Planet  •  Wiki  •  Forum  •  Blog

Offener Brief

Falschdarstellungen und Vorurteile

Re: Offener Brief

Beitragvon Rey Alp » Fr 9. Dez 2011, 02:41

- Ich habe versucht den Text etwas lesbarer zu gestalten und Sätze gekürzt/neu formuliert/umgestaltet.
- Was meinst du mit mehr Inhalt? Ich würde selbst auch gern mehr falsch dargestellte Punkte oder die Abmahnung des einen Clans erwähnen: Doch das lenkt vom eigentlichen Anliegen ab und führt durch die Länge leider dazu, dass es ohnehin kaum einer mehr ließt.
- Wir bräuchten einen Zeitplan: Freitag 18 Uhr veröffentlichen auf vdvc und stigma sowie per Mail oder Post an Frontal21 schicken?
- Noch irgendwelche Vorschläge?

Offener Brief an Frontal21

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Beitrag „Zehn Jahre Frontal21“ werden Reaktionen auf Ihre Berichterstattung über sogenannte "Killerspiele" vom 09.11.2004 thematisiert. Anknüpfungspunkt der Redaktion war hierbei ein möglicher Zusammenhang zwischen der Nutzung von Videospielen und Gewalttaten sowie der Umstand, dass einige Videospiele nicht indiziert, sondern lediglich „ab 18“ freigegeben wurden. Frontal21 sah sich daraufhin Kritik ausgesetzt, weil durch Auslassungen wie schlicht unwahren Tatsachenbehauptungen unzutreffende Zusammenhänge suggeriert wurden.

So wurde – wir belassen es bei einem Beispiel - selbst noch der offiziellen Stellungnahme behauptet, dass es in der Mission „Nachspiel im Sanatorium“ des Spiels „Hitman: Contracts“ darum ginge „Figuren, die an Behinderte erinnern, zu töten“. Tatsächlich ist der Protagonist selbst einer der Frontal21 „an Behinderte“ erinnernden Klone. Er hält sich in dem gezeigten Spielabschnitt in einer Einrichtung auf, die von Spezialeinheiten gestürmt werden soll. Ziel ist des Spielers ist es gerade nicht sich und die anderen Insassen zu töten, sondern den Einsatzkräften zu entkommen. Der Spieler ist also Opfer und nicht Täter. Nichtsdestotrotz kann die höchste Punktzahl nur durch eine friedliche Spielweise, die auf Schleichen und Verstecken setzt, erreicht werden. Ein Umstand, der durch zahlreiche Youtube-Videos belegt wird.

In dem Rückblick gelingt Ihnen hinsichtlich der Empörung der Gamer eine „Korrektur”: Es wird verschwiegen, dass der Protest der inhaltlich unzutreffenden Berichterstattung galt, sondern stattdessen der Anschein erweckt, dass die Reaktionen auf die erst durch spätere Sendungen erfolgte Thematisierung der Suchtgefahr abzielen würden:

    2004 – die digitale Gemeinde in Aufruhr: Frontal21 berichtet über Killerspiele. „Das macht süchtig“, sagten wir – und kassierten jede Menge Widerspruch und Parodien.“

Ein Vorgehen, das bei den Öffentlich-Rechtlichen offenbar System hat: Als das Politmagazin Panorama anlässlich der Sendung „Killerspiele im Internet“ behauptete, dass in „GTA: San Andreas“ derjenige gewinnen würde, der „möglichst viele Frauen vergewaltigen“ würde – obwohl der Protagonist nach der Installation einer Mod von Frauen tatsächlich allein „auf eine Tasse Kaffe“ zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr eingeladen werden konnte, wurden Proteste ebenfalls umgedeutet. Auch hier war plötzlich nicht mehr die Bestürzung über die Verbreitung von Unwahrheiten, sondern die Angst, dass die Spiele verboten werden könnten, das maßgebliche Motiv der Spieler.

Bereits die von Ihnen an den Tag gelegte Arroganz, offenkundige Mängel der Berichterstattung zu leugnen, war einer Nachrichtensendung unwürdig. Dass Sie nunmehr die Kritik selbst aus den Kontext reissen und für Ihre Selbstdarstellung missbrauchen, spottet jeder Beschreibung. Wir fordern Sie hiermit auf gemäß § 6 des ZDF-Staatsvertrags, nach dem eine Berichterstattung „wahrheitsgetreu“ erfolgen muss, das weitere Verfälschen von Zusammenhängen zu unterlassen sowie die vorgenommenen Manipulation, wie es nach den gemäß § 10 RStV geltenden „anerkannten journalistischen Grundsätzen“ geboten ist, zu berichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Rey Alp
 

Re: Offener Brief

Beitragvon Patrik » Fr 9. Dez 2011, 12:27

- Einen oder zwei Sätze habe ich noch zerteilt, hier und da ein Wort ersetzt und finde es jetzt noch lesbarer.
- Mehr Inhalt tut in meinen Augen nicht Not, weil das Argument einfach zieht.
- Heute Abend um 18:00 wäre OK für mich. Müsste das ggf. vorher schedulen, aber das ist ja kein echtes Problem.

