Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Ayon
Beiträge: 4
Registriert: Fr 18. Aug 2017, 04:02

Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Ayon » Fr 13. Okt 2017, 17:31

Ich weiß nicht genau von wem die Frage ausging, aber dies ist die, so zumindest den Medien zufolge, offizielle Antwort der USK zur Frage ob Lootboxen denn nun Glücksspiel seien.

„Glücksspiel“ ist ein relativ komplexes Thema, das in Deutschland strenger Regulierung unterliegt. Glücks- und Gewinnspielelemente (im Internet) werden in Deutschland bisher prinzipiell nicht im Rahmen einer Jugendschutzvorgabe geregelt, sondern durch den Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV) und den Rundfunkstaatsvertrag (RStV) reguliert. Als Glücksspiel gelten nur solche Spiele, bei denen der Spieler gegen ein Entgelt eine Gewinnchance erwirbt und der Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Die von Ihnen angesprochenen Lootboxen, einarmige Banditen oder ähnliche Gewinnspiel-Modelle, die gegen eine Entgelt ein zufällig generiertes Item vergeben, gelten nach üblicher Auffassung bisher nicht als Glücksspiel. Eine Gewinnausschüttung im gesetzlichen Sinne des „Glücksspiels“ ist bei den meisten Spielen unwahrscheinlich, entscheidend bei dieser Definition ist, ob man Geld gewinnen kann - nicht ob man etwas einsetzt, was man ohnehin nicht wiederzurücktauschen kann. Die zufällige Auswahl von Gegenständen (auch nach dem Kauf einer Loot-Box) entspricht im Wesentlichen Spiel- und Geschäftsmodellen, die Gewinnspielen oder sogenannten Ausspielungen bei denen der Gewinn in geringwertigen Gegenständen besteht, ähneln (Lose, Panini-Bildchen), aber allgemein als für Kinder und Jugendliche unbedenklich betrachtet werden. Uns ist bewusst, dass es Drittanbieter über Websiten möglich machen, z.B. Skins für Realgeld zu handeln. Bei diesem Weiterverkauf von Ingame-Items handelt es sich in der Regel jedoch nie um offizielle Geschäftswege, die der Kontrolle des konkreten Spieleanbieters unterliegen. Folglich kann dieser Umstand dem Anbieter eines jeweiligen Spieles auch nicht regelmäßig zur Last gelegt werden.

Die USK, getragen durch die Verbände der Computerspielbranche, sorgt für die organisatorisch-technischen Rahmenbedingungen, damit die gesetzlichen Alterskennzeichnungen für Spiele auf Datenträgern vergeben werden können (gemäß den Regelungen des Jugendschutzgesetzes/JuSchG). Bezahlmodelle in Spielen / Geschäftsmodelle von Anbietern, die erst durch die Internetverbindung des Spiels entstehen, sind dabei prinzipiell nicht Gegenstand einer Altersprüfung durch die USK und die Ständigen Vertreter der OLJB bei der USK. Das regelte der USK-Beirat 2011 (evaluiert 2016) für die Spruchpraxis unserer Gremien, siehe auch Die USK-Leitkriterien, beachten Sie dabei besonders auch die Fußnote 5 auf den Seiten 4 und 5 unten.

Wir empfehlen daher immer, dass sich Eltern auch selbst mit den entsprechenden Medien/Geräten und den bei ihren Kindern beliebten Inhalten auseinandersetzen, um einen Überblick zu behalten, welches Kind welche Inhalte und in welchem Rahmen nutzt und nutzen darf, da gibt es bereits Möglichkeiten. Nicht nur deswegen haben wir zusammen mit der Stiftung Digitale Spielekultur einen Elternratgeber erstellt, der auch auf Faktoren wie Medienkompetenz, Nutzungsdauer und Parental Control-Systeme eingeht. Zu finden ist dieser Ratgeber HIER.

So der Stand der Dinge, wir beobachten das Thema weiter und danken Ihnen in diesem Zusammenhang nochmals für Ihre Mail!


