Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Benutzeravatar
Patrik
VDVC-Team
Beiträge: 3546
Registriert: Mi 27. Mai 2009, 22:40
Vorname: Patrik
Nachname: Schönfeldt
Wohnort: Oldenburg
Kontaktdaten:

Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Patrik » Mo 4. Okt 2010, 19:20

Ich bin am 4. November 2010 als Repräsentant des VDVC zum „DIALOG INTERNET - Aufwachsen mit dem Netz“ des Bundesfamililienministeriums eingeladen. Dass ich gehen werde, steht (soweit mein Studium das zulässt) außer Frage. Daher möchte ich euch nun Gelegenheit geben, daran mitzuwirken, unsere Position aus zu feilen.

Im ersten Treffen soll es zunächst darum gehen, auf der Basis der angehängten Fragen, die genauen Fragestellungen einzugrenzen, mit der sich die Gruppe später befassen wird.
Dateianhänge
Fragen_A4_LY01.pdf
(1.46 MiB) 197-mal heruntergeladen

Benutzeravatar
gordon-creAtive.com
VDVC-Team
Beiträge: 969
Registriert: Di 30. Mär 2010, 21:47
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon gordon-creAtive.com » Mo 4. Okt 2010, 20:08

Wow! Wenn ich das richtig verstanden habe, ist da auch Mario Sixtus und Markus Beckendahl eingeladen!

Benutzeravatar
Modgamers
VDVC-Mitglied
Beiträge: 420
Registriert: Mo 4. Jan 2010, 17:57
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Modgamers » Mo 4. Okt 2010, 21:09

Also ich sehe da "unseren" Bereich vor allem bei B.6. habe aber auch ein paar ideen bei anderen Punkten.

BTW: Ist das ne öffentliche Veranstaltung, oder geschlossen?

Benutzeravatar
Patrik
VDVC-Team
Beiträge: 3546
Registriert: Mi 27. Mai 2009, 22:40
Vorname: Patrik
Nachname: Schönfeldt
Wohnort: Oldenburg
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Patrik » Mo 4. Okt 2010, 22:04

Die Veranstaltung ist geschlossen, ohne Einladung kommt man da nicht rein. Wenn jemand Ideen hat: Her damit. Ich werde dort im Namen des VDVC sein, also für euch und in eurem Sinne reden und handeln.

Die besprochen Inhalte werden aber mit Sicherheit schneller nach außen getragen als man Twitter sagen kann.

Benutzeravatar
Modgamers
VDVC-Mitglied
Beiträge: 420
Registriert: Mo 4. Jan 2010, 17:57
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Modgamers » Mi 6. Okt 2010, 22:12

Man sollte vielleicht noch vorher den letzten Teil dieses Blogeintrags lesen: http://greenninja87.blogspot.com/2010/1 ... mtest.html

Die Tage versuche ich mal zu den Punkten was sinnvolles zu finden.

Benutzeravatar
Saturos Zed
VDVC-Mitglied
Beiträge: 95
Registriert: Mo 31. Aug 2009, 19:36
Vorname: Basti
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Saturos Zed » Sa 9. Okt 2010, 22:35

Also wenn ich diese Fragen einfach so beantworten müsste würde das so aussehen:

A

1. Erwachsene: Phishing Mails und Trojaner sind in der Zwischenzeit schon fast eingebürgerte Begriffe welche Regelmäßig in den Nachrichten erscheinen, trotzdem steigen die Zahlen dieser Trickbetrügereien jedes Jahr immens und sind immer häufiger von Erfolg gekrönt. Meines erachtens sind die Erwachsenen, vor allem die älteren, Internetnutzer nicht sensibilisiert genug was Sicherheit im Internet betrifft. Hier hilft nur eine ausführliche Belehrung der Internetnutzer durch Banken und Internetshops (und alle anderen Dienstleistungs- und Handelsanbieter in denen mit sensiblen Daten hantiert wird, auch Social Networks!).
Für Kinder und Jugendliche gilt ebenfalls die Gefahr, sensible, und vor allem persönliche Daten, nicht blind ins Internet zu stellen. Auch hier sind die Social Networks, welche noch immer große Lücken im Bereich Datenschutz haben, als Gefahrenquelle zu identifizieren. Auch manche Browsergames sind ziemliche Datenschleudern!

