26 Gedanken zu “Fragebogen

  1. die frage “Es bedrückt mich, dass ich so zurückgezogen lebe.” impliziert, dass man zurückgezogen lebt. man kann nur von “selten” bis “häufig” antowrten.

    das ist so als ob ich fragen würde: “rauchen sie noch” auch wenn mein gegenüber nie geraucht hat ;)

  2. Naja, die Einleitung fängt ja schon damit an, dass es “eventuell” noch “positive Effekte” haben könnte…eigentlich sollte man hier schon aufhören, an dieser Studie teilzunehmen, da sie scheinbar sehr gerichtet ist. So eine Einstellung sollte man sich als Forscher selbst eingestehen, aber im Fragebogen hat sie nichts zu suchen. So hab ich das wenigstens gelernt…

  3. Naja, habs nun doch ausgefüllt und muss sagen es geht hauptsächlich um Einsamkeit und soziale Kontakte. Die Fragen zum Spielen und zum Clan fand ich etwas ungünstig gestellt, da hätte man eventuell einen Spieler konsultieren sollen. So war “e-Sports-Ligaspiel” (glaub so hieß es) automatisch mit Professionalität und Preisgeldern verbunden. Ich spiel aber nur zum Spaß in einer (eigentlich mehreren) online Liga. Wenn ich meine Antworten so resümiere fällt da kein gutes bild auf Computerspieler, obwohl ich denke doch eigentlich relativ friedlich und “normal” zu sein. Was für “posetive Effekte” nun herauskommen sollen weiß ich nicht, ich denke das ist wohl nur ne Floskel um die Spieler nicht mit dem Rest der Einleitung abzuschrecken.

  4. Mal wieder ein fragebogen bei den man geprüft wird ob man ein sozialer typ ist
    selbst wenn es auf der welt keine computerspiele gäbe würde es trotzdem genug einzelgänger in unserer gesellschaft geben da lässt sich nicht viel ändern.
    Ich finde diese ansicht Computerspieler = Einzelgänger einfach dumm.
    WOW SPIELER SIND NIE ALLEIN HA;HA;HA

  5. lächerliche Umfrage..
    Allein die Frage wie viele Menschen für einen da seien..
    Das ist doch völlig unterschiedlich – je nach dem worum es geht…

    Allgemein passen die Fragen in meinen Augen eher zu einem Selbstmordgefährdeten…

    Ich konnte zu vielen Fragen keine Antworten finden.. und hab’s abgebrochen…

    mfg,

  6. why ich find di eumfrage eigntl gar ncih so shclecht aba dieses ganze einsam sein undso hab ich eh imma nie angekreuzt ich zock zwa ab und zu am wochenende aba ich bin ein sozial in die gesellschaft eingegliederter normaler typ mit freunden und allem und nich son komishcer nerd oda so also fand ich die umfrage nicht wirklich problematisch sondern eher unterhaltsam xD

  7. Naja auf jedem Fall ging es hier nicht um Amokläufe oder sonzt was.
    Ich kann mir schon Fragen vorstellen wie: Wie häufig Planen sie einen Amoklauf.

  8. Leute nun mal ganz ruhig, ich oute mich mal ganz frei als Verfasserin des Fragebogens und muss sagen ich hätte nicht gedacht, dass ihr so negativ reagiert.
    Da macht mal jemand einen Fragebogen der nicht die Absicht hat nach Aggressionssteigerndenen Effektn der Spiele zu suchen, sondern schauen will, wie es mit dem Stereotyp des isolierten Gamers wirklich bestellt ist und ihr nörgelt. Ich spiele selbst gerne und begeistert und habe den Fragebogen von einigen Spielern vortesten lassen. Gut die Clanfrage mag nicht eindeutig sein, die Erklärungen in Klammern sind nur Beispiele und für Noobs gedacht. Meine Absicht war es eigentlich zwischen verschiedenen Spielertypen zu differnzieren und sie nicht alle über einen Kamm zu scheren. Sorry wenn’s völlig falsch rüber kam.

