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Beitrag über "Buzzwords"

Falschdarstellungen und Vorurteile

Beitrag über "Buzzwords"

Beitragvon buzzti » Sa 26. Mai 2012, 17:51

Buzzword/Bullshit Bingo

Wie wärs mit einem 5*5 Felder großen "Bullshit-Bingo", indem wir die Buzzwords, die uns regelmäßig entgegengebracht werden sammeln?

Mein erster Vorschlag:

Bild

weitere Vorschläge:

    Sämtliche Amokläufer der letzten Jahr durch Spiele beeinflusst
    "Du sollst nicht töten!"
    Zivilisten geben Extra-Punkte

Was ist der Sinn davon? Oft sind die Vorwürfe ähnlich, nach den selben Mustern aufgebaut, die selben Schlagworte werden immerwieder wiederholt. Spielerisch soll so die Redundanz der Äusserungen der Videospielkritiker verdeutlicht werden.

Was haltet ihr davon? Vorschläge für eine bessere Wahl der Schlagworte?
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon Rey Alp » Sa 26. Mai 2012, 19:05

Also Artikelvorschläge war eigentlich anders gemeint. Im Sinne von Newsartikel - du meinst eher Artikel im Sinne von "Produkte"?
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon buzzti » Sa 26. Mai 2012, 19:42

Nein, das war auch als Artikel gedacht.
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon Pyri » Sa 26. Mai 2012, 19:42

@Rey Alp
Ich denke der Vorschlag ist eher dahingehend gemeint gewesen, dass vemeintlich neutral gehaltene News-Artikel nur wenig Sinn machen, wenn die Vorwürfe gegen Games - von welcher Seite auch immer - immer wieder auf schlagwortähnliche Zuschreibungen zuspitzend hinauslaufen...
Zu ergründen WIE über Videospiel(inhalt)e gesprochen wird wäre auch aus meiner Sicht wesentlich interessanter...
http://card.mygamercard.net/DE/gbar/Pyri80.gif http://mypsn.eu.playstation.com/psn/profile/Pyri.png Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon buzzti » Sa 26. Mai 2012, 19:45

Pyri hat geschrieben:@Rey Alp
Ich denke der Vorschlag ist eher dahingehend gemeint gewesen, dass vemeintlich neutral gehaltene News-Artikel nur wenig Sinn machen, wenn die Vorwürfe gegen Games - von welcher Seite auch immer - immer wieder auf schlagwortähnliche Zuschreibungen zuspitzend hinauslaufen...
Zu ergründen WIE über Videospiel(inhalt)e gesprochen wird wäre auch aus meiner Sicht wesentlich interessanter...


Man könnte ja einmal die Woche einen Artikel über eines der Schlagworte schreiben. So im Sinne: Bullshit-Bingo - heute: "sowas braucht niemand!"
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon Rey Alp » Sa 26. Mai 2012, 19:51

Also allgemein ein Artikel über abgedroschene (und falsche) Schlagwörter würde imho zu stigma passen. Das auf mehrere Artikel zu verteilen fänd ich nicht so gut. Bullshit-Bingo kann man auch gern als Motiv verwenden, aber ein (funktionstüchtiges) anzubieten fänd' ich dann doch etwas übertrieben.

Wobei ich auch schon ähnliche Ideen hatte. Kreuzworträtsel oder Kartenquartett mit Spielekillern^^.
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon Pyri » Sa 26. Mai 2012, 20:33

Rey Alp hat geschrieben:Also allgemein ein Artikel über abgedroschene (und falsche) Schlagwörter würde imho zu stigma passen.


Sorry, aber am aller ehesten würde ich vorher ja noch eine Diskussion darüber vorschlagen, was in dieser Debatte (über Videospiele) überhaupt "falsch" und "richtig" sein kann.
Oder anders ausgedrückt: was soll denn leicht an den Schlagwörtern die buzzti oben in seiner Bingo-Chart hatte auch "falsch" (gewesen) sein?

