Schweiz: Näf droht mit “allgemeinen Verbot”

(GBASE) Der SP-Politker Roland Näf kämpft engagiert gegen den Einfluss von gewalthaltigen Videospielen. So zeigte er unter anderem eine Mediamarkt-Filale an, weil diese das Videospiel “Strangehold” im Sortiment führte. Gegenüber gbase äußerte er sich nun wie folgt:

“Wenn Sie es nicht schaffen den Jugendschutz bei Vertreibern und Produzenten durchzusetzen, werden Sie sich mit einem allgemeinen Verbot konfrontiert sehen. Ich bin gespannt, was Sie und andere Verantwortliche zum Schutz der Kinder unternehmen. Auf die meistens überforderten Eltern abzustützen ist schlicht unmöglich und eine billige Art die Verantwortung abzuschieben.”

7 Gedanken zu “Schweiz: Näf droht mit “allgemeinen Verbot”

  1. Als billige Art, die Verantwortung abzuschieben empfinde ich es nicht, wenn sich die Eltern mit den Spielen etwas befassen müssen, zumal es ja auch Hilfen wie zum Beispiel Altersfreigaben auf der Packung gibt. Bei Filmen und Alkohol ist es ebenfalls ähnlich und somit ist für mich kein großer Handlungsbedarf seitens der Vertreiber und Produzenten nötig.

  2. Eine billige Art, um soziale Probleme aus der Welt zu schaffen, welche zu Amokläufen führen (Perspektivlosigkeit usw.) ist vermutlich die Zensur bzw. das Verbot eines “Sündenbocks” der in diesem Fall aus bisher immer noch nicht klar definierten “Killerspielen” besteht. Diese Politiker lösen keine Probleme sondern versuchen nur mit aller Kraft, Stimmen einer etwas älteren Zielgruppe zu gewinnen.

  3. HHHAHAHAHAAAA … Elten kann man nicht zumuten ihre Kinder zu erziehen?… Dann am besten Kinder Verbieten… Oder Eltern mussen erst einen Elternschein machen, bevor sie Kinder bekommen dürfen … *LOL*
    Ich gebe ja zu wenn “Mediamarkt-Filalen” Spiele an Kinder für die die Spiele nicht gedacht sind verkaufen kann man das schon so sehen wie das Verkaufen von Alkohol an Kinder… Und dass will ja auch keiner aber das was hier gefordert wird ist wiedermal Zensur und der Roland Näf hat sich ja mit dieser aussage selbst die beine weggezogen… Solche politiker müsten nach dieser Art von Forderung sofort alle Ämter ohne weitere Bezüge und sämtliche politischen Posten für immer Räumen… inclusive dem Ausschgluss aus sämtlichen Partien… solche Menschen dürfen nie wieder irgend was für die allgemeinheit entscheiden.

    “Vertreibern und Produzenten durchzusetzen, werden Sie sich mit einem allgemeinen Verbot konfrontiert sehen. Ich bin gespannt, was Sie und andere Verantwortliche” unternehmen werden…
    Ins AUSLAND gehen nach JAPAN oder AMERIKA und Spiele nach den dortigen Gesetzen produzieren und dann per Onlineplatform vertreiben… Und jeder weiß ja mittlerweile was in Japan und Amerika alles produziert und an “ab 18 Jährige” verkauft werden darf…

    Happy Coding und an alle Spieleschmieden Happy Auswandern.

  4. Der Jugendschutz wurde doch längst durchgesetzt, oder? Ich als Minderjähriger bekomme immer eine Perso-kontrolle vorgesetzt, wenn ich mir ein Spiel kaufe. Und wenn man sich nur dem Alter entsprechende Spiele kaufen kann sollte doch eigendlich alles prima sein(?)

    Was ist sein Problem?

  5. @Lanto sollte schon… aber dies sieht eher wie ein Feldzug gegen die neuen Medien aus…
    Aber viele Verkäufer machen ja nicht mal halt Alkohol und Tabak an kinder zu verkaufen, also wird es sicher viele geben die Spiele auch ohne Personenkonrolle aushändigen…
    Aber alles ist kein Grund ein Verbot zu fordern oder willkührlich Geschäfte anzuzeigen…
    – WILLKÜR
    – (und vermutlich, wenn er keine Testkäufer hatte) UNGERECHTFERTIGTE STRAFANZEIGE
    – RUFMORD
    … für Mediamarkt lohnt sich ne Gegenanzeige…
    Happy Coding

  6. Mir läuft etwas kalt über die Schulter. Welches Staatsverständnis steht dabei bloß dahinter? Mit einem Begriff von Paternalismus ist das für mich so jedenfalls nicht mehr zu rechtfertigen. “Verantwortung”? Wo wären Herrn Näfs Interpretationen oder dessen schlicht ablehnende Weltanschauung bei einer Kultur anderer Menschen schon (noch) zu verantworten? Alles einfach nur schreckliche Vorstellungen

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