektivbeleidigung direkt betroffen sind. (ja Rey, hatte keine Lust die deine beiden Sätze umzuformulieren.^^)
Aber das ist natürlich eure Entscheidung, die kann euch keiner abnehmen.
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Pyri
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Pyri »

Diese Stelle ist mir unklar

'Schließlich bezieht sich das AAW auch auf Werner Hopf, der Gamern vorwirft die eindeutigen Ergebnisse der Wirkungsforschung zu leugnen, die „Suchtproblematik“ zu ignorieren, darin, dass man sich trotz der Nutzung gewaltdarstellender Medien zur Friedfertigkeit bekennt, eine „Lebenslüge“ sieht, bekundet, dass ein mündiger Bürger seiner Auffassung nach richtige Verbote nicht eingeschränkt werde und ein Verbot fordert, weil angesichts der Möglichkeiten des Internets die Vertriebswege von Spielen nicht kontrollierbar seien.'

Wer ist ein "mündiger Bürger" für Hopf? In seinem Schreiben heißt es doch, dass das Erreichen der Volljährigkeit noch keinen mündigen Bürger mache, sowie zumindest indirekt dass ein mündiger Bürger FÜR Verbote sein müsse - demnach die angesprochenen Gamer welche keine (weiteren) wollten gar keine mündigen Bürger seien, auch als Erwachsene nicht?
So hab ich das von Hopf zumindest verstanden
Hervorhebung von mir


Nachtag: ich möchte schon zu bedenken geben, dass gerade Herr Weiß Vorgänge in "Modern Warfare 2" bekanntermaßen noch nahe an einem Faschismus angesiedelt sieht (Artikel "An virtuellem Faschismus grenzend"), also sollte man bei dessen Erwähnung auch darauf gefasst machen, dass dann womöglich noch so was entgegen geworfen wird. Ich würde ja mit KEINER Medienwirkungsforschung reagieren, sondern einfach sagen, dass diese Leute KEINE ANDEREN INTERPRETATIONEN von Spielen scheinbar zulassen, und allein deshalb bereits sehr problematisch sind, auch in demokratiepolitischer Hinsicht - ganz abgesehen von den ganzen (emotionalen) Verletzungen
Gamertag: Pyri80 PSN: Pyri Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
Sandra Uhling
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Sandra Uhling »

Hi,
der Offene Brief war ja eine Gemeinschaftsaktion. Ist die Antwort auch wieder eine Gemeinschaftsaktion? Ich persönlich fände das besser.
Game Accessibility - because everyone wants to save the universe!
... oder wie man seine Zielgruppe erweitert und seine Hauptzielgruppe weniger frustriert
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Patrik
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by Patrik »

Die Piraten haben schon geantwortet.
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Re: Reaktion auf neueste Veröffentlichungen des AAW

Post by gordon-creAtive.com »

Dante wrote:Ignoranz ist immer die größte Strafe für Trolle, nichts hassen sie mehr als wenn ihre Provokationen im Sand verlaufen und keine heftige Gegenreaktion hervorrufen.
Also ich persönlich kann dem nur zustimmen.
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