von Pyri » Fr 20. Apr 2012, 22:23
Was ich dabei anmerken möchte ist wie Software auch von der Disc über Clients bei Installationen eingelesen wird: installierte ich zum Beispiel "Mafia II", das ein Steam-Spiel ist, werden die Daten bloß als Ersatz für einen Download vom (physischen) optischen Speichermedium, der CD oder DVD, zwischendurch für den Client, eingelesen - was eben auch nur optional ist. Genau so wie die Backups eingelesen werden welche Steam für sämtliche Titel am Konto anbietet zu erstellen.
Und so erfolgt eigentlich gar keine richtige Installation. Ich merke das besonders auf meinen Macs, deren OS schonmal anders aufgebaut ist als Windows. Das ist aus meiner Sicht in jedem Fall mehr ein Kopieren als ein Installieren.
Gerade bei der Frage ob ein Produkt gekauft wurde oder bloß eine Dienstleistung erworben worden ist scheint mir das relevant zu sein, denn diese Nicht-Möglichkeit etwas (anders) zu installieren schließt wohl schonmal aus, dass wenn der Client mal nicht mehr verfügbar sein sollte ein "Produkt" überhaupt noch zum laufen gebracht werden kann. Also bevor etwas gestartet werden kann muss es ja wohl erstmal überhaupt ordentlich installiert worden sein.
Die alten bereits skandalisierten DRM-Lösungen von EA (vor Origin, also 2008 etwa die von "Spore" oder später "Dead Space") haben wenn ich mich richtig erinnere eine solche Installation zumindest noch ermöglicht.
Besonders ärgerlich fand ich das bei der DRM-Lösung von Microsoft, Games for Windows LIVE (GWL). Der Marktplatz des GWL-Client wurde von MS als Shop-Möglichkeit zwar mittlerweile aufgelöst und vollständig durch das rein WWW-basierte Xbox.com für Windows ersetzt, doch früher konnte so etwa kein temporärer Speicherplatz bestimmt werden. Es konnte über den MS-Client nur darüber installiert werden wo der Client ist - was bei großen Windows-Spielen ja mal gern in den zweistelligen GB-Bereich geht. Andere Ordner an anderen Stellen im System konnten erst für später bestimmt werden.
Die Filmindustrie macht das mit ihren digitalen Kopien übrigens ganz ähnlich. Bei BDs wie zum Beispiel der zum aktuellen "The Thing" findet sich eine DVD dabei, die allerdings kein DVD-Video ist. Pikanter Weise obwohl das DVD-Video-Symbol auf der Scheibe prangt. Der Film findet sich darauf DRM-kodiert so, dass er von Apple's iTunes nur für eine Quasi-Installation eingelesen werden kann. Abgespielt kann der Film über die Scheibe nicht werden.
Bei Spielen sehe ich da eine ähnliche Entwicklung noch kommen.