  9. Mein Problem mit dem Fragebogen betrifft eher die Auswertung. Was “möchte” man überhaupt feststellen? Wo inzwischen 70 % der Jugendlichen schon CounterStrike gespielt haben dürften Abweichungen zwischen Spielern und Nichtspielern mit Vorsicht zu genießen sein. Schon eine Harvard-Spiele hatte festgestellt, dass “da die meisten Titel gemeinsam gespielt werden, […] ein Nichtspielen heutzutage ein Zeichen von fehlender Sozialkompetenz” sei. Soll herauskommen, dass Singleplayer Eigenbrödler sind, Multiplayer aber unproblematisch ist? Auch könnte das Ergebnis sein, dass jemand, der länger spielt weniger Freunde hat. Aber auch hier würde man wie beim vorherigen Punkt nichts über die Ursache wissen. Spielt er viel weil er so wenig Freunde hat oder hat er so wenig Freunde, weil er soviel spielt? Es würde doch also unklar sein ob das Spielen nur Symptom oder Ursache ist. Für “sich alleine beschäftige müssen” und “keine Freunde” kann es auch eine andere Ursache außer Videospiele geben. Z.B.: Gehänselt werden (Neudeutsch: Mobbing) wegen Fettleibigkeit oder sonstwas. Auch hier könnte man auf die Idee kommen, dass fehlende Sozialkompetenz, Fettleibigkeit etc. Folge der Spiele sind, aber bei spätestens bei Grundschülern sollte man noch davon ausgehen dürfen, dass sie zuwenig Zeit vor Rechnern verbringen um ernsthafte Schäden zu erleiden. Wobei da “andere Medien” wie TV ins Spiel kommen können, bei denen die ganze Geschichte wieder von vorne anfängt. Ich bin jetzt nicht vom Fach, aber trifft nicht auch hier wieder der Vorbehalt zu, dass keine Kausalität sondern nur Korrelationen festgestellt werden können?

  10. @Rey

    Die Auswertung solcher Fragebögen ist in der Tat ein großes Problem, über das ich jedes mal nachdenke, wenn ich einen zu diesem Thema ausfülle. Bin ich unfähig soziale Kontakte zu knüpfen, weil ich mit MMORPGs nichts anfangen kann oder mag ich schlicht Singleplayer-Genres lieber, weil mich deren Spielkonzept mehr anspricht?

    Jeder von uns hat eine Vorgeschichte, die ihn/sie persönlich geprägt hat, allerdings haben genauso auch Eltern, Medien, Gesellschaft uvm. Einfluss auf die Persönlichkeitsbildung einer Person. Ich bin grad auf ältere Studien (70er/80er Jahre) aus den USA gestoßen, die besagten, dass Jugendliche bis 14 Jahre bereits 18.000 Morde gesehen hätten. Wohlgemerkt in einer Zeit, in der die Zahl der Computerspiele noch sehr überschaubar war. Die Schlussfolgerung aus jenen Studien war, dass Massenmedien zu einer Verrohung der Jugend beitragen würden. Ob das nun eingetreten ist, darüber kann wiederum vortrefflich diskutiert werden. Aber nur interdisziplinär.

  11. Dieser Fragebogen ist für mich einfach menschenverachtend gewesen, und etwas wovon ich mich jetzt erstmal erholen muss – bei dieser Versammlung sämtlicher mir bekannter Vorurteile gegenüber Computer- oder VideospielerInnen – so ein neuer “wissenschaftlicher” Höhepunkt im Umgang mit Computer- und Videospiele(rInne)n in Deutschland für mich…

  12. @a.Aralia
    “Leute nun mal ganz ruhig” – wenn Sie wirklich eine Verfasserin dieses Fragebogens sind, dann muss ich Ihnen sagen dass ich diese “Untersuchung” mit einiger Begründung für blanken Rassismus halte.
    Das können Sie jetzt zurückweisen, gar nicht lesen, dazu schweigen oder sonstwas, aber wäre ich deutscher Staatsbürger und nicht mittellos, den Versuch die Universität Jena dagegen zu klagen wäre mir diese Beschimpfung meinerselbst noch weiterhin vorgetragen unter dem Deckmantel wohlwollender Wissenschaft wert.
    Als Historiker, Kulturwissenschafter und Mensch mit Behinderung sage ich noch dazu, dass derlei Normdenken schon zu industrieller Vernichtung von Menschenleben in Deutschland geführt hat! Und da solchen Leuten wie Ihnen selbst hier noch scheinbar bereitwillig ein Podium geboten wird, war das mein letztes Posting auch hier.

  13. @a.Aralia, falls wirklich der Autor des Fragebogens:

    Ich finde die Kritik hier gesittet und ordentlich vorgetragen, und weiß nicht was daran nun falsch sein kann. Aber mich würde dann schon interessieren welche “posetiven Effekte” hier herausgefunden werden sollen und ob die Einleitung nun echt als “neutral” angesehen wurde.

