Im Westen nichts Neues

(Golem) Auf Golem.de findet sich eine Zusammenfassung des ersten internationalen Kongresses “Computerspiele und Gewalt”. Bereits im Vorfeld hatte man den eigenen Standpunkt klargestellt:

Medienforscher […] präsentieren […] vier neue Längsschnittstudien, die den Gewaltkonsum durch Computerspiele als Ursache für Veränderungen der Persönlichkeit und reale Gewalttätigkeit belegen.”

KFN, Fromm und Hopf erfüllten die in sie gesetzten Erwartungen und teilten wie gewohnt aus:

– “Das Spielen von gewalthaltigen elektronischen Spielen [ist] der stärkste Risikofaktor für Gewaltkriminalität.”
– “Fakt ist, dass durch die USK keinerlei Jugendschutz bewirkt wird.”
– “Hier wird mit virtueller Gewalt schmutziges Geld verdient.”

Update:

– Bei der Süddeutschen ist ein weiterer Artikel über die Veranstaltung abrufbar.

30 Gedanken zu “Im Westen nichts Neues

  1. So ein Schwachsinn, was die mal wieder labern. Mit ECHTER Gewalt wird nämlich noch viel schmutzigeres Geld verdient.
    Die USK indiziert ja recht viele Spiele und die Zensur ist ja auch extrem. Er sagt jetzt das sie die Jugend dadurch nicht schützt. Was würde der dann zur esrb oder zur pegi sagen?

    Und die erste aussage ist natürlich auch blödsinn. ich müsste demzufolge ja schon ein massenmörder oder so sein, aber ganz im gegenteil, ich mag gewalt überhaupt nicht und verabscheue sie.

    Eigentlich ist es doch mal wieder eine hassrede auf gewalthaltige spiele.
    Ich bin überrascht, dass sie diesmal nicht mal das wort “killerspiele” erwähnen.

  2. Das Niveau des Kongresses lässt sich wohl am besten an dem Zwischenruf von Pfeiffers Schwester “EA diese Schweinefirma” ablesen. Dazu passt auch das Martin Lober von EA im voraus anbot auf dem Kogress Rede und Antwort zu stehen, aber nicht eingeladen wurde:
    http://www.cynamite.de/index.cfm?pid=784&pk=13977

    P.S. Müßte die Meldung aufgrund des Austragungsortes nicht eigentlich “Im Süden nichts Neues” heißen? ;)

  3. I notice, though, that at least some people showed signs of moderation and diplomacy. First, I appreciate that Gentile asked to get rid of the idea that “video games are either good or bad”. Second, I appreciate that Rainer Fromm’s kind words about video games per se and eSports. Indeed, I’d like to know something about his first report, “Videogemetzel im Kinderzimmer” : did he say anywhere in this report that he wanted to talk only about violent video games ? And did he remind anywhere in this report his (mainly positive) perception on eSports ?

    On the other hand, I regret that Golem didn’t talk about Günther Huber’s presentation on “players of killer games”. Indeed, I emailed him just before the conference to ask for clarifications, and he gave me a very nice reply. He’s much more open to dialogue than I expected, and contrary to what I thought, his study does not target “gamers”.

  4. Soviel Ignoranz, dummheit und Hass auf einem Haufen…

    unglaublich…

    Das ganze Gesindel auf einem Haufen und Gegenstimmen werden nicht zugelassen – so funktioniert Volksverblödung.

  5. Habe auf Gamepro.de gelesen das jemand EA als…..”SCHWEINEFIRMA”…… bezeichnet hat.
    Irgendwo hörts ja mal auf………….
    PS: Bin zwar auch kein großer Fan EA aber man muß schon ein bißchen mit Köpfchen argumentieren um glaubwürdig zu sein.

  6. Moin, ich bin Andreas und 38 Jahre alt und es kann nicht sein das ein Personen wie KFN, Fromm und Hopf mir vorschreiben was für mich gut ist oder auch nicht.
    Seltsam ist nur das wieder die “DEUTSCHEN” Wissenschaftler mal wieder alles besser wissen sogar wie ihr ausländischen Kollegen !

