Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

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Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von gordon-creAtive.com » So 23. Jan 2011, 10:49

In der aktuellen GameStar ist ein sehr langer Leserbrief, der sich auf erstaunlich hohem Niveau mit "Werten in Computerspielen" beschäftigt.
Ein Appell

Spiele für die Demokratie

Ich selbst bin begeisterter PC-Spieler, war es immer und werde es wahrscheinlich auch immer bleiben. Doch ich finde, es ist an der Zeit, ernsthaft über das Medium Spiel nachzudenken. Deutschland (wie auch mein Heimatland Österreich) ist eine demokratische Republik. Dies war, wie jeder weiß, nicht immerso. Jedoch hoffe ich, dass es ab jetzt für immer so bleibt. Dies ist keineswegs sicher, denn die Demokratie ist eine anspruchsvolle Staatsform. In einer Demokratie kann ein Gesetz nicht einfach erlassen werden, sondern muss auf kurze oder lange Sicht von einer Mehrheit unterstützt werden. Das schützt die Bürger vor Versklavung durch die eigene Regierung, hat aber gravierende Nachteile. In bevölkerungsreichen Ländern haben sehr viele Menschen oft sehr verschiedene Meinungen darüber, wie das Land regiert werden soll. Eine Problemlösung ist deshalb meist nur durch Kompromiss möglich. Dabei wird oft vergessen, dass auch der Staat an Gesetze gebunden ist, die in der Verfassung stehen. Stimmt ein Mehrheitsentscheid mit Grundwerten dieser Verfassung nicht überein, kann und darf er nicht zum Gesetz werden.

Aus alledem können wir folgern, dass eine Demokratie, um zu funktionieren, Bürger mit gewissen »Skills« braucht. Zum Beispiel müssen sie fähig sein, andere Meinungen zu akzeptieren und Kompromisse zu schließen. Sie müssen die Grundwerte der Verfassung verstehen und unterstützen. Tun sie das nicht, so wird die Demokratie sie enttäuschen, weil auch ein zehnfacher Serienmörder einen Anwalt vom Staat gestellt bekommt. Am wichtigsten ist aber, dass jeder Bürger einer Demokratie mit den Menschenrechten vertraut ist und weiß, dass diese Menschenrechte niemals zur Diskussion stehen.

Ich halte die Killerspiele-Diskussion für absurd, da sie meiner Meinung nach am wahren Problem vorbeigeht. Gewalt ist in Spielen sehr präsent, das ist wahr, aber dasselbe gilt für die Kunst im allgemeinem. Sowohl Weltliteratur (fast alle griechischen Dramen, Schillers Räuber, Kants Strafkolonie, Tolstois Krieg und Frieden, Shakespeares King Lear, Orwells 1984 und viele mehr) als auch hochdekorierte, anspruchsvolle Filme (Path to Glory, Apocalypse Now, Killing Fields, Full Metal Jacket, Der Pate und viele mehr) enthalten oft unfassbar grausame Akte der Gewalt. In diesen Werken dient Gewalt dazu, etwas Höheres darzustellen oder auszudrücken. Gewalt ist somit in der Kunst Teil der Symbolik und wird nicht selten benutzt, um Gewaltanwendung zu kritisieren. Zudem vermittelt Kunst fast immer ethische Werte und beschreibt Alternativen zur Gewalt. All dies tun PC-Spiele bis jetzt so gut wie nie. Gewalt ist dort ein visueller Effekt. Und obwohl die Ästhetik (beziehungsweise der Unterhaltungswert) auch einen wichtigen Teil der Kunst darstellt, ist Ästhetik ohne Sinn keine Kunst.

