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Spielepetition - Werbung und Unterstützer

Falschdarstellungen und Vorurteile

Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Pyri » Sa 7. Mai 2011, 14:20

Rey Alp hat geschrieben:Als Aktion vermummt mit Megafon in Vorlesungen laufen oder in schwarz gekleidet Dinge durch die Stadt tragen?


Na diese Vorschläge müssen ja auch nicht wirklich umgesetzt werden, aber Gewinnspiele und Quartetts...
Man stelle sich die Realisierung eines solchen Quartetts mal vor: spielt das jemand dann tatsächlich GERN könnte es durchaus heißen, "aber wenn nicht mehr Spiele indiziert werden gibt es keine neuen Karten..." Ernsthaft: das ist doch absolut kontraproduktiv. Man scheint sich ja jetzt schon teilweise über die Existenz des Index zu freuen aus meiner Sicht, weil der Index auch Ordnung schafft. Mit seinen ganzen Einteilungen. Eben auch als Leseliste.

Und Gewinnspiel erinnert mich gleich an einen Alles-Mögliche-Versandhandel wie "DONAULAND - Ihre Welt der Vorteile": welche "Vorteile" könnte man vermitteln. Doch gerade darum wird es wohl nicht gehen, sondern um NACHteile welche indizierte oder verbotene Spiele so mit sich bringen.
Also wird es schonmal grundsätzlich nichts bringen dabei Freude zu vermitteln: ich bin zwar kein PR-Mensch, aber das sind so meine Gedanken dazu. Dabei denk ich auch an andere Aktionen in Zusammenhang mit Missständen - ich wüsste da echt kein Beispiel wo mit Gewinnspielen oder Ähnlichem operiert worden wäre, ob es dabei nun um Umweltschutz oder Hunger ging.
http://card.mygamercard.net/DE/gbar/Pyri80.gif http://mypsn.eu.playstation.com/psn/profile/Pyri.png Steam: pyri "Der, der aus Verzweiflung hinausrennt, wird nachher noch betitelt: 'den hab'n wir los jetzt'." Thomas Bernhard
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Rey Alp » Sa 7. Mai 2011, 14:34

Dass ich Gewinnspiele nicht gut fände, habe ich ja bereits geschrieben. Es ging nur darum, dass wir irgendwelche Aktionen fahren wollen, und ich mich da irgendwie produktiv dran beteiligen wollte. Unf allein dass ich etwas nicht gut finde heißt ja nicht, dass ihr nicht anderser Meinung sein könntet, weshalb ich es nichtsdestotrotz in die Runde geworfen habe. Aber offenbar sind wir da einhellig der Meinung, dass das nichts ist - schön, dass sich das herausgestellt hat.

Hintergedanke beim Quartett wäre zu zeigen, dass es eben tatsächlich verbotene Spiele gibt, und davon weder wenige noch unbekannte. Dass sich das jemand ausdrucken würde, halte ich dagegen dann aber für sehr unwahrscheinlich, weshalb das wohl wenig bringen würde.

Bleibt somit dabei, dass wir keine konkreten Vorschläge für Aktionen haben, die wer gut findet. Unter der Richtung von Gordon kann ich mir nach wie vor wenig produktives vorstellen. Killerschach?
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Pyri » Sa 7. Mai 2011, 15:59

Killerschach ist, soweit ich es verstehe, ja eher dazu da um etwas zu relativieren.
So wie der Header bei Stigma: Chess gegen Medieval

Ich denke es ging hier auch nicht um Relativierungen, sondern um Veränderungen - darauf aufmerksam zu machen. Change!
Das Anliegen der Petition ist ja Veränderung. Wie eigentlich in jeder Petition fast, wenn sie nicht bloß etwas konservieren möchte...
In der PR müsste es für so Sachen eigentlich Richtlinien geben - kann ich mir jedenfalls vorstellen. Leider kenn ich mich mit solchen Sachen aber halt auch nur wenig bis gar nicht aus: gut wäre, wenn ein PR-Profi da wär.

Die meisten Petitionen haben solche Menschen aber wohl allein schon aus Kostengründen nicht dabei - und scheitern deshalb mit. (Gute) PR ist schließlich kaum billig.
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Rey Alp » So 8. Mai 2011, 18:21

wir etwas „spaßiges“ bieten wollen, kann ich mir höchstens eine Galerie der ersten indizierten Spiele vorstellen. Mit dem Hinweis: „Bitte schaue auf den Kalender, dass es wirklich schon 2011 ist. Ist das nicht der Fall, sind diese Spiele womöglich zum Teil noch jugendgefährdend.“

Daraus ließe sich was machen. Eine andere Idee: Action-Shooter-Regal in einem "Elektrofachmarkt" (z.B.) Saturn fotographieren und ranschreiben, welche alle geschnitten sind. Hatte ich schon mal machen wollen, aber mir fehlen die Eier da ohne Erlaubnis Bilder zu machen bzw. mir eine zu holen^^.
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Patrik » So 8. Mai 2011, 19:23

Ne Erlaubnis wirst du da nicht oder nur sehr schwer bekommen. Die Idee ist aber nicht schlecht.
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Rey Alp » So 8. Mai 2011, 19:33

