Fromm fragt

(KSS) Im Gästebuch der Seite „Gamer gegen Gewalt“ hat der Journalist Rainer Fromm folgenden Eintrag hinterlassen:

Hallo, finde die Idee einer Initiative gegen die „pauschale Verurteilung“ von Computerspielen auch sinnvoll. Als ein beteiligter der Diskussion meine Frage: Wo setzt Euere Schmerzgrenze an – wann würdet Ihr Spiele verurteilen? In welchen Einzelbeispielen (Games) fühlt Ihr Euch zu unrecht kritisiert ?
Vielen Dank vorab und viele Grüße – Rainer Fromm.

Eigentlich müsste man noch einen Schritt vorher anfangen: Aus welchem Grund sollte man ein Spiel verurteilen dürfen?

In der Öffentlichkeit beschwören Politiker einen Zusammenhang zwischen gewalthaltigen Videospielen und Gewalttaten, der als solcher jedoch nur schwer zu beweisen ist. Im Hinblick darauf, dass selbst der Verzehr von Fastfood, der Anblick von George W. Bush oder von Geld sowie der Gedanke an (Spielzeug-) Waffen ebenfalls bei manchen Personen die Aggressivität steigern kann, sollte man diesen Aspekt nicht überbewerten. Möglicherweise würde Händewaschen nach dem Spielen schon ausreichen um die vermuteten schädlichen Effekte – Verringerung der Empathie – zu neutralisieren ; )*. Wenn nun auch noch aus Studien der amerikanischen Geheimdienste hervorgeht, dass nur 12 % der jugendlichen männlichen Amokläufer gewalthaltige Videospiele genutzt haben, könnte man sich in der Gegenwart eines „Killerspielspielers“ sicherer als in der eines Nicht-Spielers fühlen. Wenn Videospiele tatsächlich relevante Auswirkungen hätten, oder – wie von Hopf erklärt – noch vor häuslicher Gewalt „der“ Auslöser für Jugendgewalt wären, müsste die Jugend doch immer gewalttätiger werden? Hier verweisen Gegner von Videospielen ungern auf amerikanische Statistiken – denn dort muss man feststellen: „The rate of juvenile violent crime in the United States is at a 30-year low. “ (Quelle). Andere drücken es so aus. Deutsche Statistiken führt man dagegen oft an. Denn hier nehmen, bei allgemeiner Rückläufigkeit, manche Gewaltdelikte zu. Unserer Schäuble weiß aber woran es liegt:

Der Anstieg […] bedeutet aber nicht zwangsläufig einen tatsächlichen Anstieg der Kriminalität. Der Anstieg der Fallzahlen geht zumindest auch zu einem erheblichen Teil auf eine erhöhte Bereitschaft in der Bevölkerung zurück, Körperverletzungsdelikte bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. Dies hat auch der Zweite Periodische Sicherheitsbericht bestätigt. […] Durch die Untersuchung wurde festgestellt, dass im Jahr 1997 nur etwa 6,7% aller Vorfälle der Polizei gemeldet worden sind, während sich diese Zahl im Jahr 2004 bereits auf 22,5% erhöht hatte.“

Aber es werden auch andere Gründe genannt. Schünemann findet die Spiele einfach nur „pervers“ und der bekannte Kriminologe Prof. Dr. Pfeiffer rät von Ego-Shootern ab, weil diese Konzentration und Schulleistung negativ beeinflussen würden. Das mag möglich sein, aber muss man Spiele deswegen „verurteilen„?

Was soll eigentlich das „verurteilen“ bedeuten? Wenn mir ein Spiel nicht zusagt brauche ich es auch nicht zu spielen. Muss ich es – nur weil es mir selbst nicht gefällt – anderen madig machen oder sogar nach Verboten schreien? Hier kommt jetzt ein kleiner Bruch in meiner Argumentation. Auch wenn ich unfähig bin es zu begründen meine ich, dass manche doch allzu menschenverachtenden Werke so abartig sind, dass ich mit einem Verbot leben könnte („Leben“ nicht weil ich sie vermissen würde, sondern weil ich bei Zensur immer ein ungutes Gefühl habe.). Ein Beispiel für ein solches „Spiel“ kann ich leider nicht anführen. An der Grenze sind sicherlich Spiele wie Manhunt oder Carmageddon. Da ich diese aber noch nicht gespielt habe, kann ich dazu nichts abschließendes sagen. Obwohl, „der KZ-Manager“ (ebenfalls nie gespielt) würde in meinen Augen verboten gehören, was wohl auch die BPjM so sieht.

