Stream zur Fromm-Doku

(ZDF) Wer die Dokumentation “Gefährliches Flimmern” von Rainer Fromm verpasst hat, kann sich die ca. 30-minütige Sendung in der ZDF-Mediathek ansehen. Aufgrund der Altersfreigabe (ab 16) jedoch nur zwischen 22 und 6 Uhr. Hier der Link.

25 Gedanken zu “Stream zur Fromm-Doku

  1. Habe die Dokumentation gesehen und war mal wieder genervt davon.Die Tatsache das diese Straftäter in der schule GEMOBBT wurden, ist nicht besonders Thematisiert worden.
    Aber das sie GTA gespielt haben war “Natürlich” der Auslöser für ihre STRAFTATEN.
    Jetzt kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Einfach nur ABARTIG unsere öffentlich
    Rechtlichen.

  2. Hab mir die Doku angeschaut aber irgendwie hängt alles was sie sagen in der luft. Die Bilder von den Spielen im Hintergrund ergeben teilweise überhaupt keinen Sinn.
    Man muss es Ihnen aber lassen dass ausnahmweise nicht nur reines Rumhacken auf Spielen drinnen war. Aber trotzdem waren einige Tatschacne doch ziemlich verdreht.
    leider sind solche Dokus mit Sicherheit mit verantwortlich dass Spiele nicht als Kunstform oder Sportform ernsthaft anerkannt werden.
    Zusammenfassend: guter Versuch ohne jegliche ernstzunehmende Aussage

  3. Aufgrund der Altersfreigabe (ab 16) jedoch nur zwischen 22 und 6 Uhr.
    So ein Schrott… aber ich werde Später mir mal eine Meinung bilden…
    Happy Coding

  4. Inhalt: Einige psychisch kranke Menschen, die auch Computerspiele oder Horrorfilme geguckt haben werden interviewt und mit einigen recht wahllos zusammengeschnittenen Spielszenen, Interviews mit wenigen normalen Spielern und selbsteernannten Experten mit äußerst fragwürdigen Forschungsergebnissen vermischt. Das jemand, der gerne Menschenfleisch essen möchte nicht ganz normal sein kann sollte ja klar sein und irgendwie konnte ich keine klare Struktur bzw. Aussage finden. Der Schulpsychologe ist mit seinen seltsamen Forschungsergebnissen bereits bekannt und ich halte es für mehr als unwahrscheinlich, dass Medien der größte Auslöser für Gewalt sind. Insgesammt ist es eine typische Reportage von Rainer Fromm, die mal wieder gegen Computerspiele gerichtet ist und dieses mal psychisch besonders labile Menschen zeigte, die sicherlich noch ganz andere Probleme hatten als Filme oder Computerspiele.

  5. Kennt jemand den Film BenX?
    Der behandelt genau das Thema, was passiert, wenn eine Person gemobbt wird.
    Dabei wird auch beschrieben, wie sich BenX ein zweites Leben im Computerspiel “Archlord” (habe ich selber gespielt, daher kenne ich den Film) aufbaut und wie alles eskaliert.
    Einfach mal danach schauen, wer den VeohPLayer hat kann ihn sich auf jednefall auf Nederländigsch anschauen (ich selbst kann das sprechen, war also kein problem für mich, aber auch sonst ist niederländisch und vor allem der Sinn sehr leicht zu verstehen, weil alles auch bildlich dargestellt ist, nicht nur in Dialogen).

  6. Der Beitrag scheint in Ordnung zu sein – so für die meisten Betrachter… leider…

    …aber in wirklichkeit werden in dem Beitrag die Bilder manipuliert, aus dem Zusammenhang gerissen und dramatisiert.

    Anhand von Einzelfällen wird versucht zu zeigen, dass Videospiele gefährlich sind, ein Psychologe behauptet sogar, Egoshooter wären vom Militär entwickelt worden um damit die Tötungshemmschwelle herabzusetzen – nach seiner Aussage auch erfolgreich.

    Ich muss mich leicht wundern und mal bei Crytek anrufen, ob die Firma zufällig vom Militär bezahlt wird…

    Armseelige Hetze!

