Programmhinweis

(DasLetzte) Am kommenden Dienstag, dem 12.08.2008, beschäftigt sich die ARD mit dem Thema Computerspielsucht. Die Dokumentation:

 „Spielen, spielen, spielen … wenn der Computer süchtig macht“

wird um 22:45 Uhr ausgestrahlt, in der die Auswirkungen der Sucht am Beispiel des 17 jahre alten Marc Oliver gezeigt werden.

Autoren, Name sowie Beschreibung legen nahe, dass es sich um den selben Jungen handelt, der bereits Gegenstand einer Panorama-Sendung (Stream) war. Mit dieser Sendung begegnete man damals der Kritik auf den Bericht „Killerspiele im Internet“. Anstatt auch den Zuschauern gegenüber die Videomanipulationen einzugestehen diffamierte man die Kritiker als Süchtige, die Angst davor hätten, dass man ihnen ihre Spiele wegnimmt:

„Eine Flut von Zuschriften. […]. Sie kamen von Spielern. Oft wütende Spieler, die uns beschimpften. Bei vielen ist man erschrocken, wie wichtig diese Spiele für sie sind. Wie groß die Angst, solche Spiele könnte es nicht mehr geben.“

Update: Ein Artikel von SPON attestiert dem Beitrag ein gewisses Maß an Besonnenheit und Objektivität. Die gestern laufenden Teaser haben jedoch einen anderen Eindruck erweckt. So ist „Videospielen“ eben keine Sucht wie Zigaretten- und Alkoholkonsum. Exzessives Videospielen ist nicht nur nicht stoffgebunden sondern wurde bisher noch nicht einmal als Sucht mit Krankheitswert anerkannt. 

 

 

7 Gedanken zu “Programmhinweis

  1. oh jeee…
    ich werd es nicht ansehen sonst kann ich die ganze Nacht wieder nicht pennen.

    Ich habe auf Spiegel den Artikel dazu gelesen.
    Interessant war die Fotostrecke zum Artikel, oder besser die Beschreibung zu den Bildern…

    Bild 1:
    Szene aus „World of Warcraft“: Schätzungsweise zehn Millionen Menschen sollen sich mit dem Rollenspiel regelmäßig vergnügen

    Bild2:
    Einäugiges Monster mit Suchtpotential: Bei einigen Konsumenten kommt es zu Persönlichkeitsveränderungen samt Aggressionsschüben. „Es ist keine Seltenheit“, so ein Psychologe, „dass Computersüchtige in Handschellen in die Klinik gebracht werden.“

    Bild3:
    Die friedliche Landschaft trügt: Nachmittag für Nachmittag arbeiten manche Spieler Kampfstrategien aus – Zigaretten und Kaffee halten den Körper in Dauerbereitschaft.

    Bild4:
    Die Spielfiguren in „World of Warcraft“ gehören stets einer von zwei Gruppierungen an, der „Horde“ oder der „Allianz“. Bei Ebay und anderswo kann man Spielcharaktere käuflich erwerben – so genannte Powerleveller bieten auch an, die eigene Spielfigur in hohem Tempo auf eine hohe Spielstufe zu bringen. Kostenpflichtig, versteht sich

    Bild5, zweimal lesen bitte:
    Trotz aller Suchtgefahr – im Vergleich zu Markenabhängigkeit und Cannabis-Fixierung könnte ein übermäßiger „World of Warcraft“-Einsatz insgesamt die verträglichere Abgrenzungsmaßnahme zu den Erwachsenen sein.

    Bild 6:
    „World of Warcraft“: Diese Screenshots stammen aus der Erweiterung „Burning Crusade“, die Blizzard Anfang 2007 auf den Markt brachte.

    Der schlimmste Satz ist der: „die verträglichere Abgrenzungsmaßnahme zu den Erwachsenen sein“ Und wieder die alte Leier: NUR KINDER spielen Computerspiele.

