„Kölner Aufruf“ bekommt Rückendeckung

(KSS) Der „Kölner Aufruf“ hat seine ersten Unterstützer gefunden. Neben der „Neuen Rheinischen Zeitung“ wirbt auch die „Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie“ (wie bereits letztes Jahr) für die Verbannung von Gewaltspielen. Offensichtlich muss man diese Ausführungen ernst nehmen:

Killerspiele sind Landminen für die Seele. […] Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee […]: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, […]. Der «Spielraum» unserer Kinder und Jugendlichen entspricht der Wirklichkeit des Kampfes von Soldaten in den völkerrechtswidrigen Kriegen […]. Vor genau solchen Zielmonitoren sitzen Panzer-, Flugzeug- und Hubschrauberbesatzungen und schiessen wirkliche Menschen einzeln ab – gelernt ist gelernt. […] Games-Konzerne dienen somit als Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes dazu, mit «Spielen» die künftigen Soldaten heranzuziehen. Das Alltagsleben wird vom Krieg durchdrungen, um Akzeptanz für die derzeitigen und künftigen Kriege zu schaffen. […] Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Mediengewalt und gesteigerter Aggressivität. […] Wissenschaftler, die dies leugnen, machen sich zu Komplizen und sind Profiteure des militärisch-industriell-medialen Komplexes […]. Verantwortlich sind also nicht Eltern […] und Lehrer, denen die Bewältigung der Folgen immer zugeschoben wird. Verantwortlich sind Hersteller und Kriegsindustrie; die inflationäre Verbreitung der Spiele ist ­politisch gewollt und wird von «Wissenschaft» und Medien bereitwillig vorangetrieben. […] Wir lassen nicht zu, dass die Köpfe und Herzen unserer Kinder weiterhin durch Killerspiele mit Krieg und Gewalt vergiftet werden […]. Krieg ist nicht nur schlecht für Kinder, sondern auch für Erwachsene.“

Update:

Auch der „Bundesverband Arbeiterfotografie“ reiht sich als Unterstützer ein:

Als Organisation, die einerseits Teil der Medienlandschaft ist und gleichzeitig die Medien kritisch im Auge hat, sehen wir die Gewaltverherrlichenden und Gewalt einstudierenden Computerspiele […] als Teil einer weltweit wirkenden Strategie, die die Menschen indoktrinieren und in Richtung Krieg konditionieren will. Wir halten es für richtig und wichtig, sich dem entgegenzustellen.“

39 Gedanken zu “„Kölner Aufruf“ bekommt Rückendeckung

  1. So langsam bekomm ich wirklich Angst! Sind wir denn nur noch von ideologischen Kreuzrittern umgeben? Wann kommt mal endlich jemand und stellt diese geistig Umnachteten als das dar, was sie sind. Ein paar wenige schreien „Wollt ihr das totale Verbot?“ und alle schreien „Ja“ und rennen hinterher und man selbst steht nurnoch ohnmächtig daneben. „Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ – Heinrich Heine. Möge Gott uns davor bewahren.

  2. Note that there are modifications to this petition. Examples of evil „killer games“ no longer includes „World of Warcraft“ (oh my…) but „Crysis“ instead. Same thing in the French version of the petition, published today.

    About the support from the Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie, it was completely predictable, as Elke Ostbomk-Fischer, who launched the „Kölner Aufruf“ with colleague Maria Mies, is member of this association and drafted their last year’s call for a ban of „killerspiele“. Indeed, I learnt about this „Kölner Aufruf“ via the GWG’s website.

    By the way, I took a look at the Neuen Rheinischen Zeitung and read some of their articles related to computer games. One contributor, in particular, should interest Rey : Sabine Schiffer, founder and director of the Institut für Medienverantwortung. First because her attacks against the „Kindheitskiller“ (game industry and „pseudo-scientists“) is as vehement as the ones of Maria Mies and Elke-Ostbomk-Fischer (see here : http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=13225 ). Second, because in one of her articles, she cites the video you made about ARD and ZDF reports (see here : http://www.medienverantwortung.de/imv/pdf/zukunft_23.pdf ).

  3. @Shane_Fenton
    Thanks for the link. I didn’t know about this quotation of my video till today. It’s really amazing how different two persons can judge about the same document. Honestly, she is thinking that the statement by Richter has any evidence. At least she wrote that you can find the statement on my site.

  4. @Rey : you’re welcome.

    By the way, I learnt at the end of her NRhZ article „Kindheitskiller auf dem Gabentisch“ (linked above in my previous message) that an association of photographs supports the “Kölner Aufruf” :

    „Erklärung des Vorstands des Bundesverbands Arbeiterfotografie

    Der Bundesverband Arbeiterfotografie unterstützt den Aufruf gegen Computergewalt „Wie kommt der Krieg in die Köpfe – und in die Herzen?“. Als Organisation, die einerseits Teil der Medienlandschaft ist und gleichzeitig die Medien kritisch im Auge hat, sehen wir die Gewaltverherrlichenden und Gewalt einstudierenden Computerspiele – neben den in Presse, Fernsehen, Filmindustrie und anderen Medien praktizierten Methoden – als Teil einer weltweit wirkenden Strategie, die die Menschen indoktrinieren und in Richtung Krieg konditionieren will. Wir halten es für richtig und wichtig, sich dem entgegenzustellen. Daherträgt der Bundesverband Arbeiterfotografie den Aufruf gegen Computergewalt mit und legt auch seinen Mitgliedern nahe, den Aufruf persönlich zu unterschreiben.