    DA SCHÄME ICH MICH EIN DEUTSCHER ZU SEIN

  7. @Manhunt3: Wieso sollten denn die Leute dort glaubwürdig sein? Die verbreiten Propaganda, dass ist alles was sie können und dazu braucht man keine Glaubwürdigkeit. Alles was sie sagen ist ohne Sinn und ohne einen Lösungsansatz für überhaupt ein Problem, außer es zuverbieten.

    Ich bin dafür, dass alles (ohne wenn jemand anders dabei verletzt oder sonst was wird [also alles fiktive: Zeichnungen, 3D, Texte]) ab 18 frei gekauft werden kann ohne erst unter eine Ladentheke zu greifen. Es klappt so viel besser in anderen Ländern USA und Japan zB ohne das Computerspiele die Schuld an Gewalt usw gegeben wird!

    Ein Verbot lässt nur Firmen abwandern im schlimmsten Fall in ein Land, dass in der Rechtssprechung ganz anders ist zb Japan und dort können dann SWEntwickler sachen entwickeln die in Europa nicht ganz gedultet werden.

    “Fakt ist, dass durch die USK keinerlei Jugendschutz bewirkt wird.”!
    Stimme ich zu es ist Erwachsenenschutz! kurz ZENSUR und es gehört sich aber dennoch nicht verboten, sondern alles was nicht Jugend konform ist bekommt einen “+18” Sticker und Landet im Laden! Ohne Schnitte ohne Zensur ohne, dass man sich einen Uncut Patch runterladen muss um an ein Original zu kommen!
    Aber diese Spiele, Filme, Musik usw darf nur an über 18 jährige verkauft werden, dafür kann jeder ab 18 dann selbst entscheiden was er will! Jugendliche und Kinder muss man über die Eltern dazu erziehen, dass sie solche Spiele (noch) nicht Spielen dürfen da sie zu jung sind. Da aber der “Reiz des Verbotenen” immer sehr stark ist sollte man alles transparenter machen:
    – Wieso dürfen die älteren diese Spiele spielen?
    – Wieso dürfen die jüngeren diese Spiele nicht spielen?
    und
    – Was Spielen die “Erwachsenen” überhaupt?
    Viele zb nervige 15-16 jährige wollen gerne mal sehen was DOOM3 ist(war). Und was ist wenn man es ihnen zeigt? Nichts! Uninteressanter Horror bzw nachdem man man die lieben kleinen beim Spielen ersreckt hat *fies grins* wollen sie solche Spiele nicht spielen! Bzw wenn man ihnen erklärt, dass es Horror mit Blut und Zombies ist dann ekeln sie sich davor und wollen es nicht spielen!

    “Hier wird mit virtueller Gewalt schmutziges Geld verdient.”
    Und mit realer Gewalt zb “Elton vs Simon”, “Fußball”, “Boxen” und “Kiegen” wird kein Geld verdient? Oder ist es hier dann sauberes Geld?
    Wie oft kommt es zu Ausschreitungen nach Fußballspielen unter den Fans? Oft genug!
    Fordert hier einer ein General-Verbot? Von denen nein, da man dort ja viel zu viele Leute vor den Kopf stoßen würde und die Lobby gegen sich hat! Leider Vergessen sie, dass Computerspiele auch eine Lobby haben und diese Lobby zur einen Seite gerne ins Ausland geht
    und zu anderen Seite jede menge Modder, die es sogar Schaffen einen Uncutpatch vor dem Deutschlandverkaufsstart ins Netz zu stellen und zwar kostenlos und frei,
    und
    Raubkopierer die zwar illegal, falls aber ein Verbreit- und Besitzverbot kommt dann erst recht, Kopierschutz in unter 24 Stunden vom Spiel entfernen und ins netz zur Verbreitung stellen!
    Sagen wir es so, die erste Seite macht ja nicht viel, aber die zweite Seite treibt man mit verboten erst richtig in Schwung.

