CDU beschließt irgendwas

(CDU) Anlässlich des 22. Parteitages der CDU sollte der Antrag “Nr. C 30 – KV Göttingen” abgesegnet werden. Dieser lautet folgendermaßen:

Der Bundesparteitag möge beschließen: Der CDU-Bundesparteitag fordert die Bundesregierung nachdrücklich auf, sich für ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot virtueller Killerspiele einzusetzen.”

Von der Antragskommission wurde die Annahme in dieser Fassung empfohlen:

Die Antragskommission empfiehlt die Annnahme des Antrages C 30 in folgender Fassung: Die CDU Deutschland tritt dafür ein, den Jugendschutz bei Computerspielen im Hinblick auf die technologischen Veränderungen konsequent weiterzuentwickeln. Dies umfasst ein effektives Wächteramt des Staates, die gelebte Verantwortung von Herstellern und Anbietern sowie eine frühzeitige Medienerziehung in
Familie, Kindergarten und Schule
.”

Beschlossen wurde er wie folgt:

Die CDU Deutschland tritt dafür ein, den Jugendschutz bei Computerspielen im Hinblick auf die technologischen Veränderungen konsequent weiterzuentwickeln. Dies umfasst ein effektives Wächteramt des Staates sowie eine frühzeitige Medienerziehung in Familie, Kindergarten und Schule.”

Unklar ist, ob die Forderung “den Jugendschutz bei Computerspielen […] konsequent weiterzuentwickeln” zusammen mit der Bekräftigung des “Wächteramt des Staates” nach wie vor der (verklausulierte) Ruf nach einem Verbot ist. Ich habe vor einigen Wochen um eine Erläuterung gebeten, jedoch bis heute keine Antwort erhalten.

17 Gedanken zu “CDU beschließt irgendwas

  1. Der Staat als Wächter über die Unterhaltungsmöglichkeiten seiner Bürger – klingt das nur für mich nach einer Mischung aus Stasi, Big Brother und George Orwells’ 1984? *Ironie*

  2. @Ancarius:
    Jupp so versteh ich das auch.
    Die Damen und Herren Politiker verlangen weiterhin die Rechte von virtuellen Figuren zu schützen indem sie unsere um die freie Wahl der Unterhaltung (bei Nichtverletzung der Menschenrechte realer Personen) beschneiden und wie ich diese Typen einschätze werden sie diese Forderung auch noch eine ganze Weile aufrecht erhalten.
    Bei denen reicht eben ein “Nein” nicht. Die sind wie bockige Kinder und brüllen immerwieder: “ICH WILL ABER!!!”
    Meine Meinung zu dem Thema ist und bleibt: Der Jugendschutz so wie er ist reicht mehr als aus und ein Verbot ist vollkommen unbegründet.

  3. frühzeitige Medienerziehung in Familie: gut so! Damit kann ich leben.

    Jugendschutz …konsequent weiterzuentwickeln: Auch gut, solange daraus kein Erwachsenenschutz wird (sprich ZENSUR!).

    Wächteramt des Staates: *PANIK*
    Zitat Crusader: “…Stasi, Big Brother und George Orwells’ 1984…” ja sowas kommt einen schon in den Kopf…
    Solche Formulierungen sollte man wirklich vermeiden und auch das Konzept dahinter. OK (Google) Deutschland zensiert auch das Internet (http://www.ccc.de/censorship/) und man sollte dagegen vorgehen.
    Wie war es mit einen verbot der NPD? Bei solchen Beschreibungen wie der Staat sein sollte müsste man mal prüfen ob die CDU nicht ebenso verboten werden müsste. Am besten im gleichen Atmenzug.

    Zum Glück haben sie dazu gelernt denn das Wort KILLERSPIELE ist ja endlich verschwunden.

    Off Topic:
    Ist das echt oder ein Fake? Denn wenn es echt ist muss viel an Medienkompetenz in dieser Welt verbreitet werden…
    http://de.news.yahoo.com/12/20081211/ttc-us-lehrerin-haelt-linux-fuer-illegal-a8a9a5f.html

    Happy Coding.

  4. The_Real_Black
    Your comment is awaiting moderation.
    17. Dezember, 2008 – 19:18

    Kommt es hier jetzt auch zur Zensur?
    Sowas gab es ja früher nicht oder?
    Bin auf Antworten gespannt…
    Happy Coding.

  5. Ich hatte schon immer nen Spam-Filter drinnen. “Verdächtige” Postings, z.B. mit viel Links, bleiben dann erst hängen und müssen noch freigegeben werden.

  6. bin immer sehr verdächtig ^^ da wenn was schreibe mein posting immer nach einem tag erst da steht XD … zum thema einfach nur lächerlich. da bestellt sich doch bald jeder seine spiele im ausland. die wirtschaft in den jeweiligen ländern wird sich freuen.

  7. *Kopf kratz*
    Wie sagte Reinhard Mey:
    “Einen Antrag auf Erteilung eines Antragsformulars,
    Zur Bestätigung der Nichtigkeit des Durchschriftexemplars,
    Dessen Gültigkeitsvermerk von der Bezugsbehörde stammt
    Zum Behuf der Vorlage beim zuständ‘gen Erteilungsamt”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.