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Amoklauf Winnenden jährt sich

Falschdarstellungen und Vorurteile

Amoklauf Winnenden jährt sich

Beitragvon Merkator » Do 11. Mär 2010, 12:19

Wie schon im Titel erkennbar, jährt sich der Amoklauf nun. Aus diesem Grund ist unsere Tageszeitung, und bestimmt viele andere auch, vollgestopft mit Berichten, Informationen, etc. Ich schaue ja immer, was denn in dem Zusammenhang über Ego-Shooter im Speziellen und Computerspiele allgemein geschrieben wird. Einen kleinen Teil habe ich ja schon in dem Thread über den schimpfenden Kinderbuchautor eingefügt. Jetzt noch ein paar Kleinigkeiten, die mir so ins Auge gefallen sind.

"FDP und Grüne sehen ein Verbot sogenannter "Killerspiele" kritisch".

Stand gestern auf der Titleseite ganz am Ende des Artikels.

"So sinnvoll es ist, über schärfere Waffengesetze und das Verbot Gewalt verherrlichender Computerspiele zu diskutieren, so klar ist auch, daß es mit diesen Ansätzen nicht getan sein kann."


Teil des Kommentars eines gewissen Lothar Tolks in der Schwäbischen Post von heute. Ob die Diskussion sinnvoll ist, stelle ich mal außen vor. Mit Sicherheit weiß Herr Tolks nicht, daß Gewalt verherrlichende Computerspiele schon längst einem gesetzlichen Verbot unterliegen.

Und zum Schluß noch ein Auszug aus dem Interview mit der Kriminologien Britta Bannenberg über die Ursachen von Amokläufen und frühe Warnsignale.

Interviewführer: "Welche Rolle spielen brutale Computerspiele?

Bannenberg: "Sie verstärken die Gewaltphantasien. Die späteren Täter konsumieren das exzessiv: In ihrer Fantasie werden sie zu dem, der da schießt. Oft ist es für sie in Gedanken schon die eigen Schule, die da attakiert wird."


Es mag durchaus sein, daß ein zukünftiger Amokläufer sich selbst in der Rolle des Alter Egos im Spiel sieht. Aber die Tat selber steht schon fest. Er wird sich zwar möglicherweise das Spiel als Vorbild nehmen ("Genau so will ich sein und so soll es ablaufen"), das Spiel hat aber mit Sicherheit keinen Einfluß darauf, ob die Tat nun durchgeführt wird oder nicht. Nimmt man dem potenziellen Amokläufer das Spiel, Filme und alle anderen Medien weg, dann findet der Amoklauf eben nach einem anderen Muster statt und zwar nach dem, daß er sich in seiner Fantasie selber zusammenspinnt. Die Tat selber wird aber dennoch ausgeführt. So sehe ich das zumindest.

Gefunden habe ich die ganzen Artikel in der Schwäbischen Post.
Merkator
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Re: Amoklauf Winnenden jährt sich

Beitragvon Apfel » Do 11. Mär 2010, 13:25

Ein großes Problem ist sicher auch die massive Berichterstattung über die Täter, die Tat an sich, die Opfer, die Folgen...

Bundespräsident Horst Köhler hat in seiner Ansprache an die Presse und die Medien appelliert, zurückhaltender zu berichten, da sich am Muster und Ablauf der Amokläufe ablesen lasse, dass sie von anderen Taten 'inspiriert' wurden.

Jetzt soll jedes Jahr eine Trauerfeier in Winnenden stattfinden - ein Denkmal vor der Schule errichtet werden...
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Apfel
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