2. Keine Ahnung, ich kenne keine wirkliche Schutzmaßnahme die wirklich geklappt hat. Doch natürlich, China hat super Schutzmaßnahmen haha :D

3. Staatlicher Schutz für die Nutzung in einem freien Internet bietet nur eine sorgfältige Bildung im Umgang mit Medien, in welche auch die Eltern miteingebunden werden müssen. Diese Bildung sollte kontinuierlich durch alle Klassenstufen erfolgen. Jugendliche Nutzer sollten zudem auf die oben genannten Trickbetrügerein vorbereitet werden, genauso wie ein stärkerer Fokus auf die herausgabe sensibler bzw. persönlicher Daten.

Was ich mir schonmal bei Kindern gedacht habe ist, warum man nicht eine Art staatliches "Kindernet" für alle Grundschulen bastelt, also eine Art Intranet für Kinder zum lernen in dem der Staat die Inhalte für die Kinder festlegt, Lernspiele, eBooks, ein kindergerechtes Social Network...es gäbe viele Möglichkeiten. Naja, nur ein Gedanke.

4. Die Angabe der Personalausweisnummer wäre eine Möglichkeit. Sicher kann ein Jugendlicher mit etwas Hirn mal eben den Perso von den Eltern stibitzen und abschreiben, aber es wäre schonmal ein Anfang. Vllt. kann man das noch mit einem PIN oder Passwort verbinden? Ich weiß es nicht. "Zulässige Freiheitsbeschränkungen" fallen mir nicht ein.

5. Keine Ahnung.

6. Da fehlt mir der Bezug zu, wenn die illegale Sicherheitskopien und Kinderpornografie meinen, dann sollte man die Verursacher verklagen/verhaften was soll man sonst groß anwenden?

Der ganze Bereich B ist so extrem Schwammig ich kann damit nix anfangen.

Falls ihr was anderes hören wolltet hab ich die Frage somit nicht verstanden :)
"The Mystery of Life"
Vol. 841 Ch. 26
All life begins with Nu and ends with Nu...
This is the truth!
This is my belief!
...At least for now.

Benutzeravatar
Modgamers
VDVC-Mitglied
Beiträge: 420
Registriert: Mo 4. Jan 2010, 17:57
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Modgamers » So 10. Okt 2010, 12:17

Saturos Zed hat geschrieben:Was ich mir schonmal bei Kindern gedacht habe ist, warum man nicht eine Art staatliches "Kindernet" für alle Grundschulen bastelt, also eine Art Intranet für Kinder zum lernen in dem der Staat die Inhalte für die Kinder festlegt, Lernspiele, eBooks, ein kindergerechtes Social Network...es gäbe viele Möglichkeiten. Naja, nur ein Gedanke.


Gibt es schon. Nennt sich Internet-Filter. Funktioniert super!

Benutzeravatar
Saturos Zed
VDVC-Mitglied
Beiträge: 95
Registriert: Mo 31. Aug 2009, 19:36
Vorname: Basti
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Saturos Zed » So 10. Okt 2010, 13:30

Ich finde das garnicht schlecht, selbst wenns von den Bayern kommt. Eine Schule ist schließlich kein Internetdienstanbieter sondern soll den Umgang mit dem Medium beibringen. Wenn jemand während dem Unterricht andere Seiten aufrufen will als benötigt dann sollte es möglich sein diese zu sperren. Ich mein wenn der Lehrer sagt holt das Mathebuch raus und ich zieh nen Comic aus dem Ranzen und fang an zu lesen dann muss jedem klar sein, dass das natürlich nicht wirklich sinnvoll ist. Wenn jemand den kompletten Zugang nutzen will soll er in die nächste Bücherei (hat inzwischen jede Internetrechner zur freien Nutzung), ins Internetcafé oder nach Hause gehen.

