CSU will CounterStrike verbieten

CSU-Pressemitteilung: „Wir brauchen […] ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe steht.“

Förster (CSU):Ein Killerspiel ist ein Spiel, in dem ich jemanden ‚kille‘ […]. Spiele, in denen man je mehr Punkte erhält, desto grausamer man einen Menschen niedermetzelt…

PC Games: „Welche?

Förster (CSU):Na… die üblichen Verdächtigen… Counter-Strike und Doom*.“

Diesen Montag fand in der Geschäftsstelle der Jungen Liberalen Mittelfranken eine Podiumsdiskussion über das von der CSU angestrebte Verbot von „Killerspielen“ statt. Hier kam es zu der oben angeführten Äußerung von Peter Daniel Förster (Bezirksdirektkandidat der CSU). Bisher wurde lediglich angegeben, dass das Verbot auf Spiele wie „Der Pate – Die Don-Edition“ abzielt. Dass nun auch CounterStrike vom Verbot umfasst werden soll überrascht doch sehr, so bestritt Herrmann in einem Interview ein Verbot von CounterStrike anzustreben. Vielleicht sollte die CSU auch intern schwammige Begriffe wie „Killerspiele“ vermeiden, nun weiß man nicht mal mehr selbst was verboten werden soll.

*Der Name wurde von der PC Games zensiert und durch die Angabe ersetzt, dass es ein 1993 indiziertes Spiel von id-Software sei. Da Wolfenstein 3D beschlagnahmt wurde gehe ich davon aus, dass Doom gemeint ist – auch wenn die Indizierung erst 1994 veröffentlicht wurde.

16 Gedanken zu “CSU will CounterStrike verbieten

  1. Ist es in Counter-Strike nicht egal, wie man den Gegner tötet? Also ich bei seiner Definition auch Counter-Strike ausschließen aber es ist nunmal so absurd, dass eh entweder fast alle oder fast kein Spiel betroffen ist. Dass die CDU/CSU sich häufiger zu dem Thema inkompetent äußert ist ja bekannt und dass die Absprache da auch nicht immer die beste ist überrascht micht nicht.

  2. Den sie wissen nicht was sie tun sollen. Dennächst werden noch verbote für racer gefordert da sie fahranfänger zum rasen animieren. Killerracer würde FRONTAL21 dazu sagen lol.

  3. HAHAHAHAHAHA :-D DIE SIND SO WAS VON GEIL!!! DIE HAM SO KEINE AHNUNG WO VON DIE REDEN!!

    wobei, eigentlich traurig, wenn die in anderen Bereichen genau so regieren, dann sag ich schon mal gute Nacht Deutschland, denn wenn man keine Ahnung hat, und irgend ne scheisse macht, dann wars das mit der Deutschen Wirtschaft und ja, wie man sieht, so beschissen wies mit unserer Wirtschaft steht, scheinen die genau so auch in anderen Bereichen zu regieren!

  4. Die Aussagen von Herrn Förster zeigen wieder einmal deutlich, dass hier Leute am diskutieren sind die sich mit der Materie (in diesem Fall Ego-Shooter, nicht „Killerspiel“) überhaupt nicht oder nur vaage (durch ungenaue Fernseh- und Presseberichte verbreitete allgemeine Meinung) auskennen.

    Zitat:
    Förster (CSU): “Ein Killerspiel ist ein Spiel, in dem ich jemanden ‘kille‘ […]. Spiele, in denen man je mehr Punkte erhält, desto grausamer man einen Menschen niedermetzelt…”

    Wie aus diesem Statement hervorgeht ist ein Killerspiel also ein Spiel in dem Punkte für das töten von Gegnern vergeben werden und man entsprechende Boni erhällt für die Art (je grausamer umso besser) des Tötungsvorgangs. Auf diese Beschreibung würden Spiele wie „Manhunt“ und „The Punisher“ passen (verweise auf Youtube für Ingame-Videos).

    Wer jedoch mit Computerspielen bewandert ist weiß, dass die beiden Spiele in Deutschland seit ihrem Erscheinen durch die USK indiziert sind (im Laden um die Ecke nicht erhältlich).

    Zitat:
    PC Games: ”Welche?”

    Förster (CSU): “Na… die üblichen Verdächtigen… Counter-Strike und Doom*.”

    Wen nun ein „Killerspiele-Spieler“ diese Aussagen liest würde er folgendes feststellen:
    In Counterstrike wird für das Töten des Gegners (egal auf welche Art und Weise) immer ein fester Betrag in Form von Dollar dem Spieler für die nächste Runde zur Verfügung gestellt. Dieses System ist in Doom (oder auch Wolfenstein)sogar gar nicht vorhanden.
    Bei Counterstrike steht in erster Linie die Taktik zum Ausschalten des Gegnerischen Teams im vordergrund (erfordert teilweise Teamwork).