    Kurze Frage zum Ende:
    Gibt es Studien die Allgemeinen TV Konsum und Gewalt untersuchen? Oder Studien die mal zeigen wie viel Gewalt von Fußball verursacht wird?

  8. @THE_REAL_BLACK
    DA hast du vollkommen Recht! Ich finde diese zensiererei und rumschnipselei an Computerspielen eigentlich auch nur hirnrissig.DAS IST ERWACHSENENSCHUTZ besser kann man es garnicht sagen diese Krankhafte zensiererei läuft ja schon seit jahren egal ob comic,Game oder spiel.Man sollte eigentlich alles in Deutschland im Laden UNCUT Bekommen
    können. Richtiger jugendschutz wäre wenn man im laden eine seperate Abteilung für Medien ab 18 macht und davor einen Aufpasser davorsetzt.( wäre schon wieder ein ARBEITSPLATZ geschaffen).Media Markt und Co. könnten sich das leisten. Dann bräuchten die Medien
    nicht immer rumnörgeln das kinder so leicht in besitz von unseren Lieblingsgames
    kommen.Wenn diese Computerspielgegner es schaffen würden die politiker dazu zu bringen
    Jugenschutzbestimmungen noch stärker zu verschärfen würden 90% aller spiele niemals in
    Deutschland erhältlich sein.

  9. diese zensur ist allgemein auch kontraproduktiv.. ein kumpel spielte mit mir Bioshock (ich habs nichtgespielt, da ich eher auf strategie stehe) und als ich diese lächerliche zensur sah musste ich ehrlich gesagt lachen, da die leichen wie schränke feststehen und nicht beseite geschlagen werden können sowie diese dumpfen töne zu hören sind..
    so gesehen finde ich zensur lächerlich, wenn sie mich in einem ziemlich ekligen spiel zum lachen bringt…

  10. @Modgamers:
    Danke für den Link!
    Die Passage über Japan (Porno und Gewalt) lässt zwar einen Punkt aus aber es ist genau so eine Reaktion wie überall kaum lässt man die Gesetze lockerer schon passiert weniger…

    Habe auf Grund der späten Stunde zwar nicht jedes Wort gelesen, aber Sport baut Aggressivität ab aber im allgemeinen beim Computer Aggressivität auf?
    Die Studie sollte man mal öfter zu rate ziehen, sie sieht gut aus… Den Subtext aus der Studie muss ich aber erst die nächsten Tage finden, ob es jetzt neutral, pro oder gegen Spiele ist.
    Happy Coding noch.

  11. @Alle
    Ich muß wirklich selber sagen dass Schnittberichte.com(besuche ich seit über einem jahr fast täglich) mir im Thema Medienzensur die Augen geöffnet hat dass klingt zwar merkwürdig hätte aber nie gadacht wie wir Konsumenten von GAMES,FILMEN usw. wirklich
    verarscht werden und dass schon seit langer zeit.Ich kann nur jedem entfehlen sich diese
    Website anzuschauen bevor er sich in DEUTSCHLAND etwas kauft.

  12. @The_Real_Black: Ich bin 15 und glaube nicht, dass du mir mit einem bösem Gesicht oder ähnlichem Angst machst wenn ich DOOM 3 spiele. Ich würds mal auf 10-11 runtersetzen.

  13. Pingback: Münchner Spielekongress - Die Hetzjagd auf “Killerspiele” geht weiter » Heavy Metal Grinder

  14. Eine Freigabe von Doom 3 ab 10 oder 12 wäre aber wirklich nicht richtig… Jugendschutz ist schon wichtig doch er wird in Deutschland stark übertrieben… Empire Earth 3 ab 18? Naja, wenn das ein 6-Jähriger spielen würde, wäre das auch keine Katastrophe aber das ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich…