    Wenn in einer Studie zur Ausländerkriminalität stehen würde: “Fühlen sie sich auch von Ausländischen Jugendlichen bedroht, oder sehen sie auch posetive Effekte von Migration” würden sie sich als Wissenschafftler sicher auch aufregen…zudem, wenn dann innerhalb des Fragebogens dann nur auf Kriminalität und Migration eingegangen wird.

    In der Frage mit dem Ligaspiel mögen die Begriffe in den Klammern nur zu erläuterung gedacht gewesen sein, bei mir haben sie leider eher zur Verwirrung beigetragen. Ich frage mich hier, warum das den Spielern nicht aufgefallen ist, denen der Fragebogen vorgelegt wurde. Eventuell wird hier zum Pre-Test ein breiteres Spektrum benötigt.

  14. @Pyri
    “Als Historiker, Kulturwissenschafter und Mensch mit Behinderung sage ich noch dazu, dass derlei Normdenken schon zu industrieller Vernichtung von Menschenleben in Deutschland geführt hat!”

    Gaaanz ruhig Pyri. Bei solche extremen Vergleichen habe ich als Historikerkollege immer Bauchschmerzen, weil ich NS-Vergleiche in meinem Studium oft als Totschlagsargument wahrgenommen habe, die die Debatten auf eine Ebene heben heben, auf der jede Sachlichkeit verloren geht und sich die Leute letztlich nur noch beschimpfen.

    Letztlich sind die Spiele die wir mögen und für die wir deshalb in den Medien und von einigen “Wissenschaftlern” gerne diffamiert werden eben nur Spiele – eine Form der Freizeitgestaltung, die man mögen kann oder nicht. Ich habe mir mittlerweile ein so dickes Fell zugelegt, dass mir solche Studien an meinem Allerwertesten vorbeigehen. Das heißt nicht, dass mir derlei Debatten egal sind, aber ich gehe seit einiger Zeit wesentlich nüchterner damit um. Dennoch trete ich auch weiter gegenüber Medien dafür ein, Fehler zu korrigieren, auch wenn dies keine nennenwerte oder gar ablehende Resonanz stößt (“Wir lassen uns keine Zensur unserer Berichterstattung auferlegen”).

  15. @Crusader
    Ich lege Wert darauf solche Vergleiche grundsätzlich abzulehnen, bis hin zur Totalitarismustheorie: das meinte ich als Hinweis. Die Gefahr miteinander gar nicht mehr vernünftig reden zu können besteht dabei leider allerdings. Derlei Vergleiche sollen dieser Tage unter anderem aber von Rainer Fromm in München gegen Videospiele gerichtet worden sein: wie dem auch sei – ich muss mittlerweile meine aus dieser Emotion heraus getätigten Vorwürfe hier aus einem anderen Grund bedauern, da ich vorgestern in einer Mail darauf aufmerksam gemacht wurde, dass Fragestellungen in dieser Untersuchung eigentlich bis hin zu KFN-Studien aus den frühen Neunziger Jahren zurücklaufen. Die Schuld ist dabei offenbar eher woanders zu suchen, wobei ohne Tradierungen einer Junktimierung von Videospielen mit Verbrechen wie dieser also auch kaum eine solche Untersuchung im Rahmen einer Diplomarbeit mit diesen Fragestellungen gegenwärtig durchgeführt werden würde. Für mich ist diese Untersuchung samt Augen-öffnenden Einleitungstext, den ich erst später las, jetzt nüchtern betrachtet schon eher ein krasses Beispiel für eine kriminalisierende sozialwissenschaftliche Sozialisation in Deutschland. Hinweise auf andere Pathologisierungen erspar ich mir an dieser Stelle.
    Zumindest bemerkenswert finde ich es, dass ein “dickes Fell” vor diesen Sachen so gut schützen soll, ist “Abstumpfung” doch einer der zentralen Vorwürfe…
    Und auch wenn Krieg oder Gewalt als Thema vielen gar per se ein Übel in Videospielen dabei zu sein scheint, diese als Reflexionsmedien womöglich noch völlig indiskutabel erscheinen, so möchte ich abschließend doch festhalten, dass es bei Verboten (Indizierungen, negativer Pressewirksamkeit in den Darstellungen, etc.) doch immer um affektorientierte Körperdarstellungen ging, welche – zwar stets unter dem Deckmantel von Jugendschutz vorgetragen aber wohl kaum so wirklich gemeint und, in welcher Hinsicht auch immer, Erwachsene einschließend, Gegenstand der historischen Ausstellung “Entartete Kunst” waren. Wieder als Hinweis gemeint, und auch gar nicht zynisch, oder ist es ebenfalls nicht erlaubt zu fragen wie eine kulturpolitische Entnazifizierung in Deutschland eigentlich so ausgesehen hat, wenn schon 1954 institutionelle Grundlagen aus der Weimarer Repbulik wieder geschaffen wurden, deren Übergang in staatlich organisierte Verfolgung ab 1933 Fließend war?
    Na ja, wenigstens hat mir ein FDP-Politiker in dem einen Chat da kürzlich glaubhaft versichert, dass er die Zusammenhänge nicht kenne…
    Darüber hinaus stellen Videospiele für mich eben nicht bloß eine Form der Freizeitgestaltung dar, sondern sind – so wie für andere Leute etwa Musik oder Literatur – ein wesentlicher Bestandteil meiner Identität(en) für mich.