Wenn man es auch mit einer "Gordon-Aktion" verbinden möchte: Einfach zu mehreren in einen Markt rein und über die zensierten Spiele vorgefertigte gefaltete Papierecken in Rot mit "Zensur" drauf geschrieben rüberschieben. Ist afaik keine Sachbeschädigung, da es sich wieder entfernen lässt. Schlmmstensfalls würde man wohl ein Hausverbot bekommen und vielleicht eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben müssen. Wenn man da filmt und das dann veröffentlichen will, könnte da aber ggf. auf Unterlassung geklagt werden.
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Patrik » So 8. Mai 2011, 20:06

Mit Hausverbot bei Mediamarkt könnte ich leben. ^^
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon gordon-creAtive.com » So 8. Mai 2011, 21:22

Ich bräuchte mal wieder ein wenig Nervenkitzel, der Castor-Transport ist schon ne Weile her :D

Spaß beiseite: Die Idee finde ich schonmal gut, allerdings erregt sie wohl noch nicht genug Aufmerksamkeit. Ich hatte Patrik vorgeschlagen, dass wir vllt (wenn ich die Eier dazu habe) in ein einigermaßen wichtiges Museum gehen, eine Plastik mit schwarzem Stoff bedecken, und mit Megafon erklären, dass diese wegen Verstoß gegen §131 StGB beschlagnahmen werden, und das Kopien nicht gehandelt und gezeigt werden dürfen unter der Androhung einer Freiheitsstrafe. Da das Ding aller Voraussicht nach nicht beschädigt wird, lernen wir im schlimmsten Fall halt die örtliche Polizeidienststelle von innen kennen und ich habe zum erstem Mal Hausverbot in einem Museum :)

Was haltet ihr davon? Noch weitere Ideen zum diskutieren?

Edit: Da können wir auch noch folgende Brille anziehen http://www.langweiledich.net/2011/05/un ... kenbrille/ :D
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Scorpion » So 8. Mai 2011, 23:31

@gordon - Wegen dem Foto... nimm doch einfach den Auffangbehälter weg...?!?!

Siehe da: Ein Blatt / Text der zerschreddert wird: http://www.unc.edu/~zartman/esl/images/shredder.jpg
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Re: Werbung und Unterstützer für Petition

Beitragvon Rey Alp » Mo 9. Mai 2011, 00:01

@Gordon

Also Aufmerksamkeit bekommt du damit sicher. Nur ich glaube nicht, dass es "uns" unbedingt hilft. Ich kann und will natürlich nicht für den VDVC sprechen, aber ich bevorzuge eine andere Taktik: Taktisches Warten oder auch Campen^^.

1. Ich denke wir können uns alle einig darüber sein, dass man das "Problem" größtenteils aussitzen könnte. Jüngere Erwachsene und auch viele 30er spielen bzw. stellen die Mehrheit. Ich finde es immer wieder ermutigend, wenn ich feststelle, dass viele, die mit mir Rechtswissenschaft studiert haben, diverse Shooter zocken. Selbst ein aus Ungarn stammender Kumpel hat dort damals Wolfenstein 3D gezockt.

2. Des Weiteren gibt es doch positive Entwicklungen in der Presse: Spiele wie Red Dead Redemption oder GTA 4 finden sich auch in den Feuilletons von etablierten Zeitungen wieder - mit positiven Rezensionen. Lindemann (Welt) hatte mir vor einiger Zeit geschrieben, dass von vielen Journalisten schräge diese Spielekiller ohnehin nicht mehr ernst genommen werden.

3. U.a. der deutsche Computerspielpreis zeigt (wenn auch nur in Ansätzen), dass es für Verbote keine Mehrheiten mehr in der Politik gibt. Angesichts diverser zockender Politiker auch keine Überrasschung mehr. Darüber hinaus ist man sogar dazu bereit Spiele zu fördern und diese als Kultur anzuerkennen.

Fazit: Ich denke daher, dass man gesamtgesellschaftlich sowie in Politik und Presse für Gamer und Games positive Entwicklungen ausmachen kann. Für stigma denke ich, dass es hier am angebrachtesten ist diese zu stützen. Also nach wie vor über "schlechten" Journalismus über Spiele (Nachweislich erfundene Verschwörungstheorien etc.) oder Kuriositäten (Tempelritter) zu berichten. Oft werden die Themen von anderen Seiten aufgegriffen und erreichen so auch ein breites Publikum. In die Richtung würde ich als die Entwicklung stützende Aktionen z.B. auch die Vorträge des VDVC sehen.

Was man für solch eine Unterstützung des Prozesses braucht ist u.a. Sachlichkeit, Objektivität und Seriösität. Auch wenn bei der Petition sich auch etwas Aktionsmus dabei ist und es darum geht ein Zeichen zu setzen, finde ich doch, dass es noch als sachlich anzusehen ist. Deine Museumsaktion etc. fände ich dagegen etwas "kindisch" oder "pubertär". Dass soll nicht abwertend gemeint sein, sondern nur zum Ausdruck bringen, dass ich damit (leider?) nicht viel anfangen kann und darin eine Gefährdung für ein aufklärerisches Engagement sehe.

Ein Punkt, den man mit "Sillhalten" sicherlich nicht abschaffen könne wird, ist wohl die Zensur, denen auch Filme, Bücher und Musik ausgesetzt sind. Hier, wo ja auch du ansetzt, wären Aktionen vielleicht sinnvoll. Ich würde aber z.B. eher mal versuchen bei Saturn eine Dreherlaubnis zu bekommen und dort Kunden, die sich bei den Videospielen rumtreiben fragen, ob sie wissen, was da alles geschnitten ist. Das ist zwar etwas sehr "brav", würde einem langfristig aber vielleicht weiterbringen.
Rey Alp
 

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