  15. @tobi774:
    Dachte mein Cousin auch *G* als aber einer der Doom Zombies hinter einer Tür lauerte und ich im gleichen Moment ihn von hinten mit den Zeigefingern in die Rippen “stupste” änderte er seine Meinung schlagartig. Ich habe nicht gewusst, dass man im Sitzen nen guten halben Meter hoch springen kann. Echt schlimm wenn schreckhafte Leute Horrorspiele spielen wollen. *fies grins*
    @the_punish3r:
    Stimmt Doom 3 ist ein klarer Fall von “ab 18” aber oft ist es schon Fraglich ob ein +18 nicht ein +16 Titel sein könnte.
    Da ist das Problem, dass das USK Logo Selbst wenn es irgendwann Vollflächig auf der Verpackung erscheint nichts darüber aussagt warum es +18 +16 usw ist. Beim PEGI hat man halt mehere Symbole: “Gewalt” “Starke Sprache” “Sexueller Inhalt” usw da erkennt man, dass es nunmal nicht in Kiinderhände gehört!
    Happy Coding noch!

  16. @The_Real_Black
    Da hat PEGI der USK in der Tat etwas vorraus. Allerdings bin ich noch immer überrascht, dass die von PEGI geteste Importversion von Fallout 3 keine Angaben über den Konsum von Alkohol oder Drogen macht. Beim Vorgänger war das noch der Fall und da fand man lange nicht so viel Schnaps und Whiskey, wie im aktuellen. Da scheinen sich die Bewertungskriterien also auch geändert zu haben. Der entsprechende Schnittbericht zum Spiel bei Schnittberichte.com zeigt auch sehr anschaulich, was stattdessen zensiert wurde.

    @Shane_Fenton
    Unfortunately I don’t know Fromm’s report well enough to answer your question. Maybe the webmaster of this site knows it, since he created the “Videogemetzel im Kinderzimmer” clip.

  17. Mein Brief an Ursula von der Leyen

    Sehr geehrte Frau Ursula von der Leyen,
    mein Name ist Peter, 35 Jahre alt und Familienvater von zwei kleinen Kindern.
    Seit längerer Zeit beobachte ich bereits die Diskussionen um das Thema Killerspiele. Meiner Auffassung nach ist das aktuelle Jugendschutzgesetz völlig ausreichend und das System der USK greift und sollte nicht abgeschafft werden.

    Ich kann es nicht nachvollziehen wie selbst ernannte Beschützer der Jugend, welche den Namen Pfeifer tragen und sich so selbstherrlich darstellen, Gehaltlosigkeit propagieren international anerkannte Unternehmen, welche unter anderem einen guten Ruf haben, Äußerungen wie diese ablassen: “Electronic Arts, diese Schweinefirma[…]“

    Meine Frage: haben nur wir “DEUTSCHEN” das Wissen gepachtet?
    Mich erinnern Verhaltensweisen von Hopf, Pfeifer & Co an die des Dritten Reichs !

    Das sogenannte Killerspiele verrohen oder gar aggressiv den Menschen verändern ist nicht nachgewiesen und namhafte ausländische Untersuchungen ergaben genau entgegen gesetzte Ergebnisse.

    Es kann auch nicht sein das mir als erwachsener Mensch die Entscheidungsfreiheit genommen wird die Spiele zu erwerben welche ich favorisiere.
    Es kann nicht sein das Spiel wie Saints Row2 (Xbox360) The Darkness (Xbox360) Dead Space (Xbox360) das rote Siegel “Keine Jugendfreigabe” erhalten aber trotzdem geschnitten wird.
    Ich bin ein erwachsener Mensch und es kann nicht sein das der Staat so eklatant in das Wirtschaftssystem eingreift und mich bevormundet.
    Was unterscheidet mich als deutschen Mensch dem österreichischen oder britischen Menschen?

    Die österreichischen sowie britischen Personen “dürfen” als Beispiel genannte Spiele im Original nutzen und ich als “DEUTSCHER” nicht.
    Bin ich unmündig geworden ?

    Ich bezeichne mich als Medien kompetent und führe meinen Familienmitgliedern nur die Medien zu welche für sie nach meiner Auffassung geeignet sind.