Was hat das jetzt alles miteinander zu tun? Nun ja, jede Kunst ist gewissermaßen auch Bildung. Bildung, besonders Wertevermittlung, ist ein Grundpfeiler der Demokratie. Die Aufklärung, eine Bewegung in der Kunst wie auch in der Wissenschaft, war der spirituelle Vater der modernen Demokratie. Dass die Demokratie nicht scheitern darf, sollte wahrlich jedem klar sein. Die Verbrechen der Vergangenheit lassen keinen anderen Schluss zu. Doch für das Überleben der Demokratie braucht es Bildung. Heutzutage, wo Medienkonsum schon von Kindesalter an wesentlich zum Alltagsleben dazugehört, müssen auch diese Medien zur Bildung beitragen. Auch Videospiele können sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Doch um dem gerecht zu werden, müssen Spiele beginnen, sich mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen. Sie müssen beginnen, die Werte der Demokratie und vor allem der Menschenrechte zu vertreten. Damit meine ich keinesfalls, dass Spiele gewaltfrei werden müssen. Das wäre lächerlich. Doch Gewalt sollte in Spielen einen Sinn haben, sie muss für etwas stehen. Es ist zum Beispiel in Ordnung, dass in Spielen Terrorismus bekämpft wird. Aber ein Staat darf sich auf keinen Fall an der Ermordung von Unschuldigen beteiligen, auch wenn es zum Einschleusen eines Agenten dient, wie in Modern Warfare 2 geschildert. Das Spiel müsste sich mit dieser Szene auseinandersetzen, um sie zu rechtfertigen. Modern Warfare 2 stellt den Mord am Flughafen dar, als wäre er eine Notwendigkeit, lässt keinen der Charaktere Kritik äußern und erwähnt die Szene später nie wieder. Dadurch entsteht der Eindruck, als würde das Spiel den Mord an Zivilisten billigen (was sicherlich nicht die Intention war). Spielt man so etwas immer und immer wieder, so glaubt man es irgendwann selbst. Man beginnt Dinge zu akzeptieren, die in einem Rechtsstaat keinen Platz haben. Dabei wäre es gerade jetzt so wichtig, dass vor allem die Jugend wieder über die Demokratie aufgeklärt wird. In Wien hat bei der letzten Wahl bereits ein Fünftel der Leute für eine Partei gestimmt, die immer wieder am Rand des Rechtsextremismus vorbeischrammt. Eine große Gruppe dieser Wähler waren junge Männer. Durch die Finanz- und die Bildungskrise sind viele junge Männer in Österreich arbeitslos. Sie sind enttäuscht von der Demokratie die, so scheint es, nichts gegen die Krisen unternimmt. Dann sind sie offen für den Mythos vom Führer und den Autobahnen, die angeblich für alle Arbeit schufen, und sie lassen sich beeinflussen von Leuten, deren Motive mehr als fragwürdig sind. Junge Männer sind auch die größte Zielgruppe von Videospielen. Was sehen sie in diesen Spielen? Sie sehen Patriotismus, Nationalismus, Militarismus, die Billigung von Kriegsverbrechen und von Verbrechen im Allgemeinen. Sie sehen nicht die Gräuel des Krieges. Sie sehen nicht den Unterschied zwischen einer gerechtfertigten militärischen Intervention und einem Angriffskrieg. Sie sehen nicht den Schaden, den organisiertes Verbrechen anrichtet, sowohl bei Opfern als auch bei vielen Tätern, die später zu Opfern werden. Sie sehen nicht, dass Luftschläge auch Zivilisten treffen, egal wie präzise sie sind. Krieg ist eines der Hauptthemen von Computerspielen. Doch er ist immer nur eine »eh nicht so schlimme« Kulisse für absurde Heldentaten.

Wir brauchen Spiele mit Werten, Spiele mit einer Botschaft. Spiele, in denen das »Böse« einem nicht nur vor die Flinte läuft, sondern gezeigt wird, wieso es böse ist. Spiele, wo die »Guten« korrekt arbeiten und der Zweck nicht die Mittel heiligt. Spiele, in denen jede angewendete Gewalt entweder einen Sinn hat oder symbolisch etwas reprä-sentiert. Wenn diese Spiele nicht kommen, dann haben das Medium und die Demokratie eine Chance verpasst. Dann sind Kontrolle und Verbot, so fremd es für viele klingen mag, möglicherweise die einzig demokratiepolitisch sinnvolle Maßnahme, mit dem Medium Spiel umzugehen.

Alexander Karollus
Ich gehe mal davon aus, dass viele hier nicht mit dieser Meinung übereinstimmen. Wollen wir als Verband auf diesen Brief antworten?

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Pyri
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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von Pyri » So 23. Jan 2011, 12:18

Auch ich halte die allermeisten Spiele für schlecht und (moralisch oder sonstwie) verwerflich.
Aber das betrifft auch Bildhauerei, Plastiken und Musik. Auch davon halte ich wohl das meiste für schlecht.
Und dabei geht es aus meiner christlichen Sicht jedoch gerade darum nicht beständig das Schlechteste im kreativen Anderen nicht bloß zu suchen, sondern auch gefunden haben zu glauben. Da wäre es für mich auch geboten gerade eben NICHT so zu denken.
Ich glaub auch nicht, dass Pauschalisierungen einfach als "Meinung" durchgehen sollten - genau so wenig wenn man etwa sagt Blondinen seien nicht so schlau wie andere Menschen. Um ein noch eher "harmloses" Beispiel zu bringen.

