Bundestag vs. Bundesrat

(Heise) Am 07.02. hatten sich die Ausschüsse des Bundesrates zur Reformierung des Jugendschutzes geäußert. Es wurde nicht nur die Ausweitung der Indizierung begrüßt sondern auch empfohlen die Umsetzung des Killerspielverbotes zu prüfen.

Aus dem Bundestag kamen heute gänzlich andere Töne. Die Abgeordneten haben für zwei Anträge einen Antrag gestimmt, die der neben dem deutschen Computerspielepreis auch weitere Maßnahmen zur Unterstützung der deutschen Entwickler beinhalten.
Auf dem zweiten Blick sieht der Preis zwar leider weniger als “Oscar” sondern mehr nach “Exotenprämierung” aus:

“In der Masse der erhältlichen Computerspiele sind pädagogisch wertvolle Spiele noch immer unterrepräsentiert. Daher bedarf es nach Ansicht des Deutschen Bundestages einer gezielten Förderung solcher Spiele und Spieleideen, die sich nach rein ökonomischen Kriterien am Markt nicht behaupten können.”

aber über diese Zeilen dürfte sich jeder Spieler freuen:

“Der Deutsche Bundestag spricht sich daher vehement dagegen aus, noch strengere als die bisherigen gesetzlichen Verbotsregelungen für so genannte Killerspiele zu schaffen.”


Auch prangerte Philipp Mißfelder (CDU) an, dass ohne wissenschaftliche Belege ein Zusammenhang zwischen Videospielen und aggressiven Verhalten konstruiert werde:

“Die Kriminalisierung einer ganzen Generation, die Computer spielt, ist falsch.”

Update: Heise hat die News aktualisiert, wo nach der Antrag der Grünen keine Mehrheit fand.

Links:

Antrag der Grünen (PDF)
Antrag der Koalition (PDF)

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