Offener Brief an Frontal21

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Beitrag „Zehn Jahre Frontal21“ werden Reaktionen auf Ihre Berichterstattung über sogenannte "Killerspiele" vom 09.11.2004 thematisiert. Anknüpfungspunkt der Redaktion war hierbei ein möglicher Zusammenhang zwischen der Nutzung von Videospielen und Gewalttaten sowie der Umstand, dass einige Videospiele nicht indiziert, sondern „ab 18“ freigegeben wurden. Frontal21 sah sich daraufhin Kritik ausgesetzt, weil durch Auslassungen sowie schlicht unwahre Tatsachenbehauptungen unzutreffende Zusammenhänge suggeriert wurden.

So wurde – wir belassen es bei einem Beispiel - selbst noch der offiziellen Stellungnahme behauptet, dass es in der Mission „Nachspiel im Sanatorium“ des Spiels „Hitman: Contracts“ darum ginge „Figuren, die an Behinderte erinnern, zu töten“. Tatsächlich ist der Protagonist selbst einer der Frontal21 „an Behinderte“ erinnernden Klone. Er hält sich in dem gezeigten Spielabschnitt in einer Einrichtung auf, die von Spezialeinheiten gestürmt werden soll. Ziel ist des Spielers ist es gerade nicht, sich und die anderen Insassen zu töten, sondern den Einsatzkräften zu entkommen. Der Spieler ist also Opfer und nicht Täter. Des weiteren kann die höchste Punktzahl nur durch eine friedliche Spielweise, die auf Schleichen und Verstecken setzt, erreicht werden. Ein Umstand, der durch zahlreiche Youtube-Videos belegt wird.

In dem Rückblick gelingt Ihnen hinsichtlich der Empörung der Gamer eine „Korrektur”: Es wird verschwiegen, dass der Protest der inhaltlich unzutreffenden Berichterstattung galt, sondern stattdessen der Anschein erweckt, dass die Reaktionen auf die erst durch spätere Sendungen erfolgte Thematisierung der Suchtgefahr abzielen würden:

    2004 – die digitale Gemeinde in Aufruhr: Frontal21 berichtet über Killerspiele. „Das macht süchtig“, sagten wir – und kassierten jede Menge Widerspruch und Parodien.“

Ein Vorgehen, das bei den Öffentlich-Rechtlichen offenbar System hat: Das Politmagazin Panorama behauptete anlässlich der Sendung „Killerspiele im Internet“, dass in „GTA: San Andreas“ derjenige gewinne, der „möglichst viele Frauen vergewaltigen“ würde – obwohl der Protagonist nach der Installation einer Mod von Frauen tatsächlich allein „auf eine Tasse Kaffe“ zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr eingeladen werden konnte. Die hierauf folgenden Proteste wurden ebenfalls umgedeutet: Auch hier war plötzlich nicht mehr die Bestürzung über die Verbreitung von Unwahrheiten, sondern die Angst, dass die Spiele verboten werden könnten, das maßgebliche Motiv der Spieler.

Bereits die von Ihnen an den Tag gelegte Arroganz, offenkundige Mängel der Berichterstattung zu leugnen, war einer Nachrichtensendung unwürdig. Dass Sie nunmehr die Kritik selbst aus den Kontext reissen und für Ihre Selbstdarstellung missbrauchen, spottet jeder Beschreibung. Wir fordern Sie hiermit auf gemäß § 6 des ZDF-Staatsvertrags, nach dem eine Berichterstattung „wahrheitsgetreu“ erfolgen muss, das weitere Verfälschen von Zusammenhängen zu unterlassen sowie die vorgenommenen Manipulation, wie es nach den gemäß § 10 RStV geltenden „anerkannten journalistischen Grundsätzen“ geboten ist, zu berichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Raubkodierer sind Verbrecher.
Benutzeravatar
Patrik
VDVC-Team
 
Wohnort: Oldenburg

Re: Offener Brief

Beitragvon Modgamers » Fr 9. Dez 2011, 12:32

Vielleicht noch die Möglichkeit geben, dass andere unterzeichnen können (bspw. Pirate Gaming, ESL usw.).
Die beste Zensur ist die, die nicht danach aussieht!
Bild
Benutzeravatar
Modgamers
VDVC-Mitglied
 