  16. @Crusader

    Ich bin echt froh, dass du was dazu geschrieben hast, den wenn ich Pyris “Ich bin ach so toll und so gebildet”-Text lese, werde ich wütend, richtig wütend.

  17. @pyri
    nenn mich dumm,aber ich kann aus dem text nichts sinnvolles herausnehmen. Der erste text macht ja nur vorwürfe ohne direkt begründung, und der zweite text ist für mich eine aneinanderreihung von sätzen, mehr nicht. und wenn dabei noch irgendwelche klagen angedroht werden, ist der text nicht nur sinnlos sondern richtig dumm.

    aber bei ein paar fragen war ein seltsamer ausgangspunkt vorgelegt, wie todesbote schon sagte. man sollte aber schon ein was konkretes hier hinschreiben,und nich einen erguss von vermeintlich intelligentem inhalt. die auswertung ist sicherlich der komplizierteste teil, es sollte ja nicht so sein, das man aus einer statistik beliebig viele schlüsse in jeder richtung bekommen kann, vielleicht tragen ja auch die ähnlich formulierten fragen dazu bei ;) aber ich bin kein psychologe..
    als computerspieler find ich aber solche umfragen gut,da sie von computerspielern selbst gemacht werden, und wenn das in einem akademischen umfeld stattfindet, ist die gefahr der selbstblendung meiner meinung nach geringer einzuschätzen als die üblicherweise von vorurteilen behafteten studien der letzten jahre, ganz zu schweigen von meinungen der politiker.

  18. @Micha
    Eigentlich will ich mich ja von nirgendwo vertreiben lassen, aber bei solchen Einschätzungen samt dieser Feindseligkeit machen weitere Kommentare hier für mich einfach keinen Sinn mehr
    @odtlombar
    ich bin auch kein Psychologe und muss sagen, dass ich von Deinen Worten auch nichts verstanden hab. Die Umfragen machten die Computerspieler selbst? Du meinst sie füllten sie aus, ja, Fragen welche ein von vornherein krankhaftes Bild dieser Menschen zumindest nahe legen, das meinte ich, aber vielleicht ist das halt schon zu schwer zu erkennen… Weiß ich nicht

  19. @pyri
    Die Umfrage stammt von einer Computerspielerin, wie es halt oben steht… das wollte odtlombar damit denk ich ausdrücken… Welche der Fragen lässt denn auf “krankhaft” schließen? Es lassen sich allenfalls Tendenzen schließen, die eventuell mit anderen Studien (z.B. für Menschen, die nicht spielen) vergleichbar sein könnten. Ich habe mich persönlich bei keiner einzigen Frage als “menschenverachtend” dargestellt gefühlt. Vielleicht kannst du mir da weiterhelfen, bei welcher Frage hast du dich denn so schlecht gefühlt? Auch kann ich in keiner Weise nachvollziehen, wie die Umfrage “rassistisch” gemeint sein kann. Vielleicht kannst du mir auch hier auf die Sprünge helfen!?

    Weiterhin frage ich mich, warum du überhaupt deine ersten beiden Posts geschrieben hast. Man bewertet doch nicht eine Arbeit, wenn man nicht einmal den Einleitungstext gelesen hat, oder? Und sorry, aber dein Schreibstil ist irgendwie … etwas seltsam. Entweder: Du schreibst einfache Sätze. Dann kann man den Inhalt auch nachvollziehen. Oder: Du schreibst lange Sätze, handelst aber in EINEM Satz auch nur EIN Thema ab. Deine Schachtelsätze machen weder Spaß noch Sinn.

