Patreiunabhängigkeit

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Modgamers
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Re: Hamburger Piraten mit Gamespolitik im Wahlprogram

Beitragvon Modgamers » Do 13. Sep 2012, 20:54

Ich würde es ziemlich anmaßend finden, wenn sich ein einfaches Mitglied (also kein Vollwertiges bzw. Vorstandsmitglied) so äußert (in bzw. auf einen Film), dass die als offizielle "Meinung" einer Organisation ausgelegt wird, "nur" weil dieser (eine hier insb. automatisch eingetragene) einen Links zur Organisationsseite in seinem Namen führt.
Ich finde es wiederum äußerst anmaßend, dass du mir nur aufgrund dieses Links eine solche Meinungsführerschaft unterstellst, insb. bei solch einem profanen Beispiel. Alleine schon aus dem Inhalt des Kommentars sollte erkenntlich sein, dass es sich um eine private Meinung handelt, aber für dich muss ja jeder immer irgendwie einen fünf seitigen Disclaimer vor jede seiner aussagen packen.

Das der CCC, AK Vorrat oder Mehr Demokratie e.V. nicht exakt die selben Positionen vertritt wie der VDVC ist mir durchaus klar. Ich habe sie nur als Beispiel für organisationen genannt, von denen die Piratenpartei Positionen teilt, bzw. übernommen hat, oder das sich dessen Mitglieder bei der PP einbringen und tlw. in Landesparlamenten sitzen. Und das alles obwohl eben auch jene Organisationen parteiunabhängig sind. Sowas nannten meine Lehrer in der Schule übrigens Transferleistung...

Meine Meinung, wie sich der VDVC gegenüber Parteien bzw. Mitgliedern, die sich in Parteien engagieren umgehen sollen habe ich ja bereits gesagt:
Davon mal ab sollte was ich in meiner Freizeit mache weder den VDVC noch die PP interessieren.


... insb. da ich, wie oben bereits gesagt, weder vollwertiges noch Vorstandsmitglied bin.

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Re: Hamburger Piraten mit Gamespolitik im Wahlprogram

Beitragvon buzzti » Do 13. Sep 2012, 20:55

Pyri hat geschrieben:Wenn es wirklich so ist wie Gordon schreibt, dass nämlich der VDVC "unabhängig von Parteien" wäre, kann es nämlich nicht sein, dass von hier dort dann wer in einem von deren Programmen sogar noch mitschreibt.


Man verzeihe mir meine Ignoranz, aber wenn im Artikel hier darauf hingewiesen würde, dass Modgamers bei den Piraten aktiv ist, halte ich es für in Ordnung. Dass sich Vereinsmitglieder politisch engagieren, und womöglich auch die Interessen ihres Vereins in die Politik mit einbringen ist wohl nicht selten der Fall. Solange dies auch kommuniziert wird finde ich es in Ordnung.

http://vdvc.de/wiki/%C3%9Cber_uns

"Als gemeinnütziger, parteipolitisch neutraler Verband sucht er den Dialog mit allen Menschen, die dazu bereit sind, das Thema „Video- und Computerspiele” zu erörtern."

Was du mit dem verlinkten Max Payne Kommentar genau meinst, verstehe ich auch nicht ganz: Willst du, dass wir in die Satzung aufnehmen "Kommentare im Forum und bei Newsthreads sind Meinungen der einzelnen Personen und entsprechen nicht unbedingt der Meinung des VDVC" , oder worauf willlst du hinaus?

Pyri hat geschrieben:Äußerst bedenklich und vielleicht sollte das auch einmal thematisiert werden, ähnlich wie dass Klarnamen hier nicht erwünscht sind...


Das ist mir auch neu. Sandra Uhling scheint eine Ausnahme zu sein. Ich dachte du wärst ein Befürworter von freier Identität, jeder soll sein wer er will, - warum aber dann so was bürgerliches wie Realnamen?

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Re: Hamburger Piraten mit Gamespolitik im Wahlprogram

Beitragvon Patrik » Do 13. Sep 2012, 21:49

Der VDVC ist und bleibt parteipolitisch neutral und sehe das auch bisher nirgendwo verletzt. Natürlich gibt es personelle Überscheidungen mit den Piraten, aber es gibt sie auch mit anderen Parteien. Um ehrlich zu sein, gebe ich mir sogar große Mühe, verschiedene Parteien nach Möglichkeit gleich zu behandeln. Es wäre aber doch absurd von Mitgliedern zu erwarten, sich nicht in Parteien zu engagieren.