    Anneliese Fikentscher (Vorsitzende)
    Senne Glanschneider (stellv. Vorsitzende)
    Andreas Neumann
    Karin Richert“

  5. Fall jemand mitzählen möchte:

    Die Petition startete am 14.11 laut http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?textid=1384&showcomments=1 (die WoW Fassung befindet sich noch auf http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?fileid=372 ) und erreichte:
    77 und weitere 142 Erstunterzeichner und 175 Unterstützer (Stand: 6.12.2008). 394@zeit-fragen
    84 und weitere 146 Erstunterzeichner und 175 Unterstützer (Stand: 10.12.2008). 405@gwg
    89 und weitere 146 Erstunterzeichner und 175 Unterstützer (Stand: 14.12.08). 410@nrhz

  6. Ganz toll ist ja auch das im zweiten verlinkten Artikel aus der NRZ mal wieder die die Behauptung aufgestellt wird, „dass diese Trainer von Militärs entwickelt wurden, um die Tötungshemmung und das Mitgefühl zu reduzieren.“ Wer jetzt endlich auf Belege für diese Behauptung hofft und der Quellenangabe folgt erhält die lapidare Anmerkung: „Nicht zufällig tourt der Bundeswehrbus auf der Suche nach jungem Kanonenfutter mit einem reichhaltigen Angebot solcher Spiele an Bord durch das Land.“
    Gewissenhafte Recherche sieht glaub ich anders aus…

  7. More on Sabine Schiffer, taken directly from her institute’s website :
    http://www.medienverantwortung.de/imv/pdf/zukunft_10.pdf
    http://www.medienverantwortung.de/imv/pdf/Medienerziehung_Medienverwahrlosung_0.pdf
    http://www.medienverantwortung.de/imv/_unsere_themen_seiten/medienlobby_gegen_medienbildung.php

    When I see the people she cites as serious references (Rudolf and Renate Hänsel, Elke Ostbomk-Fischer, Maria Mies, etc…), I better understand where some of her opinions on video games come from. Oh, and of course, she signed the „Kölner Aufruf“.

  8. Ich muss sagen das ich echt Sprachlos bin. Ich fidne dies hat intzwischen due Grenze überschritten. Ich muste meinen großeltern letztens erklären das ich nicht gerne auf kinder und schiese und Frauen vergewaltiege.
    Las ich ihnen dann auch noch zu erklären versuchte das die Reportagen ziemlich hetzerisch sind wolten die mir das nicht glauben und sind der Meinung dsa ich nur meine Sucht verteidige. Zum Glück sin meine Eltern da Aufgeklärter^^
    zum anderen ich bin 20 und somit auch berechtigt diese Spiele zu spielen!
    Da sich mein kleiner Cousegn, der sich zu Weinachten Dead Space wünscht (er ist 11), habe ich seiner Mutter dann aber doch gesagt das das nicht für ihn ist was sie dann aber als Müll abgetahen hat.
    Für mich sind das zwei Richtungen die ich beide ablehne.

  9. Und schonwieder taucht das Wort „Kinder“ auf. Ich weiß nicht warum die sich blind stellen. Diese Games die von ihnen als „Killerspiele“ bezeichnet werden sind meist USK 18 und in seltenen Fällen USK 16. Ergo können KINDER diese garnicht erwerben. Es sei denn ein Händler hält sich nicht an diese Vorgabe oder eine Person mit dem entsprechenden Alter kauft sie für das Kind (in beiden Fällen könnte man sich ja eigendlich mal Strafen ausdenken).
    Und vonwegen das so künftige Soldaten herangezogen werden: Ich zocke seit ziehmlich langer Zeit solche Games und ich hasse jede militärische Institution weil diese nur dem Zweck dienen Menschen zu verletzen (ob nun psychisch oder physisch).
    Verantwortlich sind also nicht Eltern?
    Wer sollte denn dann kontrollieren was die Kinder machen wenn nicht die Eltern?
    Krieg ist nicht nur schlecht für Kinder, sondern auch für Erwachsene.
    Das stimmt aber warum schickt Deutschland dann immerweiter Soldaten in Kriege die die Amis anzetteln? Warum gibt es immernoch eine Wehrpflicht?
    Warum tut der Staat immer so als wenn er gegen Krieg wäre fördert aber Kriegstreiber wo es nur geht?
    Warum wird dagegen nichts gesagt?

  10. Ich hab früher häufiger CS gezoggt (heute komm ich wegen des Studiums nicht dazu) und wurde Ausgemustert… jap so sehen die neuen Killer aus die reihenweise NICHT in die Bundeswehr aufgenommen werden -.- (naja, OK den Reaktionstest hab ich mit 1,0 Bestanden).