Wohnort: Hamburg

Re: Offener Brief

Beitragvon Rey Alp » Fr 9. Dez 2011, 12:40

- ok. Ich habe nur nach in der ersten Zeile das Datum umgestellt, damit es sich auf die Sendung und nicht auf die Reaktionen bezieht und dann noch ein wird und was anderes ergänzt.
- Von mir aus geht auch ein früherer Zeitpunkt, ich kann dir da gerne entgegen kommen. Sofern ich nichts mehr von dir höre, werde ich den Text aber um 18 Uhr posten.
- Unterzeichnet werden soll der Text dann von:
Matthias Dittmayer, Patrik Schönfeldt
(stigma-videospiele.de, Verband für Deutschlands Video- und Computerspieler)

?
- Und wer von uns schickt das Ding an Frontal21? Wenn wur das nur per Mail machen, kann ich das gerne erledigen. Falls wir das in Papierform machen würden, würde ich dich darum bitten - ihr habt so nettes Briefpapier^^.
Offener Brief an Frontal21

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Beitrag „Zehn Jahre Frontal21“ werden Reaktionen auf Ihre Berichterstattung vom 09.11.2004 über sogenannte "Killerspiele" thematisiert. Anknüpfungspunkt der Redaktion war hierbei ein möglicher Zusammenhang zwischen der Nutzung von Videospielen und Gewalttaten sowie der Umstand, dass einige Videospiele nicht indiziert, sondern „ab 18“ freigegeben wurden. Frontal21 sah sich daraufhin Kritik ausgesetzt, weil durch Auslassungen sowie schlicht unwahre Tatsachenbehauptungen unzutreffende Zusammenhänge suggeriert wurden.

So wurde – wir belassen es bei einem Beispiel - selbst noch in der offiziellen Stellungnahme behauptet, dass es in der Mission „Nachspiel im Sanatorium“ des Spiels „Hitman: Contracts“ darum ginge „Figuren, die an Behinderte erinnern, zu töten“. Tatsächlich ist der Protagonist selbst einer der Frontal21 „an Behinderte“ erinnernden Klone. Er hält sich in dem gezeigten Spielabschnitt in einer Einrichtung auf, die von Spezialeinheiten gestürmt werden soll. Ziel ist des Spielers ist es gerade nicht, sich und die anderen Insassen zu töten, sondern den Einsatzkräften zu entkommen. Der Spieler ist also Opfer und nicht Täter. Des weiteren kann die höchste Punktzahl nur durch eine friedliche Spielweise, die auf Schleichen und Verstecken setzt, erreicht werden. Ein Umstand, der durch zahlreiche Youtube-Videos belegt wird.

In dem Rückblick gelingt Ihnen hinsichtlich der Empörung der Gamer eine „Korrektur”: Es wird verschwiegen, dass der Protest der inhaltlich unzutreffenden Berichterstattung galt, sondern stattdessen wird der Anschein erweckt, dass die Reaktionen auf die erst durch spätere Sendungen erfolgte Thematisierung der Suchtgefahr abzielen würden:

    2004 – die digitale Gemeinde in Aufruhr: Frontal21 berichtet über Killerspiele. „Das macht süchtig“, sagten wir – und kassierten jede Menge Widerspruch und Parodien.“

Ein Vorgehen, das bei den Öffentlich-Rechtlichen offenbar System hat: Das Politmagazin Panorama behauptete anlässlich der Sendung „Killerspiele im Internet“, dass in „GTA: San Andreas“ derjenige gewinne, der „möglichst viele Frauen vergewaltigen“ würde – obwohl der Protagonist nach der Installation einer Mod von Frauen tatsächlich allein „auf eine Tasse Kaffe“ zu einvernehmlichen Geschlechtsverkehr eingeladen werden konnte. Die hierauf folgenden Proteste wurden ebenfalls umgedeutet: Auch hier war plötzlich nicht mehr die Bestürzung über die Verbreitung von Unwahrheiten, sondern die Angst, dass die Spiele verboten werden könnten, das maßgebliche Motiv der Spieler.

Bereits die von Ihnen an den Tag gelegte Arroganz, offenkundige Mängel der Berichterstattung zu leugnen, war einer Nachrichtensendung unwürdig. Dass Sie nunmehr die Kritik selbst aus den Kontext reissen und für Ihre Selbstdarstellung missbrauchen, spottet jeder Beschreibung. Wir fordern Sie hiermit auf gemäß § 6 des ZDF-Staatsvertrags, nach dem eine Berichterstattung „wahrheitsgetreu“ erfolgen muss, das weitere Verfälschen von Zusammenhängen zu unterlassen sowie die vorgenommenen Manipulation, wie es nach den gemäß § 10 RStV geltenden „anerkannten journalistischen Grundsätzen“ geboten ist, zu berichtigen.