Noch ein bisschen Hintergrund zu Artikel, der das hier ausgelöst hat: Modgamers hat Sonntag darauf hingewiesen, dass es die genannten Punkte jetzt im Wahlprogramm der Hamburger Piraten gibt. Das fand ich interessant, also habe ich mich daran gemacht, zu gucken, was andere Parteien so vergleichbares fordern. Als ich nach einiger Recherche nicht wirklich etwas vergleichbares gefunden habe, musste ich leider auf Verweise auf Vorstöße anderer Parteien verzichten, die ich wirklich gern gebracht hätte. Auf andere Landesverbände der Piraten habe ich zugegeben nicht geguckt – aber zu unterstreichen, dass es die in SH ähnlich sehen, wäre jetzt nicht unbedingt parteiferner gewesen.

PS: Wäre es die CDU gewesen, die Gamespolitik in ihr Wahlprogramm aufgenommen hätte, wäre wohl fast genau so ein Artikel daraus geworden. (Und Gordon hätte sich darüber wohl nicht beschwert, weil er mich wahrscheinlich nicht als CDU-nah einschätzt.)

PPS: Einzig die SPD hat es von den „großen Parteien“ noch nicht in unser Blog geschafft. Momentan führen die Piraten (drei Nennungen) vor der Union (zwei Nennungen). Um ehrlich zu sein, hätte ich lieber mehr von allen Parteien im Blog.
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Re: Hamburger Piraten mit Gamespolitik im Wahlprogram

Beitragvon gordon-creAtive.com » Fr 14. Sep 2012, 08:00

Oh Gott. Ich muss wohl etwas klarstellen.
kann es nämlich nicht sein, dass von hier dort dann wer in einem von deren Programmen sogar noch mitschreibt.

Doch, solange es nicht unter dem Banner des VDVC läuft. Aber das hat Modgamers ja auch nicht gemacht und war auch nicht Gegenstand meiner Kritik.
Des Weiteren stand ja im Raum, was der VDVC als "böse Lobbyorganisation" an deren Programm mitschreibt,

Das war aber nicht mein Vorwurf.
Wäre es die CDU gewesen, die Gamespolitik in ihr Wahlprogramm aufgenommen hätte, wäre wohl fast genau so ein Artikel daraus geworden.

Darum gehts mir nicht. Mir gehts darum, dass es (in meinen Augen) etwas kritisch aussieht, wenn wir die Piraten für die beiden Anträge loben, die aber maßgeblich durch ein VDVC-Mitglied eingebracht worden sind. Ich fände es wichtig, dass der Transparenz wegen zu erwähnen. Wenn das bei der CDU passiert wäre, hätte ich hoffentlich das gleiche gepostet.

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Re: Hamburger Piraten mit Gamespolitik im Wahlprogram

Beitragvon Patrik » Fr 14. Sep 2012, 08:41

Dir fehlt also nur die Info, dass einer der Antragsteller auch VDVC-Mitglied ist. Das würde fast so klingen, als hätten wir irgendwas dazu beigetragen. Das halte ich für schwierig umzusetzen. Modgamers hat den Antrag aber eben nicht in seiner Funktion als VDVC-Mitglied (mit-) erarbeitet, sondern unabhängig davon. Und ganz unabhängig davon, der nun am Antrag beteiligt war, sind >80% Zustimmung ein deutliches Zeichen. Ich denke weiterhin, dass es dir richtige Entscheidung war, über die neuen Programmpunkte der Piraten zu berichten – und zwar ganz unabhängig davon, wer die eingereicht hat.

Erwähnt werden könnte aber, dass ich tatsächlich nur darauf aufmerksam geworden bin, weil einer der Antragssteller VDVC-Mitglied ist. Sonst hätte Modgamers wohl nach dem Parteitag nicht voller Stolz im hier Forum auf die Aufnahme der Punkte ins Wahlprogramm hingewiesen.
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