  7. das wirkt alles sehr gestellt (besonders der teil in dem der eine (sorry, name ist mir entfallen) beschreibt wie er den molch aufgeschlizt hat… wieder ne 08/15 doku mir verstümmelten und gestellten aussagen, also das übliche öffentlich, rechtliche niveau :(

    @maSu: soweit ich weiß ist das tatsächlich so, allerdings kann man spiele wie doom oder quake nicht mit militär simulationen vergleich, übrigens dienen derartige simulationen nur der reacktion in brenzligen situationen und ersetzen kein scharfsützen training…

    LG

  8. Weiß eigentlich jemand, was an der ständigen Aussage, dass Ego-Shooter (an sich) vom und fürs Militär entwickelt wurden um Soldaten Tötungshemmungen abzutrainieren, dran ist?

    1. Wurden Ego-Shooter wirklich vom US-Militär “erfunden”? Ich weiß nur, dass immer wieder bereits existierende Shooter vom (US-)Militär modifiziert wurden um sie als Training zu verwenden. Als frühes Beispiel Marine Doom (Doom 2) und als spätes VBS (Flashpoint).

    2. Wurden bzw. werden die wirklich eingesetzt um Tötungshemmungen abzutrainieren? Ich weiß nur das welche benutzt werden um das Vorgehen im Team, die Orientierung in unbekanntem Gelände etc. zu trainieren.
    – Bzw. in dem Zusammenhang wird immer erwähnt, das nur 15-20 % der US-Soldaten im 2. WK gezielt auf Menschen geschossen hätten. Durch Bootcamps und menschliche Silhouetten statt runder Zielscheiben waren es dann in Vietnam 90 %. Aber mit Videospielen kann das doch nichts zu tun haben. Zumindest kenne ich wenig Ego-Shooter von 1965. Da gab es afaik auch noch gar keine. Gab es beim US-Militär (wohl in den Neunzigern?) Versuche diese Quote durch Videospiele zu erhöhen? Möglicherweise wirklich. Gunner Lott bloggt hier:
    http://www.stern.de/blog/11_durchgespielt/archive/771_killerspiele_gottseidank_ein_suendenbock.html
    Dass es nach Aussage von dem hier:
    http://www.zeit.de/online/2006/47/emstetten-computerspiele
    aber nicht funktioniert habe. Soweit ich das sehe wird da aber nur abstrakt von “Schulen” aber nicht von “abtrainieren der Tötungshemmung” gesprochen.

  9. Du meinst “America’s Army”.
    Die wollten damit nicht nur Rekruten anwerben sondern auch vorweg trainieren.
    Ich hab mir das Spiel selber auch mal angeschaut. Es ist sehr realistisch geschrieben und nach den Angaben eines Freundes aus Amerika (der dort auch in der US Army war) läuft die Ausbildung größtenteils auch so ab, wie sie dort dargestellt wird.

  10. Teilweise werden die Spiele eventuell auch vom Militär unterstützt aber erstens hat das Militär die Spiele nicht erfunden, zweitens gibt es auch Filme wie James Bond, die ebenfalls von Militär unterstützt werden und natürlich kann man sich das schießen nicht am Computer antrainieren. Ob das mit dem herabsetzen der Hemmungen, auch wirklich zu schießen wirklich funktioniert kann ich schlecht beurteilen aber selbst wenn es Auswirkungen hätte, dürften diese nicht sonderlich groß sein.

  11. zu 1 fällt mir nur Maze War ein, das als “erster Egoshooter” auf NASA-Rechnern über das militärische ARPANET lief. Ich denke das Gerücht geht darauf zurück, obwohl das Spiel nicht vom Militär an sich sondern von ein paar gelangweilten Programmieren entwickelt wurde.
    zu 2 habe ich auch nichts gefunden, allerdings werden virtuelle Schießsimulatoren eingesetzt um die Treffergenauigkeit von Soldaten zu erhöhen. Solche Systeme kommen allerdings auch bei der Bundeswehr zum Einsatz:
    http://www.rk-gammertingen.de/in_agshp.html

  12. Ich muss Peaniz zustimmen, teilweise sah die Doku wirklich gestellt aus. Ich habe eher rudimentäre Kenntnisse von Waffen, aber selbst ich weiß das “die Waffe wo sich vorne alles dreht” eine Minigun bzw. Gatling ist. Wenn jemand wirklich von der Waffe fasziniert ist -wie der Typ in der Doku behauptet hat- dann würde er zumindest ihren Namen wissen.