Zur letzten Frage. Ich empfinde Kritik als unrechtmäßig;

– wenn sie auf unwahren Tatsachen basiert.
– wenn sie in sich widersprüchlich ist.
– wenn sie mit zweierlei Maß misst. Wenn reale Gewalt (-spiele) in Form von Kampfsport, Kriegsspielen (Schiffeversenken, Stratego, Risiko, Schach, ..) sowie spielerischem Bekriegen (Räuber und Gendarm/Schneeballschlachten) gesellschaftlich toleriert werden, dürften auch die virtuellen Varianten (bis auf die Ausnahmen) nicht anders behandelt werden. Ich würde auf die Frage, warum es mir Spaß macht Menschen zu töten, genau so verdutzt wie ein Kind mit einer Wasserpistole antworten: „Ich töte doch keine Menschen, das ist ein Spiel!„. Diesen Umstand, dass Multiplayer-Shooter wie CounterStrike ein Spiel sind, scheinen viele Menschen einfach nicht zu begreifen.

Aber egal was ich geschrieben habe, Herr Fromm weiß es sicherlich besser. So sagte er in einem Interview mit jetzt.de:

Es ist heutzutage nicht mehr möglich, die Elterngeneration mit Musik zu provozieren. […] Und was sollen meine Kids jetzt machen um mich zu provozieren? Sie können entweder rechtsradikale Musik hören – da ich bin sehr froh, dass es so nicht ist. Oder aber sie brechen mit dem pazifistischen Anything goes-Grundkonsens der Eltern. Und das geht halt am besten, indem sie virtuell Gewalt ausüben.“

Demnach würden „wir“ Gamer Videospiele nutzen – weil – sie kritisiert werden. Die Frage ob rechtmäßig oder nicht wäre da irrelevant.

13 Gedanken zu “Fromm fragt

  1. Aus welchem Grund solle man ein Spiel verurteilen dürfen?
    Aus gar keinem Grund, wenn es um Spiele für über 18 Jährige geht! Wenn in einem Kinderspiel Menschen zerstückelt werden, dann ist es natürlich schlimm. Aber ab 18 kümmert es keinen, da man „menschliche Stückchen“ in CSI und die anderen Krimiserien schon ab 20:15 Uhr gezeigt werden. In Japan gibt es zumindest nach der Meinung von einem Europäer viel schlimmere Sachen in Computerspielen und Comicbüchern und in Japan werden diese Inhalte offen angepriesen. Und es gibt sogar Studien die diese Inhalte für nützlich befinden. Aber bei uns wollen einige Politiker (und der Rest dieser Leute) praktisch ein Verbot von allen „Erwachsenen Inhalten“. Sex, Gewalt und was noch alles gerne gesehen wird in Form von Pornos und „Simon vs Elton“ (zwei Typen die sich gegenseitig Schmerzen zufügen) ohne weitere Nachfragen akzeptiert, aber in Spielen wird nicht nichts davon akzeptiert. Der Umgang von „Erotik und Liebe“ in Spielen wird in vielen Spielen ins lächerliche gezogen. (Witcher: Sex Sammelkarten)
    Gewalt in Fallout war schon immer überzogen, aber ich will damit niemanden provozieren, die Gewalt ist ein Ausdrucksmittel. Damit wird Gefahr gezeigt und Abscheu verursacht zB ein Alien frisst einen Wissenschaftler (HL), die Feinde machen brutale Sachen mit Zivilisten (F3) oder wie Quake 4 wird der Spielerfigur Gewalt angetan und so wird eine Grundlage geschaffen um die Feinde auch als solche anzusehen, inden man Rache empfinden kann. In Kimis ist es die Tat eines Verbrechers der Auslöser für „Rache“ die einem Zuschauer vor die Glotze nagelt weil sie sehen wollen ob diese Person auch zu Rechenschaft gezogen wird.
    „Ich empfinde Kritik als unrechtmäßig;
    – wenn sie auf unwahren Tatsachen basiert.
    – wenn sie in sich widersprüchlich ist.
    – wenn sie mit zweierlei Maß misst. “
    Ich auch!
    Zensur mund Verbote nützen nichts, da man sie entweder einfach umgehen kann oder nur zum Kauf im Ausland anregen.
    “Ich töte doch keine Menschen, das ist ein Spiel!“ genau! Bevor ich jemanden am Fußballplatz umbolze oder nach dem Spiel auf die gegnerische Mannschaft und deren fans losgehe sitze ich lieber vorm Computer, denn hier tue ich niemanden weh! Selbst beim Boxen oder Karate füge ich echten Menschen „Schaden“ zu selbst wenn nur spielerisch ist.
    Happy Coding!