  11. @Ancarius: „das ich nicht gerne auf kinder und schiese“ *g* also kein Fallout Spieler
    @Murray XVII: „Warum gibt es immernoch eine Wehrpflicht?“ Um den waffenstarrenden Feind aus dem Osten als erste Line entgegenzutreten! OK Der Eiserner Vorhang ist schon lange weg… wir maschieren nicht mehr unter einen Diktator… stimmt, wieso muss man viele Idioten an Waffen ausbilden?
    Ich sehe auch nicht ein, warum man Kriege von anderen weiterführen muss bzw hinter denen aufräumen.
    @Modgamers: Bin auch untauglich. Mich haben sie nicht mal fertig gemustert, ich hätte auch gerne auf den Reaktionstest gemacht.

    Zum Topic, da lässt sich nur sagen, dass man noch viel Arbeit den Leuten entgegensetzten muss. Dieser Kampf wird hart, sehr hart, da diese Menschen keine Ahnung vom Thema haben und blind irgendwelchen Idioten folgen damit sie sich beim „älteren Volk“ anbiedern können.
    Komisch ist auch, dass sich die Lügen vom Pfeiffer immer noch weiter verbreiten. Dessen „Studien“ sind die einzigen, die Spiele als alleinigen Grund ansehen. Alle andere Studen zeigen keinen oder nur einen geringeren Zusammenhang zwischen Gewalt und Spiele.
    Viele studien zeigen nur eine Art Reinsteigerung wie man sie leicht auch bei Filmen oder Sport finden kann.
    zB Nach einen Spiel ist man viel Aufgeregter (Tabasko Experiment):
    – Nach einen Horrofilm jemanden zu erschrecken ist auch leichter.
    – Nach Fußball (selbst Spielen) ist man auch gereizter wenn man auf die Niederlage hingewiesen wird. Das selbe ist es bei einen Spiel zuzusehen.
    Wir sind nun mal Menschen mit Emotionen! Und Emotionen können zukochen beginnen.

    An alle wir brauchen eine Art Flashmob bzw eine eigene Petition oder Unterschriftensammlung. Ein gut formuliertes Dokument in den wir unseren Unmut zum ausdruck bringen, dass die Leute schon lange nicht mehr Objektiv sind und sie ihre Hetze, Propaganda doch bitte einstellen mögen.
    Dann eine Sammlung von Studien die die „Lügen“/Fehlinterpretationen von dr.Pfeifer wiederlegen und man nicht nur die Spiele als einzigen Grund ansehen darf. Denn nur die Spiel zu beschuldigen zeigt einen massiven Realitätsverlust.
    Dann aufzeigen wie Spiele und Militär wirklich zusammenarbeiten und den Vergleich echte Waffen und Spielwaffen dazulegen (dies müsste man noch von verschiedenen anderen Leuten zb Schützenmeistern usw bestätigen lassen).
    Dann eine Abhandlung warum USK und PEIGI nötig sind und nicht in Hände von Pfeifer gehören. Dann wie die verschiedenen Organisationen Spiele bewerten.

    Wichtig bei so einer Aktion ist es, dass
    – nicht jeder selbst eine eigene Email schreibt
    – alle Namen und Mailadressen erst gesammelt werden und dann für jede Mailadresse eine Mail versandt wird.
    – nicht nur Pfeifer und dessen Anhänger (alle Unterzeichner) sondern auch sämtliche Pesse (von Bild über Süddeutsche Zeitung bis Zeit), TV (Prosieben bis ARD), Spielemagaziene (Gamestar, PCGames usw) und sämtliche Parteien (SPD, Grüne, FDP, CDU/CSU) diese Mails bekommen.
    ——————————–
    Ich bin dabei! Die Letzten Aktionen sind schon lange her oder wurden falsch aufgezogen (jeder schrieb irgendwas selbst, meist wütend und unbedacht). Man muss mal wieder das Medieninteresse am Thema fördern und nach so einer Mailwelle wird das Thema sicher wieder besser öffentlich und besser beleuchtet. Denn im Moment versuchen doch einige im Schatten von anderen Medien ihr ding durch zuziehen damit nicht jeder darüber informiert wird bis sie ihren willen haben.
    (kennt einer Sponsoren/Unterstützer für so eine Aktion?)

    Happy Coding!

  12. @The_Real_Black:

    Actually, the action you’re calling for has already been done 3 months ago : it was the „Ich wähle keine Spielekiller“ action started by PCGames.de (quite successfully, if my memories are good). Now, can you reactivate it ? At best, you can try to join PCGames.de or Krawall.de, tell them about this „Kölner Aufruf“, and ask what they think about it.

  13. @Shane_Fenton
    I’m actually wondering why I haven’t read something about this petition „Kölner Aufruf“ in the gaming media yet. Maybe they are ignoring it because it seems to be too small to mention, or the journalists haven’t heard of it themselves?