    Viel wichtiger wäre es Familien zu fördern und den Alkoholmissbrauch besonders bei den Jugendlichen zu bekämpfen. Aber das passt dem Staat nicht in den Kram den Politiker wie Huber & Co wollen ja weiter ihre Alkoholhobby frönen

    Verbote sind nie der richtige Weg !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Hat die Politik aus der Vergangenheit nicht gelernt?

    ICH FORDERE SIE HIERMIT FREUNDLICH AUF SICH DEN REALEN PROBLEMEN IN DEN FAMILIEN ZU WIDMEN UND MEHR MEDIENKOMPETENZ FÖDERN.
    KOMMUNIKATION ZU FÖRDERN UND BESONDERS JUNGEN MENSCHEN WEG ERÖFFNEN WELCHE AUCH OHNE ALKOHOL “GEHBAR” SIND.

    Ich weiß wovon ich rede denn ich bin ein “trockener Alkoholiker”

    Verbote bringen nichts.
    Personen wie Hopf Pfeifer und Co sehe ich als Gefahr für die Jugend an.
    Gewaltlosigkeit propagieren aber Kraftausdrücke wie Schweinefirmen äußern;
    Das ist eine Gefahr für meine Kinder !!!!!!!!!!!!

    Ich bitte um Antwort.
    Vielen Dank und Grüße


    Peter

  18. Sehr geehrter Herr Peter,
    Vielen Dank für Ihren E-Mail. Über positive Reaktionen freuen wir uns im Ministerium immer wieder. Gerne schicken wir Ihnen ein Autogramm unserer freundlichen Familienministerin zu.

    Herzliche Grüße, Ursels Büro.

  19. loooool grandiose Anwort. :D Dann schätze dich mal glücklich bald ein Autogramm (vielleicht sogar ein echtes und kein Faksimile!) ‘unser freundlichen Familienministerin’ in den Händen halten zu dürfen. ;)

  20. Also solche inkompetenten und senilen Moralapostel wie die alte Pfeiffer ist sowieso dermaßen unglaubwürdig und lächerlich, dass ich bei dem Artikel schon fast lachen musste. Wer öffentlich eine Firma beleidigt und dermaßen die Fassung verliert, ist für mich eine Witzfigur. Einfach nur eine Ex-Lehrerin, die nichts mehr zu tun hat und sich dann halt in Dinge einmischt, wo sie keinerlei Ahnung hat. ICH lasse mir hier in Deutschland nicht verbieten, Spiele zu spielen. Ich bin über 18 und somit ein erwachsener Mensch. Wenn ich mich bevormunden lassen will, geh ich in ein SM Studio oder sowas. ICH werde mir weiterhin meine Spiele aus Österreich bestellen und pfeife auf die Zensur hier!
    Das Folgende nich ernst nehmen ^^
    [Normalerweise sollten wir eine gründen, welche das Plus an Versandkosten von Ö nach D bezahlt! KILLERSPIELE FÜR ALLE!! Und gerade bin ich dabei, “P0$tal 2” 1000 mal zu brennen und die CDs dann in Schulen, Kindergärten und auf Entbindungsstationen in Krankenhäusern zu verteilen! Nebenbei programmiere ich ein Spiel, in dem man nur in Schulen rumläuft und dort mit der perversesten Waffe der Menschheit (dem Mund) versuchen muss, Schüler, Lehrer und Eltern davon zu überzeugen, dass aggressiv machen. Jeden, der sich wehrt, kann man mit dem “Zensur-Button” ganz einfach in Roboter ohne Intelligenz (SOF 2 xD) verwandeln. Ziel des Spieles ist, in die Zeitung und ins Internet zu kommen und sich sehr wichtig zu fühlen! Achso: Ich habe Sat 1 angeschrieben, sie sollen doch bitte “Sleepy Hollow” nochmal um 20.15 Uhr ausstrahlen, damit meine Kinder Köpfe rollen und Blut spritzen sehen.]

  21. Sehr geehrter Herr XXX,

    vielen Dank für Ihre E-Mail vom 24.11.2008 zu Computerspielen.

    Dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gefährdenden Medieninhalten misst die Bundesregierung allerhöchste Priorität zu. Kinder und Jugendliche müssen vor schädigenden Inhalten, insbesondere mit Gewaltdarstellungen jeglicher Art, sowohl im Fernsehen, in der Werbung als auch in anderen Medien geschützt werden.

    Hinsichtlich der Medienwirkung von Gewaltdarstellungen, z. B. in Video- und Computer-spielen, geht die Bundesregierung mit der herrschenden Lehre von der Annahme aus, dass es – bei gebührender Beachtung multifaktorieller Ursachenzusammenhänge – nicht ohne Auswirkung auf Kinder und Jugendliche bleiben kann, wenn ihnen Gewalt ständig als ein normales und gesellschaftlich akzeptiertes Konfliktlösungsmuster vorgeführt wird. Hierzu ist auf die Übersichtsstudie “Medien und Gewalt” hinzuweisen, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstellt wurde. Diese kann von der Homepage des BMFSFJ unter der Rubrik „Publikationen“ herunter geladen werden.

    Nach dem Jugendschutzgesetz wird die Abgabe z.B. von Computerspielen an Kinder und Jugendliche verboten, wenn sie von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden sind. Auch dürfen Computerspiele nur entsprechend der Altersfreigabe der USK an Kinder und Jugendliche abgegeben werden.

    Wie Sie sicherlich wissen, fand im November 2007 ein Runden Tisch „Jugendschutzgesetz – Verbesserung des gesetzlichen Vollzug“ statt bei dem es insbesondere darum ging, im Zusammenhang mit den Vorschriften des Jugendschutzgesetzes gesetzestreues Verhalten zu fördern und gegen Verstöße vorzugehen. Einerseits haben die meisten Einzelhändler, Gewerbetreibenden und Veranstalter den Jugendschutz im Blick, andererseits muss dort – dort wo es nötig ist – Abgabeverbote von Alkohol und Tabakwaren, aber auch von Bildträgern mit Filmen und Computerspielen sowie die Einhaltung der Zeit- und Altersgrenzen bei Gaststätten, Diskotheken und Kinos besser kontrolliert werden.

    Deshalb hat sich Frau Ministerin von der Leyen am 28. November 2007 mit den zuständigen Landesministern, Bundestagsabgeordneten, den kommunalen Spitzenverbänden, den Ressorts der Länder sowie Vertretern des Bundes sowie Jugend- und Jugendschutzverbänden, der Kirchen und Vertretern des Einzelhandels, der Tankstellen- und Videothekenbetreiber, dem Gaststätten- und Hotelverband, sowie weiteren Experten über bessere Vollzugsmöglichkeiten im Jugendschutz verständigt. Es wurde vereinbart, dass

    – für die Einführung von Kassensystemen geworben wird, die ein deutliches Signal geben, wenn jugendschutzrelevante Produkte erfasst werden,

    – Öffentlichkeitsarbeit mit unserer Kampagne “Jugendschutz: Wir halten uns daran!” verstärkt wird,
    – das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Verbänden Schulungsmaterial und ein Trainingsvideo zu Jugendschutzbestimmungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Unternehmen entwickelt,

    – die Länder empfindliche Bußgeldsätze für Gesetzesverstöße festlegen,
    – der Vollzug durch regelmäßige Schwerpunktkontrollen effizienter werden soll,
    – das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Internetseite einrichtet, die vor allem für Eltern die Regelungen des Jugendschutzes klar aufzeigt und

    – Computerspiele und Bildträger deutlichere Alterskennzeichen erhalten.

    Darüber hinaus liegt der Endberichts zur Gesamtevaluierung „Analyse des Jugendmedienschutzsystems – Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ des Hans-Bredow-Instituts (HBI) vor.

    Im Februar 2007 hat Frau Bundesjugendministerin von der Leyen gemeinsam mit ihrem nordrhein-westfälischen Kollegen, Herrn Familienminister Armin Laschet, das Sofortprogramm zum wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltbeherrschten Computerspielen präsentiert.

    Das Ersten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes, das am 1.07.2008 in Kraft getreten ist, basiert auf dieser Grundlage. Mit dem Gesetz soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor medialen Gewaltdarstellungen, insbesondere gewaltbeherrschten Computerspielen verbessert werden durch folgende Maßnahmen:

    · der Katalog der schwer jugendgefährdenden Trägermedien, die kraft Gesetzes indiziert sind, wird im Hinblick auf Gewaltdarstellungen erweitert,

    · die im Gesetz genannten Indizierungskriterien in Bezug auf mediale Gewaltdarstellungen werden erweitert und präzisiert,

    · die Mindestgröße und Sichtbarkeit der Alterskennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) werden gesetzlich festgeschrieben.”

    Des Weiterem führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der ARD, dem ZDF, dem Telekommunikationsunternehmen ARCOR und der Programmzeitschrift TV Spielfilm die Initiative “Schau hin! Was Deine Kinder machen.” durch. “Schau hin!” sagt Achtung: Nicht alles, was im Fernsehen läuft oder was an Computerspielen existiert, ist für Kinder geeignet! Medienkonsum birgt auch Gefahren für Kinder. “Schau hin!” ist eine freundliche Aufforderung an die Eltern, sich mit der Mediennutzung ihrer Kinder auseinander zu setzen.

    Für Ihr persönliches Engagement danke ich Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag

    Gudrun Werres
    _________________________
    Referat 605
    Jugendschutzgesetz, Medienkompetenz
    Bundesministerium für Familie,
    Senioren, Frauen und Jugend

    Rochusstraße 8 – 10, 53123 Bonn
    Telefon: 01888 555-2857
    Fax: 01888 555-42857
    E-Mail: gudrun.werres@bmfsfj.bund.de
    Internet: http://www.bmfsfj.de

  22. Ich würd sagen, nicht wirklich die Antowrt auf deine Zuschrift, zumal du dein Augenmerk auf Erwachsene gelegt hattest, und sie nur von Jugendlichen sprechen. Am besten gleich einen Antwortbrief/-mail schicken, da dies scheinbar auch eine Art vorgefertigter Text zu seien scheint (und da kannst ja mal andeuten, dass die neuen USK Sticker blöd aussehn (“große Rote Sticker, is wohl ne Rabattaktion”), und die Zahl des Alters immernoch kleiner ist als die vom PEGI).

  23. Es amüsiert doch einigermaßen zu hören wie jemand Nazi vergleiche zieht ( http://blogs.taz.de/hitlerblog/2008/07/01/ ) über Spiele die zur Nazi zeit wahrscheinlich längst Verboten wären. Dies wird insbesondere dadurch Augenscheinlich wenn man merkt das jene die am stärksten Verbote fordern meist aus dem rechten Spektrum der Gesellschaft kommen (NPD / CSU, siehe auch http://www.npd.de/index.php?sek=0&pfad_id=7&cmsint_id=1&detail=594 ). Nebenbei war es mir so direkt gar nicht bewusst das die Nazi Giftgas _Waffen_ zur Judenverfolgung einsetzten oder dass eines der beanstandeten (oder sonst erhältlichen) Spiele den Einsatz von Gaskammern ermöglicht (eines von beidem sollte für einen Vergleich zutreffen).

    Dass Regine Pfeiffer sich wieder mal nicht zu benehmen weiß ( http://kaliban.de/2007/12/viel-feindviel-ehr/ ) ist nicht wirklich verwunderlich bedenkt man doch welchen Umgang sie pflegt, dass sie jedoch gerade jene Firma als “Schweinefirma” tituliert die der Publisher des am Anfang des Beitrags gelobten “Die Sims” ist, amüsiert dann doch noch. An sich verstehe ich auch gar nicht den den Grund für ihre unflätige Äußerung da im Falle irgendeiner Beanstandung wahrscheinlich auch der Deutsche Publisher (Electronic Arts GmbH) haftbar gemacht werden kann.

    Im gesamten war dieser “Kongress” doch erfreulich, da ihm scheinbar sehr wenig (positive) mediale Aufmerksamkeit zuteil wurde…

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