  2. Ich glaub dem typen kein wort.Er fragt wo die Schmerzgrenze ist.Das ist auch so
    ne Typische Fangfrage wo man irgendwelche aussagen wieder verdrehen kann zu seinen gunsten natürlich.Meiner meinung nach hat der Typ mit seiner Berichterstattung die Schmerzgrenze der Gamer weit überschritten. Journalistenheld!!!!!!!!!!!!!

  3. @Manhunt 3

    Er behauptet um Objektivität bemüht zu sein, was ich ihm auch abnehme. So hat er (beinahe) alle Spiele, die er kritisiert, gespielt. Damit ist er mir um einiges voraus. Den Paten, Backyard Wrestling, Manhunt, etc. kenne ich nur von den Öffentlich Rechtlichen.
    Er selbst hat zumindest am Ausgangspunkt noch nachvollziehbare Meinungen. So gesteht er ein, dass sich z.B. bei Filmen ähnliche Probleme wie bei Videospielen ergeben. Seine Werke sind dann aber eine andere Kategorie. Vielleicht muss er sie etwas „sensationslüsternd“ schneiden, damit sie fürs ZDF interessant genug erscheinen. Oder warum auch immer.
    Ähnlich schlimm ist dann nur seine Argumentation bzw. die Bewertung seiner (eigenen) Filme. Er meint, dass die sie weder wesentliche noch unwesentliche Fehler enthalten (Das das Spielziel von Hitman sei Behinderte zu töten ist für mich doch ein grober Fehler) und die Anforderungen an Kriegsspiele sind kaum zu erfüllen. So dürfen sie weder Gräultaten ausblenden (Mär vom sauberen Krieg) noch welche enthalten (Weil ja menschenverachtend). Historischer Bezug darf nicht vorhanden sein (Alz Nazi die Schlachten wieder zu verlieren, die man schon damals verloren hat – ich liebe das Zitat) – weder 2. WK noch Vietnam. Übermäßige Gewaltdarstellungen sind natürlich genauso Tabu wie Verherrlichung von Männlichkeitsindealen, Sexismus und was auch immer. Ich fürchte kaum ein Ego-Shooter würde seinen Anforderungen für ein „korrektes“ Spiel entsprechen. Genausowenig wie der Rest unserer Gesellschaft….

  4. Zitat von Rey Alp:“Ich fürchte kaum ein Ego-Shooter würde seinen Anforderungen für ein “korrektes” Spiel entsprechen. Genausowenig wie der Rest unserer Gesellschaft…“
    Genau, die Gesellschaft ist nicht sauber!

    Ich sage immer, wenn die Ethik ins Feld geführt wird (aber Menschen töten ist unethisch… wie kann man nur!), Ethik ist nur ein allgemeines Gut wenn ein Mensch alleine in einen Raum ist und dann gilt die Ethik auch nur allgemein von einer Wand zur anderen! Ethik ändert sich laufend und Ethik ist von Region zu Region und Land zu Land unterschiedlich, also ist sowas kein Argument (zB Japan ist schon völlig anders in der Ethik. Auf http://de.wikipedia.org/wiki/Verbotene_B%C3%BCcher finet man sogar einen Sailor Moon Manga der in Japan offen für Teenager erhältlich ist…)