Was haltet ihr davon?

Ich bin schlichtweg enttäuscht. Seit Jahren ärgert man sich mit überregulierung rum und dann kommt mal was auf, wo man dann gerne ein Einschreiten hätte und es passiert nichts.

Ich hoffe wirklich das sich die Regierung einschaltet. Vor allem bei solchen Argumenten... ist eine Verlosung bei der Trostpreise für jeden Abfallen seit neuestem kein Glücksspiel? Die werden doch auch nur auf der Kirmes (mit gesetzlicher Vorlage) geduldet und wären in jeglichem freien Umfeld Glücksspiel...

Benutzeravatar
marcymarc
VDVC-Team
Beiträge: 606
Registriert: Fr 13. Sep 2013, 11:16
Vorname: Marc
Wohnort: Hannover

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon marcymarc » Fr 13. Okt 2017, 19:22

Eine Regulierung hatte aber den Nachteil gehabt, dass auch Geschäftsmodelle wie lootcrate evtl. in Mitleidenschaft gezogen worden wären. Ohnehin wäre es keine Garantie gewesen, dass der Spieleindustrie nicht noch ne Schweinerei eingefallen wäre, mit der sie Geld aus den Kundentaschen ziehen können (mehr DLC, etc.). Besser als Regulierung ist es, mit dem Portemonnaie dem Publisher zu sagen, was man davon hält. Leider kaufen genügend Leute das Zeug und das ist Marktwirtschaft. Wenn das Spiel ohne lootboxen nicht richtig spielbar ist, muss man es links liegen lassen oder all-in gehen.

Gesendet von meinem LG-H815 mit Tapatalk

Benutzeravatar
Patrik
VDVC-Team
Beiträge: 3459
Registriert: Mi 27. Mai 2009, 22:40
Vorname: Patrik
Nachname: Schönfeldt
Wohnort: Karlsruhe
Kontaktdaten:

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Patrik » Fr 13. Okt 2017, 21:44

Wir haben das Thema auf der gamescom bei verschiedenen Personen angesprochen, unter anderem bei der BPjM. Frau Meier wollte allerdings keine Einschätzung abgeben, sonder hat auf die Staatskanzleien verwiesen — diese sind für Glücksspiel zuständig. Bei der USK hatten wir leider keinen Termin mehr bekommen. Da das Thema aber gerade international Beachtung findet, haben wir das sicher nicht ausgelöst.

Zur Einschätzung der USK (USK.de): Ob die USK rechtlich gesehen zuständig ist, möchte ich nicht beurteilen. Aus Elternsicht sollte jedoch etwas jugendbeeinträchtigendes mit entsprechender Kennzeichnung versehen werden. Glücksspiel ist schließlich auch mit dem Zweck des Jugendschutzes reglementiert. Die USK tut jedoch alles, um sich nicht tiefer mit der Bewertung auseinandersetzen zu müssen. Die USK unterstellt vielen Spielern das Motiv Jugendschutz vorzuschieben, weil diesen das Geschäftsmodell nicht passe. Das mag stimmen, nur muss sich die USK daher den Vorwurf gefallen lassen, das Geschäftsmodell effektiv zu verteidigen. Ob das aus Interesse der Gesellschafter oder aber eben um das Thema nicht in den Bewertungen berücksichtigen zu müssen passiert, ist dabei ja sogar irrelevant. Die Angabe, es handle sich um geringwertige Gegenstände, würde ich so nicht unterschreiben und dass es sich beim “Weiterverkauf von Ingame-Items […] in der Regel jedoch nie um offizielle Geschäftswege” handele, lenkt einfach ab. Diese Einschätzung hat z.B. keinerlei Aussagekraft über Angebote, die mit einem vom Anbieter vorgesehenen Marktplatz gekoppelt sind.
„What we became convinced of, is that Linux really is the future of gaming“ – Gabe Newell (Valve)

Rigolax
Beiträge: 149
Registriert: Do 28. Apr 2016, 16:59

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Rigolax » Sa 14. Okt 2017, 22:12

Aus den USK Leitkriterien, Fußnote 5.