  13. @Maximus und Poddel
    – Ja, Americas Army wurde von der US-Army entwickelt um in erster Linie Rekruten anzuwerben und das Militär gut aussehen zu lassen. Von dem US-Militär selbst wird das Spiel aber wohl nicht verwendet. Auch wenn ich meinte mal gelesen zu haben das es Konzepte gibt die reale Grundausbildung von Soldaten (Theorie) weniger mit Büchern sondern mehr mit Software zu gestalten, weil manche Rekruten mit Videospielen mehr als mit Büchern anfangen können. Eine Quelle habe ich dafür jetzt aber leider nicht finden können.
    .
    @the_punish3er
    – Jede Menge Filme und Spiele werden vom US-Militär unterstützt. Ohne diese Hilfe wären viele Filme auch gar nicht möglich. Das zielt aber auch nur auf eine “gute Darstellung” des Militärs ab, so werden die Drehbücher z.T. umgeschrieben damit das Militär die Unterstützung nicht versagt.
    .
    @Cygnus X-1
    – Ich hatte auch an “Maze War” gedacht. Aber war das explizit nur ein “Privatprojekt”? Wurde also nicht “fürs Militär” entwickelt und auch nicht “vom Militär”? Abgesehen davon – es wurde afaik nicht vom Militär genutzt.
    – Ich denke diese “Schießsimulationen” haben aber eher weniger mit Videospielen und Ego-Shootern zu tun. So hat man ja auch nicht mehr die Maus sondern eine Waffe als “Eingabegerät”. Ich habe auch mal Stellungnahmen gelesen, dass der “virtuelle Schießstand” den realen nicht ersetzen könne. Er wäre aber einfach kostengünstiger als eien echte Übung im Gelände.
    .
    @Zaibot
    An dem Punkt habe ich auch ungläubig gekuckt. Er meint ein Waffennarr zu sein und weiß nicht einmal was als Gatling bezeichnet wird. Er muss ja nicht unbedingt eine Modellnummer kennen – M134 oder so (Verdammt – habe grade nachgeschaut, ich kenne die echt auswendig und es war richtig – und ich würde mich nicht als Waffennarr bezeichnen.) aber mehr Wissen als “da vorne dreht sich was” sollte schon da sein.

  14. Oh my… wenn ich das so lese, bin ich echt beeindruckt, dass es die ÖR immer wieder schaffen ihr Nichtwissen zu toppen. *kopfschüttel* Wie das wohl wäre, wenn die mal einen fundierten, sachlich richtigen Beitrag abliefern würden? Wahrscheinlich würden die Spieler mit einem “wurde auch mal Zeit” reagieren und die anderen Zuschauer, die sich an dem früheren Material orientierten würden plötzlich nichts mehr verstehen, weil die Ursachen für Jugendgewalt (plötzlich!!) doch komplexer sind. *ironie*

  15. @Crusader
    Ich selbst weiß nicht, was ich von dem Beitrag halten soll. Es waren sachlich gar nicht mal soviele Unstimmigkeiten dabei. Was wohl auch darauf zurückzuführen ist, dass man kaum auf die Videospiele eingegangen ist und Verrohung und Sucht wie WoW und CS in einen Topf geworfen hat. Kernaussagen, die bei mir hängen geblieben sind:
    .
    1. Für 8 (?) % der Nutzer von Videospielen sind DIESE “gefährlich”.
    2. Videospiele sind DER Grund für Jugendgewalt (Hopf), noch vor Einflüssen aus dem Umfeld und Gewalt in der Familie.
    3. 24 (?) % aller Gewalttaten (ebenfalls Hopf?) von Jugendlichen lassen sich auf DEN Konsum von Videospielen zurückführen.
    4. (Imho Anschein erweckt) DURCH Videospiele bekommen die gefährdeten Nutzer (8 %?) psychische Probleme: Fangen an Tiere zu quälen und Menschenblut zu trinken.
    .
    Ich weiß wirklich nicht ob das ernst gemeint sein soll. Ok, wenn Herr Fromm tatsächlich glaubt das Videospiele “so” wirken, dann kann man verstehen warum er/das ZDF es bei den Fakten nicht immer so genau nimmt. Ich selbst habe aber schon Probleme die Sendung ernst zu nehmen, geschweigedenn die Thesen. Vielleicht bin ich als Spieler aber auch nur “zu nah dran” um die Gefährdung sehen zu können oder Herr Fromm wollte seine Doku ganz anders verstanden wissen und ich missverstehe ihm. “Lustig” ist diese Art der Berichterstattung aber leider nicht mehr, die guten alten Sendungen wie Hartaberfair konnte man gut mit Kumpels ansehen und sich kaputt Lachen. Hier bei dieser verziehe ich einfach nur permanent das Gesicht und habe keine Ahnung was ich davon halten soll und ob ich mir Sorgen um Herrn Fromm machen sollte.