Ich denke "falsch" können nur ganz wenige Dinge dabei sein: so kann es etwa falsch sein, dass in CS Schulmädchen mit Baseballschläger auftraten, wo es vielleicht weder Schulmädchen noch Baseballschläger gibt, oder dass in WOW Europa vor dem Islam verteidigt wird, wo es darin weder Europa noch den Islam gibt - aber das wird doch gegebenenfalls auch korrigiert, von den "KritikerInnen" die sich womöglich mal so geäußert haben - das ist doch kein Problem. Da wurde etwas verwechselt!
Dem "Stigma Videospiele" zu begegnen wäre aus meiner Sicht vor allem eines: die Verwechslung in Frage stellen. Zu sagen: nein, auch in "Modern Warfare 3" wird Europa nicht vor dem Islam verteidigt. Auch ein "Modern Warfare" vermeidet eindeutige FeindInnenbilder im Islam eher, AraberInnen sind darin keineswegs immer die HauptschurkInnen. Zu sagen: sorry, aber ich kann das nicht beurteilen - ich habs nicht gespielt - kann ich da auch nicht gelten lassen: einigermaßen neutral gehaltene Zusammenfassungen von Plots, der in den Spielen dargestellten Gruppen, sind überall im Netz zu finden. Wenn die Medienressentiments eben nicht geteilt werden (würden). Darüber hinaus könnte man auch fragen: wieso sollen Videospiele, nach 9/11, keinen arabischen Terrorismus thematisieren dürfen? Was soll gegen die US-Armee schon gehabt werden? Die Navy/Marines sind keine verbrecherischen Organisationen - im Unterschied zu einer den Holocaust leugnenden Hamas, mit einiger Begründung.
Die allermeisten Vorwürfe werden hingegen nicht als "falsch" überführbar sein - sind moralische Werturteile - und das ist eben das Problem, das was das "Stigma" doch ausmacht: schön tun hilft da halt auch nicht. Splatter, Gore und das (US-)Militär spielen in Games nunmal eine nicht zu unterschätzende Rolle - wie auch immer das nun aufgefasst wird: zu sagen "aber eigentlich geht es um Taktik/Strategie und das Splatter stört (mich persönlich) eher" hilft einfach nicht. Dann kann am Ende einem Gamer auch immer wieder nur entgegnet werden: "dann spiel halt Schach, das lassen wir Euch als Kriegsspiel ja noch" und das - wie ich aus meiner eigenen Verwandtschaft weiß - selbst Kleinkindern schon beigebracht wird.
Nur: ich kann kein Schach, dafür L4D - ein bisschen. Und das mag ich auch lieber verteidigen -
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Re: [wichtig] Artikelvorschläge

Beitragvon Rey Alp » So 27. Mai 2012, 00:55

@Pyri
Du sprichst das wesentliche an: Das "Problem" mit dem Stigma sind eigentlich die ablehnenden Meinungen und weniger die Tatsachen. Ich hatte die Seite aber ursprünglich vor allem deswegen erstellt, weil ich falschen Tatsachenbehauptungen begegnen wollte. Meine Ansicht ist hier einfach, dass man nicht mehr tun sollte als eine zutreffende Berichterstattung anzustreben, da die Meinungsbildung doch Privatsache ist. Von daher wüde ich es für stigma besser finden, wenn da beim Buzzword-Binge falsche Tatsachen beschrieben werden. Sicher, da gibt es nicht viele: Aber mir würde trotzdem einiges einfallen. z.B.:

"Denkt doch an die Kinder!" - Von wegen, dadurch wird nur suggeriert, dass die Spiele für Kinder seien, obwohl sie sich doch insbesondere an Erwachsene richten. Kinder ins Gespräch zu bringen zeigt hier nur, dass die Bedeutung des Mediums sowie die Mündigkeit von Erwachsenen verkannt wird. Getragen von der Intention Bevormundung von Erwachsenen zu erreichen, indem man den Schutz der Kinder vorschiebt.

"Videospiele sind Jugendkultur!" - Ein scheinbar Computerspielen einen kulturellen Wert zubillgendes Statement: Tatsächlich eine Abqualifizierung sondergleichen. Videospiele gibt es seit mehr als 30 Jahren und sie werden von Erwachsenen Gamern, Kreativen und Kunstschaffenden genutzt. Die Betonung der Jugendkultur ist somit nicht nur inhaltlich falsch, sondern obendrein eine Beleidigung.

"Gewaltdarstellungen sind problematisch!" - In den meisten Videospielen (wie auch sonst in Medien aller Art) sehe ich - auch wenn scheinbar "Gewalt dargestellt wird" nicht die Darstellung von Gewalt als Inhalt, sondern hier vielmehr den Gebrauch von Symbolen. Es sind Mittel um ein Gesellschaftsspiel, eine Geschichte oder eine Fantasie voranzutreiben. Aber mit originärer schlichter echter Gewalt hat das, was man in vielen Videospielen sieht, m.E. nichts zu tun. So werden sicherlich auch nicht alle Gamer "Gewalt" als Hauptmotiv sehen, sondern Dinge wie spielerische Herausforderung, spannende Handlung, Interaktion mit anderen, Selbstverwirklichung und Selbstfindung. Damit könnte ich jetzt auch mir ins Bein schießen, weil - afaik nach deiner Ansicht - es wünschenswert wäre, wenn Entwickler vermehrt "echte" Gewalt thematisieren und somit zu Reflexionen anregen könnten, doch - auch wenn das sicherlich interessant wäre - dürfte im Moment die Videospiellandschaft anders ausgerichtet sein.

"Man versinkt in einer Scheinwelt!" - Die Unterscheidung zwischen virtueller und realer Welt ist ebenso künstlich wie falsch. Das Gegenteil von real ist nicht virtuell, sondern fiktiv. Eine virtuelle Spielwelt ist genauso real wie ein Brettspiel. Und virtuelle wie nicht virtuelle Spiele bieten Menschen gleichermaßen die Möglichkeit sich mit sich selbst oder Mitmenschen auseinanderzusetzen.

"Soetwas ist unanständig und gehört verboten!" - In unserer Gesellschaft sollte Pluralität und das selbstbestimmte Leben im Vordergrund stehen. D.h. ein jeder hat das Recht selbst für sich zu entscheiden, was er für richtig für sich hält und womit er seine Zeit verbringen möchte. Unanständig ist es somit nicht seiner Fasson nachzugehen, sondern anderen Menschen seine Moralvorstellungen oktroyieren zu wollen.

Verstehst du, worauf ich hinaus will?
Rey Alp
 


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