Mit freundlichen Grüßen
Rey Alp
 

Re: Offener Brief

Beitragvon Patrik » Fr 9. Dez 2011, 13:04

- Text scheinen wir ja jetzt beide OK zu finden.

- 18:00 ist OK, ich weiß selber nicht 100%ig, wann ich heute Abend unterwegs sein werde. (Bin normalerweise Radfahrer und es gießt zur Zeit…)

- Ich mag Briefpost, aber da wird es schwierig, deine Unterschrift mit drauf zu bekommen. Senden wir das per Post nach oder bekomme ich ne gescannte Unterschrift von dir, die ich da drauf drucken kann? Wenn ja, mache ich ein Layout mit dem „schönen Briefpapier“. (Würde aber so oder so zumindest auch ne Mail schicken. Mail du, Brief ich?)

@Modgamers: Einzig PG komm da überhaupt in Frage. Wenn Rey nichts dagegen hat, werde ich die noch informieren, aber mehr Zeit für Absprache sollten wir uns nicht nehmen – auf eine wöchentliche Fernsehsendung sollte man schon innerhalb der selben Woche reagieren.
Raubkodierer sind Verbrecher.
Benutzeravatar
Patrik
VDVC-Team
 
Wohnort: Oldenburg

Re: Offener Brief

Beitragvon Rey Alp » Fr 9. Dez 2011, 14:33

- Ok, ich veröffentliche um 18 Uhr bei stigma den Text und schicke eine Mail an Frontal21. Unterschrift habe ich dir gemailt.

edit:

"Weiteren" bei "des Weiteren" wird groß geschrieben und "reißen" mit "ß" und nicht mit "ss".
Rey Alp
 

Re: Offener Brief

Beitragvon Rey Alp » Sa 10. Dez 2011, 16:32

Falls der Brief erwartungsgemäß nichts bringen sollte:
Ort, Datum.

Von:

    Name
    Vorname
    Straße + Nr.
    Ort + PLZ
    EMail

An:

    ZDF
    Sekretariat des Fernsehrats
    55100 Mainz

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit reiche ich eine:

    PROGRAMMBESCHWERDE AN DEN FERNSEHRAT

gegen:

    die Sendung Frontal21
    vom 06.12.2011
    ausgestrahlt ab 21 Uhr

wegen:

    - Verletzung der Programmgrundsätze (§ 6 Abs. 1 ZDF-Staatsvertrag)
    - Verletzung der anerkannten journalistischen Grundsätze (§ 10 Abs. 1 S. 1 RStV)

ein.

Begründung

In "Jubiläum! Zehn Jahre Frontal21" wird seitens Frontal21 ab Minute 4:50 behauptet, dass sich das Format 2004 massiver Kritik der Netzgemeinde ausgesetzt sah, da diese Anstoß an der durch den Beitrag "Videogemetzel im Kinderzimmer" vom 09.11.2004 erfolgte Thematisierung der Suchtgefahr genommen hätte:

    "2004 – die digitale Gemeinde in Aufruhr: Frontal21 berichtet über Killerspiele. „Das macht süchtig“, sagten wir – und kassierten jede Menge Widerspruch und Parodien."

Diese Aussage widerspricht hinsichtlich zweier Punkte der Wahrheit:

    1. Der Journalist Rainer Fromm setzte sich in "Videogemetzel im Kinderzimmer" nicht mit der Suchtproblematik, sondern mit möglichen Zusammenhängen zwischen der Nutzung von Videospielen und Gewalttaten und dem Umstand, dass einige Videospiele nicht indiziert, sondern lediglich "ab 18" freigegeben wurden, auseinander.

    2. Die Kritik der Gamer richtete sich gegen den Umstand, dass in dem Beitrag "Videogemetzel im Kinderzimmer" durch Auslassungen sowie unwahre Tatsachenbehauptungen unzutreffende Zusammenhänge suggeriert sowie die Spieler pauschal diffamiert wurden: "Gegenpositionen kamen kaum vor oder wurden [...] abgeschwächt". 51000 Unterzeichner einer Petition forderten eine "ausgewogene Darstellung der Sachverhalte" ein.

