Korrelation festgestellt

(Heise) Das Kriminalistische Forschungsinstitut Niedersachen (KFN) hat festgestellt, dass es einen Zusammenhang zwischen Leistung und Medienkonsum von Schülern gibt. So würden alle PISA-Verlierergruppen (Jungen, Migranten, Norddeutsche und Ärmere) durch eine stärkere Nutzung von Videospielen und TV herausstechen.
Die Autoren der Studie nehmen an, dass die übermäßige Nutzung der Medien für die schlechten Schulleistungen ursächlich sei. Daher müsse man die Ganztagsschule einführen um Kinder Nachmittags von Fernsehern und Computern fernzuhalten. Auch müsse man die Indizierung ausweiten, damit Videospiele nicht in die Hände Minderjähriger gelangen. Letztendlich wird empfohlen Jugendliche als Testkäufer einzusetzen und die USK zu reformieren. Dies sei notwendig, da “nur bei gut einem Drittel der Spiele von einer angemessenen Alterseinstufung ausgegangen werden kann”.
Dies ist nicht die erste Veröffentlichung des KFN zu der Thematik, bereits am 06.11.2006 wurde eine Studie mit nahezu identischen Ergebnissen präsentiert. Seitdem wurden die Thesen durch den Direktor des KFN, Prof. Pfeiffer, in zahlreichen Fernsehsendungen, Zeitungsinterviews, Artikeln und sogar einer Predigt vertreten. Auch in Vorträgen zur Medienverwahrlosung, die von seiner Schwester gehalten werden, spielen seine Thesen eine zentrale Rolle. Diese Thesen sind nicht unumstritten, “da die den Studien zugrundeliegenden Quellen in vielen Fällen nicht veröffentlicht wurden”. Auch werden seine Ausführungen oft als polemisch und verkürzt kritisiert.

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