Wenn ich mir die Kommentare durchlese fällt auf, dass das "Zensurproblem" kein Software-Relevantes Problem ist, sondern die Seiten welche besucht werden dürfen in jeder Schule durch den Administrator ausgewählt werden. Die Software sperrt alle Seiten die nicht auf der Whitelist stehen. Somit sollte man sich lieber an die Schulen direkt wenden anstatt die Initiative sofort zu verteufeln, dass Seiten wie genannt zB. Netzpolitik.org oder Junge-Piraten.de gesperrt sind.
"The Mystery of Life"
Vol. 841 Ch. 26
All life begins with Nu and ends with Nu...
This is the truth!
This is my belief!
...At least for now.

Benutzeravatar
gordon-creAtive.com
VDVC-Team
Beiträge: 969
Registriert: Di 30. Mär 2010, 21:47
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon gordon-creAtive.com » So 10. Okt 2010, 14:01

Wär das nicht mal ein Thema für ein Gamestorming?

Benutzeravatar
Modgamers
VDVC-Mitglied
Beiträge: 420
Registriert: Mo 4. Jan 2010, 17:57
Wohnort: Hamburg
Kontaktdaten:

Re: Familienministerium: „DIALOG INTERNET“

Beitragvon Modgamers » So 10. Okt 2010, 14:14

Naja, da waren auch Seiten wie ARD.de u.ä. gesperrt, dafür Bild.de nicht (ich meine auch die Seite SPD-Bayern war gesperrt, die der CSU natürlich nicht).

Medienkompetenz lernt man mMn nicht, indem man die Kinder (die man nicht für dümmer halten sollte, als sie sind) vor unliebsamen (!= gefährlichen) Seit "beschützt" in dem man sie davon ausschließt. Internet ist ein teilhabe Medium und wenn man diesen Aspekt ausklammert, lernt man dabei nichts. Ein ständiger PC-Gebrauch in der Klasse ist jedoch sowieso noch ein Novum. Bei uns (am Gymnasium) gab es (wie wohl überall auch) einen Computerarbeitsraum. Später gab es dann noch einen (alten) PC pro Klassenzimmer und noch einen im Oberstufenraum. Den P in der Klasse kann man natürlich nicht immer benutzen und dem im OSR nur in der Pause. Wenn man im Unterricht rumsurft und der Lehrer das merkt, kann er ihn natürlich ermahnen am Unterricht teilzunehmen, aber in der Pause etwa geht es die Lehrer nichts an, welche Webseiten ich aufrufe. Auch ein Kind hat das Recht auf Privatsphäre, das Recht auf Freie Entfaltung der Persönlichkeit und das Recht auf Informationsfreiheit usw.

Schule muss auch ein (H)Ort der Demokratie sein und das gehört dazu. Man muss einen PC vielleicht nicht jedem Schüler ab der Vorschule zugänglich machen, aber wenn sie dann später doch einen mit Internetzugang haben, dann sollte man ihnen auch das nötige Vertrauen schenken, was man ansonsten jedem Menschen zugesteht. Das ganze sollte man natürlich mit Medienkundeunterricht flankieren, man sollte Kinder aber auch mal machen lassen, Stichwort Neugier. Sicher werden die Jugendlichen dann auch mal Seiten ansurfen, die nicht für ihr Alter geeignet sind, aber diese Mär von wegen "ich bin da mal zufällig über eine XYZ-Seite gestolpert" sollte man nicht zuviel Glauben schenken. Wenn man z.B. nicht explizit nach rechtsradikalem Inhalt sucht, dann findet man ihn auch nicht, oder seit ihr mal "zufällig" auf solch eine Seite gestoßen?

Internet muss man lernen. Dabei macht man auch Fehler, aber Fehler muss man machen (egal wo), weil das zur Herausbildung einer verantwortungsvollen Persönlichkeit dazugehört. Dies kann man aber alles nicht machen, wenn man die Kinder in einen goldenen Internetkäfig einsperrt.


Zurück zu „Medienerziehung und Jugendschutz“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron