„Schweinefirma“ empfiehlt Entschuldigung

(GameStar) Auf dem bereits erwähnten Kongress „Computerspiele und Gewalt“ bezeichnete Regine Pfeiffer, Schwester des renomierten Kriminologen Christian Pfeiffer, EA als „Schweinefirma“. Sie hatte von ihren Bemühungen berichtet den Publisher wegen eines von ihm vertriebenen Spieles zu verklagen. Auch sonst kämpft sie engagiert gegen gewalthaltige Videospiele. So ist sie als freie Mitarbeiterin für das KFN tätig und hält als Medienpädagogin Vorträge über die Gefahren von Videospielen. Schon in der Vergangenheit hatte sie einen Redakteur des Spielemagazins GameStar als „Ego-Shooter“ beschimpft.
EA hat sich nun zum Vorfall geäußert:

Sollte Frau Regine Pfeiffer tatsächlich dermaßen die Fassung verloren haben und Electronic Arts als ‚Schweinefirma‘ bezeichnet haben, dann kann ich nur empfehlen, sich in aller Form zu entschuldigen – jedenfalls, wenn sie die Chance wahren möchte, in Zukunft wieder ernst genommen zu werden.
Die Veranstalter hatten kein Interesse daran, mit den Leuten zu diskutieren, die die Spiele, die dort kritisiert wurden, herstellen […] Wenn ich jetzt höre, auf welch niedrigem Niveau dort offensichtlich diskutiert wurde, bin ich froh, keine Zeit verschwendet zu haben
. „

25 Gedanken zu “„Schweinefirma“ empfiehlt Entschuldigung

  1. Easi schrieb:
    Politiker und Ahnung von Games bzw. Publishern?????Wäre doch mal was neues!

    Hahahaha der ist gut, Politiker und Ahnung! Die kriegen nicht mal ein Land regiert.

    Schon allein, dass sie niemanden Eingeladen haben, der Computerspiele vertritt, zeigt doch, dass eine Diskussion gar nicht möglich und gar nicht gewollt ist. Propaganda auf unterstem nivo. Ich warte auf den Tag, wo sie den Film der ewige Ego-shooter drehen und zur Computerspielverbrennungaufvordern. Umerziehungslager in dennen alle Computerspieler interniert und zu einem braven Deutschen Bürger umerzogen werden. Ich weiß, ich hab Phantasien, aber irgendwie ist das ganze schon so lächerlich, dass mir schon nix blöderes mehr einföllt.

  2. Das Grundgesetzt schützt mich, ich darf spielen, lesen, denken, was ich will. Deshalb spielt es keine Rolle ob Frau Pfeiffer einen Zusammenhang sieht zwischen Computerspielen und Gewalt, oder nicht. Ob es ihr gefällt oder nicht, ich kann Horrorfilme sehen. Ob es ihr gefällt oder nicht, ich kann Boxen oder einen anderen Kampfsport ausführen. In einer Demokratie hat man den anderen zu akzeptieren. Aus diesem Grund halte ich die Debatte für irrelevant.

  3. Eine Entschuldigung ist auch angebracht Frau Pfeiffer wirkt durch ihre Wortwahl Menschenverachtend.WAS SOLLEN DAS FÜR ARGUMENTE SEIN. DIESE SPIELEGEGNER SIND FÜR MICH EINFACH UNSERIÖS.

  4. *LOL* # mit Auszeichnung!
    Zitat: „Sie, Sie, Sie sind ja ein richtiger Ego-Shooter“
    „du, du, du bist ja ein ganz böser Kerl“ nicht weinen anfangen kleine, du bekommt nen Lutscher und wir sind wieder Freunde…
    Somanches Kind hätte besser reagiert oder? Wenns nicht zum heulen ist müsste man darüber lachen. Die Frau Pfeifer darf man nach diesen beiden Fettnäpfchen auf keine Bühne mehr lassen, so eine Person hat kein Gehör mehr verdient. Dieses Niveau disqualifiziert jeden der weitere Diskussionen um ein Spieleverbot fordern. Nach solchen Aussagen müsste auch der Herr Pfeifer sofort seine Posten räumen und andere im KFN an die Macht lassen. Wenn andere so „Argumentieren“ würden müssten deren Angehörige ja auch Posten räumen, besonders weil beide auf der gleichen Veranstaltung aufgelaufen sind.
    „Verbreitung von Propaganda und Volksaufhetzung“: So wie die Pfeifers mit dem Thema umgehen ist es eine Schande warum manche überhaupt denen noch gehör Schenken.
    EA hat Recht eine Entschuldigung einzufordern, sowas muss selbst EA sich nicht bieten lassen!

    @Soldat-Hans: Bitte nicht solche Vergleiche anstellen, auch wenn sie vermutlich zum Punkt „Computerspielverbrennungaufvordern“ so ihre ideen haben. Und „Umerziehungslager“ hört man auch nicht gern, dass sind „Einrichtungen zur Hilfe gegen Computersucht“.

    @Micha: Im grunde stimmsts, du darft alles mögliche machen ohne dass jemand zu schaden kommt oder irgendwie beeinflusst wird. Thoretisch dürfte man also viel mehr machen…

    Hoffen wir, dass diese Seite irgendwann überflüssig wird weil Spiele in der Gesellschaft akzeptiert werden.
    Happy Coding!

  5. „Hoffen wir, dass diese Seite irgendwann überflüssig wird weil Spiele in der Gesellschaft akzeptiert werden“

    Amen! @ The_Real_Black :)

    Auch wenn ich persönlich eher skeptisch bin, dass bestimme Gruppen Politiker jemals zu Spielerfreunden werden. Doch wenn die Medien schon mal insgesamt aufhören gegen sie zu hetzen wäre schon viel gewonnen…

  6. Naja, wenn man posetiv in die Zukunft blickt, werden immer mehr e-sport-Events stattfinden und auch von den Medien wahrgenommen werden, wie es ja schon anfängt. Und wenn die ein Thema erstmal als gewinnbringend eingestuft haben, werden die nichtmehr dagegen hetzen…mal eine gute Seite des Kapitalismus^^

  7. So einen Anlass sollte man doch im vornherein verbieten, ist ja klar, dass alle anwesenden nur wieder mal ihre hassreden runterleiern. Sowas sollte man sich echt nicht mal anhören, da es eh nur geistiger dünnschiss ist. Da wir aber gerade darüber diskutieren zeigt uns, dass das thema leider (noch) nicht von tisch ist.
    Ausserdem produziert EA die Spiele ja nicht mal selber, EA ist bloss der Vertreiber.
    Dazu fällt mir gerade ien passendes Zitat ein: „Gewisse Ansichten verschwinden nur, wenn die Leute, die dieser Ansicht sind, auch aussterben“.

  8. Oh mein Gott!
    Es ist wirklich einfach nur lächerlich, wie weit diese Politiker ihr Maul aufreißen aufgrund von Sachen wovon sie nicht einmal ansatzweise Ahnung haben.
    Eigentlich ist es ja nicht schlimm(da dies ja schon so oft der Fall war), aber es wird zu einem Problem, wenn es von Massenmedien übernommen wird und somit das Gesamtbild der Computerspiele schlecht geprägt wird…

  9. Warum erwähnen die Leute hier eigentlich andauernd Politiker? Ich kann mich ja irren, jedoch waren auf dieser Veranstalltung nur „Wissenschaftler“ und „Journalisten“ zugegen (zumindest als Vortragende). Auch die Frau, um die es hier geht ist afaik keine Politikerin. Auch wenn einige Volksvertreter die Suppe der Weisheit mit der Gabel gegessen haben und in der Spielediskussion absolut nix zu suchen haben, sollte man nur auf ihnen herum hacken, wenn es auch im sie geht.

  10. Weil diese Veranstaltung sowohl politische Ursachen, als auch politische Meinungen und Ziele vertrat, die denen der CDU/CSU gleichen. Es gab auch ein paar wenige objektive Wissenschaftler doch in erster Linie war es eine politische Veranstaltung, auch wenn dort keine Politiker Reden gehalten haben.

  11. Die Tatsache, dass einige Politiker hier ziemlichen Mist loslassen, lenkt doch leider etwas vom Hauptproblem ab: viele Medien verbreiten immer noch ein Bild, als wären wir Spieler brutrünstige Massenmörder, die irgendwann durchdrehen…
    wenn ich jetzt unvoreingenommen an die Sache rangehen würde, so wäre der erste Eindruck von uns natürlich auch nicht allzu gut. Solche „Kongress“ bringen leider gar nichts; dort werden von der jeweiligen Interessengruppe Personen eingeladen, die genehm sind, hier halt die nette Frau P.
    Andererseits ist es natürlich positiv, dass überhaupt schon – wenn auch auf einem erschreckendem Niveau – darüber berichtet wird, was zeigt, dass vielleicht langsam ein Denkprozess stattfindet.

    @The_Real_Black: die Zeit wird kommen, dass diese Seite überflüssig wird; es gibt genug andere Beispiele von Strömungen, die am Anfang stark um ihre Existenz und Anerkennung kämpfen mussten und heute diskutiert ja auch beispielsweise keiner mehr über Rock’n’Roll…

  12. Also alles, was eine bestimmte Meinung vertritt, als politische Veranstaltung zu bezeichnen ist dann doch a bissle arg weit hergeholt. Das war ein wissenschaftlicher Kongress, und das ändert sich auch nicht dadurch, dass das wissenschaftliche Niveau unterirdisch war und alles andere als objektiv. Dennoch sind an so ner Veranstaltung die Politiker NICHT schuld. Pfeiffer soll ich ein anderes Feindbild als Killerspiele suchen, aber wir sollten auch nicht nur auf dem Feindbild Politiker raumtrampeln.

  13. Thanks! Interesting article. One point – the gore in some new shooters – scares me too. Especially if the developer of BiA describes the „cool“ new features of the great gore system. But my real concern is the rah-rah patriotism…

  14. @Modgamers: Wer auf eine Verbot hinarbeitet, was ja durchaus eine der Forderungen der sog. Wissenschaftler ist, betreibt Politik. Wenn du dich hinstellst und sagst Tomaten gehören verboten, betreibst du Politik. Wenn du nur sagst Tomaten sind scheiße oder ich mag keine Tomaten, vertrittst du nur deine Meinung. Insofern ist jeder, der eine verbindliche Entscheidung anstrebt, ein Politiker.

  15. @hopfen: „Insofern ist jeder, der eine verbindliche Entscheidung anstrebt, ein Politiker.“
    Sehe ich auch so. Aber ich sehe den Hr. Pfeifer aber ganz klar, schon wegen seines Postens, als Politiker. Und Jeder der Verbote anstrebt hat natürlich ein Politisches Interesse.
    Ich finde es schade, dass man in Zeiten von Weltwirtschaftskrise und „Klima“-katastrophe noch leute findet, die über unsere Hobbys rumhacken.

    Thema Zensur und Schnitte habe ich ja schon mal angesprochen: Jeder ab 18 muss und darf selbst entscheiden und wenn selbst beim Klick auf Spielstart schon Blut spritzt kann und darf keiner weder Politik noch sonst jemand sich dabei einmischen!
    ReyAlp: „the gore in some new shooters – scares me too“
    Ja bei Fallout 3 das Perk „Bloody Mess“ ist auf Uncut für mich echt zu viel des guten…
    Wenn ein Gegner Arme oder so verliert, ist es kein Problem, aber wenn jeder gegner in eine Wolke von roten Stücken zerplatzt ist es echt übertrieben.
    ABER bei Fallout ist es ein Teil der „Welt“ die übertriebene und extrem überzeichnete Gewalt soll zeigen, dass die Welt sehr extrem feindlich ist.
    In CSI Maimi wurden auch vor ein paar Wochen zwei Leute in Stückchen verwandelt, also um 20:15 ist es lagal aber man darf es nicht ab 18 kaufen?…

    Wenn die Leute aufhören würden mit meherlei Maß zu messen würde man sehen, dass viel mehr schon als normal angesehen wird als man uns Gamern zugestehen will!
    Happy Coding!

  16. Ich will mich echt jetzt nicht für euch streiten, aber nur weil man eine politische Meinung hat bzw. man etwas politisch durchbringen will, ist man noch lange kein Politker. Diese „Helden der Arbeit“ des Kongresses waren von Beruf keine (!) Politiker, weswegen Sätze wie „Es ist wirklich einfach nur lächerlich, wie weit diese Politiker ihr Maul aufreißen …“ in diesem Kontext keinen Sinn machen.

  17. And another link I found „by accident“ : have you read this petition that calls for a total ban on „killerspiele“ and much more ? It’s been published one week before the „computer games and violence conference“ : http://cms-dev.f01.fh-koeln.de/imperia/md/content/personen/e.ostbomk_fischer/k_lner_aufruf_gegen_computergewalt.pdf

    More from Maria Mies, who authored this petition : http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr14-vom-3132008/verharmlosung-von-gewaltspielen-muss-aufhoeren/

    More from Elke Ostomk-Fischer, who launched this petition with Maria Mies : http://cms-dev.f01.fh-koeln.de/imperia/md/content/personen/e.ostbomk_fischer/menschenbild_und_medienbildung.pdf

  18. Frau Ostbonk Fischer also. Hm, also dass muss ich erstmal verdauen. Ich kannte das auch nur zum Teil. Übel. Vor allem die perfiden „Checklisten“ und dort vor allem die Forderungen im ersten Link „dass alle Parteien ihre Beschlussanträge, die Computerspiele zum „Kulturgut“ erklären wollen, zurückziehen;“ Pervers und unerträglich. Ich würde gerne viel schreiben…aber boah.

  19. Last news from this „computer games and violence“ congress : a report by Rudolf and Renate Hänsel for Swiss weekly Zeit-Fragen : http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr50-vom-8122008/wird-sich-die-gesellschaft-zu-einem-wirksamen-jugendschutz-durchringen/

    Note that Zeit-Fragen also published Mies’s ans Ostbomk-Fischer’s petition : http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr50-vom-8122008/wie-kommt-der-krieg-in-die-koepfe-und-in-die-herzen/ (but I couldn’t understand how many people signed it : 142 ? 175 ? 142 + 175 ? I hate GoogleTrad, anyway)

  20. Boah, der Artikel der Zeit-Fragen ist ja ziemlich Propaganda. Zumindest nach dem, was ich bisher über die Studien weiß…
    Und wie man darauf kommt dass 91% aller Spiele gewalthaltig sind??? Die haben wohl Minesweeper dazugezählt.
    Naja, auch Journalisten sind zu doof für Statistik, zumindest anscheinend.
    Wenn immer dieselben Leute in immer neuen Studien immer dieselben ERgebnisse erzielen, könnte das auch an den Forschern liegen, zumal es ja auch Studien gibt die keinen Effekt zeigen.
    Wer hier einen Zusammenhang zwischen den Vorurteilen und den Ergebnisse sieht, ist meiner Meinung :-)

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