    Kurze Zusammenfassung: Du hast kritisiert – das ist dein Recht. Indem du aber nicht direkt ansprichst, welche Frage(n) überhaupt so problematisch ist(sind), verpufft das irgendwie sehr schnell.

  20. @Pyri
    Ich meinte meine “Freizeigestaltung” Aussage weniger herabwürdigend, sondern wollte v.a. die Schärfe aus dieser ganzen Diskussion rausnehmen. ;) Auch für mich sind Spiele ein sehr wichtiger Teil meines Lebens, den ich nicht missen möchte. Immerhin spiele ich schon seit ich 11 bin täglich mehrere Stunden am PC, davor am Gameboy (1. Generation) oder Atari und C64. Deshalb meine ich, dass Spiele endlich als weiteres Unterhaltungsmedium neben Büchern, Musik und Filmen anerkannt werden sollten, nur scheint scheinbar niemand wichtiges auf mich zu hören.

    @Micha
    Es ging mir nicht darum Pyri von irgendeinem Thron zu stürzen, falls du das meintest. Wenn du dich über die Art wie er schreibt aufregst, dann solltest du lieber keine Seminare an der Uni besuchen an der ich studiere, da würde ich mich über solche verständlichen Aussagen freuen (auch wenn ich inhaltlich nicht unbedingt Teile). ;)

  21. Jetzt da die Erhebung abgeschlossen ist, möchte ich ein abschließendes Statement geben.
    Der Einleitungstext dieses Fragebogens mag zu Missverständnissen geführt haben, dies bedaure ich. Nach sieben Semestern Statistik, bin ich mir durchaus bewusst, dass ein Fragebogen dieser Art mit nur einem Messzeitpunkt generell keine kausalen Schlüsse zulässt. Dies war nie meine Absicht. Diese Untersuchung stellt keine gerichteten Hypothesen der Art, wie sie im Forum angenommen werden. Die Arbeit ist rein explorativ angelegt und möchte die Ausprägungen sozialer Kompetenzen verschiedener Spielertypen und Nichtspieler untersuchen. Sollte es statistisch signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen egal welcher Art geben, sind diese nicht kausal auf das Spielen von Computerspielen zurückzuführen. Vielmehr sind multidimensionale Betrachtungsweisen erforderlich. Lediglich ist endlich ein empirisch belegbarer Stand der Dinge festzuhalten. Auf dessen Grundlage, folgende Untersuchungen spezielle Modelle und Theorien für das Vorhandensein oder nicht Vorhandensein von Unterschieden positiver oder negativer Art herleiten können. Noch einmal: dieser Fragebogen stellt nur einen weiteren Grundstein dar, um der Frage nach Effekten des Computerspielens für zukünftige Untersuchungen näher zu kommen.

    Die für viele fremdartig wirkende Art der Formulierung und des Aufbaus der Fragen, mag einige Spieler vor den Kopf gestoßen haben. Ich kann versichern, dass die verwendeten Skalen allesamt sehr valide und bewährte Verfahren sind (auch aktuellen Datums). Sicherlich ist es unangenehm und komisch auf einer Seite mehrmals gefragt zu werden, ob man sich einsam fühlt. Diese Art der Fragenkonstruktion mit wiederholenden Items ist nicht nur in denen von mir verwendeten Instrumenten üblich. Die Brisanz des Themas in den Medien führt leider dazu, dass die Spieler in die Lage versetzt werden sich rechtfertigen zu müssen und sich schnell persönlich angegriffen fühlen, sobald, wie in diesem Falle, auch nur das Wort einsam auftaucht. Ich finde es persönlich selbst sehr unangenehm, mich für dieses Hobby verteidigen zu müssen. Möchte man diese Konstrukte aber objektiv untersuchen, kommt man nicht umhin auch konkret danach zu fragen. Ich habe mich für bewährte Skalen entschieden und mir die Items nicht, wie vielleicht vermutet, selbst ausgedacht.