    Thema Sexsismus… schon mal Taff auf Prosieben gesehen? Da gibt es eine Rubrik in der Frauen (neuerdings auch Männer) wie in einer Fleischbeschau vorgeführt werden. Beurteilungskriterien: Brüste Po Aussehen… komisch ist, dass oft immer das „nuttigste“ Outfit mit Platz eins bewertet wird! Was sollen Teenager von sowas lernen? Nur wenn man wie eine Nutte aussieht beachten einen die Kerle? (Ich persönlich frage mich eher was so eine alles mit sich rumträgt… Krankheiten Pilze HIV… *ekel*)

    @Manhunt3: „…Er fragt wo die Schmerzgrenze ist…“ ja so einen Verdacht kommt einen gleich in den Sinn. Ich bleibe bei meiner Meinung ab 18 darf Narrenfreiheit herrschen, solange niemand „reals“ irgendwie dafür geschädigt oder in irgendeiner Form beeinträchtigt wird. Da dies in Mangas (Zeichentrick) und 3D Grafik (Computerspiele) der Fall ist finde ich sollte man nichts beschneiden, indizieren oder gar beschlagnahmen, wenn es jemanden stört muss er es ja nicht mögen oder kaufen niemand zwingt in Deutschland jemanden etwas zu Mögen. Dafür sollten aber diese Leute auch die die so etwas mögen in Ruhe lassen. Alles andere ist Zensur und Bevormundung!

    Zitat:“Alz Nazi die Schlachten wieder zu verlieren, die man schon damals verloren hat – ich liebe das Zitat“ tja so ist es immer in der Nazizeit ist viel schiefgelaufen aus dem wir dringend lernen müssen Fremdenhass bekämpfen, Zensur sowie Überwachung vom Staat nicht zu tolerieren. Komisch ist nur wenn man Berufsoldaten über die Meinungen über Deutschland im Ausland befragt fragt bekommt man oft die gleichen Antworten. Dass die Nazis nur Mist gemacht haben ist klar, aber besonders von ausländischen Militärs wird die Wehmacht als Soldaten (ohne die Befehlshaber und die Ideologie dahinter zu betrachten) respektiert als würdige Gegner am Schlachtfeld… wollte ich nur mal weitergeben. Es muss ja keiner jetzt on Call of Duty eine Deutschland Kampagne einbauen, aber man sollte unterscheiden zwischen den Menschen die im Krieg auf allen Seiten sinnlos in den Krieg geschickt werden um dort zu sterben und der itiotischen Ideologie dahinter…

    Ich hoffe der Herr Rainer Fromm mach aus allem gesagtem was gutes denn die Zeit in der wir Gamer uns die Hetzkampagnen gefallen lassen haben sind vorbei! Fallout 3, WOW, Farcry 2 und Tomb Raider Werbung gelangt immer mehr ins TV also auch ins Bewusstsein der Leute also sollte man jetzt auch das Gehetze dagegen unterlassen und es endlich wie alle anderne Hobbys zu akzeptieren.

    PS Die Studie hinter dem * ist toll: Ich wasche mit die Hände vorher in Unschuld und kann dann besser Urteilen… cool … das Sprichwort hat ganz andere Blickwinkel jetzt *g*

    Happy Coding noch.

  5. Fromms Gästebucheintrag finde ich schon abgebrüht, denn letztlich geht es im nur darum, dass wir -die Gamer- im einen Persilschein dafür ausstellen und ihm sagen, welche der von ihm kritisierten Beispiele wir ablehnen. Das interpretiere ich so, als ob er dann einfach neue Beispiele nimmt, der Markt ist ja schließlich groß genug. Nur: Werden Beiträge richtiger, wenn man die Beispiele austauscht? Ich glaube nicht! Das zynischste dabei ist die Werbung der GEZ: „Weil ich unabhängige Medien brauche“ (Folgerung 1: Alle Privaten sind Sklaven von Lobbyisten; Folgerung 2: Wir (die ÖR) sind beratungsresistent und lassen uns nix sagen!)