Im Vergleich halte ich die Erzeugnisse der internationalen Videospielindustrie jedenfalls auch für weniger problematisch als viele Filme. Wenn etwa für "Cannibal Holocaust" Tiere umgebracht wurden, etc.
Aber auch da kann man in Hinblick auf die fleischverarbeitende Industrie eben noch ganz anderer "Meinung" sein...
Macht mich das Kotelett welches ich vorhin verspeist habe zu einem (wesentlich) schlechteren Menschen als Steve Jobs? Ist ein Raubtier böser als ein Pflanzenfresser? Ich denke doch: nein ;-)
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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von buzzti » So 23. Jan 2011, 17:39

Ich würde eine Antwort des VDVC begrüßen, da ich doch einige "Konfliktpunkte" sehe. Wir können ja mal brainstormen und versuchen eine Antwort zu verfassen. Hast du den Leserbrief abgetippt oder kann man den auch online einsehen?

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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von gordon-creAtive.com » So 23. Jan 2011, 18:14

Ich habe GameStar-Premium abonniert, da bekommt man das Heft als PDF. Hier das Orginal. (Diesen Link bitte nicht verbreiten)

Und hier könnt ihr ja mal brainstormen!

Im GameStar-Forum wird auch schon diskutiert, da könnt ihr euch Ideen holen.
Zuletzt geändert von Patrik am So 23. Jan 2011, 19:14, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Link entfernt: Forum ist öffentlich einsehbar. (War wohl in deinem Interesse.)

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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von AssMan » So 23. Jan 2011, 19:39

Aus Zeitmangel und auch weil ich irgendwie keine wirkliche Lust habe, antworte ich mal plump und kurz zum Leserbrief:

Viel Geschwätz um Verbote zu befürworten...

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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von Patrik » So 23. Jan 2011, 20:22

Anfangs habe ich beim lesen genickt, mich auf einen sehr durchdachten und fundierten Leserbrief gefreut. Dann allerdings kamen einige überraschende Wendungen und bei mir Verwunderung auf. Meine Statements:
  1. Kunst ist keine Bildung. Auch wenn es Bildung bedarf, Kunst zu verstehen und traditionelle Kunst oft eher mit bildungsnäheren Schichten in Verbindung gebracht wird, ist Kunst noch lange keine Bildung. Kunst ist Ausdruck und Aussage des Künstlers, kann Kritik oder Verehrung ausdrücken, den Geist anregen oder unterhalten. All das (außer den Geist anregen) sollte Bildung gar nicht. Bildung sollte neutral sein, Kunst dagegen muss Partei ergreifen.
  2. Demokratie bedeutet Dialektik. Demokratie lebt eben davon, dass die Menschen Zusammenhänge begreifen und selbst bewerten können. Es geht nicht darum, die Entscheidungen einer oligarchischen Gruppe der „Masse“ begreifbar und nachvollziehbar zu machen, sondern darum, dass jeder einzelne mit entscheiden können soll. Daraus ergibt sich insbesondere, dass keine Pflicht zur Vermittlung gewisser (vorgegebener) Werte durch irgendwelche Medien entsteht. Diese sollen ja eben beim Individuum entstehen. Zensur als notwendig für die Demokratie anzusehen, ist ein Widerspruch in sich – ein sehr gefährlicher, wenn er Freunde der Demokratie dazu bringt, die Grundlagen der Demokratie abzuschaffen.
  3. Spiele (für Erwachsene) sollten mehr zum Nachdenken anregen. Das schließt auch Terrorismusbekämpfung, Mord an Zivilisten, korrupte Polizisten und schlechtes Verhalten von den „Guten“ mit ein. Eine eindeutige (moralische) Botschaft, die womöglich direkt übernommen wird, ist im Sinne der Demokratie also auf keinen Fall das Ideal, sondern kann durchaus schädlich sein.
  4. Moralschablonen wirken dem Selbstdenken entgegen. Es ist vollkommen in Ordnung, wenn sich die sympathischen Tatort-Kommissare über die StPO hinwegsetzen und mutmaßliche Täter unter Druck setzen. Ebenso gehört gezeigt, dass ein überführter Straftäter aufgrund von Verfahrensfehlern auf freien Fuß kommt. Ebenso darf der rechtmäßige Herrscher ein mieser Sklaventreiber sein, der nur auf sein eigenes Wohl bedacht ist. Und der von allen verehrte Held darf statt der ganzen Welt eigentlich nur seinen eigenen Arsch retten wollten.
  5. Moral entsteht durch Erziehung, nicht durch Bildung. Das bedeutet insbesondere, dass für Kinder eine moralische Vorprägung allerdings sinnvoll sein kann. (Kinder nehmen noch nicht aktiv am demokratischen Geschehen teil und beherrschen die nötige Dialektik oft nicht. Daher ist der Mangel an Denkanstößen hier durchaus zu verkraften, sogar Moralschablonen kämen für Kinder also in Frage.)