  14. I think they heard of it, and read the stuff, too. i don’t know why there’s no reaction. But as i said, I am sure they heard of it. Should we contact pcgames? I think Pyri could do this, because he got a name already and people know him.
    But do be honest, I don’t know what’s the right thing to at the moment. Hold still, and hope for the best? Sit it out? Maybe the whole thing just disappears in the nirvana of cyberspace after a while? What would happen if the gaming magazines would start a campaign? This could end badly, because Pfeiffer could urge his friends at ARD or ZDF to make a new Report. I Still don’t understand why Pfeiffer signed this after all. I always respected him in a way. He’s got his opinion und used his power…all granted. But sinning this? I am still shocked. And as you just read, still confused. I don’t know how to react to so much hate. It’s all so…ahhh. the articles related to the „Kölner Aufruf“, the journalists, artists, photographers who signed this. Are we so evil? I just got a CD today „Symphonic Shades“ a record of Chris Hülsbecks(a famous Amiga and c64 composer) concert last Spring. I mean, most of the games that the music comes from are classic shooters and qualify as a target for those people. Meaning they would be banned after the will of those, even if they are old games. And that ban would include the music, too…Live music played by a classical orchestra. Uhm , you see, I am the guy that comes always to the arts in the end. But that’s what it is about folks! We must stop those peoples. That was to much. No more!!!

  15. About the people who signed or supported the petition, I must precise that some of them may have not read it entirely. Here in France, it is almost a secular tradition among our intellectuals to sign petitions the same way they go to a party, without caring about what’s inside, just because they were invited by their friends.

  16. Die Kommentare bei der GWG sind ganz nett:

    „G.Thiele: Mich irritiert, dass dieser eifernde, Meinungen als Tatsachen ausgebende und partiell verleumderische Text bei Ihnen beworben wird. Der durchaus notwendigen Auseinandersetzung mit der Thematik wird damit ein schlechter Dienst erwiesen.“

    „A. Pieper: Ich würde mich sehr freuen, wenn die GwG ersteinmal lesen würde, was sie unterstützt und ggf. auch fähig wäre zu hinterfragen. Die unterstützte Petition stellt frei aus der Luft ggegriffene Behauptungen als Tatsachen da und erfindet noch den nötigen Teil um die Hetze zu vervollständigen. Auch Personen aus der GwG sollten fähig sein, zu erkennen, das in der Petition an der realität vorbeigeredet wird, nur um möglichst erschreckende Zustände präsentieren zu können. Mal wieder(!) ein Armutszeugnis. Damit schädigen sie dem ganzen Berufsstand!“

    Solche Kommentare auch dort zu finden beruhigt ungemein. Vorallem der 2. hat recht. Ich kenne die GWG ausschließlich deswegen, weil sie jeden Vorstoß gegen Videospiel blind unterstützt.

  17. @Shane_Fenton:
    The „Ich wähle keine Spielekiller‘ action was too small, there has been no major waves beaten. In any major newspaper about what one could read let alone that it came down to the TV is. We must once again shake up the people and show that we still have to fight for our right. If in the TV BigBrother can run we should also get some transmission times.
    Sorry, this is a Google translation.

    Die “Ich wähle keine Spielekiller” Aktion war zu klein, es hat keine größeren Wellen geschlagen. In keiner überregionalen Zeitung konnte man was darüber lesen geschweige denn, dass es bis ins TV gekommen ist. Man müsste wieder mal die Leute wachrütteln und zeigen, dass wir immer noch um unser Recht kämpfen müssen. Wenn im TV BigBrother laufen kann sollten wir doch auch mal Sendezeit abbekommen.

    @amegas: Yes the “Kölner Aufruf” is too much!
    As a programmer, I see such bans and prohibition claims under a special spotlight. As a programmer and, of course, gamers know both sides and knows how much work into a game is and what you need to make everything a game is localized. Therefore, I see „cuts“ and the verbal abuse as a real threat to my career.

    Als Programmierer sehe ich solche Verbote und Verbotsforderungen unter einen besonderen Blickpunkt. Als Programmierer und natürlich Gamer kennt man beide seiten und weiß wie viel Arbeit in einen Spiel steckt und was man alles machen muss bis ein Spiel lokalisiert ist. Deshalb sehe ich „Schnitte“ und auch die Beschimpfungen als echte Bedrohung für meinen „Beruf“.

    Happy Coding!

  18. Pingback: Kölner Aufruf gegen Computergewalt » Heavy Metal Grinder

  19. @The_Real_Black

    Ich habe immer etwas Probleme damit gegen Kritiker von gewalthaltigen Videospielen öffentlich vorzugehen. Videospiele sind in allen Schichten der Gesellschaft verbreitet, so dass sich auch Personen zu Videospielen bekennen würden, die der Sache nicht zuträglich wären. Auch kann man die Thematik nur schwer vermitteln/auf den Punkt bringen. Insbesondere für Außenstehende würden manche Aktionsideen, von den man so liest, eher ein Grund für als gegen ein totales Verbot sein. Erschwert wird das dadurch, dass manche Kritik im Kern berechtigt ist – nur bei der Relevanz und der Formulierung wird in meinen Augen über die Stränge geschlagen. Deswegen habe ich auch versucht in meinem Video nicht die Thesen sondern nur falsche Tatsachen aufzugreifen.

    Ansonsten kann man es, wie zum Beispiel hier, mit Volker Pispers halten:
    -> „Angela Merkel zitiere ich ja am liebsten wörtlich, ich hab noch keine bessere Möglichkeit gefunden diese Frau zu beleidigen.“.
    Also man braucht gar nicht selbst etwas zu tun. Die Meinung des anderes wörtlich zu verbreiten reicht schon aus um den Gehalt seiner Argumentation zu offenbaren. Dachte ich zumindest. Aber z.B. bei Heise finden sich 3,4 Personen in den Kommentaren, die den Aufruf zu meiner Verwunderung in dieser Form untertützen…

    Wie ich schon neulich gesagt habe, es wundert mich, wie unterschiedlich Menschen ein und denselben Text auffassen können. Jeder, den ich den Text vorgelesen habe, lag spätestens beim „industriell-medialen-komlex“ lachend am Boden.

  20. Das kann nit wahr sein,was ich da lese,oder?gelernt ist gelernt?ich war beim Bund und es sind 2 voellig verschieden Dinge ob man Videogames zockt oder echte Waffen in der hand hat.So ne Pauschalverurteilung,man fuehlt sich echt wie in den 30ern jahre des vergangenen Jahrhunderts.Hoffentlich rollt da bald eine gegenaktion an.

  21. Wieviel Umsatz macht die Computerspiele Industrie laut Prof. Dr. Maria Mies (das diese Namen auch immer wieder passen müssen :P )weltweit? Richtig, über 30 Milliarden Euro. Gehen wir davon aus das ca. 40 % davon „Killerspiele“ sind. Ein Spiel kostet im Schnitt 40 Euro.

    Rechnen bitte:

    30 Milliarden / 100 * 40 = 12 Milliarden

    Also haben wir den Umsatz der „Killerspiele“ bei 12 Milliarden Euro.

    Weiter.

    12 Milliarden / 40 = 300 Millionen verkaufte Spiele.

    Weiter.

    6.744.454.215 Menschen leben grad auf dieser Welt, wir nehmen mal 6.800.000.000, also 6,8 Milliarden.

    Es wurden also ca. 300 Millionen „Killerspiele“ auf 6,8 Milliarden Menschen verteilt.

    Das heißt 4,5 % der Weltbevölkerungen spielen „Killerspiele“ und sind potenzielle Mörder und Amokläufer?

    Wenn JEDER 5te!!! ein Amokläufer wird, dann steht die Chance
    1 : 15,3 MILLIARDEN das so etwas passiert.

    Die Lotto Gewinnchance steht 1 : 140 MILLIONEN – nur zum Vergleich.

    Also erzählen sie niemandem, Frau Maria Mies, das dass UNBEDINGT auf die Spiele zurückzuverfolgen ist.

  22. @Pascal aka Dz’1: soweit ich weiß verdient die spieleindustrie nicht den gesamten kaufpreis ;)
    da währen: produktionskosten, zwischenhändler etc.
    auserdem hat sich allein GTAIV ca. 500mio mal verkauft (kann auch sein das ich mich da täusche, habe das aber irgendwo gelesen)

  23. @Rey:
    Bei mir wars das Kapitel: „… Killer-Industrie“ und dar die stelle „Mit Nebelbegriffen wie «Medienkompetenz» …“ da musste ich richtig lachen.
    Außerdem hast du Recht, die ziehen sich die Beine noch früh genug selbst weg. Ich bin nur ein wenig frustriert, dass man uns Spielern immer unobjektivität vorwirft dann aber sowas von den Spielegegnern verbreitet wird. Desweitern wird in der Petition auch noch die Schuld auch auf die Hersteller geschoben als ob Programmierer und Grafiker für alles verantwortlich sind, dass ist auch ein Grund warum ich mich ärgere.
    Eine Aktion nach meinen Vorstellungen müsste friedlich zeigen, dass wir Aktionen die in der Art wie Petition gemacht werden nicht wollen und mit der Regierung übereinstimmen Spiele wie andere Kunst auch als Kulturgut anzusehen.