    Als Spielerin, die das Hobby Computer-/Videospielen seit vielen Jahren praktiziert (auch ich hatte Gameboy, NES, PS2, und spiele PC-Spiele), habe ich mich bemüht neutral an diese Untersuchung heranzugehen, um mir nicht den Vorwurf einer zu positiven Betrachtungsweise, machen lassen zu müssen. Den Reaktionen auf dieser Seite zu Folge, kann man mir keine Beschönigung des Themas vorwerfen. Die negativen Reaktionen und der Verdacht ich würde Spieler anprangern, muss ich ebenso zurückweisen. Wenn man natürlich schon mit einer negativen Erwartungshaltung an so eine Studie herangeht, kann es dazu führen, dass die Fragen negativer wahrgenommen werden, als sie es eigentlich sind.

    Am Abschluss möchte ich mich noch bei allen bedanken, die so zahlreich meinen Fragebogen ausgefüllt und bei denen, die sich mit *konstruktiver* Kritik, Anmerkungen und man mag es kaum glauben auch Lob per Mail an mich gewandt haben.

  22. @Aralia
    Kennen wir uns nicht aus dem battlenet? Du hast dort schon eine weile nicht mehr gespielt. Ich vermute mal deine Diplomarbeit ist schuld daran, dass du grad keine Zeit hast. An deiner Studie hätte ich gern teilgenommen.

    @amegas
    Du solltest vielleicht das Statement mal richtig lesen. Meiner Meinung nach hat sie die Antwort auf deine Frage schon gegeben: “..Die Brisanz des Themas in den Medien führt leider dazu, dass die Spieler in die Lage versetzt werden sich rechtfertigen zu müssen und sich schnell persönlich angegriffen fühlen, sobald, wie in diesem Falle, auch nur das Wort einsam auftaucht…”

  23. Wenig Hoffnung das dies noch gelesen wird, jedoch…

    @Pyri

    Ich finde auch dass viele von den Verbotsfordernden getätigte Aussagen – bewusst oder auch nicht – rassistisch sind. Denn jene Personen die meinen dass mehr Medienkonsum und der Konsum von Medien mit expliziterer Gewaltdarstellungen die Konsumenten Dicker, Dümmer, und Gewaltbereiter machen würde und sogar hauptverantwortlich sei, tätigen damit auch Aussagen über jene Länder mit mehr Medienkonsum (verschiedene Länder, ich glaube die PISA Studie hatte Daten dazu) und Länder mit freier verfügbaren Medien und expliziteren Gewaltdarstellungen (die meisten Länder).

    Ob dies jedoch auf auch auf diesen Fragebogen oder dessen Autor zutrifft kann Ich nicht klar beantworten da ich ihn mir nicht ausführlich genug dafür vorgenommen habe (obschon mir einige Fragwürdigkeiten auffielen) und dies auch nicht mehr nachholen kann da scheinbar keine einsehbare Fassung auf dem Server belassen wurde.

    Jedenfalls hoffe ich das dies nicht deine letzten Beiträge hier waren. Ich empfand die Entscheidung den Fragebogen eher unkommentiert zu verlinken nicht als “bereitwillig ein Podium” zu bieten sondern eher um den meisten die Möglichkeit zu bieten unvoreingenommen sich ihm zu widmen.

    @a.Aralia

    Auf ein “Ich spiele selbst gerne und begeistert” sollte nicht allzuviel gegeben werden da auch verschiedene der Verbotsforderer dies von zeit zu zeit angaben (und sich teilweise sogar gegen Verbote aussprachen).

    Abgesehen von den von anderen aufgeführten Fragwürdigkeiten fielen mir zwei eher Technischer Natur auf (die ich jedoch gezwungenermaßen aus dem Gedächtnis rekonstruieren muss):
    1) Es wurden bei fragen zum Clan sowohl Gilden als auch Allianzen ausgeschlossen. Da jedoch keine allgemein akzeptierte Definierung für diese Begriffe in Hinsicht auf Spiele existiert wäre eine Definition hilfreich gewesen (besonders da die meisten FPS Gruppierungen ehere Allianzen ähneln).
    2) Es wurden Handyspiele ausgenommen obwohl kaum ein Unterschied zwischen beispielsweise einem Pac-Man auf dem Handy zu einen auf irgendeiner anderen Plattform besteht. Auch erscheint es Fragwürdig weshalb komplexe Spiele wie Shining Force Chronicle ( http://www.gamefaqs.com/portable/mobile/image/926754.html ) ausgenommen werden (als beispiel, Ich habe leider keine Liste von Handyspiele die auch in Deutschland veröffentlicht wurden). Auch sei erwähnt das die meisten (alle?) Handyspiele Java Anwendungen sind und möglicherweise mit Online Fassung identisch sind (Browser spiele wurden ausdrücklich eingeschlossen).

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