  2. Ich war sehr skeptisch zu dem Beitrag aber war recht positiv überrascht, da ich kaum gröbere Fehler entdeckt habe und auch „Killerspiele“ weitgehend nicht genannt wurden, bis auch zwei Stellen… Die Sucht sehe ich durchaus als Gefahr, die einfach bekannter werden muss aber es ist nicht so, dass es schlimmer als Alkohol wäre sondern nur für Leute gefährlich, die insgesammt suchtgefährdet sind.

  3. Suchtgefahr geht meiner Meinung nach von ALLEM aus, das nicht in Maßen und verantwortungsbewusst genossen/gegessen/getrunken/gespielt/getan/etc. wird.

  4. Mist, mit das wichtigste habe ich natürlich vergessen….
    Beim Suchtpotential muss man natürlich differenzieren! Von Kokain wird man sicherlich schneller anhängig als von beispielsweise Gummibärchen…
    (Sorry für den doppelten Kommentar)

  5. Wenn die Eltern nicht aufpassen, das ihr Sohn/ihre Tocher viel zu viel Zeit am PC verbringt sind sie selbst schuld und nicht etwa die Computerspiele.
    Die Computerspiele werden meiner Meinung nach bloß wieder als Sündenbock missbraucht.

  6. Hab mir die Sendung auch angeschaut…

    muss sagen, war nicht die übliche Leier mit alles sollte verboten werden.

    Trotzdem konnte ich an einigen Stellen nicht auf das Kopfschütteln verzichten… Wenn sie ihrem Sohn soviel Freiraum lässt, und ihm noch die Pizza hinstellt… dann ist das kein Wunder. Außerdem spielen seine gesamten Freunde dieses Spiel. Habe es zwar selbst noch nicht gesehen, weiß aber von einigen Freunden das sie teilweise ähnliche Erfahrungen gemacht haben und auch heute noch täglich vorm PC sitzen bis spät in die Nacht. Nur liegt dies auch hier meistens an den Eltern, die nicht konsequent durchgreifen und wie dieser Phychologe in der Sendung auch äußerte… man unterstützt das süchtige Verhalten.

    Meiner Ansicht nach hat dieser Marc auch ein paar reale Probleme.. soetwas wie vielleicht mangelndes Selbstbewusstsein.. meine Vermutung.

  7. Hab mir den Beitrag gerade bei ARD online angeschaut (hatte ihn verpasst.

    Es stimmt dass WoW süchtig machen kann, keine Frage.
    Ich selbst und auch ein paar Freunde von mir spielen es (alle erwachsen, teilweise mit Familie, also nich ganz so gefährdet) und sehen es auch so.

    Dass Blizzard dazu selten Stellung nimmt, finde ich persönlich schade, denn es wäre wichtig, da mehr Aufklärungsarbeit zu leisten.

    Thema Verbot: Nein, halte ich für falsch. Aber man sollte streng darauf achten (hier sind die Eltern gefragt) dass nicht zu junge Kinder spielen. Ich bin zB strikt dagegen dass ein 14-jähriger überhaupt WoW (oder auch GW, EQ, Eve und andere, die ich ebenfalls kenne) spielt, denn da ist die Suchtgefahr wirklich extrem, vor allem wenn seine Freunde auch spielen.

    Was ich seltsam finde an der Sache: Den Router ausschalten etc. bringt ja nicht viel, weil er dann auch wo anders spielen kann (anderer PC, beim Freund o.Ä.), aber scheinbar kennen kaum Eltern die Möglichkeit, bei WoW generell die Spielzeit zu beschränken. (Blizzard wirbt gleich auf der Teaser-Seite schon mit diesem Feature)
    Das ist für mich ein Zeichen dafür, dass die meisten Eltern noch gar nicht verstanden haben, dass man die Aktivität der Kinder im Auge behalten sollte, weil viele Hobbys/Freizeitaktivitäten zweifelhaft sein können. (Beim Fernsehen gab es diese ganze Diskussion hier ja auch schon) PC-Spiele gehören zu diesen Aktivitäten eben auch. Da fällt eben der Rückstand der Eltern mit den neuen Medien echt auf.
    Das ist meiner Erkenntnis nach eins der Hauptprobleme.

    Gruß
    Aginor

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