    Somit wiedersprechen sich die angeführten Beispiele von Herrn Förster mit seier ersten Aussage.

  5. Am Besten, wir schaffen in Deutschland die Demokratie ab und errichten einen vatikantreuen theokratischen Staat, dann kann endlich alles verboten werden, was nicht bei 3 auf den Bäumen ist, ohne das man durch lästige Instanzen wie Opposition, Gewaltenteilung, etc. behindert wird. Mittelalter, we’re back baby… *zynisch*

  6. Herr Föster falls es ihnen nicht schon jemand gesagt hat: Wenn man keine Ahnung hat einfach mal Fresse halten!
    “Ein Killerspiel ist ein Spiel, in dem ich jemanden ‘kille‘…“
    Da man in Spielen wie CS und Doom nicht jemanden (also eine Person) sondern etwas (also Figuren die wie Personen bzw. in Doom wie Zombies und Höllenwesen aussehen) beschießt trifft da diese Definition nicht zu. Naja eigendlich trifft die bei keinem Videospiel zu.
    „Spiele, in denen man je mehr Punkte erhält, desto grausamer man einen Menschen niedermetzelt…”
    Das kenne ich höchstens von Manhunt (wenn man mal außer Acht lässt das man weiterhin nur menschenähnliche Figuren und keine Menschen tötet) und das ist (nach meiner Auffassung berechtigter Weise) indiziert.
    Der Kerl weiß nicht wovon er redet und haut nur irgendwelche Games raus von denen er warscheinlich zufällig wärend diesem nervigen Verbotsstreit gehört hat und er weder das eigendliche Spielprinzip noch die Story kennt.

  7. Herr von und zu Föster, In Gewalt – Computerspielen „killt“ man nicht „jemanden“ sondern „etwas“ da man nicht auf Menschen sondern auf Pixelmännchen.
    Und ob das arme, arme Pixelmännchen gestorben ist oder nicht, spielt keine Rolle wenn es beim Beenden des Spiels eh wieder gelöscht wird!
    Wenn sie, Föster – und damit meine ich auch alle anderen Spielekiller – anfangen wollen blindweg irgendwelche Ethischen maßstäbe für Pixelmännchen hervor-zaubern wollen,
    dann müssten sie alle Spiele verbieten da ja nach der Beendigung des jeweiligen Spiels die armen, armen Pixelmännchen gelöscht werden.

  8. @Black AKA: genau, beim spiel ende werden die Männchen gelöscht bis auf das eine von dem die anderen immer wieder neu geklont werden (also ist es KILLERSpIlE und GeN-TeChNiK!!!!) ;-) Wieso wird dann nicht auch Schach verbieten? Da muss man Bauern opfern und Damen einkreisen und Töten… echt brutal dieses Spiel.
    Doom wie schon gesagt gibt es bis auf die Zombies keine Menschen… nicht mal was was ich als menschenähnlich bezeichen würde, CS ist das „TÖTEN“ ja mehr ein witz da der Tote in meistens in zwei Minuten wieder einem gegenüber steht und sich zu rächen versucht…

    zu den politiker sei gesagt, WÄHLT und WÄHLT ANDERE… die von der CDU/CSU müssen lernen, dass Gamer auch Wähler sind und wir unsere Rechte behalten wollen! Manhunt, Postal, der Parte usw vermisse ich jetzt nicht so besonders als Spiel, auch wenn man sie mal genre antesten würde, die Spiele sind trotzdem meistens mindere Qualität und bekamen schon immer keine guten bewertungen der Spielezeitschriften.

    „ein ausdrückliches Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele im Strafgesetz mit Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr oder einer empfindlichen Geldstrafe steht.“
    Wenn das wirklich kommen sollte ist die Fluchbewegung nach Frankrech, Amerika und Japan perfekt. Und ich meine jetzt nicht nur die Hersteller sondern auch die Internetseiten von Fans, die Onlineplatformen (legale und nicht legale) und auch viele Zeitschriften werden sich überlegen ob sie ihren Firmensitz nicht ins Ausland verlegen.

    Vom Geld was mit ins Ausland wandert Arbeitsplätze und was an Illegalen Aktivitäten also beschaffung, import, uncut und bloodpatches sowie illegale downloads auf uns zu kommt beachtet wieder mal keiner von der CSU/CDU …
    Dehen gehört sich mal eine Klatsche verpasst damit sie mal die regierung in Bayern abgeben müssen… *G*
    GEHT WÄHLEN das ist keine Pflicht das ist eine CHANCE!
    Happy Voting, Happy Coding.

