Status quo

(N24) Im neuen Jahr stehen Videospiele wieder im Kreuzfeuer der Kritik, aber auch das Fernsehen kommt nicht ungeschoren davon. Günther Oettinger kritisierte die Medien mit folgenden Worten:

“Es gibt Programme […], von denen ich erhebliche Gefahren für die Erziehung der Jugend ausgehen sehe. […] Bei der Qualität haben wir leider eine Zunahme von gewaltgeneigten bewegten Bildern [..].”


Dem schloss sich Brigitte Zypries am. Demnach seinen Videospiele “Gift” für Jugendliche und Kinder, Begründung:

“Die Kinder lernen weder Sozialverhalten noch bewegen sie sich[..].”

(N24) Auch von Wolfgang Jüttner kommt Rückendeckung für Oettinger. Dieser sagte Donnerstag bei Studio Friedmann, dass die öffentliche Darstellung von Gewalt ein “ernstes Problem” sei.
(Times) Selbst der Vorstandschef von McDonalds hat Videospiele für sich entdeckt, so seinen diese maßgeblich für die Fettleibigkeit der Jugend verantwortlich:

“[…] kids are sat home playing computer games on the TV when in the past they’d have been burning off energy outside”

(Welt) Nach einem Artikel der Welt stimmt dieses Bild über Spieler jedoch nur bedingt mit der Wirklichkeit überein:

“Eine Gruppe von deutschen Kommunikationswissenschaftlern zeichnet in einer Studie ein Bild der Computerspieler, das so gar nicht dem Klischee entspricht. Die Menschen, die sich dem Freizeitvergnügen Computerspiel hingeben, sind demnach keine Einzelgänger am Abgrund von Sucht und Gewalt, sondern besonders kommunikative Zeitgenossen mit einer Vorliebe für Geselligkeit und anspruchsvolle Unterhaltung.”

(Quelle) Eine ältere Studie der britischen Regierung kommt ebenfalls zu einem überraschenden Ergebnis:

“Die regelmäßigen Spieler waren bei den Tests in Bezug auf Koordinationsvermögen und Konzentrationsfähigkeit deutlich überlegen; manche erreichten sogar das Niveau von speziell auf diese Fähigkeiten trainierten Spitzensportlern oder Astronauten. »Computerspiele zu spielen scheint die mentale Beweglichkeit junger Menschen in hohem Maße zu schärfen«, bilanziert Studienleiterin Jo Bryce. »Geist und Körper arbeiten sehr viel besser zusammen als bei den meisten Menschen. Und zwar auch abseits von Maus und Tastatur.«.”

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