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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von Pyri » Mo 24. Jan 2011, 02:42

Maria Mies spricht in diesem Zusammenhang ja von Herzensbildung: http://seniora.org/index.php?option=com ... itstart=20

Und ich denke diese Bildung ist da auch gemeint. Kann so gar nichts anderes sein.

Darüber hinaus - "Kunst ist keine Bildung" - das ist sehr fragwürdig aus meiner Sicht und kommt eben ganz darauf an was man jeweilig unter Kunst und Bildung (alles womöglich) versteht.

So halte ich bereits die bloße Unterteilung von Gesellschaft in bildungsnähere und bildungsfernere Gruppen für tendenziell menschenverachtend.
Das ist ähnlich wie Reden über "Proletisches" welche ich hier so leider auch schon vernommen habe, erst unlängst - ich bin zum Beispiel (auch) Proletarier - oder von "Unterschichtenfernsehen" was man in Deutschland leider auch viel hört meiner Erfahrung nach
Ein Mensch muss keine institutionelle Bildung genossen haben um tatsächlich "gebildet" sein zu können. Ebenso wie niemand der einen Hochschulabschluss hat deshalb unbedingt "gebildet" sein muss: ich denke da wird Bildung mit AUSBildung verwechselt.

-

Nachtrag: dabei wäre es aus meiner Sicht auch wichtig nicht von Moral zu sprechen und eigentlich Ethik zu meinen... Moral ist eine grundsätzlich eher individuelle Angelegenheit, welche zwar Gruppen auch betreffen kann, aber darin auch von den einzelnen Personen erst umgesetzt werden muss. Unser(e) Rechtssystem(e) bauen dabei eigentlich auch nicht darauf auf - wenn jemand einen Mord zum Beispiel bereut kann das unter Umständen für diese Person günstig sein, das begangene Unrecht ungeschehen und (womöglich bereits) ausgesprochenes Überwachen und Strafen (Foucault) kehrt dies aber auch nicht um.
Moral gibt so auch eher Werte vor, welche Denken und unter Umständen Wünschen (bis hin zur Problematik der Willensfreiheit) bestimmen, während Normen eher ethische Grundlagen repräsentieren. Und dabei wiederum eher Handlungen und die Handlungsfreiheit betreffen. Konkrete Tat(bestände)
Also es gibt zwar Beispiele, auch abseits von Gesetzen gegen "Schmutz und Schund", wie den historischen Kuppeleiparagrafen, oder häufig immer noch angewendete Diskriminierungsgesetze gegen Homosexualität, die Moral auch so fassen, aber diese sind aus freiheitlich-eigenverantwortlicher Sicht dann wohl auch zu kritisieren - beziehungsweise in Deutschland zumindest ja ebenfalls schon (längst) abgeschafft.

In Hinblick auf Selbstbestimmung und Liberalität. Also dahingehend wovon ich für gewöhnlich spreche :D Aber das ist natürlich auch eine Ideologie - jedes liberale Denken ist auch ein ideologisches Denken, jedes Denken das Menschenleben zulässt ist auch ideologisch. Ebenso wie halt Gottesstaaten auch ideologisch sind, nebst Anderem

Mag sein, dass da politisch hierzulande des öfteren anders gedacht wird - die Gewalt einer Moral eher bemüht wird, auch im Falle des Kampfes gegen die "Killerspiele" und unliebsame andere Rechtsformen: so wurde hierzulande in der Steiermark in einer Nacht-und-Nebel-Aktion auf Anraten der politischen Linken im Land ein Fussballstadion umbenannt, nachdem der ehemalige kalifornische Gouverneur sich geweigert hatte einen reuigen Kinderbuchautor zu begnadigen. Oder sieht man auch an den immer wiederkehrenden Versuchen GewaltverbrecherInnen mildernde Umstände herbeizuführen, weil ja Computerspiele sie zu ihren Taten inspiriert hätten, etc.
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Re: Leserbrief GameStar "Werte in Spielen"

Beitrag von Dekar » Do 27. Jan 2011, 12:36

Es ist eine persönliche Meinung mit einem ziemlich hohen Anspruch an Kunst und Spiele. Ich teile viele Ansichten nicht und würde auch den Ansatz mindestens drei Stufen zu weit oben sehen aber deshalb jetzt gleich eine Stellungnahme zu schreiben halte ich für unnötig.

Ich sehe in der Aussage kein Gefahrenpotential.

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