  9. Eine schande das der kerl meinen namen trägt :(

    @Real Black das mit dem schach finde ich eine perfekte anspielung! das ist wohl das älteste Killerspiel das es gibt. wie du schon so schön sagtest bauern opfern udn damen einkreisen. aber schach ist ja eben nicht so ultrarealistisch und es fließt kein blut und ich denke er würde sich einige feinde (auch unter älteren herrschaften^^) machen mit so einer bemerkung.

    Was Manhunt angeht. ich habe es eine zeitlang gespielt fand es zwar nicht wirklich anregend aber es hat spaß gemacht auch wenn ich immernoch hemmungen habe jemanden in wirklichkeit mit ner nagelpistole anzuschießen oder sonst etwas.

    Der Pate ist eines meiner Lieblingsspiele aber nur weil ich auch ein fan der Filme bin und ich beim spielen in die Mafiosiwelt eintauchen kann. das töten (egal in welcher form) ist für mich ohne belang.

  10. @Daniel: unter DOS gab es ein Spiel Namens „Battle Chess“ da hat die Dame sicher gelitten als sie in Flammen auf gegengen ist, und die Läufer die von rasendnen Türmen erschlagen wurden sah auch nicht schmezlos aus ;-)
    Ich persönlich habe kein Problem meine Meinung zu sagen und an Ecken ankanten schaden weder mir noch den Ecken *g*
    Happy Coding noch!

  11. @Daniel
    Das mit „Der Pate“ (und andere diverse Umsetzungen von anderen Medien auf das virtuelle Medium) ist jetzt ein gutes Stichwort. Was hier abgezogen wird, ist nur die Angst vor ein aufkommendes Medium seitens der Konservativen. Das war schon immer zu, auch Sokrates (wenn ich mich recht erinnere, auf jeden Fall ein Philosoph des antiken Griechenlands) hatte die Schrift verflucht, weil sie angeblich das Erinnerungsvermögen abstumpfen würde. Auch Kino und Fernseher wurde anfangs verflucht.
    Warum das jetzt ein gutes Stichwort ist? Denkt an die Computerspiele, die auf eine Vorlage basieren und keine Freigabe haben oder indiziert sind, und seht euch die Vorlage selbst an. Nur ein Bruchteil dürfte keine Freigabe besitzen oder gar indiziert sein. Noch nicht etablierte Medien werden halt angegriffen, bis sie sich durchgesetzt haben in der Bevölkerung. Und ich bin mir sicher, dass sie genauso ein täglicher Bestandteil des Lebens werden wie Bücher, Kino und Fernsehen.

    Und zu den Angriffen gegen die USK, die einige „Killerspiele“-Politiker abziehen: Der Jugendschutz in Deutschland ist einer der strengsten, wenn nicht gar der strengste auf der Welt. Wenn es also im Vergleich zu den Vortiteln zu Änderungen kommt, wird das auch einen guten Grund haben (ein gutes Beispiel ist die Doom-Reihe: Teil 1 und 2 sind indiziert, bei Doom 3 ist nur Keine Freigabe. Warum? Doom 3 ist in Gegensatz zu den Vorgängern etwas, was man wirklich als „Horrorspiel“ bezeichnen könnte, das Überleben ist hier im Vordergrund).

  12. Naja Leute ijr solltet wissen, dass in Deutschland schon seid 1969 keine Demokratie mehr herscht und dass Deutschland schon seid 1990 nicht mehr existiert. Sprich egal was sie machen es ist illegal!

  13. Naja Leute;

    wie ihr alle wisst wurde Rock`n`Roll anfangs auch für „Teufelszeug“ gehaltwen, und das im wahrsten Sinne der Bedeutung. Ich denek da spielt auch ein Teil der Kampf der Generationen rein.

    Was Real_Black schon erwähnt hat mit dem Umzug in andere Staaten realisieren die Politiker nicht wirklich: Die Computerspiele-Industrie erzielt größee Gewinne als Hollywood. Und nun stellt euch mal vor Schwarzenegger lässt die Filmproduktion verbieten. Dieser Vergleich hinkt natürlich ein wenig, da die Spieleindustrie nicht zu so großen Teilen in Deutschland sitzt, wie die Filmindustire in Hollywood und Umgebung, aber man kann doch trotzdem von der Regierung erwarten, dass sie so eine neue Sparte unterstützt und nicht ständig über ein nach dem Grundgesetz eh illegales Verbotsgesetz nachdenkt.

    mfg hopfen

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