Die Existenz von reliablen Merkmalen in Spielangeboten für die Förderung eines pathologischen, als süchtig zu kennzeichnenden Spielverhaltens ist wissenschaftlich umstritten, ebenso wie deren Anwendbarkeit im Rahmen des Jugendschutzes. Aus diesem Grund bleiben sie bei der Bewertung derzeit generell unberücksichtigt.


Inwiefern wäre das "wissenschaftlich umstritten[er]" als die Wirkungsforschung für Gewaldarstellung? Ich mein die Frage durchaus ernst.

Benutzeravatar
Patrik
VDVC-Team
Beiträge: 3459
Registriert: Mi 27. Mai 2009, 22:40
Vorname: Patrik
Nachname: Schönfeldt
Wohnort: Karlsruhe
Kontaktdaten:

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Patrik » Mo 16. Okt 2017, 07:50

Interessanter Punkt, die entsprechende Fußnote finde ich allerdings nicht. (Ich überlege gerade, den Text der USK im Blog auseinander zu nehmen…)
„What we became convinced of, is that Linux really is the future of gaming“ – Gabe Newell (Valve)

Rigolax
Beiträge: 149
Registriert: Do 28. Apr 2016, 16:59

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Rigolax » Mo 16. Okt 2017, 15:42

http://www.usk.de/fileadmin/documents/P ... %20USK.pdf

Das regelte der USK-Beirat 2011 (evaluiert 2016) für die Spruchpraxis unserer Gremien, siehe auch Die USK-Leitkriterien, beachten Sie dabei besonders auch die Fußnote 5 auf den Seiten 4 und 5 unten.
Aus dem Eingangspost-Zitat von Ayon.

Benutzeravatar
Pyri
VDVC-Mitglied
Beiträge: 934
Registriert: Mo 3. Aug 2009, 18:06
Vorname: Jürgen
Nachname: Mayer
Wohnort: Steiermark, Österreich
Kontaktdaten:

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Pyri » Mo 16. Okt 2017, 19:03

marcymarc hat geschrieben:Eine Regulierung hatte aber den Nachteil gehabt, dass auch Geschäftsmodelle wie lootcrate evtl. in Mitleidenschaft gezogen worden wären. (...)


Abgesehen vom Tand mit Wootboxen hätte es tendenziell auch einen Handel mit digitalen Spielen betroffen.
Etwa die Loots von Green Man Gaming, oder die Pinatas von GOG.com - sogar das Geschäftsmodell auf dem Humble Monthly basiert ist prinzipiell Glücksspiel. Und all diese Dinge werden oft ja auch nur zu "Feiertagen", also zu besonderen Anlässen, (gezielt) eingesetzt.
Das Problem beginnt in digitalen Spielen weiters schon viel früher: die Sammelkarten der Ultimate Team-Spiele von EA Sports sind prinzipiell nämlich auch nichts anderes als Loot-Boxen. Diese haben allerdings ein analoges Pendant: Panini-Stickeralben und deren Sammelpackungen. Und diese gelten bekanntlich auch nicht als "Glücksspiel".