    Die von euch genannten Beispiele (Krieg, Sexismus,…) sind in der Tat sehr treffend. Wenn ich bedenke, dass die 22.00h Cartoons auf MTV von Handywerbung unterbrochen werden, wo sich „Webcam Julia“ oder die „rassige Brünette“ räckeln und wo z.T. sogar damit geworben wird, dass einiges „aus Jugendschutzgründen nicht gezeigt werden darf“ (Impliziert: muss also extra toll sein!), wundere ich mich doch arg darüber, dass insebsondere Spielen, die sich explizit an Volljährige richten, falsche Darstellungen vorgeworfen werden.
    Kriegsdarstellungen sind hingegen grad in Deutschland schon skuril. In keiner deutschen Version eines Weltkriegsspiels kämpfen Nazis gegen Alliierte, sondern „Deutsche“. Daraus folgt doch, dass es keine Unterscheidung zwischen Nazis und Deutschen gibt (historisch falsch). Auch werden nur saubere Kriege geführt (kein rotes Blut, Splatter) und Hakenkreuze und andere NS-Symbole gab es auch nicht (beides ebenfalls falsch). Das Paradoxe dabei ist, dass das blutige Gemetzel in Filmen, wie „Saving Private Ryan“ gerade als realistische Darstellung gelobt wurde. Albern wurde es jedoch bei Civ4, wo in der Enzyklopädie auch ein Zitat von Hitler stand, aber statt seinem Namen (englische Fassung) nur „ein deutscher Diktator“ stand. Merke: alles aus der Zeit von 1933 bis 1945 muss verdrängt werden!

    Dazu kommt, dass das Militär in Deutschland generell sehr stark polarisiert. Viele linke politische Gruppierungen lehnen es grundsätzlich ab und sehen alle Soldaten als rechtsextrem an (O-Ton aus einem Gespräch mit einem Linken), andere halten Militäreinsätze hingegen für notwendig um zur „Friedenssicherung“ (schöne Wortschöpfung) beizutragen. Da überrascht es mich nicht, dass solche Meinungen auch auf Militärspiele ausgedehnt werden. Doch: Warum dann nur Computerspiele und nicht auch Risiko, Axis & Allies und wie sie alle heißen???

  6. Weil diese Kunst sind… ganz einfach. Sobal Computerspiele als Kunstform anerkannt werden, werden dort auch Verfassungsfeindliche Symbole auftauchen dürfen. Da heißt es nämlich in §86 und 86a

    „(3) Absatz 1 gilt nicht, wenn das Propagandamittel oder die Handlung der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlichen Zwecken dient.“

    Man kann jetzt streiten, ob einige Spiele (Civ4, Hearts of Iron u.ä.) schon im gewissen maße diesen Paragraphen erfüllen, doch ich denek es hat eher damit zu tun, dass die Spielehersteller es nicht riskieren wollen das herauszufinden.

  7. @Crusader: Thema sauberer Krieg: Bei Risiko heist es auch nur entweder die Welt „befrieden“ oder „befreien“ also ist man immer einer der „Guten“…

    @Modgamers: Ja sollte man meinen, dass man jetzt auch Spiele als „Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder“ sowas gelten sollte. In Filmen wie Soldat James Ryan und Indiana Jones sieht man ja auch Nazisymbole also warum werden sie bei den Spielumsetzungen dann in Deutschland verboten, sowas ist von der „Zensur“ nur lächerlich.

  8. @The_Real_Black:
    Stimmt schon, doch werden die „Guten“ nicht erst durch die Existenz der „Bösen“ als „Gute“ erkennbar? Gutes erfordert einfach böses, sonst ist es „neutral“, aber das wäre dann wohl Aufbauspiel ohne Verbrechen, Krieg oder irgendwelche Gegner. *g*

  9. Eine Anmerkung: Vorsicht mit der amerikanischen Studie. Ich hatte eine gelesen mit diesem Ergebnis, die stammt aber von 2000, also da sind nur wenige Jahre drin in denen Ego-Shooter erhältlich waren, folglich ist automatisch die Zahl der Amokläufer, die gespielt haben, niedriger. Also wer (völlig zu Recht!!) den Kritikern vorwirft, dass sie bisher keine einzige (zumindest mir bekannte) Studie gemacht haben die statistisch halbwegs gut ist, dann darf man die amerikanische eigentlich auch nicht bzw. nur eingeschränkt anführen. Aber noch ein Hinweis: Ich hab von einer Studie gelesen die versucht, die Kausalität zu testen, und die kam (soweit ich mich erinnere) zu dem Ergebnis, dass die Kausalität von Agressivität auf Computerspiele geht, also andersrum als Pfeiffer & Co. behaupten.

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