Scorpion hat geschrieben:Grundsätzlich ist schau hin doch eine spitzen Informationsquelle! Medienkompetenzförderung für Eltern, mehr Beschäftigung mit ihren Kindern & dem Medium "Computer" / Games etc.
Ich bezweifle das naturgemäß
Vor nicht allzu langer Zeit, letztes Jahr an deren 50. Geburtstag glaub ich, hat es im Österreichischen Rundfunk geheißen, dass sich die deutsche Popsängerin Nena "gegen Gewalt in Computerspielen" engagiere. Wie mir in meiner Erinnerung zugetragen wurde wollte man sich damit offenbar auf genau diese Initiative beziehen
Obwohl es dabei ja vordergründig eigentlich nicht so "gegen Gewalt in Computerspielen" gehen sollte...
Eine (übliche) Rede von "Medienkompetenz" geht dabei aus meiner Sicht aber auch eher in die Richtung, dass Kinder dazu bewegt werden sollen von all diesen als schädlich für sie, aber auch für Erwachsene, gedachten Dingen selbst - also von sich aus - Abstand zu nehmen.
Überhaupt schonmal am YouTube-Kanal von denen gewesen? http://www.youtube.com/user/computerspielsucht Kopfschütteln...
Im Übrigen kann ich mich über die allermeisten Vorstellungswelten hier wirklich nur mehr schwer wundern...
Bloß weil manche mit einem reden - vielleicht sollte man sich mal fragen warum Kommunikation vorherrscht -
Ich meine, es wurde jetzt ja nicht einmal diese Petition FREIGESCHALTET. Obwohl es dort wo sie hätte freigeschaltet werden sollen noch die absurdesten Ad-Hoc-Elaborate doch gibt...
Wieso sollte da jemand über Computerspiele nicht (ausreichend) Bescheid wissen? Allein die Idee erscheint mir reichlich absurd - die kennen Computerspiele sicher sehr gut, und viele werden ihnen so eben nicht gefallen, also in Hinblick auf deren vordinglichen Interessen als Gefahr wahrgenommen werden.
Ich glaube ja, dass es so oder so nicht mehr allzu lange dauern wird und man wird von diesem dann historischen Ansinnen doch etwas für mehr Computerspiele im Land unternehmen zu wollen auch hier größtenteils tunlichst Abstand nehmen. Wenn schon Begriffe wie "Medienkompetenz" nicht hinterfragt werden...
Ein Nachsatz noch - bevor ich mich von hier mit meinen Gedanken endgültig verabschiede: mit diesem "Kompetenz"-Gefasel ist es doch wie mit anderen Rationalisierungsverfahren auch. Sie entstehen unter bestimmten gesellschaftlichen Eindrücken - wie hier wenn eine negative oder zumindest problematische Beziehung zu (neuen) Medien wo viel gesehen wird - sollen dabei Bildung und Fortschritt ausdrücken, können jedoch auch beliebig verwendet werden.
Sicher werden die welche am liebsten gleich alles verbieten wollen "Medienkompetenz" (auch) nicht leiden können. Aber jenen die im Endeffekt möglichst viel regulieren wollen ist sie sehr wohl willkommen: sie kann nämlich auch über Schädlichkeit aufklären. Und am Ende gibt es dann die ganzen dezidiert stark regulierten Titel, indizierten Spiele, die 131er etc. Weil sich über "Medienkompetenz" mit dem Ausdruck anderer Menschen gar nicht beschäftigt werden braucht - weil man schon meint damit darüber stehen zu können, eben "kompetent" diese Medien betrachten und dann auch "richtig" einschätzen.
Man stelle sich vor man ersetze "Medien" mit "Kultur" - genau das geschieht ja nicht, weil man dafür was Handfestes braucht... Am Ende gibt es aber doch die Experten für das "Gute" und "Schöne", welche dieses vom "Hässlichen", dem Unerwünschten meinen fundiert und aufklärerisch unterscheiden zu können. Angewendet auf die Games heißt das dann halt das "Gewalthaltige" vom "Gewaltverherrlichenden".