Der Beitrag "Jubiläum! Zehn Jahre Frontal21" verletzt somit die Programmgrundsätze, da die Berichterstattung des ZDF nach § 6 Abs. 1 des ZDF-Staatsvertrags "wahrheitsgetreu" erfolgen muss. Hierin liegt zugleich eine Verletzung des Rundfunkstaatsvertrags begründet, da Informationssendungen gemäß § 10 Abs. 1 S. 1 RStV den "anerkannten journalistischen Grundsätzen" genügen muss.

Belege:

    - Frontal21-Beitrag "Jubiläum! Zehn Jahre Frontal21" vom 06.12.2011.
    - Frontal21-Beitrag "Videogemetzel im Kinderzimmer" vom 09.11.2004.
    - Frontal21-Beitrag "Gewalt ohne Grenzen" vom 26.04.2005.
    - GameStar: Offener Brief an Frontal21

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift


Der GameStar-Brief/die Petition ist afaik nicht mehr online. Könnte mir jemand die bitte sowie den Bericht über das Treffen der GameStar mit Frontal21 mailen, falls er sie in digitaler Form kriegen kann? Online habe ich von Netzpolitik nur das hier:

Offener Brief an Nikolaus Brender, Chefredakteur des ZDF

Sehr geehrter Herr Brender,

ihr Magazin Frontal 21 hat in bisher zwei Beiträgen (am 9.11.2004: »Gemetzel im Kinderzimmer« sowie am 26.4.2005: »Gewalt ohne Grenzen«) über Gewalt in Computerspielen berichtet. In beiden Sendungen wurden Spiele als Gewalt erzeugend dargestellt; Gegenpositionen kamen kaum vor oder wurden durch Verkürzung der Redebeiträge oder die gezielte Auswahl von medienunerfahrenen Repräsentanten abgeschwächt.

Durch die Frontal-21-Reportagen wird billigend in Kauf genommen, dass bei Außenstehenden der Eindruck entsteht, sämtliche Käufer von PC- und Video-Spielen »ab 18« wären in der Regel gewaltbereite, potenzielle Amokläufer. So sinnvoll es ist, Erziehungsberechtigte über den Medienumgang von Kindern und Jugendlichen aufzuklären, so verletzend sind solche pauschal verurteilenden Beiträge für den einzelnen Spieler. Viele Spieler berichten bereits von Rechtfertigungszwang und sozialer Ausgrenzung in Schule und Familie, verursacht auch durch Ihre Berichterstattung.

Wir, die Unterzeichnenden, sind der Meinung, dass die Frontal-21-Berichterstattung eine bewusste, mit Absicht zugespitzte Kampagne gegen das Hobby »Elektronische Unterhaltung« ist. In dieser Form erwarten wir Berichterstattung allenfalls von der Yellow Press, keinesfalls aber von einem öffentlich-rechtlichen Medium. Von einem öffentlich-rechtlichen Sender — immerhin unterhalten auch von unseren Gebühren — erwarten wir ausgewogene Darstellung der Sachverhalte.

Wir fordern Sie auf, in Zukunft das Themenfeld PC- und Videospiele mit Fairness zu behandeln. Eine Unterhaltungsform, die von Millionen Deutschen friedlich genutzt wird, verdient eine differenzierte Betrachtung, keine Stammtisch-Polemik.

Zuletzt geändert von Rey Alp am So 11. Dez 2011, 13:55, insgesamt 1-mal geändert.
Rey Alp
 

Re: Offener Brief

Beitragvon gordon-creAtive.com » So 11. Dez 2011, 13:48

Wenn das in einer GameStar-Ausgabe zu finden ist, musst du mir nur sagen, welche das war.
Benutzeravatar
gordon-creAtive.com
VDVC-Team
 

Re: Offener Brief

Beitragvon Rey Alp » So 11. Dez 2011, 13:54

Also zum offenen Brief:
- http://www.gamestar.de/community/gspinb ... p?t=136241
Forenbeiträge vom 13.07.2005. Wird also wohl August oder Septemberausgabe 2005 sein.

Zum Treffen:
- http://www.pcwelt.de/news/Frontal-21-Ga ... 23017.html
News vom 06.09.2005. Also wohl Oktober/Novemberausgabe 2005.

Genauer weiß ich es leider nicht.
Rey Alp
 

Re: Offener Brief

Beitragvon Rey Alp » Di 13. Dez 2011, 02:32

Weiß wer, wann Frontal21 den ersten beitrag zu Sucht gebracht hat? "Videogemetzel im Kinderzimmer" (2004) und "Gewalt ohne Grenzen" (2005) sind ohne. Den ersten finde ich momentan erst 2009. Da gab es doch frühere?
Rey Alp
 

VorherigeNächste

Zurück zu Stigma Videospiele

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste

cron