Union gespalten

(heise) Nun kommt auch Kritik aus den eigenen Reihen: Die jüngeren Abgeordneten Dorothee Bär (CSU), Philipp Mißfelder (CDU) und Marco Wanderwitz (CDU) sprachen sich gegen ein Verbot aus:

„Der illegalen Nutzung und Verbreitung wird durch ein Verbot Tür und Tor geöffnet.“
 
„Computerspiele für schlechte schulische Leistungen und Gewaltausbrüche verantwortlich zu machen, bedeutet die pauschale Verurteilung eines ganzen Wirtschaftszweiges.“

Noch 2007 hatte sich zumindest Frau Bär für ein Verbot ausgesprochen:

“Der bayerische Ministerrat hat beschlossen, mit der Forderung nach einem Verbot gewaltverherrlichender Computerspiele in den Bundesrat zu gehen […]. Ich befürworte diese Initiative weil Killerspiele kein Spielzeug wie ein Puzzle oder ein Kartenspiel sind.” (Abgeordnetenwatch)

10 Gedanken zu “Union gespalten

  1. Da soll noch mal einer sagen dass Politiker nicht sportlich sind. Immerhin hat Frau Bär einen 180er hinbekommen^^.
    Spaß bei Seite. Das kann auch nur ein Versuch sein die befürchteten verlorenen Wählerstimmen wieder zu bekommen. Aber da man ja nicht immer schlecht von den Menschen denken soll kann es auch sein dass dort ein wenig Einsicht zu erkennen ist.

  2. Die Grundhaltung bleibt sicherlich die gleiche aber es ist gut, wenn es wenigstens ein paar Mitglieder gibt, die diesen Mist nicht mitmachen wollen… vllt. wäre es für diese ja besser, die Partei zu wechseln.

  3. @Murray XVII
    Meinst Du wirklich, dass es so ein Bewusstsein unter (diesen) PolitikerInnen (bereits) gibt – dass Forderungen nach Videospielverboten zumindest bei jungen Menschen den Verlust von Wählerstimmen bedeuten (könnten) :-)
    Bislang war ja populistisch eher vom Gegenteil auszugehen. LG

  4. Stimmt auch wieder. Vielleicht wittert die auch blos einen kleinen Einbruch der Mehrwertsteuereinnahmen oder ist eben wirklich einsichtig. Man wird sehen wie sich das weiter entwickelt.

  5. Ich persönlich glaube nicht so recht an eine Kehrtwendung.
    Mann kennt das ja.
    Vor Wahlen wird stets gesagt „Wir beissen sie nicht.“
    Nach den Wahlen wird dann erst mal alles herzhaft mit Füßen getreten was man vorher versprochen hat.
    Abgesehen davon haben junge Abgeordnete, noch dazu im konservativen Bayern, so viel Gewicht wie ein Blatt Papier.

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