Sachlich?

(GSPB) Auch die Westdeutsche Zeitung beschäftigt sich online mit dem Mord eines 15-Jährigen. Lautete die Schlagzeile anfangs noch recht konservativ:

„Teenager-Liebe endet mit Mord  – […]: Ein 15-jähriger Hauptschüler gesteht, seine Ex-Freundin erstochen zu haben. Sie hatte sich in einen anderen verliebt.“

Ist nun Folgendes zu lesen:

„Mordfall: Ballerspiele rund um die Uhr – […]: Der geständige Schüler Christoph T. (15) hat nach Angaben seines Anwalts jeden Bezug zur Realität verloren, als er auf Valerie einstach.“

4 Gedanken zu “Sachlich?

  1. Immer sind Games dran Schuld. Ich checke nicht warum immerwieder so ein Stuss geredet wird.

    Nur weil der Anwalt jetzt eine Möglichkeit sucht wie er seinem Mandanten den Kopf aus der Schlinge ziehen kann.

    Nutürlich ist es da einfach den Mord auf den Konsum von Viedeospielen zu schieben aber ich bin und bleibe der Meinung ein gesunder Verstand kann durch Games nicht so beeinflusst werden.

    Der Grund ist einfach nur verletzter Stolz und Eifersucht gewesen und nichts anderes.

  2. Wenn ich der Junge wäre. Würde ich das auch behaupten.
    Damit erreicht er das er als vermindert Schuldfähig gillt.

    Und das wird immer funktioniere, solange Die Gesellschaft den Unsinn über Killerspiele glaubt.

    Wieder ist meine Frage. Wie der Junge der erst 15 ist, STundenlang Balerspiele spielt, ohne dass die Eltern was sagen.

    Oder dass die Eltern nicht vorher gemerkt haben wollen, dass er das Mädel umbringen will.

  3. Zwar gibt es in Deutschland eben Richter die durchaus bereit sind Videospiele welche anderswo in jedem Laden zu kaufen sind für das Inventar einer Asservatenkammer beschlagnahmen und daraus dann vernichten (?) zu lassen, aber positiverweise eben auch in Deutschland noch keinen mir bekannten Fall, wo sich die Justiz von derlei Strategien von Anwälten oder kultureller Einschätzungen von Medien und einschlägiger Sachverständiger in irgendeiner Form hätte beeinflussen lassen. In Großbritannien wurde das meines Wissens nach bei einem Mordfall ja einmal öffentlichwirksam versucht, bloß stellte sich während des Verfahrens, oder noch davor, dann heraus, dass das Opfer, und nicht der Täter, den betreffenden, in Deutschland beschlagnahmten Titel, besässen hat. Für mich im Detail auch ein bemerkenswerter Fall von unbewusster Täter-Opfer-Umkehrung

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