Darüber hinaus ist "Glücksspiel" eben ein viel zu ungenauer Überbegriff - gemeint (mit dem Vorwurf) und (hier bei Videospielen) betroffen ist wohl eher "nur" das Lotterieprinzip. Und Lotterien sind in Deutschland afaik Ländersache.
Hierzulande (in Österreich) hatte das staatliche Monopol selbst gegen ein besonders perfides Modell wie das der Rubbellose bundesweit nichts, welche dem Vernehmen nach viele PensionistInnen kaufen, und wo bei den allermeisten (leider) nichts rausschaut. Das ist nicht einmal mit dem gewöhnlichem Lottospiel vergleichbar, wo wenigstens Gewinnzahlen vorhanden sind. Während bei Videospielen für gewöhnlich in jedem Fall schon ein Gegenwert drin ist, auch wenn man dann mit dem nicht besonders viel anfangen kann - also etwa der Tauschhandel damit eingeschränkt ist.
Leider kennt die Politik für gewöhnlich auch nur bestimmte Feindbilder, wie etwa die hiesige Sozialdemokratie einen bestimmten Automaten-Konzern (Stichwort "Kleines Glücksspiel"), während das "große Glücksspiel" - oder eben die Lotterien - völlig unangetastet bleiben. Also so nachvollziehbar die Bedenken sind: da dürfte die Industrie auch noch politisch ein Wörtchen mitzureden haben und müsste es erstmal gelingen das Problem, welches die Branche dabei zweifellos hat, öffentlich überhaupt zu kommunizieren. Hinzu kommt, dass die Ablehnung von Glücksspiel höchst kulturell bedingt ist. Im Westen ist sie vor allem typisch für eine protestantisch-rationalistische Ethik oder eine ausgeprägt calvinistische Tradition (selbst unter vermeintlichen AtheistInnen) - wie eben erfahrungsgemäß in (Nord-)Deutschland, oder den USA. Während in katholisch geprägten Staaten wie in Südeuropa das Glücksspiel immer schon wesentlich beliebter war.
Gamertag: Pyri80 PSN: Pyri Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard

Ayon
Beiträge: 4
Registriert: Fr 18. Aug 2017, 04:02

Re: Glücksspiel und Lootboxen aus Sicht der USK

Beitragvon Ayon » Do 16. Nov 2017, 14:12

http://www.usk.de/service/lootboxen-und-jugendschutz/ offeriert nun eine Anpassung.

Lootboxen und Jugendschutz
Update, 20.10.2017: Wir haben den Abschnitt "Was tut die USK?" überarbeitet und Hinweise zu den unterschiedlichen USK-Verfahren eingefügt.

Seit einigen Tagen erreichen uns viele Anfragen zu Lootboxen und einer möglichen Ähnlichkeit zum Glücksspiel. Als aktive Spieler*innen und Jugendschützer*innen kennen wir alle Seiten der Thematik sehr gut.

Sind Lootboxen Glücksspiel?
Gute Frage, und keine, die wir einfach und abschließend beantworten können.

Als Glücksspiel gelten dem Gesetz nach Spiele, bei denen Spieler*innen gegen ein Entgelt eine Gewinnchance erwerben und der Gewinn ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Lootboxen, die gegen ein Entgelt immer ein zufällig generiertes Item vergeben, gelten nach üblicher Auffassung bisher nicht als Glücksspiel.

Die zufällige Auswahl von Gegenständen bei Lootboxen entspricht demnach Geschäftsmodellen, die Gewinnspielen oder sogenannten „Ausspielungen bei denen der Gewinn in geringwertigen Gegenständen besteht“ ähneln (z.B. Lose auf dem Jahrmarkt, das Sammeln von Panini-Bildchen oder Figuren aus Überraschungs-Eiern).

„Glücksspiel“ ist also ein komplexes Thema, das in Deutschland strenger Regulierung unterliegt. Die genaue Definition darüber, was Glücksspiel ist, ist Sache des Gesetzgebers und der Gerichte, die USK kann und darf kein Urteil fällen, was als Glücksspiel gilt. Glücks- und Gewinnspielelemente werden in Deutschland nicht im Rahmen einer Jugendschutzvorgabe geregelt, sondern durch den Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV) reguliert.

Sind Lootboxen unproblematisch?
Aus unserer Sicht: Nein.

Uns ist bewusst, dass es Drittanbieter über Websites möglich machen, z.B. Items und Skins für echtes Geld zu handeln. Manche dieser Portale sind schlichtweg nicht zulässig. Bei diesem Weiterverkauf von Ingame-Items handelt es sich in der Regel also nicht um offizielle Geschäftswege, die der Kontrolle des konkreten Spieleanbieters unterliegen. Dieser Umstand kann dem Anbieter eines jeweiligen Spieles nicht zur Last gelegt werden.

