Brothers in Arms: Hell“s Highway – zensiert

(PC Games) Der neuste Shooter aus dem Hause Ubisoft musste sich am 29.07.2008 der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) stellen. „Brother in Arms: Hell’s Highway“ hat grade noch das Kennzeichen „Keine Jugendfreigabe“ (ab 18) erhalten. Um dieses zu erreichen war es aber offenbar notwendig das Spiel zu schneiden.

 Inhaltlich wurde das Spiel wie folgt verändert:

– Das Abtrennen von Körperteilen durch Explosionen ist nicht mehr möglich.

– Die „Bullet-Time“ der „Action Cam“ wurde entfernt.

 
Update:

Das Magazin GameStar hat sich die Zensur durch den Publisher bestätigen lassen. Dabei wurde ebenfalls in Erfahrung gebracht, dass dem Spiel ohne Entschärfung wahrscheinlich die Indizierung gedroht hätte.

6 Gedanken zu “Brothers in Arms: Hell“s Highway – zensiert

  1. So eine Zensierung schafft ja auch viele Arbeitsplätze…
    nicht nur, dass Programmierer und Grafiker Doppelt gefragt sind sondern auch
    die hundert Hobbycoder weltweit die gerade angefangen haben sich aus Betas und Demos zu stürzen um am Verkaufsstart pünktlich auf den einschlägigen Seiten im Netz uncutter Patches und Bloodpatches upzuloaden zukönnen… -.-

    Im Grunde hat keine Zensur je was genützt, da es auf vielen Seiten eben diese Patches gibt. Die frage ist jetzt nur weis das auch die Politik oder sagen sie sich aus den Augen aus dem Sinn?
    Und wieder die alte Frage: Wieso kann in Filmen jemanden ein Körperteil abgerissen werden (zB Nicht Kriegsserie: Emergency Room: Bei der einem Artz ein Arm von einem Hubschrauber-Rotor abgetrennt wird.).
    Und warum ist jetzt mal wieder die Bullet-Time dran? Das ist wieder das gleiche bis sich das Ragdoll-System durchsetzen konnte (auch nich nicht ganz) bis die Politik und die USK erkannt haben das ist uns Spielern eigendlich egal ist )oder habt ihr schon mal jemanden gehört „Hahaha mein Gegner ist 5 Meter weiter geflogen als deiner…“?) Man kennt es halt aus Western wenn der Gegner sobald der getroffen wurde einen riesen Satz nach hinten macht… Und nur deshalb kam es auch so am Computer so!
    Mit gleichberechtigung zwischen TV und VideoSpielen bin ich schon zufrieden. Wie seht ihr dass?

  2. Nunja, eine Auswirkung der Zensur ist, wenn man es etwas differenzierter betrachtet, doch feststellbar. Letztendlich hat der Käufer (nach Installation der Patches) das Spiel wieder in seinem ursprünglichen Zustand auf der Platte, aber durch diese Maßnahme wird sichergestellt, dass im Geschäft lediglich dem gesellschaftlichen Konsens (noch) genügende Produkte angeboten werden. Auch fallen den Politikern andere Möglichkeiten zur Reaktion auf „Entzensierungs-Patchs“ als das Abschaffen des Jugendschutzes ein. So sollen nach der bayrischen Gesetzesinitiative nur solche Spiele eine Altersfreigabe erhalten, die nicht veränderbar sind. Der Hersteller müsste also sicherstellen, dass weder Patchs noch sonstige Modifikationen installiert werden können.
    .
    Zu den Filmen: Hier gibt es eine Entwicklung Filme ähnlich hart wie Videospiele zu bewerten, z.B. bezüglich des Merkmals der Selbstjustiz. Viele alte (Kult-) Streifen wurden mittlerweile indiziert, so z.B. auch „Ein Mann sieht Rot“. Bei der Gewaltdarstellung wird aber imho tatsächlich mit zweierlei Maß gemessen. Wie kann man sich auf der einen Seite anschicken BiA wegen Splattereffekten eine Freigabe zu verweigern ab Filme wie die der SAW-Reihe im Kino zeigen lassen?

  3. Durch eine unveränderbare Version, würde sich Leute höchstwahrscheinlich nur angeregt fühlen, sich auf irgendeine Weise die ausländishcen Versionen zu holen und sie uaf deutsch umzupatchen oder ähnliches. Verhindern, dass die Spieler, die das Spiel Blutig haben wollen es auch blutig machen, seh ich persöhnlich als unmöglich an.

  4. @Nosferatu: Ich denke auch, dass es mit einem vertretbaren Aufwand nicht möglich ist ein Spiel „unmodifizierbar“ zu machen. Ansonsten hätte die Industrie dies wohl schon unlängst getan um gegen NO-CD-Patches etc. vorzugehen. Stattdessen kann man es heute ja schon als Erfolg verbuchen, wenn der Kopierschutz von einem Spiel nicht schon vor Release geknackt ist.
    Ich glaube auch nicht, dass der Vorschlag praktisch durchsetzbar ist. Schließlich wird wohl kaum ein Unternehmen lediglich für die deutsche Version zehntausende Euro in eine „Unmodifizierbarkeit“ investieren, die spätestens drei Wochen nach dem Release entschlüsselt wurde. Und hier könnten sogar Politiker einsehen, dass diese Maßnahme faktisch unwirksam und ungeeignet, oder zumindest für den Publisher unverhältnismäßig ist.

  5. Das Pronlem ist nicht mal etwas unmodifizierbar zu machen, aber das will keiner da die entschlüsselung der daten nicht schnell genug sein könnte und zweitens wenns unmodifizierbar ist dann könnte man keine Fehler mehr beheben also keine Patches um Bugs auszubessern. Und wenn es keine Mods gäbe also keine selbst erstellbaren Inhalte wie zB für Sims oder Oblivion würden sich spiele weit weniger verkaufen…
    Und warum sollten Spiele wie Sims keine Freigabe bekommen nur weil man sie Modifizieren kann? (Man kann sicher auch Barbies Pferdehof modifizieren… und dafür „keine Altersfreigabe“ zu vergeben kann sicher niemand verstehen.)
    Also ist die Vorderung einfach realitätsfremd und unsinnig wie jede Schnellschuss-Reaktion der Politiker.
    Eine kleine Gegenfrage: Wieso werden nicht Filme so beschnitten wie Computerspiele?
    – Leichen die sich in Luft auflösen („no one lives forever“)
    – grünes Blut („System Shock 2“)
    – entfernte Leichen (viele Spiele „System Shock 2“)
    – jeden Menschen gegen Roboter austauschen (1x Name vergessen und „Half Life“)
    Das will ich einmal in einem Film sehen mal sehen wie viel Geld das Nachbearbeiten kosten würde und wie viel Geld würde der Film in den Kinos einspielen…
    ZB James Bond hätte eine Metallnaht übersgesicht. Gegner blenden sich aus wärend Bond sie durchsucht usw… *grins*
    Umfrage: Wer würde in diesen Film gehen?

  6. Ich nicht^^
    PS: Das wegretuschieren erinnert mich an meine Anime-sucht und die zensierung von „Naruto“.
    Erklärung: Die Waffen wurden wegretuschiert, eigentlich wirft er Wurfsterne, aber die sieht man nicht. Die haben sich dann mit luft beworfen und sind luft ausgewichen.
    Die deutsche politik sieht das viel zu ernst, sie söllten mal versuchen in wichtigeren felder was zu machen, als sich mit zensierung und verboten von unterhaltungsmedien zu beschäftigen.

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