    Warum ich überhaupt Aktionen fordere
    oder
    echte „Probleme“ in dieser Welt:
    http://www.restaurant-kritik.de/blog/2007/04/04/update-mcdonalds-sturm-berlin-holt-den-rekord-mit-2581-bestellten-burgern/
    McDonalds Sturm Aktion 500 Leute kauften 2.581 Burger in Berlin.
    Diese Aktion wurde im TV immer wieder breitgetreten, als ob es sich um Weltnachrichten handeln würde. Mit Big Brother werden „Verhaltensexperimente“ am Menschen verharmlost *fies grins* ;-) aber mal ehrlich wenn ein Wissenschaftler sagen würde „ich will Menschen ein halbes Jahr in einen Kasten sperren und sie müssten um Annehmlichkeiten des Lebens gegen einander kämpfen und sie dabei 24 Stunden Täglich beobachten“ würde man doch diesen Wissenschaftler in einen Raum setzen der Gepolstete Wände besitzt bzw da sowas gegen Menschenrechte verstößt grob gefilterte Luft atmen lassen. Bei anderen Shows werden Leute von Idioten angepobelt mit Sätzen wie „als du durch die Tür gekommen bist dachte ich ein Eimer Scheiße biegt um die Ecke und dann hast du auch noch so gesungen!“… Wo bleibt die Würde?…
    Andere zeigen Menschen die keinen Plan vom Leben haben aber entweder Auswandern wollen obwohl sie kein Wort in der Landessprache können oder ohne Geschmack ein Restaurant eröffnet haben. Zum Wohle von Allen hier breche ich die Liste ab, aber seht einfach mal in eine Fernsehzeitung…
    Warum mich sowas Ärgert: Jeden Tag wird so viel Sendezeit verschwendet mit Kram den man nicht wirklich braucht oder an die Grenzen der Menschenwürde stößt. Alles wird hingenommen egal was gezeigt wird aber gegen Spiele wird weiter vorgegengen.
    Kein Verot von BigBrother kein Verbot von DSDS wird gefordert, bei vielen Fußballspielen gibt es Schaden, erst letztens haben „Fans“ bereits vor dem Spiel randaliert… Alles wird aktzeptiert und runtergespielt aber bei Spielen sieht es unfairerweise und mit zweierlei Mas messend anders aus.
    Die Frage ist wie viele gibt es Überhaupt die für „uns“ sind? Mehr oder weniger als bei einer „McDonalds Sturm Aktion“?
    Wenn weniger: (-.-)‘ …
    Wenn aber mehr denke dabei an Zahlen um 10.000 sollten wir eine Unterschriftensammlung zumindest mal bedenken. Viele Stimmen kann man nicht ignorrieren!

    @Kölner Aufruf gegen Computergewalt » Heavy Metal Grinder:
    Gut so.

    @Pascal aka Dz’1:
    Die Rechnung ist gut *g* nicht unbedingt richtig, aber gut. Es hat mich an die Rechnung warum wir „nur einen Tag arbeiten“ erinnert.

    Happy Coding noch.

  24. Hallo,

    wir können die Leute nicht ändern.Wir können nur uns selbst ändern.
    Es ist bedauerlich das ich als mündiger Bürger in unserem Land nicht selbst für mich und meine Kinder (jetzt 0.6j & 3.7j) entscheiden kann was gut oder auch nicht gut für meine Familie ist.
    Vor kurzem kontaktierte ich unsere Familienministerin und erhielt folgende ernüchternde Antwort:
    ########################################################################################
    Sehr geehrter Herr XXX,

    vielen Dank für Ihre E-Mail vom 24.11.2008 zu Computerspielen.

    Dem Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gefährdenden Medieninhalten misst die Bundesregierung allerhöchste Priorität zu. Kinder und Jugendliche müssen vor schädigenden Inhalten, insbesondere mit Gewaltdarstellungen jeglicher Art, sowohl im Fernsehen, in der Werbung als auch in anderen Medien geschützt werden.

    Hinsichtlich der Medienwirkung von Gewaltdarstellungen, z. B. in Video- und Computer-spielen, geht die Bundesregierung mit der herrschenden Lehre von der Annahme aus, dass es – bei gebührender Beachtung multifaktorieller Ursachenzusammenhänge – nicht ohne Auswirkung auf Kinder und Jugendliche bleiben kann, wenn ihnen Gewalt ständig als ein normales und gesellschaftlich akzeptiertes Konfliktlösungsmuster vorgeführt wird. Hierzu ist auf die Übersichtsstudie “Medien und Gewalt” hinzuweisen, die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstellt wurde. Diese kann von der Homepage des BMFSFJ unter der Rubrik „Publikationen“ herunter geladen werden.

    Nach dem Jugendschutzgesetz wird die Abgabe z.B. von Computerspielen an Kinder und Jugendliche verboten, wenn sie von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden sind. Auch dürfen Computerspiele nur entsprechend der Altersfreigabe der USK an Kinder und Jugendliche abgegeben werden.

    Wie Sie sicherlich wissen, fand im November 2007 ein Runden Tisch „Jugendschutzgesetz – Verbesserung des gesetzlichen Vollzug“ statt bei dem es insbesondere darum ging, im Zusammenhang mit den Vorschriften des Jugendschutzgesetzes gesetzestreues Verhalten zu fördern und gegen Verstöße vorzugehen. Einerseits haben die meisten Einzelhändler, Gewerbetreibenden und Veranstalter den Jugendschutz im Blick, andererseits muss dort – dort wo es nötig ist – Abgabeverbote von Alkohol und Tabakwaren, aber auch von Bildträgern mit Filmen und Computerspielen sowie die Einhaltung der Zeit- und Altersgrenzen bei Gaststätten, Diskotheken und Kinos besser kontrolliert werden.

