Herrmann im Interview

(PC Games) Der bayrische Innenminister hat sich in einem Interview den Fragen der PC Games gestellt. Die PC Games hat versucht dem bayrischen Innenminister Fragen zum geplanten Verbot von Videospielen zu stellen. Jedoch mit wenig Erfolg. Joachim Herrmann spult bekannte Phrasen ab und versucht tunlichst konkrete Antworten zu vermeiden. Nach wie vor wird lediglich ein einziges Spiel – diesmal namentlich – genannt, was nach der Ansicht von Herrmann verboten werden müsste. Der Pate – Die Don Edition.

Im Übrigen müssten Spieler, die an “Computern aktiv reihenweise Leute umbringen, die am Boden liegende angeschossene Opfern “regelrecht hinrichten”, so dass das Blut spritzt” es aushalten, dass ihr Hobby mit Kinderpornographie verglichen wird. Bezüglich der Reichweite des angestrebten Verbotes konnte man Herrmann zumindest entlocken, dass CounterStrike nicht betroffen sein soll.

7 Gedanken zu “Herrmann im Interview

  1. Ich habe das Interview etwas überflogen und war außerdem über die Aussage ürrascht, dass Counterstrike ein Suchtpotenzial besitzt, was mir bisher nur von MMORPGs bekannt war…^^ Die Antworten empfinde ich zum Teil als ausweichend und auch als dreist, da er zum Beispiel offensichtlich der Meinung ist, sich besser auszukennen, als die Redakteure der PC-Games. Insgesammt bin ich von seiner inkompetenz überzeugt, auch wenn er einiges politisches und rhetorisches Geschick hat, mit dem er sich aus aussichtslosen Situationen befreien kann… Ein einfaches “Nein” bei der frage, ob er auch Alkohol und Tabak verbieten wolle, da dies auch von Älteren an Jüngere weitergeben könne, ist allerdings auch nicht wirklich ausreichend.

  2. Bleiben Fragen danach wie Opfer von kinderpornographischen Handlungen, zum Beispiel vergewaltigte Kinder, dazu kommen, mit Bildschirmpunkten auf eine Stufe gestellt zu werden, oder diese Verbrechen an Kindern von Politikern noch in dieser Hinsicht ausgeschlachtet werden: und dieser da will sich mit einer solchen Geisteshaltung noch moralisch empören. Sollte das wirklich so gefallen sein, dann sind das einfach nur mehr absolut indiskutable, reale Gewalt verharmlosende und so völlig verantwortungslose Aussagen gewesen, tatsächlich strafrechtlich verfolgungswürdig.
    Meine politische Verachtung für Herrmann könnte dann so jedenfalls nicht größer sein.

  3. Das Interview wurde per E-Mail oder Fax geführt. Ändert aber nix, das war ein Schuss ins eigene Knie. Ein Interview mit so jemand, nicht live oder halt am Telefon zu führen, ist ja Selbstmord. Ja klar, für UNS war das Interview entlarvend, aber wäre das Ding normal in irgendeiner Tageszeitung gedruckt gewesen, wäre das ein dicker Strich unter die Verbotsdebatte gewesen. Das war nix Petra, was hast du erwartet? Dass er jetzt weich geklopft ist?

    Frage an die Fachmänner hier: Es wird immer wieder eingeworfen dass seine Aussagen möglicherweise in irgendwie Strafrechtlich zu ahnden wären? Was ist da dran? Ich halte Ihn für so schlau zu vermeiden dass er sich selbst Anzeigen einhandelt.

  4. Herrmann: Ich fordere nicht nur ein Herstellungs-, sondern auch ein Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele. Deshalb ist die Frage, wo Killerspiele produziert werden, unerheblich.
    -> klar ;-) doch die Entwickler zittern schon in Amerika und Japan…

    “- dass diese Menschen sich durch meine Worte verletzt fühlen können. ”
    -> natürlich wir haben keine Gefühle… wir sind kalte gefühllose Bestien …

    “Herrmann: Das deutsche Jugendschutzgesetz hilft nicht, wenn Spiele, die erst ab 18 Jahren freigegeben werden, in die Hände von Kindern gelangen, … diese Prüfungen seien die schärfsten in Europa, ist deshalb falsch.”
    PC Games: In einem Interview mit der ZEIT beklagen Sie, dass 18jährige Computerspiele an “17-, 16-, 15jährige” weitergeben. Fordern Sie demzufolge auch ein Herstellungs- und Vertriebsverbot für Alkohol und Tabakwaren?
    Herrmann: Nein.
    -> nein … echt tolle Argumente für ein Weitergeben von Alkohol und Tabak an Minderjährige … nein … die werden einfach nicht weitergegeben, da ein politiker nein gesagt hat… Wieso ist das nicht für Computerspiele so? NEIN!
    (hört sich irgendwie nach Homer J Simpson an… vermutlich ist da kein unterschied)

    Herrmann: Ich fordere kein Verbot von Erwachsenenspielen, sondern ein Verbot gewaltverherrlichender Killerspiele. Zunächst fordern wir das Herstellungs- und Vertriebsverbot in unserem Wahlprogramm.
    -> und erwachsene können doch immer noch selbst entschieden was sie machen wollen oder? Wenn nicht dann ist es ein Verbot von “Erwachsenenspielen” und das ist Zensur!!!

    Herrmann: Der Internet-Bereich wäre sicher nicht leicht zu kontrollieren, wenn wir ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot von Killerspielen erreichen. Dies ist aber kein Argument gegen ein Verbot. Wir haben auch in anderen Bereichen mit Internet-Kriminalität zu tun. So bekämpfen wir mit sogenannten Cyber-Cops die Kinderpornografie im Internet. Ein Schwerpunkt polizeilicher Arbeit ist auch die Bekämpfung des illegalen Waffenhandels, der im Internet stattfindet.
    -> ok Gamer ist also Waffenhandelnde Kinderschänder Nazis (die Rechten waren bei Frontal21, ich weis, aber die vergleiche verletzen schon tierisch, also können Gamer doch beleidigt sein)…toll … was will man uns noch alles anhängen?

    @Pyri :
    Reale Opfer kann man nicht auf die gleiche Stufe setzen mit Virtuellen, genau. In anderen ländern Japan und Amerika ist viel mehr legal unter genau dem Punkt. Die PC Games sollte mal nach genau diesem Punkt fragen.

    —-
    Wir Gamer haben auch Gefühle!
    Wir Gamer können auch weinen!
    Wir Gamer sind auch verletzlich!
    Wir Gamer sind keine Verbrecher!
    Wir Gamer wählen nicht die CDUCSU!
    Bis dann und Happy Coding!

    PS:Die Signatur bleibt nicht so lang… aber es sollte verbreitet werden, möglicherweise bewirkt es was.

  5. Ich warte ja nur noch darauf, dass die Grünen auch auf diesen Zug springen. Allzu schlau sind die ja auch nicht.

    Wartet nur. Derzeit werden ja nur die Leute als Nazis verunglimpft, die auf Freiheit und Demokratie beharren und es wagen sich selbst eine Meinung zu bilden. Wir Zocker sind die nächsten.

    Was ja auch lustig ist, da reden die Politiker so schlau über die achso bösen “Killerspiele”, während sich 12-jährige ins Koma saufen, 18-jährige wehrlose Rentner zusammenschlagen und Kinderschänder (auf Freigang vom Knast) wieder über Kinder herfallen (und dafür nur einen Klaps auf die Pfote bekommen). Ja, ich liebe die Prioritäten unserer Politiker.

  6. Pingback: Stigma Videospiele » Blog Archive » CSU will CounterStrike verbieten

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