  16. @Rey und andere
    Ich denke das vielfache Deuten bei Videospielen auf das (amerikanische) Militär zwecks Verringerung einer Tötungshemmung kommt indirekt aus dem Militär selbst und ist eng mit dem Namen Dave Grossmanns verbunden. Dave Grossmann ist Militär(!)psychologe und nach allem was ich weiß ähnlich wie JT Zur Religiösen Rechten in Amerika zu zählen.
    Was man diesem und anderen mit einiger Begründung wie ich meine dabei unterstellen kann, ist, im Sinne der Waffenlobby auf Videospiele als Ursache für Gewalt zu zeigen um damit auch ein strengeres Waffengesetz in den USA Zu verhindern.
    Dieser Grossmann ist nicht zu verwechseln mit David Grossmann, dem israelischen Kinderbuchautor, oder gar dem gleichnamigen Computerspieldesigner (Day of the Tentacle). Viele gegen Videospiele auftretende Wissenschafter in Deutschland berufen sich (auch) auf ihn.
    Eine nette Forscherin aus Erlangen, wenn ich mich recht erinnere, hat sich dahingehend in einem Artikel mal geäußert und in einer Mail an mich auch bestätigt, ihren Kenntnisstand in erster Linie von Grossmann zu haben.
    Nach Erfurt erlebte ich selbst an meiner Universität in Graz wie sich ein mittlerweile verstorbener Soziologe bei seinem Wissen über die negativen Auswirkungen von Videospielen allein auf diesen Mann berief. Heute taucht sein Name aber verhältnismäßig weniger auf meine ich, ist wohl auch schon in diesen Kreisen veraltet zu nennen. Ich denke aber, dass Dave Grossmann weltweit weiterhin der bekannteste Gegner von Gewalt in Videospielen ist, welcher immer noch ernst genommen wird… Sorry Christian Pfeiffer ;-)

  17. Kurzer Nachtrag weiterhin: Lieutenant Colonel Dave Grossman unterrichtet allem Anschein nach noch immer Psychologie an der Militärakademie(!) West Point.

  18. Eigentlich ist es ja etwas erstaunlich, dass die circa 8% der gefährdeten Spieler ganze 24% der Jugendkriminalität versucht haben sollen oder? Naja ich halte Hopf für absolut nicht glaubwürdig und seine Studien für etwas merkwürdig aber er scheint von seiner anti-kulturellen Meinung überzeugt zu sein. Computerspiele sind meiner Meinung nach zumindest in einigen Fällen Kunst und eSport ist ein Sport wie auch Schach oder Motorsport. Dass dies von vielen noch nicht anerkannt wird ist mir bewusst aber der Deutsche Kulturrat hat dem ersten Punkt bereits zugestimmt und in einigen Ländern ist eSport auch als Sportart annerkannt (in Deutschland wird das aber vermutlich noch lange dauern…).

  19. I’ve got some news about Rainer Fromm that is not directly videogame-related, but it may be interesting anyway because it involves another videogame-related figure.

    I suppose you all know the LaRouche movement, especially Helga Zepp-LaRouche and her party, the BüSo. I’ve heard about them several times, because they repeatedly called for an international ban on so-called “killer games”, after Erfurt and Virginia Tech. They even claim that they inspired the GWG (“Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie”)’s press release that called for a total ban as well.

    Well, last friday, there was a public forum in Berlin, entitled “Is the LaRouche group a danger to society ?”, and it was moderated by Rainer Fromm. More information is here (in German) : http://justiceforjeremiah.com/doc_files/berlin_101708de.pdf .

    Note that LaRouche attacked this forum the day before it was held : http://www.bueso.de/news/hintergrund-zur-britisch-inszenierten-anti-larouche-veranstaltung-berlin

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