    Deshalb hat sich Frau Ministerin von der Leyen am 28. November 2007 mit den zuständigen Landesministern, Bundestagsabgeordneten, den kommunalen Spitzenverbänden, den Ressorts der Länder sowie Vertretern des Bundes sowie Jugend- und Jugendschutzverbänden, der Kirchen und Vertretern des Einzelhandels, der Tankstellen- und Videothekenbetreiber, dem Gaststätten- und Hotelverband, sowie weiteren Experten über bessere Vollzugsmöglichkeiten im Jugendschutz verständigt. Es wurde vereinbart, dass

    – für die Einführung von Kassensystemen geworben wird, die ein deutliches Signal geben, wenn jugendschutzrelevante Produkte erfasst werden,

    – Öffentlichkeitsarbeit mit unserer Kampagne “Jugendschutz: Wir halten uns daran!” verstärkt wird,
    – das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Verbänden Schulungsmaterial und ein Trainingsvideo zu Jugendschutzbestimmungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Unternehmen entwickelt,

    – die Länder empfindliche Bußgeldsätze für Gesetzesverstöße festlegen,
    – der Vollzug durch regelmäßige Schwerpunktkontrollen effizienter werden soll,
    – das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Internetseite einrichtet, die vor allem für Eltern die Regelungen des Jugendschutzes klar aufzeigt und

    – Computerspiele und Bildträger deutlichere Alterskennzeichen erhalten.

    Darüber hinaus liegt der Endberichts zur Gesamtevaluierung „Analyse des Jugendmedienschutzsystems – Jugendschutzgesetz und Jugendmedienschutz-Staatsvertrag“ des Hans-Bredow-Instituts (HBI) vor.

    Im Februar 2007 hat Frau Bundesjugendministerin von der Leyen gemeinsam mit ihrem nordrhein-westfälischen Kollegen, Herrn Familienminister Armin Laschet, das Sofortprogramm zum wirksamen Schutz von Kindern und Jugendlichen vor gewaltbeherrschten Computerspielen präsentiert.

    Das Ersten Gesetzes zur Änderung des Jugendschutzgesetzes, das am 1.07.2008 in Kraft getreten ist, basiert auf dieser Grundlage. Mit dem Gesetz soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor medialen Gewaltdarstellungen, insbesondere gewaltbeherrschten Computerspielen verbessert werden durch folgende Maßnahmen:

    · der Katalog der schwer jugendgefährdenden Trägermedien, die kraft Gesetzes indiziert sind, wird im Hinblick auf Gewaltdarstellungen erweitert,

    · die im Gesetz genannten Indizierungskriterien in Bezug auf mediale Gewaltdarstellungen werden erweitert und präzisiert,

    · die Mindestgröße und Sichtbarkeit der Alterskennzeichen der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) und der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) werden gesetzlich festgeschrieben.”

    Des Weiterem führt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit der ARD, dem ZDF, dem Telekommunikationsunternehmen ARCOR und der Programmzeitschrift TV Spielfilm die Initiative “Schau hin! Was Deine Kinder machen.” durch. “Schau hin!” sagt Achtung: Nicht alles, was im Fernsehen läuft oder was an Computerspielen existiert, ist für Kinder geeignet! Medienkonsum birgt auch Gefahren für Kinder. “Schau hin!” ist eine freundliche Aufforderung an die Eltern, sich mit der Mediennutzung ihrer Kinder auseinander zu setzen.

    Für Ihr persönliches Engagement danke ich Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Im Auftrag

    Gudrun Werres
    _________________________
    Referat 605
    Jugendschutzgesetz, Medienkompetenz
    Bundesministerium für Familie,
    Senioren, Frauen und Jugend

    Rochusstraße 8 – 10, 53123 Bonn
    Telefon: 01888 555-2857
    Fax: 01888 555-42857
    E-Mail: gudrun.werres@bmfsfj.bund.de
    Internet: http://www.bmfsfj.de
    #######################################################################################

  25. Ich hab die Reaktion des Ministeriums nur überflogen, aber klingt doch vernünftig. Besserer Jugendschutz ist doch super, wenn er wie hier über schärfere Kontrollen dessen funktioniert was ja Gesetz ist! Außerdem ist Hilfe für Eltern genau das, was wir brauchen.
    Und überhaupt: denkt doch mal nach: Es kann für ein 8-jähriges Kind nicht gut sein „Der Pate“ oder sowas exzessiv zu zocken, außerdem solltet ihr euch nicht täuschen: Die Forschung zeigt tatsächlich einen negativen Zusammenhang zumindest von Medien allgemein auf Kinder und Jugendliche! (ich meine gute Studien, nicht unbedingt das KFN-Zeugs :-) )
    Die Frage ist nur: deswegen ein Verbot? Und da scheint das Ministerium erstmal nicht total daneben zu sein.
    Ich bin absolut gegen ein Verbot, aber wegen mir müsste es nicht alle Spiele, die auf dem Markt sind, geben. Und ich will bei einigen nicht, dass die von Minderjährigen gespielt werden.
    Die Inititative „Schau hin“ ist doch genau das, was wir wollen, wenn wir Medienkompetenz fordern, oder? (Zumindest beinhaltet es das)

  26. Aktuell gibt es eine Kolumne des „Gamestar“-Redakteurs Christian Schmidt zum „Kölner Aufruf“ – von der Homepage der Zeitschrift aus dem IDG-Verlag, Mitglied des Branchenverbandes G.A.M.E.: http://www.gamestar.de/kolumnen/1952269/kolumne_die_spielefeinde_machen_mobil.html

    Darin wird interessanterweise auch auf ein Interview mit Olaf Wolters vom anderen Verband BIU bei Golem.de von heute aufmerksam gemacht: http://www.golem.de/0812/64259.html

    Bei der „PC Games“ vom Computec-Verlag wird schließlich hier heute über den „grotesken“ Aufruf berichtet: http://www.pcgames.de/aid,671350/Spiele_sind_massive_Angriffe_auf_Menschenrechte/Voelkerrecht_und_Grundgesetz/News/
    Die Veröffentlichungen auf allen drei Seiten zeugen für mich von einer äußerst umsichtigen und bedachten Reaktion, wobei Wolters bei Golem es „bezeichnend“ findet, dass die Medien den Aufruf erst jetzt zur Kenntnis nehmen würden.