Auch gibt es bei der Gestaltung von Ingame-Shops und Ingame-Werbung klare jugendschutzrechtliche Vorgaben, wenn sich Anbieter mit ihren Kaufappellen direkt an Kinder und/oder Jugendliche richten. Dies gilt nicht nur für Lootboxen, sondern für alle Mikrotransaktionen in Spielen. Vermutete Verstöße können der USK gemeldet werden.

Was genau tut die USK?
Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist zuständig für die Prüfung von Computerspielen und Apps in Deutschland. Die USK ist sowohl unter dem Jugendschutzgesetz (JuSchG) als auch für den Online-Bereich unter dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) als zuständige Selbstkontrolle staatlich anerkannt. Im Bereich des Jugendschutzgesetzes vergeben staatliche Vertreter am Ende eines USK-Verfahrens die Alterskennzeichen. Darüber hinaus ist die USK Gründungsmitglied der International Age Rating Coalition (IARC), ein globales System, in dem Alterskennzeichen der USK auch für Online-Spiele und Apps vergeben werden.

Der Glücksspiel-Staatsvertrag (GlüStV) regelt die Definition für staatlich zu regulierendes Glücksspiel. Sollte ein Spiel diese Norm erfüllen, würde es im Rahmen der allgemeinen Rechtsordnung auch bei der USK keine Jugendfreigabe erhalten. Lootboxen zählen bisher im Unterschied zum rechtlichen Begriff des Glücksspiels zu den Bezahl- und Geschäftsmodellen der Anbieter. Diese sind gemäß der Leitkriterien der USK jedoch kein Gegenstand einer jugendschutzrechtlichen Bewertung nach dem Jugendschutzgesetz, sondern erfolgen durch andere regulatorische Vorgaben (z. B. Allgemeine Regelungen des Verbraucherschutzes). Somit gibt es für die USK keinen gesetzlichen Auftrag Lootboxen bei der Prüfung zur Alterseinstufung zu berücksichtigen.

Die Lootbox-Debatte
Uns scheint es, als wäre der Einbau von Lootboxen oder ähnlichen Mechanismen in Vollpreisspielen vielen Spieler*innen ein Dorn im Auge. Für uns ist das ein Indiz, dass es sich hier nicht nur um ein Jugendschutz-Thema handelt, sondern vielleicht auch um Ärger über neue und alte Geschäftsmodelle ganz unabhängig von ihrer möglichen Wirkung auf Minderjährige. So sehr wir als Gamer*innen das ein oder andere Argument gut nachvollziehen können, ist unsere Kernkompetenz und gesetzliche Aufgabe der Schutz von Minderjährigen. Dort, wo Unternehmen die Grenzen der erlaubten Geschäftspraktiken überschreiten, haben wir mit den Verbraucherzentralen in Deutschland wichtige Verbündete.

Natürlich sind wir aber an einem möglichst umfassenden Schutz der Spieler*innen interessiert und die Sorge um mögliche negative Auswirkungen von Lootboxen auf Minderjährige lässt uns nicht kalt. Wir beraten uns derzeit intern, ob und wie sich das Thema jugendschutzpraktisch in unsere Arbeit integrieren lässt.

Liebe Eltern!
Wir raten unbedingt dazu, sich mit den entsprechenden Medien / Geräten und den bei Kindern beliebten Inhalten auseinanderzusetzen, um einen Überblick zu behalten, welches Kind welche Inhalte und in welchem Rahmen nutzt und nutzen darf. Nicht nur deswegen haben wir zusammen mit der Stiftung Digitale Spielekultur einen Elternratgeber erstellt, der auch auf Faktoren wie Medienkompetenz, Nutzungsdauer und Parental Control-Systeme eingeht.

Bei Fragen stehen wir direkt über das Kontaktformular auf unserer Website zur Verfügung.


Das ist zumindest etwas, wie ich finde. Ich muss meine Gedanken dazu komplett irgendwann mal formal, strukturiert und sachlich zu Papier bringen.


Zurück zu „Jugendschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron