„PC Games“-Aktion kommt an


Die Aktion der PC Games – Ich wähle keine Spielekiller – kommt langsam auf Touren. Neben Berichten in der TAZ, auf jetzt.de und in den Printmedien hat sie sich natürlich auch bei den Spielern schnell rumgesprochen. Aber auch die „Spielekiller“ zögern nicht dem bayrischen Innenminister Herrmann mit seinen Verbotsforderungen Rückendeckung zu geben. Neben dem Vorsitzenden der CSU-Fraktion im bayischen Landtag hat sich auch der bayerische Philologenverband in die Debatte eingeschaltet:

„[…] „Als Lehrer sind wir aber immer wieder erschrocken darüber, dass viele Kinder und Jugendliche zwar technisch höchst versiert im Umgang mit dem PC sind, dass sie den im Internet lauernden und durch brutale PC-Spiele drohenden Gefahren aber völlig arglos und unbedarft gegenüberstehen.“ Vor diesem Hintergrund entwickle sich aufklärende und sensibilisierende Medienerziehung für Lehrkräfte zu einem immer wichtigeren Bestandteil des schulischen Bildungsauftrages, […] Aber allein die pädagogische Intervention und die Zusammenarbeit mit den Eltern reichten nicht aus. „[…] Flankierend brauchen wir ein gesetzliches Verbot der Herstellung und des Vertriebs besonders brutaler und menschenverachtender PC-Spiele. Denn sie gefährden die individuelle Entwicklung junger Menschen und erhöhen nachgewiesenermaßen die Gefahr, dass labile Jugendliche auch im realen Leben auf Muster der gewalttätigen Konfliktlösung zurückgreifen.“ Auf die freiwillige Selbstkontrolle der Hersteller zu setzen, greife angesichts der Dimension der  tangierten wirtschaftlichen Interessen der Produzenten zu kurz.“

Unterdessen unterstützt 3Dsupply die Aktion der PC Games nach kräften. So spendiert der Online-Shop allen Bayern ein T-Shirt mit dem Aufdruck „Ich wähle keine Spielekiller“, andere können es zum Selbstkostenpreis von € 9.90 bestellen.

4 Gedanken zu “„PC Games“-Aktion kommt an

  1. Auch ein Bundes-Philologenverband brachte vor einiger Zeit eine ähnlich lautende Aussendung in die Debatte ein, wenn ich mich richtig erinnere schrieb ich damals denen auch einen meiner mich mittlerweile doch sehr ermüdenden Protesttexte. Noch von „Aufklärung“ zu sprechen angesichts dieser einseitigen Interpretationen die Bedeutung von Gewalt in Videospielen betreffend finde ich aber schon dreist. Vorurteile und Unterstellungen, sowie eine bei diesen Formulierungen weiterhin wenigstens zu vermutende Verwechslung von Korrelation und Kausalität in der Warhnehmung von Ergebnissen aus der Nutzungs- und Wirkungsforschung, etc.
    Positiv aufgefallen und auch überrascht hat mich hingegen eine indirekt bereits als Unterstützungserklärung für die Games auffassbare Kurzmeldung der bayerischen FDP – hier: http://lv.fdp-bayern.de/index.php?showNews=1&newsID=5451&newsWebID=411&MttgSession=5142dbe86c3634a608f0f1b1f15bd39d

  2. Ich finde immer toll, dass sie gleich die Herstellung und denb Vertrieb verbieten wollen… wobei Kinder und Jugendliche sowieso nicht an die spiele dürften… ich hoffe Deutsche Spieleproduzenten wandern nach Frankreich, Amerika oder gleich nach Japan aus und entwickeln dann nach den DORT geltenden Gesetzen Spiele für die Welt… mich würde interessieren was dann in Deutschland los wäre… vieleicht sollte man mal eine repotage machen was in anderen Ländern alles Spielinhalt sein darf, dass könnte schon mal einige aufwecken…

    Leider ist das T-Shirt nicht „kostenlos“ die Versandkosten von 8 Euro da kann ich gleich den Spruch auf ein T Shirt selber schreiben… aber sonst ist es eine gute Aktion!

    Ansonsten an alle ein Happy Coding

  3. „aufklärende und sensibilisierende Medienerziehung für Lehrkräfte“ soll heissen „Gleichschaltung und Indoktrination auf politisch korrekten Mumpitz“

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