  27. @admin
    Danke. Ich schrieb bei Gunnar Lott vorhin schon einen Kommentar.
    Dort wird auch Gudrun Pausewang als Untersützerin des „Kölner Aufrufs“ genannt: „Die Wolke“ war möglicherweise der erste Roman den ich in meinem Leben als Kind gelesen hatte. Traurig, sehr traurig diese Vorstellungen

  28. Mittlerweile gibt es auch von der BIU eine Stellungnahme:

    „Computer- und Videospiele sind in der Mitte der Gesellschaft angekommen und endlich sowohl kulturell als auch politisch anerkannt. Den Kritikern gefällt diese Tatsache natürlich nicht und deshalb werden sie zunehmend fanatisch. Sie führen einen aussichtslosen Kampf gegen die Digitalisierung unserer Gesellschaft. Die radikale und undifferenzierte Ablehnung von Computer- und Videospielen ist weder sinnvoll, noch befördert sie den kritischen Dialog.“

    Quelle: http://www.gamecaptain.de/News/19058/Killerspiele%3A_K%F6lner_Aufruf_und_Reaktion.html

  29. @amegas
    Ja… Ich schreibe mal eine kurze Anfrage dorthin :-) Jedoch mit wenig Hoffnung auf Antwort – falls doch was zurückkommen sollte, werde ich es hier veröffentlichen

  30. Servus Leutz,

    wundert euch nicht über die Wortwahl des Kölner Aufrufs. Dieser Ton scheint in politischen Debatten allgemein üblich geworden zu sein. Sei es nun das Rauchen, Arbeitslosenhilfe, Wirtschaftskrise etc. pp.

    Dieser Ton ist üblich geworden.
    Selbst die Gamer untereinander scheinen ja das Thema WIRKLICH diskutieren zu wollen.
    Sieht man das ganze mal im großen Zusammenhang, ist die ganze debatte mehr als gestört.
    Auf der einen Seite fordern sie Menschenrechte für einen Pixelhaufen, auf der anderen Seite werden diese Rechte REALEN Menschen – mit GEschichte, Kindheit, Familie, sozialen Background, Herkunft, kurz gesagt alles das was ein pixelhaufen nicht hat – vorenthalten und systematisch verletzt. Einerseits wird über die negativen Auswirkungen von fiktiven Szenarien, die eigentlich nur ein Abbild der Fantasie sind, diskutiert. Andererseits wird wie selbstverständlich hingenommen, das Medien, Presse, Politik etc. pp. eine Welt vorleben und berichten, in der Korruption und Brutalität regiert. Und all dies wird gefeiert, bejubelt und als „Freiheit“ verkauft. Es ist mehr als unfassbar.

    Man kann mit ihnen nicht diskutieren. Sie werden so lange weitermachen, bis alles was ihnen nicht passt verschwunden ist, oder bis sie verschwunden sind. (letzteres glaube ich im Falle Computerspiele allerdings eher). Eigentlich muss man sie angreifen, ihnen ihre Fehler und Versäumnisse aufzeigen. Ihnen vorwerfen, dass sie nur von den Verhältnissen ablenken wollen, die sie tatkräftig mitgestaltet haben. Man sollte sei ihnen vorwerfen, dass sich nichts, absolut nichts ändern wird, selbst wenn sihre ihre Forderungen durchsetzen. Dass es ihnen nur um persönliche Befindlichkeiten geht, nicht um Verbesserung irgendwelcher Misstände, die sie selbst geschaffen und immer weiter getragen haben.

    Seht es ein Leute, es nützt nichts über die Sache zu diskutieren, oder diese zu verteidigen. Dann es geht und ging nie um die Sache. (jedenfalls wenn es um solche Verbotsdebatten geht) Es geht nur um Ablenkungsmanöver, Sündenbocke, persönliche Geschmäcker und Befindlichkeiten. Hier scheint zu gelten: Angriff ist die beste Verteidigung.

    Oder auch: Aussitzen. Bald wird es diese GEneration nicht mehr geben, die sich gegen das Rad der Zeit stellt. Selbst wenn jetzt irgendeine Art von Verbot geben sollte, so wird dies doch bald von der generation, der diese Medien vertraut ist (und die ist auch schon mitte dreißig in der spitze) wieder gekippt.

    Es hilft nicht zu diskutieren, da es nicht um die Sache geht. Das ist eigentlich alles was ich sagen wollte.

    Schöne Feiertage noch

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